R-Dessous Corsagenkleid kurz
Corsage und Minirock zwischen Burlesque, Gothic und Mottoparty und woher das Korsett eigentlich kommt
R-Dessous Corsagenkleid kurz: Corsage plus Minirock für Burlesque, Gothic und Mottoparty. Der Unterschied zum Korsett und die Geschichte der Schnürmode.
Oben eng, unten kurz: Ein Corsagenkleid mit Minirock ist kein Kleidungsstück für den Büroalltag, und das will es auch nicht sein. R-Dessous verkauft solche Kleider über Plattformen wie Amazon und Rakuten, meist unter Bezeichnungen wie „Corsage + Rock“, in Schwarz, aber auch in Grün, als Bandeau-Variante oder in Lack, und in Größen bis 6XL. Der Aufbau aus zwei Teilen hat einen praktischen Vorteil: Die Corsage lässt sich auch ohne den Rock tragen, etwa zur Jeans oder über einem langen Rock.
Wer so ein Kleid kauft, kauft ein Stück Kostümgeschichte mit. Die ist länger, als man denkt.
Korsett, Corsage, Mieder: was was ist
Im Handel gehen die Begriffe munter durcheinander. Meist meint Korsett ein geschnürtes, mit Stäbchen versteiftes Kleidungsstück, das die Taille aktiv formt. Eine Corsage ist leichter gebaut, oft trägerlos, und stützt den Oberkörper eher, als ihn einzuschnüren. Das Wort Mieder kennst du vielleicht vom Dirndl, dessen eng anliegendes Oberteil genau so heißt.
Für ein Corsagenkleid kurz geschnitten heißt das: Es soll die Figur betonen, nicht umbauen. Wer eine echte Wespentaille erwartet, braucht ein Schnürkorsett mit Stahlstäbchen und etwas Geduld.
Vom Fischbein zur Befreiung
Die Vorläufer des Korsetts tauchen um 1550 auf, zunächst als geschnürte, aber noch nicht versteifte Mieder. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts arbeiteten Schneider Stäbe aus Fischbein ein, gewonnen aus den Barten von Walen. Das älteste erhaltene Korsett mit eingearbeiteter Versteifung stammt aus einer Bestattung von 1598.
Im 19. Jahrhundert gehörte das Korsett zur Grundausstattung. Zwischen 1830 und 1870 entstand die Sanduhr-Silhouette, um 1900 das sogenannte S-Korsett, das den Körper in eine unnatürliche Haltung zwang. Stahl ersetzte das Fischbein.
Den Niedergang beschleunigten Mode und Krieg. Paul Poiret und Coco Chanel entwarfen um 1912 Kleider, die ohne Korsett auskamen, und im Ersten Weltkrieg bat das War Industries Board in den USA die Frauen, keine Korsetts mehr zu kaufen, um Metall zu sparen. Christian Diors New Look von 1947 brachte die schmale Taille zurück.
Corsagenkleid kurz: von der Unterwäsche zum Kostüm
Seine zweite Karriere machte das Korsett als Oberbekleidung. Vivienne Westwood zeigte ab 1987 Korsetts, die sichtbar getragen werden sollten, 1990 folgte ihre „Portrait“-Kollektion mit bedruckten Korsetts. Im selben Jahr trug Madonna auf ihrer Blond-Ambition-Tour das Korsett mit den spitzen Cups von Jean Paul Gaultier, ein Kostüm, das bis heute mit ihr verbunden wird.
Heute lebt das Korsett vor allem im Theaterkostüm, in der Schwarzen Szene zwischen Gothic und Steampunk, im Burlesque und auf Mottopartys. Baz Luhrmanns „Moulin Rouge!“ von 2001 mit Nicole Kidman prägt für viele bis heute das Bild eines Varieté-Abends, und wer so eine Party besucht, kommt an einem kurzen Corsagenkleid kaum vorbei. Weitere Filme mit Kostümen dieser Art findest du unter Filme, die Rückkehr der schmalen Taille in der Übersicht der 1950er Jahre.
Worauf du beim Kauf achten solltest
Eine Corsage verzeiht beim Sitz wenig. Ist sie zu weit, rutscht sie, ist sie zu eng, drückt sie nach einer Stunde. Miss deshalb Brust- und Taillenumfang, bevor du bestellst, und vergleiche beides mit der Größentabelle des Anbieters, statt dich auf deine übliche Konfektionsgröße zu verlassen. Das gilt für die Kleider von R-Dessous genauso wie für jedes andere Kostüm von der Stange. Bei einem Kostüm aus Kunstfaser mit Elastananteil gibt der Stoff etwas nach, eine Schnürung am Rücken gleicht kleine Abweichungen aus.
Über allem steht die Frage, wie lange der Abend dauert. Für drei Stunden Party reicht fast jedes Modell, für eine Nacht auf der Tanzfläche lohnt es sich, nach dem Auspacken probeweise die Arme zu heben und sich einmal hinzusetzen.
Fragen zu R-Dessous Corsagenkleid kurz: Corsage und Minirock zwischen Burlesque, Gothic und Mottoparty und woher das Korsett eigentlich kommt
Was ist ein Corsagenkleid?
Ein Kleid, dessen Oberteil als eng anliegende Corsage gearbeitet ist, kombiniert mit einem Rock. Bei Anbietern wie R-Dessous besteht es oft aus zwei Teilen, sodass sich die Corsage auch einzeln tragen lässt.
Was ist der Unterschied zwischen Korsett und Corsage?
Die Begriffe werden im Handel oft vermischt. Meist meint Korsett ein geschnürtes, mit Stäbchen versteiftes Kleidungsstück, das die Taille formt, während eine Corsage leichter gebaut ist, häufig trägerlos, und den Oberkörper eher stützt als einschnürt.
Zu welchen Anlässen passt ein kurzes Corsagenkleid?
Vor allem zu Mottopartys, Burlesque- und Varieté-Abenden, zu Halloween, Karneval und in der Gothic-Szene. Für einen Abend im Stil des Moulin Rouge ist es fast schon die Grundausstattung.
Seit wann gibt es Korsetts?
Erste geschnürte, noch unversteifte Mieder gab es um 1550, gegen Ende des 16. Jahrhunderts kamen Versteifungen aus Fischbein hinzu. Das älteste erhaltene Stück mit eingearbeiteter Versteifung stammt aus einer Bestattung von 1598.