Stiftung Warentest: 18 Haferdrinks im Test
Welche Hafermilch ist die Beste? Rund um das Thema pflanzliche Getränke

Stiftung Warentest: 18 Haferdrinks in Test – welche Hafermilch ist die Beste? Alles zur Hafermilch und was Sie schon immer wissen wollten …
Milchalternativen gelten als gesund und sollen die Umwelt weniger belasten als Kuhmilch.
Stimmt das?
Wie schmeckt ein guter Haferdrink?
Und warum darf das Getränk nicht „Hafermilch“ heißen?
Das klärt der Haferdrink-Test von der Zeitschrift test. Von 18 Produkten im Test schneiden 14 gut ab, 11 davon tragen ein Biosiegel. Schadstoffe in nennenswertem Umfang fanden die Tester nur bei einem Drink.
14 von 18 Haferdrinks sind gut, drei davon sogar geschmacklich top. Schlechter als befriedigend ist keiner. Sie enthalten zwar oft Zucker und weniger Eiweiß als Milch, dafür liefern sie Ballaststoffe und mehrfach ungesättigte Fettsäuren.
Außerdem ist ihre Ökobilanz besser. Die Tester der Stiftung Warentest wiesen in den Drinks keine Keime nach und Schadstoffe meist nur in unbedenklichen Mengen. Lediglich einer ist stark mit Nickel belastet und landet auf dem letzten Platz.
Hafermilch nennen viele den Trunk, der vor allem aus Wasser, 9 bis 16 Prozent Hafer, etwas Pflanzenöl und Salz besteht. Doch „Milch“ darf in der Regel nur heißen, was aus dem Euter kommt.
Getestet wurden oft verkaufte Produkte mit und ohne angereichertem Kalzium: Große Player wie Alpro, kleine Biohersteller und günstige Handels- und Drogeriemarken.
Bei der Verkostung waren alle fehlerfrei – das gibt es selten. Drei Markendrinks stechen geschmacklich hervor. Sie sind vollmundig und schmecken kräftig nach Hafer, ohne ausgeprägte Bitterkeit.
Haferdrinks kosten zwischen 1,99 und 2,24 Euro pro Liter. Es gibt aber auch gute günstige Biodrinks, die für 95 bzw. 99 Cent zu haben sind. Eine Auswahl:
Kölln Smelk Hafer Liebe Klassik
kräftige Hafernote
ernährungsphysiologische Qualität: befriedigend
Oatly Hafer Barista Edition
mit Kalzium
zur Herstellung verwendet wird Rapsöl
Vollmundiger Geschmack
Oatly Haferdrink Barista Edition 6er Pack
OATLY Haferdrink Barista Edition, 1 Liter
Reich an ungesättigten Fetten (5er Pack)
OATLY Haferdrink Barista Edition 1 Liter
Reich an ungesättigten Fetten (2er Pack)
Zutaten: Haferbase (Wasser, HAFER 10%), Rapsöl, Säureregulator (Dikaliumphosphat), Calciumcarbonat, Calciumphosphat, Jodsalz, Vitamine (D2, Riboflavin, B12).
Edeka Bio+ Vegan Haferdrink Classic
Preis-Leistungs-Sieger im Test
Vollmundiger Geschmack
Zuckergehalt: Hoch
Smöllk: Smellk Hafer Liebe Klassik Bio
Neben Kölln Smelk Hafer Liebe Klassik ebenfalls eine Option:
dmBio Haferdrink Natur
Vollkornhafer aus Naturland zertifizierten Öko-Landbau
mild im Geschmack
Weitere von der Stiftung Warentest mit “gut” bewertet: unter anderem die Haferdrinks
von Provamel, Aldi, Alnatura und dm
Nur mit „befriedigend“ bewertet: Hafermilch
von Netto und Kaufland.
Haferdrinks lassen sich wie Milch verwenden, nur zu Herzhaftem passt ihre Süße nicht. Nicht jeder Haferdrink eignet sich zum Aufschäumen, doch bei einigen klappt auch das gut.
Der Test Haferdrinks findet sich in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift test und ist online unter www.test.de/haferdrinks abrufbar.
Zitat: Von 18 Haferdrinks im Test schnitten 14 gut ab
Zitat: Im Alltag sprechen viele von „Hafermilch“, „Reismilch“ oder „Sojamilch“. Als Milch dürfen laut Gesetz aber nur Lebensmittel bezeichnet werden, die durch Melken aus dem Euter gewonnen werden. Pflanzlicher Milchersatz wird daher meist als „Drink“ verkauft.
Vintagebuch Wiki-Info: Hafermilch ist eine Form der Getreidemilch aus Saat-Hafer.„Hafermilch“ ist hierbei eine umgangssprachliche, keine offizielle Bezeichnung, denn Milchersatz darf in der EU nicht mit der Bezeichnung Milch in Verkehr gebracht werden.
In der Verordnung heißt es: Der Ausdruck „Milch“ ist ausschließlich dem durch ein- oder mehrmaliges Melken gewonnenen Erzeugnis der normalen Eutersekretion, ohne jeglichen Zusatz oder Entzug, vorbehalten. Daher werden Produkte im Handel als „Hafergetränk“ oder „Haferdrink“ verkauft.
Industrielle Herstellung von Hafermilch
Das Ausgangsmaterial sind Haferkörner. Diese werden vor der Weiterverarbeitung entspelzt. Anschließend werden sie mit Wasser vermengt und gemahlen. Je nach Verfahren wird noch eine Fermentation angewendet.
Abschließend wird die Masse homogenisiert, die festen Bestandteile werden herausgefiltert. Die dabei anfallenden Filterrückstände, darunter die Kleie, sind ebenfalls zum Verzehr geeignet.
Durch Zugabe von Pflanzenöl kann das wässrige Extrakt emulgiert werden, wodurch die für Milch typische weiße Farbe entsteht.
Je nach gewünschtem Geschmack der Hafermilch können Süßungsmittel, Speisesalz und andere Würzmittel sowie Aromen bei der Verarbeitung hinzugegeben werden.
Zum Teil enthalten die Endprodukte weitere Stoffe wie Konservierungsmittel, Verdickungsmittel, Säuerungsmittel, Vitamine, etwa Vitamin B12, und Mineralstoffe, beispielsweise Calcium in Form der Alge Lithothamnium calcareum.
Zum Teil werden die Produkte ultrahocherhitzt, wodurch die Hafermilch haltbar gemacht wird und auch ohne Kühlung gelagert werden kann.
Manuelle Herstellung von Hafermilch
Zunächst wird der Hafer oder die Haferflocken mit Wasser vermengt und entweder für mehrere Stunden eingeweicht oder gekocht. Anschließend wird die Masse püriert, bis eine homogene Flüssigkeit entsteht.
Abschließend können die festen Bestandteile herausgefiltert werden, etwa mittels eines Seihtuches. Die dabei anfallenden Filterrückstände, ähnlich dem Trester beim Pressen von Früchten, sind ebenfalls zum Verzehr geeignet.
Vegan
Eingesetzt wird Hafermilch etwa von Veganern, Ovo-Vegetariern sowie Menschen mit Laktoseintoleranz, Milcheiweiß-Allergie oder Sojaallergie. Falls bei der Herstellung auf Erhitzen verzichtet wurde, ist Hafermilch auch bei einer Rohkost-Ernährung geeignet.
Da Hafermilch parve ist, kann sie im Kontext der jüdischen Speisegesetze auch mit fleischigen Speisen verzehrt werden.
69% weniger Treibhausgase
79% weniger Landverbrauch
61% weniger Energieverbrauch
Wie schon erwähnt:
Geschmackssieger von Hafer-Drinks:
- Hafer-Drink von Kölln
Wenn Sie Hafermilch selbst herstellen wollen, brauchen Sie nichts außer Haferflocken und Wasser. Weichen Sie die Flocken einige Stunden ein, pürieren sie die Masse dann. Mit Hilfe eines Haushaltssiebs können sie schließlich die Hafermilch abfiltern. In die Fertig-Milch aus dem Handel fügen Hersteller noch Zusatzstoffe und Haltbarmacher.
Reismilch
Sojamilch
Mandelmilch
Reismilch ist eine Form der (pflanzlichen) Getreidemilch. Reismilch wird aus Vollkornreis produziert, der dazu zunächst gemahlen, mit reichlich Wasser gekocht und dann vermaischt wird, so dass eine Masse von cremig-schleimiger Konsistenz entsteht, die danach fermentiert und gefiltert wird. Das so gewonnene Filtrat wird mit Pflanzenöl versetzt und emulgiert.
Manchen Sorten werden auch noch pflanzliche Verdickungsmittel wie Guarkernmehl oder Carrageen zugefügt. Eine Vitamin- bzw. Mineralstoffanreicherung (vor allem Calcium) ist verbreitet, da Reismilch im Gegensatz zu Kuhmilch sehr mineralstoffarm ist. Sie enthält nur wenig Eiweiß, kaum Fett, keine Laktose und kein Gluten.
Sojamilch ist ein aus Sojabohnen hergestelltes pflanzliches Getränk. Milchersatz darf in der EU nicht mit der Bezeichnung Milch in Verkehr gebracht werden (siehe unten). Daher werden Produkte im Handel lediglich als „Sojadrink“ oder als „Soya – rein pflanzlich“ o. ä. verkauft.
Ihr Aufbau und ihre Verwendungsmöglichkeiten ähneln denen der Milch, weshalb sie in der veganen Ernährung als ein Ersatz für Kuhmilch verwendet wird.
Traditionelle Sojamilch, eine stabile Emulsion aus Öl, Wasser und Proteinen, ist ein flüssiger Extrakt aus ganzen Sojabohnen. Die Flüssigkeit wird durch das Einweichen trockener Sojabohnen hergestellt, die anschließend mit Wasser ausgedrückt werden.
Sojamilch ist reich an ungesättigten Fettsäuren und enthält kein Cholesterin und keine Laktose. Sojaeiweiß kann Nahrungsmittelallergien auslösen.
Besonders bei Allergien auf Birkenpollen kann es zu Kreuzallergien kommen, da die Proteinstrukturen ähnlich sind.
Mandelmilch ist ein aus Mandeln (den Samen vom Mandelbaum) und Wasser hergestelltes pflanzliches Getränk. Milchersatz darf in der EU nicht mit der Bezeichnung Milch in Verkehr gebracht werden.
Zur Herstellung von Mandelmilch übergießt man frisch gemahlene und dann angeröstete Mandeln oder eine Mandelpaste (auf Sizilien pasta di mandorla) mit warmem bis heißem Wasser und lässt sie mehrere Stunden ziehen.
Die abgefilterte Mandelmilch kann je nach Geschmack gesüßt oder mit Gewürzen (z. B. Vanille, Zimt, Orangenblütenwasser) verfeinert werden.
Siehe auch weitere Wiki-Infos:
Pflanzendrinks aus Soja, Reis, Hafer und Mandel
So gesund sind die Milchalternativen
Der Pro-Kopf-Verbrauch von Kuhmilch sinkt – und die Absatzzahlen für vegane Pflanzendrinks steigen. Nicht nur bei Menschen mit Laktose-Intoleranz und Milcheiweiß-Allergie sind die Drinks aus Getreide, Soja oder Nüssen beliebt. Schließlich gelten sie als gesund – und nachhaltiger als Milch.
Vintagebuch Tipp:
Pflanzenmilch selber machen
Leckere und gesunde Alternativen
von Finja Busch
Taschenbuch: 92 Seiten
Verlag: Independently published
(15. Januar 2019)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-1794166349
Taschenbuch 8,99 €
Kindle 2,99 €
Buchzitat: Mandelmilch, Reismilch, Sojamilch… Der Milchgang verändert sich.
Sie haben zweifellos eine Reihe von Getränken bemerkt, die als pflanzliche Milchalternativen angeboten werden. Während traditionelle Kuhmilch nach wie vor den Markt dominiert, zeigen Untersuchungen, dass der Verkauf von Pflanzenmilch in Deutschland steigt, während der Absatz von Kuhmilch rückläufig ist.
Man muss nur den Kühlschrank in einem Lebensmittelgeschäft betrachten, um zu sehen, dass Einzelhändler zunehmend mehr Milchprodukte auf pflanzlicher Basis auf Lager haben.
Verbraucher, die gesunde Alternativen kaufen, haben viele Fragen.
Wie gewinnt man Milch aus Nüssen, Bohnen oder Samen?
Ist Mandelmilch gesund?
Wie ist das Nährstoffprofil von pflanzlichen Milchalternativen im Vergleich zu Kuhmilch?
Sind die pflanzlichen Alternativen wirklich Milch?
Hausgemachte Pflanzenmilch zuzubereiten ist wirklich einfach und viel preiswerter als im Laden zu kaufen.
Buchzitat Ende
Aus dem Inhalt:
Die wichtigsten Informationen über Pflanzenmilch und zahlreiche Rezepte
Einführung
Hafermilch selber machen
Sojamilch selber machen
Haselnussmilch selber machen
Hirsemilch selber machen
Hanfmilch selber machen
Sonnenblumenkernmilch selber machen
Buchweizenmilch selber machen
Kokosmilch selber machen
Reismilch selber machen
Chashewmilch selber machen
Dinkelmilch selber machen
Mandelmilch selber machen
Rezepte mit Hafermilch
Rezepte mit Sojamilch
Rezepte mit Haselnussmilch
Rezepte mit Hirsemilch
Rezepte mit Hanfmilch
Rezepte mit Sonnenblumenkernmilch
Rezepte mit Kokosmilch
Rezepte mit Reismilch
Rezepte mit Chashewmilch
Rezepte mit Dinkelmilch
Rezepte mit Mandelmilch
Kuhmilch ist bekanntlich nicht für jeden verträglich …
Vintagebuch Linkinfo:
Hafermilch im Test: So schmecken die Pflanzendrinks
Test: www.sueddeutsche.de
Weitere Bücher / Hafermilch-Produkte
Pflanzenmilch selber machen von Svantje Lund und Mona E. Lau
Frühstück!: 35 raffinierte Rezepte für Early Birds und Langschläfer von Tina Bumann