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VinTageBuch

Dosensafe im Design einer Maggi-Ravioli-Dose

Geldversteck für Bargeld, Schlüssel und Schmuck

Ein Dosensafe im Design einer Maggi-Ravioli-Dose versteckt Bargeld, Schlüssel und Schmuck. Aufbau, Maße, gute Verstecke und die Grenzen der Tarnung.

Lebensart2010er2010
Eintrag vom 8. Juli 2018 · aktualisiert 11. Sept. 2026

Einbrecher haben wenig Zeit und suchen deshalb dort, wo die meisten Menschen ihr Geld aufbewahren: in der Nachttischschublade, zwischen der Wäsche im Kleiderschrank, unter der Matratze. Zwischen Tomatenmark und Kichererbsen im Küchenschrank sucht kaum jemand. Auf dieser Überlegung beruht der Dosensafe im Design einer Maggi-Ravioli-Dose, ein Geldversteck, das von außen aussieht wie eine gewöhnliche Konserve und innen Platz für Bargeld, Schlüssel oder Schmuck bietet.

So ist der Dosensafe gebaut

Das Gehäuse trägt das Verpackungsdesign einer Maggi-Ravioli-Dose, mit Etikett, Farben und Schriftzug, wie man sie aus dem Supermarktregal kennt. Geöffnet wird der Safe über einen Schraubverschluss am Dosenkopf, der von außen nicht zu sehen ist. Wer die Dose im Schrank stehen sieht, erkennt keinen Deckel, keine Naht und keinen Hinweis darauf, dass sich darin etwas anderes befindet als Nudeln in Tomatensauce. Der Verschluss ist spritzwassergeschützt, was neben Spüle und Herd durchaus sinnvoll ist.

Die Maße liegen bei 120 Millimetern Höhe und 100 Millimetern Durchmesser. Damit entspricht der Safe ziemlich genau einer handelsüblichen großen Konservendose. Das Leergewicht beträgt 123 Gramm.

Genau hier liegt die Schwachstelle.

Eine echte Dose dieser Größe wiegt gefüllt fast ein Kilogramm. Wer den Safe anhebt, merkt sofort, dass etwas nicht stimmt, zumal Münzen oder ein Schlüsselbund darin klappern. Die Tarnung hält also dem Blick stand, nicht der Hand. Ein zusammengerolltes Bündel Scheine, in ein Stofftaschentuch gewickelt, dämpft das Geräusch; am Gewicht ändert es nichts.

Warum ausgerechnet Maggi Ravioli

Die Wahl des Motivs ist klug. Ravioli aus der Dose gehören in Deutschland seit Jahrzehnten zum Grundbestand vieler Vorratsschränke, als schnelles Essen für Studentenküchen, Campingkocher und Tage, an denen niemand kochen will. Eine solche Dose fällt nirgends auf, weder im Küchenregal noch im Vorratsraum eines Ferienhauses.

Die Marke selbst ist deutlich älter als jede Konserve im Regal. Julius Maggi brachte 1886 im schweizerischen Kemptthal seine flüssige Speisewürze auf den Markt, die bis heute in der dunklen Flasche mit gelb-rotem Etikett verkauft wird. Kurz darauf entstand das Werk in Singen am Hohentwiel, und seit 1947 gehört Maggi zu Nestlé. Aus der Würzfabrik wurde ein Sortiment von Suppen, Brühwürfeln und Fertiggerichten, zu dem die Ravioli in der Dose gehören.

Beim Aufstellen lohnt ein kurzer Vergleich mit dem echten Vorrat. Verpackungen werden im Lauf der Jahre überarbeitet, und eine Attrappe mit älterem Etikett neben ganz aktuellen Dosen derselben Marke fällt eher auf als zwischen Konserven anderer Hersteller.

Wo das Geldversteck funktioniert und wo nicht

Zu Hause ist die Küche der naheliegende Ort, am besten ein Schrank mit weiteren Konserven und nicht ein leeres Regalbrett, auf dem die Dose allein steht. Im Urlaub eignet sie sich für Ferienwohnungen, Wohnmobile und Campingplätze, also überall dort, wo Lebensmittel ohnehin herumstehen. In einem Hotelzimmer ohne Küche wirkt eine Ravioli-Dose dagegen merkwürdig, und dort gibt es meistens einen Zimmersafe.

Im Wohnmobil ist das Prinzip besonders einleuchtend. Handschuhfach, Sitzkästen und die Fächer über dem Fahrerhaus sind die naheliegenden Stellen für Wertsachen, der Vorratskasten mit Dosen und Nudelpackungen ist es nicht.

Am Flughafen hilft die Tarnung überhaupt nicht. Das Röntgenbild der Sicherheitskontrolle zeigt Schlüssel, Münzen und Schmuck statt Ravioli, und eine Nachkontrolle des Handgepäcks ist dann ziemlich wahrscheinlich. Wenn du den Safe auf eine Flugreise mitnimmst, gehört er leer in den Koffer und wird erst am Ziel befüllt.

Was ein Dosensafe nicht ersetzt

Ein Geldversteck dieser Art ist ein Mittel gegen Gelegenheitsdiebe und gegen den schnellen Griff in eine Schublade. Gegen jemanden, der eine Wohnung gründlich durchsucht, bietet es wenig Schutz. Für größere Summen oder wertvollen Schmuck bleibt ein fest verankerter Tresor die bessere Wahl, auch aus einem ganz praktischen Grund: Viele Hausratversicherungen ersetzen Bargeld und Wertsachen nur bis zu einer begrenzten Summe, wenn sie nicht in einem zertifizierten Wertschutzschrank lagen. Wer größere Beträge zu Hause aufbewahrt, sollte die eigenen Versicherungsbedingungen kennen, bevor etwas passiert.

Die größte Gefahr für den Inhalt kommt oft aus dem eigenen Haushalt. Eine Dose, die täuschend echt aussieht, greift sich ein Mitbewohner oder ein Gast für ein schnelles Abendessen, und wer das Versteck nach Monaten sucht, steht womöglich selbst ratlos vor fünf gleichen Konserven. Eine unauffällige Markierung am Dosenboden, die nur du kennst, schafft Abhilfe.

Spritzwasserschutz bedeutet übrigens nicht wasserdicht. Für den Spülkasten der Toilette oder das Schmelzwasser in der Kühlbox am Strand ist die Dose nicht gebaut.

Fragen zu Dosensafe im Design einer Maggi-Ravioli-Dose: Geldversteck für Bargeld, Schlüssel und Schmuck

Wie groß ist der Dosensafe im Maggi-Ravioli-Design?

Der Safe ist 120 Millimeter hoch, hat einen Durchmesser von 100 Millimetern und wiegt leer 123 Gramm. Das entspricht ungefähr einer großen Konservendose, wie sie für Ravioli üblich ist.

Wie wird der Dosensafe geöffnet?

Über einen Schraubverschluss am Dosenkopf, der von außen nicht zu sehen ist. Der Verschluss ist gegen Spritzwasser geschützt, für den Einsatz unter Wasser ist die Dose aber nicht gebaut.

Was passt in das Geldversteck?

Gerollte Geldscheine, Schlüssel, Ringe, Ketten oder eine Speicherkarte. Münzen und Schlüssel klappern beim Bewegen, deshalb lohnt es sich, sie in ein Tuch zu wickeln.

Kann man den Dosensafe mit auf eine Flugreise nehmen?

Transportieren lässt er sich, als Versteck taugt er an der Sicherheitskontrolle aber nicht. Das Röntgenbild zeigt den metallischen Inhalt, und eine Nachkontrolle ist wahrscheinlich. Sinnvoller ist es, die Dose leer im Koffer mitzunehmen und erst am Urlaubsort zu befüllen.

Ersetzt ein Dosensafe einen Tresor?

Nein. Die Tarnung schützt vor Gelegenheitsdieben, nicht vor einer gründlichen Durchsuchung, und beim Anheben verrät das geringe Gewicht die Attrappe. Für größere Summen ist ein verankerter, zertifizierter Tresor die bessere Lösung, zumal viele Hausratversicherungen Bargeld nur begrenzt ersetzen.