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VinTageBuch

Wann am besten wohin?

Der Reiseplaner von Lonely Planet mit über 360 Reisezielen für jeden Monat

Lonely Planets Wann am besten wohin? ordnet mehr als 360 Reiseziele nach Monaten, für Kultur, Strand oder Sport, für ein Wochenende oder den Jahresurlaub.

Lebensart2010er2019
Eintrag vom 24. Okt. 2019 · aktualisiert 11. Sept. 2026

Wer im Juli nach Kerala fliegt, landet mitten im Monsun. Wer die Kirschblüte in Tokio sehen will, muss Ende März oder Anfang April dort sein, und wer auf Polarlichter in Nordnorwegen hofft, braucht die dunklen Monate. Das richtige Ziel zur falschen Zeit kann eine Reise gründlich verderben, und weil sich die besten Reisezeiten von Ziel zu Ziel so stark unterscheiden, passiert das öfter, als man denkt. Genau an dieser Stelle setzt „Lonely Planets Wann am besten wohin?“ an.

Der Untertitel verspricht nichts weniger als den ultimativen Reiseplaner für jeden Monat.

Ein Reiseführer, der vom Kalender aus denkt

Die meisten Reiseführer fangen beim Ort an. Dieses Buch dreht die Frage um, und das auf zwei Arten. Entweder steht das Wunschziel schon fest, und offen ist nur, welcher Monat der beste ist. Oder es ist Januar, du hast Urlaub, aber noch keine Idee, wohin es gehen soll.

Für beide Situationen bietet der Band mehr als 360 Reisevorschläge. Für jeden Monat werden die besten Orte weltweit vorgestellt, und die Auswahl ist bewusst breit angelegt: Kultur für die einen, Strand für die anderen, sportliche Herausforderungen für die dritten. Auch die Dauer spielt eine Rolle, denn die Vorschläge reichen vom Wochenende über die Woche bis zum Jahresurlaub.

Rechnerisch kommen auf jeden Monat also ungefähr 30 Ziele. Das ist genug, um sich in jedem Kapitel festzulesen, und zu wenig, um das Buch als vollständiges Nachschlagewerk zu verstehen. Es ist ein Inspirationsbuch, und so bezeichnet es der Verlag auch selbst.

Bilder, Texte und das Wichtigste zur Destination

Das Buch arbeitet mit inspirierenden Bildern. Dazu kommen unterhaltsame Texte und die wichtigsten Informationen zur jeweiligen Destination, und schon das Blättern soll sich wie der Beginn einer Reise anfühlen. Laut Verlag ist für jeden Geldbeutel und jeden Reisetyp etwas dabei.

Die gebundene Ausgabe hat 304 Seiten. Die vierte Auflage erschien am 11. Juli 2019 bei Lonely Planet Deutschland in der Reihe der Reisebildbände.

Ein Buch dieser Art ersetzt keinen Reiseführer für das gewählte Ziel, und es will das auch nicht. Wer sich für einen Ort entschieden hat, braucht danach Karten, Unterkünfte und Verbindungen. Als erster Schritt aber, beim Überlegen mit einer Tasse Kaffee und ohne Suchmaschine, hat ein solcher Bildband einen Vorteil, den keine Liste im Netz hat: Man stößt auf Ziele, nach denen man nie gesucht hätte.

Warum der Monat so viel entscheidet

Die Frage nach der richtigen Reisezeit ist älter als jeder Reiseführer. Regen- und Trockenzeiten in den Tropen, Hurrikansaison in der Karibik, Hitze im Sommer am Persischen Golf: Wer die Welt bereist, reist immer auch durch Klimazonen. Dazu kommt, dass die Jahreszeiten auf der Südhalbkugel umgekehrt verlaufen. Der europäische Winter ist in Argentinien, Südafrika oder Neuseeland Sommer. Wer im November Sonne sucht, muss deshalb ohnehin auf die Südhalbkugel oder in Richtung Äquator ausweichen, und an der Nordsee hilft dann auch der beste Reiseplaner nicht.

Aber auch Feste und Naturereignisse hängen am Kalender. Die Kirschblüte in Japan, die großen Tierwanderungen in Ostafrika oder ein Karneval, der nur an wenigen Tagen im Jahr stattfindet, lassen sich nicht verschieben. Genau diese Ereignisse machen einen Monatsplaner sinnvoll, weil sie sich sonst nur mühsam aus einzelnen Reiseführern zusammensuchen lassen.

Und schließlich hängt auch der Preis am Kalender. In der Hauptsaison, in Europa vor allem während der Sommerferien, sind Flüge und Unterkünfte teurer, in der Nebensaison oft günstiger und die Orte deutlich leerer. Wer flexibel ist, spart mit dem richtigen Monat also Geld und Nerven zugleich.

Lonely Planet: vom Rucksack zum Bildband

Hinter dem Buch steht ein Verlag mit einer eigenen Reisegeschichte. Tony und Maureen Wheeler reisten Anfang der 1970er Jahre über Land von London nach Australien und schrieben danach ihren ersten Führer, „Across Asia on the Cheap“, der 1973 erschien. Aus diesem schmalen Heft für Rucksackreisende wurde einer der bekanntesten Reiseverlage der Welt, dessen Bücher heute in vielen Sprachen erscheinen. Der Name geht der Überlieferung nach auf eine falsch verstandene Liedzeile zurück: Tony Wheeler hörte „lonely planet“, wo eigentlich „lovely planet“ gesungen wurde.

Die Reisebildbände des Verlags sind dagegen weniger für den Rucksack gedacht als für das Sofa. Weitere Reiseberichte und Bildbände finden sich in der Übersicht zu den 2010er Jahren und unter Bücher.

Und falls du gerade im Januar ohne Plan dasitzt: Das ist genau der Monat, mit dem das Buch seine Leserinnen und Leser abholen will.

Fragen zu Wann am besten wohin? Der Reiseplaner

Was ist Wann am besten wohin?

Ein Reisebildband von Lonely Planet, der mehr als 360 Reisevorschläge nach Monaten ordnet. Für jeden Monat stellt er die passenden Ziele weltweit vor, mit Bildern, unterhaltsamen Texten und den wichtigsten Informationen zur jeweiligen Destination.

Für welche Reisearten eignet sich der Reiseplaner?

Für Kulturreisen ebenso wie für Strandurlaub oder sportliche Herausforderungen, für ein Wochenende, eine Woche oder den Jahresurlaub. Laut Verlag ist für jeden Geldbeutel und jeden Reisetyp etwas dabei.

Wie benutzt man das Buch am besten?

Auf zwei Wegen: Wer ein Ziel schon kennt, sucht den besten Monat dafür. Wer umgekehrt nur weiß, wann Zeit ist, etwa im Januar, blättert in den passenden Monat und lässt sich von den Vorschlägen dort anregen.

Wann ist die vierte Auflage erschienen?

Am 11. Juli 2019 bei Lonely Planet Deutschland, als gebundene Ausgabe mit 304 Seiten in der Reihe der Reisebildbände.

Wer steht hinter Lonely Planet?

Der Reiseverlag wurde 1973 von Tony und Maureen Wheeler gegründet, deren erster Führer Across Asia on the Cheap auf einer Reise über Land nach Australien beruhte. Heute erscheinen die Bücher in vielen Sprachen, auf Deutsch unter dem Namen Lonely Planet Deutschland.