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VinTageBuch

Nostalgie Adventskalender

Süßigkeiten von früher hinter 24 Türchen, von Schleckmuscheln bis Liebesperlen

Nostalgie Adventskalender mit Süßigkeiten von früher: Schleckmuscheln, Brausestäbchen, Melody Pops und Liebesperlen, handverpackt und wieder befüllbar.

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Eintrag vom 19. Nov. 2019 · aktualisiert 11. Sept. 2026
Nostalgie Adventskalender: Süßigkeiten von früher hinter 24 Türchen, von Schleckmuscheln bis Liebesperlen

Wer in den 1980er Jahren Kind war, kennt die Szene vom Kiosk: ein paar Groschen auf dem Tresen, eine Papiertüte, und dann das lange Überlegen, ob es noch für ein Brausestäbchen reicht oder lieber für zwei saure Kaugummikugeln. Der Nostalgie Adventskalender macht aus dieser Erinnerung einen Kalender. Hinter jedem der 24 Türchen wartet eine Süßigkeit von früher, und vom 1. Dezember bis Heiligabend geht es einmal quer durch das Sortiment der Kinderzeit.

Schon die Vorderseite spielt mit dem Thema: Sie erinnert an einen alten Warenautomaten an einer Hauswand, mit Zugschubladen, Zahlenfeldern, Aufklebern und Graffiti.

Was hinter den Türchen steckt

Die Auswahl liest sich wie eine Inventur des Süßigkeitenregals von damals. Dabei sind Schleckmuscheln, kleine Plastikmuscheln mit einer harten Zuckermasse, an der man so lange leckt, bis die Zunge bunt ist. Dazu Brausestäbchen, also Papierröhrchen voller Brausepulver, und Schleckbrause mit Fruchtgeschmack. Chupa Chups steuert Melody Pops bei, Lutscher, die gleichzeitig als Pfeife funktionieren und damit jede Familie auf eine Geduldsprobe stellen. Center Shock sorgt mit sauren Kaugummikugeln für verzogene Gesichter, außerdem stecken ein Limo-Lolly, Brause-Glückstaler und ein Babyfläschchen aus Plastik voller Liebesperlen im Kalender.

Das Babyfläschchen mit Liebesperlen ist wahrscheinlich das Stück mit dem größten Wiedererkennungswert. Die winzigen bunten Zuckerkugeln schmecken nach fast nichts, aber das Trinken aus einer Puppenflasche war der eigentliche Reiz.

Nicht jede dieser Süßigkeiten hat sich unverändert gehalten. Rezepturen, Verpackungen und Größen haben sich über die Jahrzehnte geändert, und manche Marke gehört heute einem anderen Hersteller als früher.

Von Kreidestrichen zum Schokoladenkalender

Den Adventskalender gab es lange vor den Süßigkeiten. Im 19. Jahrhundert malten Familien 24 Kreidestriche an die Wand oder Tür, und die Kinder durften jeden Tag einen wegwischen. In katholischen Haushalten legte man stattdessen jeden Tag einen Strohhalm in die Krippe, damit das Jesuskind an Heiligabend weich liegt. Etwa zur selben Zeit, 1839, hängte der Hamburger Theologe Johann Hinrich Wichern im Rauhen Haus einen Holzreifen mit Kerzen auf, für jeden Tag bis Weihnachten eine, und daraus wurde später der Adventskranz.

Als erster gedruckter Adventskalender gilt „Im Lande des Christkinds“, den der Münchner Verleger Gerhard Lang 1903 herausbrachte: ein Bogen mit 24 Bildern zum Ausschneiden und ein zweiter mit 24 Feldern zum Aufkleben. Kalender mit kleinen Fenstern, hinter denen sich ein Bild verbarg, kamen nach 1920 auf. Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt der Stuttgarter Richard Sellmer Verlag im Dezember 1945 von der amerikanischen Besatzungsmacht die Erlaubnis, Adventskalender zu drucken, und wurde zu einem der bekanntesten Hersteller. Der erste mit Schokolade gefüllte Kalender kam 1958 auf den Markt, und von da an war der Weg zur Süßigkeit hinter dem Türchen vorgezeichnet.

Chupa Chups, Brause und die Süßigkeiten der Kindheit

Einige Marken im Kalender haben eine eigene Geschichte. Chupa Chups gründete Enric Bernat 1958 in Spanien, und das bekannte gelbe Logo in Form einer Blüte entwarf 1969 kein Geringerer als Salvador Dalí. Dass ein Lutscher aus Spanien zur Kindheitserinnerung in Deutschland wurde, sagt einiges über die Kioskkultur der 1970er und 1980er Jahre, in der internationale Marken neben regionalen Herstellern im selben Glas lagen.

Brausepulver war damals ein eigenes Genre. Man streute es auf die Hand, ließ es in Wasser sprudeln oder aß es direkt aus dem Tütchen, und je nach Methode hatte man hinterher klebrige Finger, eine grüne Zunge oder beides.

Du kannst den Kalender als Geschenk für jemanden nutzen, der mit diesen Süßigkeiten aufgewachsen ist. Oder als kleinen Test, wie viele davon du noch beim Namen kennst.

Nostalgie-Süßigkeiten sind inzwischen ein eigenes Sortiment. Retro-Mischtüten, Kioskboxen und Onlineshops mit dem Angebot von damals bedienen genau die Generation, die heute selbst Kinder hat und ihnen zeigen will, wie Brause auf der Zunge knistert.

Handverpackt und wieder befüllbar

Der Kalender wird in Deutschland hergestellt und in sozialen Einrichtungen von Menschen mit Behinderung von Hand verpackt. Das ist ein Argument, das über die Nostalgie hinausgeht.

Nach dem Advent muss der Kalender nicht in den Altpapiercontainer. Er ist stabil gebaut, lässt sich aufstellen oder aufhängen und im nächsten Jahr selbst befüllen, mit Süßigkeiten, kleinen Zetteln oder was sonst in die Fächer passt.

Wer auf den Geschmack gekommen ist, findet in der Übersicht zu den 1980er Jahren weitere Erinnerungsstücke aus der Zeit, als ein Babyfläschchen voller Liebesperlen noch zum Taschengeld passte.

Fragen zu Nostalgie Adventskalender: Süßigkeiten

Was ist im Nostalgie Adventskalender enthalten?

Hinter den Türchen stecken Süßigkeiten, die viele aus ihrer Kindheit kennen, darunter Schleckmuscheln, Brausestäbchen, Chupa Chups Melody Pops, Schleckbrause, Center Shock, ein Limo-Lolly, Brause-Glückstaler und ein Babyfläschchen mit Liebesperlen. Insgesamt sind es 24 Überraschungen für die Adventszeit.

Kann man den Kalender im nächsten Jahr wieder verwenden?

Ja. Der Kalender ist stabil genug, um nach dem Advent aufbewahrt und im folgenden Jahr selbst befüllt zu werden. Er lässt sich aufstellen oder aufhängen.

Wer verpackt den Nostalgie Adventskalender?

Der Kalender wird in Deutschland hergestellt und von Hand in sozialen Einrichtungen verpackt, in denen Menschen mit Behinderung arbeiten. Jedes der 24 Fächer wird dort einzeln bestückt.

Seit wann gibt es gedruckte Adventskalender?

Als erster gedruckter Adventskalender gilt „Im Lande des Christkinds“, den der Münchner Verleger Gerhard Lang 1903 herausbrachte. Er bestand aus einem Bogen mit 24 Bildern zum Ausschneiden und einem Bogen mit 24 Feldern zum Aufkleben. Kalender mit Türchen zum Öffnen kamen nach 1920 auf.

Seit wann gibt es Adventskalender mit Süßigkeiten?

Der erste mit Schokolade gefüllte Adventskalender kam 1958 auf den Markt. Seitdem hat sich das Prinzip auf fast alles ausgeweitet, was in ein Türchen passt, von Tee über Spielzeug bis zu den Süßigkeiten vergangener Jahrzehnte.