Michael Kors Uhr schwarzes Zifferblatt mit Sternen und Pavé
Die Damen-Armbanduhr mit Gehäuse in Gold und was hinter der Marke steckt
Michael Kors Uhr, schwarzes Zifferblatt mit Sternen, Pavé und Goldgehäuse: wer die Uhren baut, was Pavé bedeutet und was Gold bei Modeuhren meint.
Ein schwarzes Zifferblatt, darauf kleine Sterne, rundherum ein goldfarbenes Gehäuse und dicht gesetzte Steinchen, die das Licht fangen: Diese Damen-Armbanduhr von Michael Kors verkauft sich über ihr Aussehen, und das ist bei einer Modeuhr kein Vorwurf. Bei einer Michael Kors Uhr schwarzes Zifferblatt und goldenen Glanz zu kombinieren, ist allerdings keine Erfindung der Marke. Um zu verstehen, was du am Handgelenk trägst, lohnt ein Blick auf drei Dinge: den Namen, das Motiv und das Material.
Wer hinter den Uhren von Michael Kors steht
Michael Kors kam am 9. August 1959 in Merrick auf Long Island als Karl Anderson Jr. zur Welt und erhielt seinen heutigen Namen, als ihn der zweite Ehemann seiner Mutter adoptierte. Sein eigenes Label gründete er 1981. Von 1997 bis 2003 war er Chefdesigner des Pariser Hauses Céline, einem breiten Fernsehpublikum wurde er als Juror der Castingshow „Project Runway“ bekannt. 2011 ging sein Unternehmen an die New Yorker Börse, 2019 benannte sich die Holding in Capri Holdings um, nachdem sie Jimmy Choo und Versace übernommen hatte.
Die Uhren entstehen nicht in einer eigenen Manufaktur. Seit 2004 entwirft, entwickelt und vertreibt die Fossil Group sie in Lizenz, 2010 kam der Schmuck hinzu. Eine Michael-Kors-Uhr ist also ein Fossil-Produkt mit dem Namen eines New Yorker Modedesigners.
Uhr mit Sternen: schwarzes Zifferblatt als Nachthimmel
Schwarz und Gold waren schon im Art déco der 1920er Jahre eine prägende Kombination, bei Schmuck und Uhren ebenso wie in der Architektur. Die Sterne fügen dem ein romantisches Motiv hinzu: Auf dem dunklen Grund liest sich das Zifferblatt als Nachthimmel.
Das hat einen praktischen Haken. Ersetzen die Sterne die Stundenmarkierungen, brauchst du für die genaue Uhrzeit einen zweiten Blick. Goldene Zeiger auf Schwarz kontrastieren zwar gut, aber eine Uhr mit Sternen ist eher Schmuckstück als Messinstrument.
Wer das weiß, kauft sie aus dem richtigen Grund.
Pavé: ein Pflaster aus kleinen Steinen
Pavé heißt auf Französisch Pflaster. In der Goldschmiedekunst bezeichnet das Wort eine Fassung, bei der kleine Steine so dicht nebeneinander sitzen, dass das Metall darunter fast verschwindet, ähnlich den Steinen einer gepflasterten Straße. Gehalten werden sie von winzigen Metallkügelchen, den sogenannten Körnern, die zwischen den Steinen aufgeschoben werden. Im Juwelierhandwerk arbeiten Fasser dabei unter dem Mikroskop, typische Steingrößen liegen zwischen einem halben und zwei Millimetern.
Bei Modeuhren dieser Preisklasse sind die Steinchen in aller Regel Kristalle und keine Diamanten. Der Effekt aus der Entfernung ist ähnlich, der Wert ist es nicht, und das sollte auch niemand erwarten.
Gold, Quarz und Pflege
Die Angabe Gehäuse in Gold meint bei solchen Uhren ein goldfarbenes Gehäuse, meist aus beschichtetem Edelstahl. Die Beschichtung hält im Alltag lange, an Kanten, die ständig an Tischplatten oder Jackenärmeln reiben, kann sie nach Jahren aber abgetragen sein. Die meisten Modelle der Marke laufen mit Quarzwerk, was sie genau und pflegeleicht macht; ein Batteriewechsel alle paar Jahre ist der übliche Aufwand.
Die Pavé-Verzierung verlangt mehr Aufmerksamkeit als ein glattes Gehäuse. Zwischen den Steinchen sammeln sich mit der Zeit Staub und Hautcreme, ein weiches Tuch oder eine weiche Bürste bringen das Funkeln zurück. Wer an einer Michael Kors Uhr schwarzes Zifferblatt und Pavé schätzt, sollte außerdem wissen, dass sich Staub auf dem dunklen Grund schneller zeigt als auf Perlmutt oder Silber.
Ihren großen Auftritt hatten solche Designeruhren in den 2010er Jahren, als Lizenzmodelle von Modemarken ein junges Publikum erreichten. Der aktuelle Lizenzvertrag zwischen Michael Kors und Fossil läuft bis Ende 2027.
Fragen zu Michael Kors Uhr schwarzes Zifferblatt mit Sternen und Pavé: die Damen-Armbanduhr mit Gehäuse in Gold und was hinter der Marke steckt
Wer stellt die Uhren von Michael Kors her?
Seit 2004 entwirft, entwickelt und vertreibt die Fossil Group die Uhren der Marke in Lizenz, seit 2010 auch den Schmuck. Der Lizenzvertrag wurde 2014 um zehn Jahre verlängert und später bis Ende 2027 fortgeschrieben.
Ist ein Gehäuse in Gold bei Michael Kors aus echtem Gold?
In aller Regel nicht. Gemeint ist ein goldfarbenes Gehäuse, meist aus beschichtetem Edelstahl. Das hält den Preis niedrig, bedeutet aber auch, dass die Beschichtung an stark beanspruchten Kanten nach Jahren abgetragen sein kann.
Was bedeutet Pavé bei Uhren und Schmuck?
Pavé ist das französische Wort für Pflaster. Kleine Steine werden so dicht nebeneinander gesetzt, dass das Metall darunter kaum noch zu sehen ist, gehalten von winzigen Metallkügelchen zwischen den Steinen.
Ist eine Uhr mit Sternen auf dem Zifferblatt gut ablesbar?
Das hängt davon ab, ob neben den Sternen noch klare Stundenmarkierungen vorhanden sind. Goldene Zeiger auf schwarzem Grund kontrastieren gut, ersetzen die Sterne aber die Indizes, braucht die Uhrzeit einen zweiten Blick.