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VinTageBuch

Hausbar Möbel im Retro-Stil

Barschrank im Kofferdesign, Weinregal und Hausbar aus Eukalyptusholz

Hausbar Möbel zwischen Barschrank modern und Kofferbar im Retro-Stil: Was ein Barschrank aus Eukalyptusholz leistet, woher das Kofferdesign kommt und worauf es beim Weinregal ankommt.

Lebensart2010er2010
Eintrag vom 29. Juli 2026

Ein Koffer, der sich öffnet und zur Bar wird: Hausbar Möbel im Kofferdesign zitieren eine Zeit, in der Gepäck noch Möbelstücke waren. Die Schrankkoffer der 1920er Jahre standen hochkant in Schiffskabinen, mit Schubladen, Kleiderstange und Spiegel. Wer heute einen Barschrank in dieser Form kauft, holt sich die Idee ins Wohnzimmer, meist aus Eukalyptusholz mit Beschlägen aus Metall und Griffen aus Leder.

Warum ausgerechnet ein Koffer? Weil er verspricht, dass die Bar jederzeit weiterreisen könnte.

Barschrank modern oder Retro: Was der Unterschied in der Praxis bedeutet

Ein Barschrank modern gebaut ist oft ein flacher Korpus mit Klappe, verspiegelter Rückwand und Beleuchtung. Er sieht geschlossen wie ein Sideboard aus und geöffnet wie eine kleine Theke. Die Retro-Variante geht anders vor: Sie zeigt, was sie ist. Die Kofferbar steht auf Beinen oder direkt auf dem Boden, die Türen öffnen sich um 180 Grad, und innen sitzen Flaschenhalter, Gläserhalterungen und ein Brett zum Mixen.

Der praktische Unterschied liegt in der Stellfläche. Ein moderner Barschrank ist meist breiter als tief und braucht eine Wand. Die Kofferbar ist annähernd quadratisch im Grundriss und kann frei im Raum stehen, weil sie von allen Seiten fertig verarbeitet ist.

Was du bei beiden Bauarten prüfen solltest: Trägt das Fach die Flaschen? Eine volle Flasche Gin wiegt gut ein Kilogramm, zehn Flaschen sind zehn Kilogramm auf einem Boden, der bei billigen Möbeln aus dünner Spanplatte besteht. Massivholz, ob Eukalyptus, Akazie oder Mango, hält das aus.

Hausbar Möbel aus Eukalyptusholz: Was das Material kann

Eukalyptus ist ein Hartholz. Es wächst schnell, vor allem in Plantagen in Südeuropa, Südamerika und Australien, und kommt deshalb in Preisklassen vor, die Eiche oder Nussbaum nicht erreichen. Die Maserung ist lebhaft, die Farbe reicht von hell bis rotbraun, und geölt bekommt das Holz einen warmen Ton, der zu Messingbeschlägen passt.

Für Hausbar Möbel hat das zwei Folgen. Erstens: Ein Barschrank aus Eukalyptusholz ist schwer, was gut ist, weil er nicht wackelt, wenn jemand die Tür aufreißt. Zweitens: Das Holz arbeitet. In einem Raum mit starken Schwankungen der Luftfeuchtigkeit können sich Türen minimal verziehen; ein Standort weit weg von Heizkörpern und Fenstern beugt dem vor.

Die Verarbeitung erkennst du an den Kanten. Bei guten Stücken sind die Ecken mit Metallwinkeln geschützt, so wie bei den Originalkoffern, bei denen die Beschläge nicht Dekoration, sondern Schutz beim Verladen waren.

Hausbar modern eingerichtet: Was hineingehört und was nicht

Eine Hausbar braucht weniger, als Kataloge vorgeben. Vier oder fünf Grundspirituosen, ein Wermut, zwei Bitter, ein Sirup, Zitronen und Eis reichen für die meisten klassischen Cocktails. Dazu ein Shaker, ein Rührglas, ein Barlöffel, ein Sieb und ein Jigger zum Abmessen.

Gläser sind der Punkt, an dem ein Barschrank schnell zu klein wird. Tumbler, Longdrinkgläser, Coupetten und Weingläser nehmen mehr Platz ein als alle Flaschen zusammen. Die Kofferbar löst das mit Halterungen in den Türen, die Gläser kopfüber aufnehmen; bei einem Barschrank mit fester Front kommen die Gläser meist in ein separates Regal.

Ein Fehler, der sich in vielen Wohnzimmern wiederholt: Die Bar steht neben dem Fenster, weil dort Platz war. Sonnenlicht verändert den Geschmack von Spirituosen mit der Zeit, und Wein verträgt es noch schlechter. Ein Platz an der Innenwand ist für Flaschen und Holz gleichermaßen besser.

Vintage Weinregal und Barschrank als Paar

Wer einen Barschrank im Retro-Stil kauft, sucht früher oder später ein vintage Weinregal dazu. Die beiden Möbel sind verwandt, aber nicht gleich: Ein Weinregal lagert liegend, in Fächern, die eine Flasche Bordeaux mit ihren 75 Zentilitern komplett aufnehmen, und es kann offen sein, weil Wein keine Tür braucht, nur Schatten und Ruhe.

Ein Regal aus demselben Holz wie der Barschrank ergibt ein Ensemble, ohne dass es nach Komplettset aussieht, solange die Beschläge sich unterscheiden. Ein Weinregal aus Eukalyptus mit schwarzem Stahl neben einer Kofferbar mit Messing ist eine Kombination, die in Wohnungen der 1950er Jahre nicht anders gedacht wurde: Das Material stimmt, die Details variieren.

Die Hausbar der Wirtschaftswunderzeit war ein Statussymbol, das im Wohnzimmer stand, damit Gäste es sahen. Das Kofferdesign dreht das um. Geschlossen ist es ein Möbel, das nach Reise aussieht und nichts verrät. Erst wer die Türen öffnet, sieht, was drin ist.

Weitere Themen rund um Wohnen und Stil findest du unter /jahrzehnte/2010er/.

Fragen zu Hausbar Möbel im Retro-Stil: Barschrank im Kofferdesign, Weinregal und Hausbar aus Eukalyptusholz

Was unterscheidet Hausbar Möbel im Kofferdesign von einem normalen Barschrank?

Die Kofferbar ist einem Schrankkoffer nachempfunden, wie er in den 1920er und 1930er Jahren auf Ozeandampfern mitreiste: ein hochkant stehender Korpus mit zwei Türen, die sich weit öffnen, mit Ledergriffen, Metallbeschlägen und Ecken aus Messing oder Stahl. Ein klassischer Barschrank ist ein Möbel mit fester Front, oft mit Klappe.

Ist Eukalyptusholz für einen Barschrank geeignet?

Ja. Eukalyptus ist ein schnell wachsendes Hartholz, das vor allem aus Plantagen stammt und wegen seiner Dichte und Härte auch für Gartenmöbel eingesetzt wird. Es hat eine rötliche bis honigfarbene Maserung, die geölt gut zur Geltung kommt. Für einen Barschrank, in dem schwere Flaschen stehen, ist die Stabilität ein Vorteil.

Wie sollte ein Weinregal in der Hausbar gebaut sein?

Flaschen liegen waagerecht, damit der Korken feucht bleibt, und die Fächer sollten so tief sein, dass eine Bordeauxflasche nicht vorn übersteht. Ein vintage Weinregal aus Holz braucht keine Kühlung, sollte aber nicht neben der Heizung oder in direktem Sonnenlicht stehen.

Woher kommt die Mode der Hausbar?

Aus den 1950er und 1960er Jahren. In der Bundesrepublik gehörte zur Wohnzimmereinrichtung der Wirtschaftswunderzeit neben Nierentisch und Cocktailsessel eine Bar, entweder als Fach in der Schrankwand oder als eigenes Möbel. Die Globusbar mit aufklappbarer Weltkugel stammt aus derselben Zeit.