Mechanische Schreibmaschine in Pink mit türkiser Tastatur
Eine Vintage-Schreibmaschine im Retro-Stil
Mechanische Schreibmaschine in Pink mit türkisen Tasten: eine originale Vintage-Schreibmaschine, neu lackiert, mit QWERTZ-Tastatur und neuem Farbband.

Eine Schreibmaschine macht Lärm. Jeder Anschlag ist ein kleiner Schlag, jede neue Zeile endet mit einem Klingeln und dem Ratschen des Wagenrücklaufs, und wer einmal an einer mechanischen Maschine gesessen hat, vergisst das Geräusch nicht. Die Retro-Schreibmaschine mit dem Namen „Jayne“ bringt dieses Geräusch zurück, allerdings in einer Farbe, die man eher mit einem Kaugummiautomaten verbindet als mit einem Büro: knallpink, mit türkisfarbenen Tasten.
Eine alte Maschine in neuer Farbe
Die Maschine ist keine Nachbildung. Der Anbieter Fräuleinwunder Typewriters arbeitet originale Vintage-Schreibmaschinen auf und lackiert ihre Gehäuse neu. Bei „Jayne“ ist das Gehäuse aus Kunststoff, was eher auf die 1960er oder 1970er Jahre deutet, denn die Reiseschreibmaschinen der 1950er Jahre steckten meist noch in lackiertem Metall. Die Tasten sind türkis, die Mechanik darunter bleibt die alte.
Sie ist komplett funktionsfähig und direkt schreibbereit, ein neues Farbband ist bereits eingelegt. Die Tastatur folgt der deutschen QWERTZ-Anordnung mit Umlauten. Mit 38 Zentimetern Breite, 37 Zentimetern Tiefe und 16 Zentimetern Höhe passt die Maschine auf jeden Schreibtisch, mit 5,5 Kilogramm ist sie aber schwerer, als ihr fröhliches Äußeres vermuten lässt.
Unauffällig ist anders. Auf dem Produktfoto liegt eine gelbe Blüte auf dem Wagen, und selbst die wirkt neben dem Gehäuse blass.
Warum die Tastatur QWERTZ heißt
Die Anordnung der Buchstaben stammt aus dem 19. Jahrhundert. Sie geht auf den Amerikaner Christopher Latham Sholes zurück, dessen Schreibmaschine ab 1874 von Remington verkauft wurde, und setzte sich in ihrer heutigen QWERTY-Form mit den Remington-Modellen der folgenden Jahre durch. Alle späteren Versuche, sie durch eine logischere zu ersetzen, etwa die 1936 patentierte Dvorak-Tastatur, blieben Nischen.
Sholes war nicht der Einzige, der an solchen Maschinen tüftelte. In Kopenhagen baute der Pastor Rasmus Malling-Hansen ab 1870 seine Schreibkugel, eine halbrunde Anordnung von Tasten wie ein Nadelkissen. Friedrich Nietzsche kaufte sich 1882 ein solches Gerät, weil seine Augen nachließen, und tippte darauf Briefe und kurze Texte, bis die empfindliche Maschine ihm den Dienst versagte.
Im deutschsprachigen Raum wurden Z und Y getauscht, weil das Z im Deutschen weitaus häufiger vorkommt als das Y und deshalb unter einen stärkeren Finger gehört. Dazu kamen Tasten für Ä, Ö, Ü und ß. In Frankreich und Belgien beginnt die Tastatur dagegen mit AZERTY. Wer heute am Computer tippt, schreibt also immer noch auf einer Tastatur aus der Zeit der Typenhebel.
Die Schreibmaschine in den 1950er Jahren
In den 1950er Jahren wurde die Schreibmaschine zum Alltagsgerät. In Büros saßen Stenotypistinnen vor schweren Standmaschinen, zu Hause zog die tragbare Reiseschreibmaschine ein, in einem Koffer mit Deckel, für Briefe, Hausarbeiten und Bewerbungen. In der Bundesrepublik gehörten die Olympia Werke in Wilhelmshaven zu den großen Herstellern, und Modelle wie die Olympia SM2, eine kompakte Reiseschreibmaschine, stehen heute in vielen Sammlungen. Eine blaue SM2 im Stil der 1950er Jahre wirkt neben der pinken „Jayne“ fast brav. Farbig waren Schreibmaschinen allerdings auch damals schon: Die Olivetti Lettera 22, gestaltet von Marcello Nizzoli, kam 1950 auf den Markt und wurde 1954 mit dem italienischen Designpreis Compasso d’Oro ausgezeichnet.
Der Name des Anbieters spielt auf dieselbe Zeit an. Als Fräuleinwunder bezeichnete die amerikanische Presse in den 1950er Jahren die jungen Frauen der Bundesrepublik, die modisch und selbstbewusst auftraten, und für nicht wenige von ihnen war die Schreibmaschine im Beruf als Sekretärin oder Stenotypistin das Werkzeug, mit dem sie ihr eigenes Geld verdienten.
Worauf du bei einer Vintage-Schreibmaschine achten solltest
Wenn du selbst eine alte Schreibmaschine suchst, lohnt ein Blick auf ein paar Punkte. Der Wagen sollte sich gleichmäßig bewegen und bei jedem Anschlag sauber um einen Buchstaben weiterrücken. Hängende Typenhebel sind meistens nur verharzt und lassen sich reinigen, ein gebrochener Hebel ist dagegen ein echtes Problem. Farbbänder in der gängigen Breite von 13 Millimetern werden bis heute hergestellt, manchmal müssen allerdings die alten Spulen weiterverwendet werden. Und wer die Maschine regelmäßig benutzt, deckt sie nach dem Schreiben ab, denn Staub setzt sich gern zwischen den Typenhebeln fest.
Für den Alltag hat eine mechanische Maschine einen Vorteil, den kein Laptop bietet: Sie kann nichts anderes als schreiben. Und ein Tippfehler lässt sich nicht löschen, nur überschreiben oder mit Korrekturband überdecken, was jede Zeile ein bisschen sorgfältiger macht.
Mehr Stücke aus diesem Jahrzehnt, von Musikboxen bis zu Büchern, stehen in der Übersicht zu den 1950er Jahren.
Fragen zu Mechanische Schreibmaschine in Pink mit türkiser Tastatur: eine Vintage-Schreibmaschine im Retro-Stil
Ist die pinke Retro-Schreibmaschine neu oder alt?
Es handelt sich um eine originale Vintage-Schreibmaschine, die neu lackiert wurde. Das Kunststoffgehäuse ist knallpink, die Tasten sind türkis. Die Maschine ist voll funktionsfähig und hat ein neues Farbband.
Wie groß und schwer ist die Schreibmaschine Jayne?
Sie ist 38 Zentimeter breit, 37 Zentimeter tief und 16 Zentimeter hoch und wiegt 5,5 Kilogramm. Damit gehört sie zu den tragbaren Reiseschreibmaschinen, ist aber kein Leichtgewicht.
Warum hat die Schreibmaschine eine QWERTZ-Tastatur?
Im deutschsprachigen Raum sind Z und Y gegenüber der amerikanischen QWERTY-Anordnung vertauscht, weil das Z im Deutschen deutlich häufiger vorkommt. Dazu kommen Tasten für Ä, Ö, Ü und ß.
Bekommt man für alte Schreibmaschinen noch Farbbänder?
Für die meisten gängigen Modelle ja. Viele mechanische Schreibmaschinen verwenden Farbbänder in einer Standardbreite von 13 Millimetern, die weiterhin hergestellt werden. Manchmal müssen nur die alten Spulen weiterverwendet werden.
Wer bietet die Schreibmaschine an?
Die Maschine mit dem Namen Jayne stammt von Fräuleinwunder Typewriters. Der Anbieter arbeitet originale Schreibmaschinen auf, lackiert sie neu und verkauft sie schreibbereit.