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VinTageBuch

Pin-up-Girl-Kostüme und Pin-up-Accessoires

Der Look von Bettie Page und den 1950er Jahren für die Themenparty

Pin-up-Girl-Kostüme und Accessoires im Stil der 1950er: was ein Pin-up ausmacht, wer Bettie Page, Irving Klaw und Eric Stanton waren und wie der Look gelingt.

Lebensart1950er1950
Eintrag vom 4. Nov. 2018 · aktualisiert 11. Sept. 2026
Pin-up-Girl-Kostüme und Pin-up-Accessoires: der Look von Bettie Page und den 1950er Jahren für die Themenparty

Sie hingen an den Wänden von Autowerkstätten, in Kasernen und Spinden, über Schreibtischen und Betten, und sie wurden wortwörtlich an die Wand gepinnt. Daher der Name. Das Pin-up war über Jahrzehnte das Bild weiblicher Schönheit, das die amerikanische Populärkultur exportierte, und es ist heute eines der dankbarsten Vorbilder für ein Kostüm auf einer Themenparty.

Bettie Page, Irving Klaw und Eric Stanton

Das wohl bekannteste Pin-up-Girl war Bettie Page. Ihre große Zeit waren die 1950er Jahre, ihr Ruhm hält bis heute an. Die schwarzen Haare mit dem kurzen, geraden Pony sind ihr Markenzeichen geworden, und kaum eine Rockabilly-Veranstaltung kommt ohne Frauen aus, die diese Frisur tragen. 2005 kam unter dem Titel „The Notorious Bettie Page“ eine Filmbiografie in die Kinos, inszeniert von Mary Harron, mit Gretchen Mol in der Titelrolle.

Mit Page wurden auch zwei Männer bekannt, die mit ihr arbeiteten. Der New Yorker Fotograf Irving Klaw fotografierte sie in zahllosen Serien, der Zeichner Eric Stanton war Illustrator im selben Umfeld. Der Ruhm beider geht im Wesentlichen auf diese Zeit zurück.

Im Januar 1955 erschien Page als Playmate im noch jungen „Playboy“. Wenige Jahre später zog sie sich aus dem Modelgeschäft zurück, und erst Jahrzehnte danach entdeckte eine neue Generation die Fotos wieder.

Was ein Pin-up ausmacht

Ein Pin-up ist ein Ganzfigurenbild mit einem erzählerischen Element. Die Frau auf dem Bild posiert nicht einfach, sie ist mitten in einer kleinen Szene: Der Wind hebt den Rock, der Strumpf rutscht, das Telefon klingelt im falschen Moment.

Die Kleidung folgt dabei einer klaren Logik. Entweder trägt die Dargestellte ein figurbetontes Kleidungsstück, das sie auch außer Haus anziehen könnte, etwa einen Badeanzug, ein Sportdress oder ein knappes Kleidchen, oder etwas Provokantes und Intimes wie ein Negligé oder Dessous. Nackte Pin-ups sind die Ausnahme, und genau darin liegt der Reiz des Genres: Es zeigt weniger, als es verspricht. Selbst der Badeanzug blieb erstaunlich zugeknöpft. Den Bikini hatte Louis Réard zwar schon 1946 in Paris vorgestellt, die Zweiteiler der amerikanischen Pin-ups waren aber meist hoch geschnitten und bedeckten den Bauchnabel.

Seine erste große Zeit hatte das Pin-up im Zweiten Weltkrieg. Betty Grables Foto im Badeanzug, über die Schulter zurückblickend, wurde 1943 zum meistverbreiteten Pin-up unter amerikanischen Soldaten, und Maler wie Alberto Vargas und Gil Elvgren schufen gezeichnete Varianten, die auf Kalendern und auf den Rümpfen von Bombern landeten.

Pin-up-Girl-Kostüm: Kleid, Frisur, Accessoires

Für ein Pin-up-Kostüm braucht es weniger, als man denkt, aber die Details müssen stimmen. Die Grundlage ist entweder ein figurbetontes Kleid mit schmaler Taille, gerne mit Petticoat, oder die sportliche Variante aus Neckholder-Oberteil und hoch geschnittener Hose. Tupfen, Streifen und kräftiges Rot sind die klassischen Farben und Muster.

Wer es authentisch mag, achtet auf den Schnitt: Hosen und Röcke sitzen in der Taille, nicht auf der Hüfte, und genau das unterscheidet ein gutes Kostüm von einem, das nur die Farben kopiert.

Wirklich zum Pin-up wird der Look erst im Gesicht. Roter Lippenstift, ein geschwungener Lidstrich und entweder ein Bettie-Page-Pony oder Victory Rolls, die eingerollten Haarwellen der 1940er Jahre, machen mehr aus als jedes Kleid. Wenn du nur Zeit für eine Sache hast, investiere sie in die Frisur.

Bei den Accessoires sind ein gebundenes Haarband oder Kopftuch, Nahtstrümpfe und Pumps die Klassiker. Das rot gepunktete Kopftuch geht auf das Plakat „We Can Do It!“ von J. Howard Miller zurück, das eine Rüstungsarbeiterin zeigt und später unter dem Namen Rosie the Riveter berühmt wurde. Als Motto eignet sich das Pin-up besonders für Junggesellinnenabschiede und runde Geburtstage, bei denen eine Gruppe im gemeinsamen Stil auftreten will; manche Tanzschulen und Burlesque-Künstlerinnen bieten dafür eigene Kurse im Posieren an.

ICONS, Pin-Ups: der Bildband zum Thema

Wer das Vorbild genauer studieren will, findet in „ICONS, Pin-Ups“ von Harald Hellmann einen handlichen Überblick. Das Taschenbuch mit 192 Seiten erschien im Taschen Verlag in englischer Sprache und stellt die besten Titelseiten und Höhepunkte aus Taschens großem Band über die amerikanischen Girlie-Magazine zusammen, aus einer Zeit, in der Pin-ups als Inbegriff „amerikanischer“ Schönheit galten.

Für ein Kostüm ist so ein Band nützlicher als jede Anleitung, weil er zeigt, wie unterschiedlich die Posen, Frisuren und Kleider über die Jahre aussahen. Weitere Kostümideen und Bücher zu dieser Zeit stehen in der Übersicht zu den 1950er Jahren.

Fragen zu Pin-up-Girl-Kostüme und Pin-up-Accessoires: der Look

Was ist ein Pin-up?

Ein Ganzfigurenbild einer Frau mit einem erzählerischen Element. Die Dargestellte trägt meist ein figurbetontes Kleidungsstück, das man auch draußen tragen könnte, etwa Badeanzug, Sportdress oder ein knappes Kleid, oder etwas Intimes wie Negligé oder Dessous. Nackte Pin-ups sind die Ausnahme.

Wer war Bettie Page?

Das wohl bekannteste Pin-up-Girl, aktiv vor allem in den 1950er Jahren. Berühmt wurden ihre schwarzen Haare mit dem kurzen, geraden Pony. Ihr Leben wurde 2005 unter dem Titel The Notorious Bettie Page verfilmt, mit Gretchen Mol in der Hauptrolle.

Welche Rolle spielten Irving Klaw und Eric Stanton?

Der New Yorker Fotograf Irving Klaw und der Zeichner Eric Stanton verdanken ihren Ruhm vor allem der Zusammenarbeit mit Bettie Page. Klaw fotografierte sie in zahlreichen Serien, Stanton arbeitete als Illustrator in demselben Umfeld.

Was gehört zu einem Pin-up-Girl-Kostüm?

Typisch sind ein figurbetontes Kleid mit Petticoat oder ein Neckholder-Oberteil mit hoch geschnittener Hose, Tupfenmuster, roter Lippenstift, Lidstrich und eine Frisur mit Victory Rolls oder Pony. Accessoires wie ein Haarband, Nahtstrümpfe und Pumps runden den Look ab.

Welches Buch gibt einen Überblick über Pin-ups?

ICONS, Pin-Ups von Harald Hellmann, erschienen im Taschen Verlag als Taschenbuch mit 192 Seiten in englischer Sprache. Es versammelt Titelseiten und Höhepunkte aus den Magazinen, in denen Pin-ups ihren großen Auftritt hatten.