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Böse Bauten: Hitlers Architektur und Albert Speer

Hitlers Lieblingsarchitekt und seine Bauten in Berlin, München, Nürnberg, Linz und auf Rügen

Film1930er1930
Eintrag vom 5. Nov. 2017

Böse Bauten: Hitlers Architektur & sein Lieblingsarchitekt Albert Speer. Berlin, München, Nürnberg, Linz & Rügen …

Zusammenfassung einer außergewöhnlichen ZDFinfo Dokureihe

Doku | ZDFinfo Doku

– Böse Bauten

Böse Bauten

Beitragslänge: 43 min. Datum: 04.11.2017

Trotz Kriegsschäden und späterer Versuche, sämtliche bauliche Hinterlassenschaften des Nazi-Regimes auszulöschen: Einige dieser unbequemen Monumente haben bis heute überlebt.

Böse Bauten

Hitlers Architektur – Eine Spurensuche in Berlin

Beitragslänge: 43 min. Datum: 04.11.2017

Trotz Kriegsschäden und späterer Versuche, sämtliche bauliche Hinterlassenschaften des Nazi-Regimes auszulöschen: Einige dieser unbequemen Monumente haben bis heute überlebt.

Manche Zeugnisse von Hitlers architektonischem Größenwahn sind im Stadtbild noch gut zu erkennen, andere aber sind versteckt und überwuchert oder gar nur durch Forschungen im Untergrund oder Erkundungen aus der Luft aufzuspüren.

Einige Relikte von Nazi-Architekturen sind weithin sichtbar, wie etwa das Olympiastadion, andere nahezu unbekannt und sehr versteckt. Hitlers Lieblingsarchitekt Albert Speer plante bis zum Kriegsende 1945 die neue Hauptstadt „Germania“.

(Zitat zum Film auf DVD: “ Germania “, so sollte die Hauptstadt von Adolf Hitlers “ Tausendjährigem Reich ” einst heißen. Für das neue Berlin waren u.a. eine riesige Versammlungshalle für 250.000 Volksgenossen und ein 120 Meter hoher Triumphbogen geplant. Bis zum Untergang der Naziherrschaft ist davon nicht viel gebaut worden.) Bücher zum Thema Nazibauten

Unterhalb des ehemaligen Flughafens Tempelhof ist ein labyrinthartiges Tunnelsystem zu sehen, in dem Zwangsarbeiter für den „Endsieg“ schuften mussten.

Vergessene Details der Nazizeit finden sich überall in der Hauptstadt, am Olympiastadion ein Hakenkreuz, ebenso wie in einem Verwaltungsgebäude des Deutschen Bundestages. Verschwunden ist die “Neue Reichskanzlei“, die Speer einst in Rekordbauzeit für den Führer baute. An ihrer Stelle befinden sich jetzt Ländervertretungen, Plattenbauten und ein chinesisches Restaurant.

Böse Bauten in München und Nürnberg

Hitlers Architektur – Spurensuche

Beitragslänge: 43 min. Datum: 04.11.2017

Jahrzehnte nach Kriegsende stehen sie immer noch: Bauten aus der Zeit des Nationalsozialismus. Zu entdecken sind besonders protzige und prominente Nazi-Relikte in München und Nürnberg.

München: Nur einen Steinwurf vom Königsplatz entfernt lag einst der „Führerbau“, in dem heute die Hochschule für Musik und Theater residiert.

Mit dem Archäologen Christian Behrer und dem Kunsthistoriker Timo Nüßlein arbeitet er sich von einer ungeklärten Frage zur nächsten: eine „Treppe ins Nichts“, ein mit Stacheldraht verbarrikadierter Durchgang, ein einsturzgefährdeter Raum unter dem „Ehrentempel“ mit einer seltsamen Telefonanlage. Welche Geheimnisse verbergen sich in der Tiefe?

Oft gesehen, fast vergessen? Der benachbarte „NSDAP–Verwaltungsbau“, in dem heute das Zentralinstitut für Kunstgeschichte seinen Sitz hat, das Haus der Kunst, das Wirtschaftsministerium, der Odeonsplatz mit der Feldherrenhalle.

Doch es gibt auch geschichtsträchtige Orte, die weniger bekannt sind: Das ehemalige Atelier des Nazi-Bildhauers Josef Thorak, das einstige Zwangsarbeiter­lager Neuaubing oder die Polizeiinspektion 22 am Prinzregentenplatz. Hier hat sich tatsächlich die ehemalige Privatwohnung Hitlers befunden.

Nürnberg, Zeppelintribüne: Adolf Hitler inszenierte sich auf dem Reichsparteitagsgelände, das ihm sein Lieblingsbaumeister Albert Speer in kürzester Zeit und daher auch nicht sehr haltbar und solide auf das Zeppelinfeld baute.

Über 100 Meter führt der bewaldete Berghang im idyllisch gelegenen Ort Oberklausen unweit von Nürnberg steil nach oben. Kaum bekannt ist, dass Albert Speer hier ein 1:1-Modell für das geplante Deutsche Stadion auf dem Reichspartei­tagsgelände bauen ließ. Geheim, aberwitzig und mitten im Grünen.

Böse Bauten III

Hitlers Architektur im Schatten der Alpen

Beitragslänge: 43 min. Datum: 08.11.2017

Es gibt sie immer noch: Bauten aus der Zeit des Nationalsozialismus. Gebäude mit dunklen Geheimnissen, vor der idyllischen Kulisse der Alpen. Von Berchtesgaden bis Linz, bis in Tiefen unter den Felsen.

Das Berchtesgadener Land ist ein beliebtes Urlaubsgebiet. Doch die idyllische Alpenlandschaft liegt im Schatten der NS-Vergangenheit. Der Obersalzberg war die zweite Schaltstelle der Macht neben Berlin – Hitlers zweiter Regierungssitz. Heute kaum vorstellbar, dass in dieser malerischen Bergkulisse einst ein Diktator und Massenmörder samt seinen NS-Größen auch Entscheidungen über Krieg und Holocaust traf.

Das Dokumentationszentrum Obersalzberg versucht vor Ort, der wachsenden Touristenströme Herr zu werden.

Der Film begleitet die beiden Experten zu Hitlers ehemaligem Berghof, zur Theaterhalle, zum Kehlsteinhaus. Dabei stoßen sie auch auf Spuren, die wahrscheinlich Nazi-Nostalgiker hinterlassen haben.

Neben dem Kehlsteinhaus sind auch noch andere, weniger bekannte NS-Gebäude im Berchtesgadener Land nahezu im Originalzustand vorhanden. Der Berchtesgadener Bahnhof beispielsweise und die sogenannte „Kleine Reichskanzlei“. Nicht nur das Gebäude selbst, sondern auch ein Teil der Einrichtung ist erstaunlicherweise noch aus der Zeit des Nationalsozialismus erhalten geblieben.

Im Umland der Alpen: Die ZDF-Dokumentation blickt außerdem ins Umland der Alpen, ins österreichische Linz. Hier wohnt nämlich etwa jeder achte Einwohner in einem NS-Gebäude. Auch heute noch sprechen die Linzer unverblümt von „Hitlerbauten“.

Hitler plante in seiner Lieblingsstadt Linz eine europäische Kultur- und Industriemetropole. Von den gigantischen Entwürfen ist allerdings wenig übrig geblieben. Die Nibelungenbrücke und die beiden  Brückenkopfgebäude wurden noch in der NS-Zeit gebaut. In den monumentalen Gebäuden hat heute die Kunstuniversität Linz einen Platz gefunden.

Hitlers Planungen von Linz finden ihre Schattenseite in dem unweit entfernten ehemaligen KZ Mauthausen. In dem benachbarten Steinbruch wurden die Häftlinge unter härtesten Bedingungen zu Tode geschunden. Die dort abgebauten Granitsteine waren auch für den Ausbau der „Führerstadt“ Linz gedacht. Der Steinbruch und einige Bauten des Konzentrationslagers bestehen nach wie vor.

Schließlich landet die ZDF-Doku in Pullach bei München. Hier residiert der Bundesnachrichtendienst. Nur wenige Fernsehteams durften hier jemals drehen. Was nicht viele wissen: das streng abgeriegelte, geheime Gelände des BND war eine NS-Mustersiedlung. Und in dem ehemaligen Schlafzimmer von Hitlers Kanzleichef Martin Bormann hat bis heute der BND-Präsident sein Büro.

Böse Bauten IV

Hitlers Architektur – Spuren vom Westwall bis zur Autobahn

Beitragslänge: 43 min. Datum: 04.11.2017

Wie sollen wir mit den sperrigen Nazi-Hinterlassenschaften umgehen? In der Dokumentation geht es zu verlassenen Autobahnbrücken, gigantischen Ordensburgen,unterirdischen Fabriken und den Spuren grausamer Schlachtfelder.

Die Dokumentation begibt sich auf Spurensuche in Westdeutschland und macht oftmals kuriose Entdeckungen: eine Autobahnbrücke aus dem Jahr 1938, abgestellt mitten auf einem Rastplatz, ein Einfamilienhaus, das auf den Panzersperren des sogenannten “Westwalls” steht, ein Schwimmbad voller Nazi-Symbolik und eine NS–Ordensburg, in der vor einer Nazi-Götzenfigur geheiratet wurde.

Das unterirdische Reich (2)

Von Festungen und Führerbunkern

Beitragslänge: 44 min. Datum: 04.11.2017

Überall im Dritten Reich und den von Deutschland besetzten Gebieten wurden 1944 ganze Fabrikanlagen in unterirdische Stollensysteme verlegt, um sie dem Bombenhagel der Alliierten zu entziehen.

Mitten in den grünen Wäldern der Eifel steht ein gigantischer steinerner Ausdruck des nationalsozialistischen Größenwahns: die ehemalige NS–Ordensburg Vogelsang. Die Schulungsstätte für den Nachwuchs des NSDAP–Führungskaders ist eines der größten noch erhaltenen Bauensembles aus der Zeit des Nationalsozialismus.

Am Beispiel Nordrhein-Westfalens lässt sich zudem anschaulich ein anderer deutscher Topos aus den 1930er Jahren thematisieren: die “Reichsautobahn“. Der ehemalige Denkmalpfleger und Autobahnexperte Christian Hoebel widerlegt einmal mehr die populäre Mär, dass die Autobahn eine Erfindung Adolf Hitlers gewesen sei.

Mit ihm besichtigt das ZDF-Team unter anderem eine Brücke, damals technologisch innovativ, die wohl erste Spannbetonbrücke der Welt sogar, heute funktionslos, mitten auf einem Rastplatz, ohne Straßenanbindung. Zudem kommt eine der letzten erstaunlich originalen Autobahnmeistereien aus der Zeit des Nationalsozialismus ins Bild, die Autobahnmeisterei Oelde im westfälischen Heimatstil.

Die Dokumentation begibt sich auch in die Kriegszeiten, zu den Relikten des sogenannten “Westwalls“, macht sich auf die Suche nach Verteidigungsanlagen, nach Bunkern und Panzersperren, die den Vormarsch der Alliierten letztlich nicht aufgehalten haben.

Im Hürtgenwald analysiert der Bodendenkmalpfleger Wolfgang Wegener die deutlich sichtbaren Spuren des Zweiten Weltkrieges. Noch immer zeugen hier Funde von erbitterten militärischen Kämpfen zwischen amerikanischen und deutschen Truppen. Zu Tausenden starben hier die Soldaten im dichten Gehölz und heute noch werden die sterblichen Überreste Gefallener im Hürtgenwald gefunden. Erschütternde Schicksale in einer Geschichte, die sich nicht verdrängen lässt.

Größenwahn in Beton

Hitlers Riesenhotel an der Ostsee

Beitragslänge: 44 min. Datum: 06.10.2017

Nirgendwo auf der Welt findet sich Vergleichbares: ein gigantisches, größenwahnsinniges architektonisches Gebilde: Prora. Ein lang vergessener Ort, der zwei historische Kapitel vereint.

Zwei Kapitel der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts: das des Nationalsozialismus und das der DDR. Der “Klotz des Führers“, der “Koloss von Rügen“, das “Monster am Meer” ist eines der größten Gebäude der Welt – mit 4,5 Kilometern ganz sicher das längste.

Ein Mythos, genährt von Nazi-Monumentalität und DDR-Militarismus. Prora ist einer der Prestige-Bauten des “Dritten Reiches“, das unvollendete “Seebad der 20 000“. “Kraft durch Freude” (KdF) heißt das Programm, das die Massen für den Eroberungskrieg stärken soll. Hitlers Architekt beginnt 1936 mit dem Bau, 1939 folgt der Baustopp. Nach dem Krieg verschwindet Prora von der Landkarte. Die NVA zieht in das militärische Sperrgebiet ein – und mit ihr eine der berüchtigtsten Kasernen der DDR. Nach der Wende dann der Verfall.