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Bob Dylan Trouble No More: die Bootleg Series Vol

13 über die Gospeljahre 1979 bis 1981 und der Konzertfilm mit Michael Shannon

Bob Dylan Trouble No More: die Bootleg Series Vol. 13 mit Livemitschnitten und unveröffentlichten Songs aus den Gospeljahren 1979 bis 1981, dazu der Film.

Musik2010er2017
Eintrag vom 1. Aug. 2026

Am 1. November 1979 begann Bob Dylan im Fox Warfield Theatre in San Francisco eine Serie von 14 Konzerten. Wer die alten Songs hören wollte, wartete vergeblich. Dylan spielte fast ausschließlich neue Stücke über seinen Glauben, und aus dem Saal kamen Buhrufe. Zwei Tage später erschien im San Francisco Chronicle die Kritik von Joel Selvin unter der Überschrift „Bob Dylan’s God-Awful Gospel“. Selvin zählte die neuen Stücke zu den banalsten Songs, die Dylan je geschrieben hatte.

Fast vier Jahrzehnte später hat Dylans offizielle Bootleg-Reihe diesen Jahren eine Box gewidmet: Trouble No More.

Die Gospeljahre: Slow Train Coming, Saved und Shot of Love

Die Phase umfasst drei Studioalben. „Slow Train Coming“ erschien am 20. August 1979, aufgenommen in den Muscle Shoals Sound Studios in Alabama, produziert von Jerry Wexler und Barry Beckett. Die Leadgitarre spielte Mark Knopfler von den Dire Straits, am Schlagzeug saß dessen Bandkollege Pick Withers. Das Album kam in den USA auf Platz 3, in Großbritannien auf Platz 2, und „Gotta Serve Somebody“ gewann 1980 den ersten Grammy überhaupt in der Kategorie Best Male Rock Vocal Performance.

Auf derselben Platte steht „Man Gave Names to All the Animals“, ein vom Reggae angehauchtes Stück im Ton eines Kinderlieds. Es folgten „Saved“ (1980) und „Shot of Love“ (1981).

Auf der Bühne predigte Dylan in dieser Zeit zwischen den Songs, manchmal minutenlang.

Was in der Bootleg Series Vol. 13 steckt

„Trouble No More 1979–1981“ erschien am 3. November 2017 bei Legacy Recordings, als Doppel-CD, als Vinylausgabe auf vier LPs und als Deluxe-Box mit acht CDs und einer DVD. Die Doppel-CD versammelt Livefassungen fast aller Songs der drei Studioalben. Die große Box bringt rund 100 bis dahin unveröffentlichte Aufnahmen, darunter 14 Songs, die nie offiziell erschienen waren, etwa „Making a Liar Out of Me“, „Yonder Comes Sin“ und „Ain’t Gonna Go to Hell for Anybody“.

Hier liegt der eigentliche Wert der Veröffentlichung. Die Studioalben klingen stellenweise brav, die Liveaufnahmen mit Chor und Band haben eine Wucht, die 1979 kaum jemand hören wollte. Wenn du Dylan bisher vor allem aus den Sechzigern kennst, fang mit der Doppel-CD an und nicht mit „Saved“.

Die Kritik sah das 2017 anders als 1979. Bei Metacritic kommt die Box auf 88 von 100 Punkten, in den USA erreichte sie Platz 49 der Billboard 200.

Der Film: Trouble No More mit Michael Shannon

Zur Box gehört der Film „Trouble No More – A Musical Film“, knapp eine Stunde lang. Regisseurin Jennifer Lebeau montierte bislang ungesehene Aufnahmen von Dylans Tour 1980 mit neuen Szenen: Der Schauspieler Michael Shannon, bekannt aus „Boardwalk Empire“ und „Shape of Water“, tritt als Prediger auf und hält Predigten, die der Schriftsteller Luc Sante geschrieben hat. Seine Premiere hatte der Film 2017 beim New York Film Festival.

Das Konzept klingt nach Kunstgriff und ist auch einer. Es funktioniert trotzdem, weil Shannons Predigten dem Publikum von heute vorführen, wie sich ein Dylan-Konzert 1980 für die Fans angefühlt haben muss.

Dylan in Trouble? Die Gospeljahre im Rückblick

War Dylan damals in Schwierigkeiten? Künstlerisch hat er sich in diesen Jahren bewusst gegen die Erwartungen seines Publikums gestellt, und die beiden späteren Gospelalben blieben in den Charts deutlich hinter „Slow Train Coming“ zurück. Aus heutiger Sicht gehören die Gospeljahre trotzdem zu den interessantesten Kapiteln seiner Laufbahn, gerade weil er sie ohne Rücksicht auf Erwartungen durchzog. Mehr Alben dieser Zeit findest du unter Musik und in der Übersicht der 1980er Jahre.

Die Box erschien auf den Tag genau 38 Jahre nach Joel Selvins Verriss.

Fragen zu Bob Dylan Trouble No More: die Bootleg Series Vol. 13 über die Gospeljahre 1979 bis 1981 und der Konzertfilm mit Michael Shannon

Was ist Bob Dylan Trouble No More?

Der 13. Teil von Dylans Bootleg Series, erschienen am 3. November 2017 bei Legacy Recordings. Er dokumentiert die Jahre 1979 bis 1981, in denen Dylan nach seiner Hinwendung zum Christentum fast nur Gospelsongs spielte, mit Livemitschnitten, Studio-Outtakes und Demos.

Welche unveröffentlichten Songs enthält Trouble No More?

Die Deluxe-Ausgabe mit acht CDs und einer DVD bringt rund 100 bis dahin unveröffentlichte Aufnahmen, darunter 14 Songs, die es offiziell nie gegeben hatte. Dazu gehören „Making a Liar Out of Me“, „Yonder Comes Sin“ und „Ain't Gonna Go to Hell for Anybody“.

Was zeigt der Film Trouble No More?

Bislang unveröffentlichte Konzertaufnahmen von Dylans Tour 1980, unterbrochen von Predigten, die der Autor Luc Sante geschrieben hat und die der Schauspieler Michael Shannon vorträgt. Regie führte Jennifer Lebeau, Premiere war 2017 beim New York Film Festival.

Auf welchem Album ist „Man Gave Names to All the Animals“?

Auf „Slow Train Coming“ von 1979, dem ersten Album von Dylans Gospelphase. Der vom Reggae beeinflusste Song beschließt fast die zweite Plattenseite, nur „When He Returns“ folgt noch.