Wall Street 1987 Besetzung
Michael Douglas und Charlie Sheen in Oliver Stones Börsenfilm über Gier und Verrat
Die Wall Street 1987 Besetzung: Michael Douglas als Gordon Gekko, Charlie Sheen als Bud Fox, dazu Martin Sheen und Daryl Hannah bei Oliver Stone.
„Greed, for lack of a better word, is good.“ Der Satz fällt in einem Konferenzsaal vor Aktionären, und er hat den Film überlebt. Wer sich die Wall Street 1987 Besetzung anschaut, versteht schnell, warum: Oliver Stone hat für seinen Börsenfilm Darsteller zusammengebracht, die den Konflikt zwischen Gier und Anstand nicht spielen mussten, sondern verkörpern konnten.
Die Wall Street 1987 Besetzung im Überblick
Michael Douglas ist Gordon Gekko, ein Corporate Raider, der Firmen kauft, zerlegt und verkauft. Charlie Sheen spielt Bud Fox, einen jungen Broker bei Jackson Steinem & Co., der jeden Tag bei Gekkos Büro anruft, bis er endlich vorgelassen wird. Martin Sheen, Charlies leiblicher Vater, ist Carl Fox, Mechaniker und Gewerkschafter bei der Fluglinie Bluestar Airlines.
Daryl Hannah spielt die Innenarchitektin Darien Taylor, Terence Stamp den britischen Konkurrenten Sir Larry Wildman, Hal Holbrook den alten Broker Lou Mannheim, der Bud vor dem Abgrund warnt. John C. McGinley und James Spader sind als Kollegen Marvin und Roger Barnes dabei, Sean Young spielt Gekkos Frau Kate.
Die Wall Street 1987 Besetzung ist damit ein Generationenporträt. Die Alten, Holbrook und Martin Sheen, stehen für ein Amerika, das Werte schafft. Die Jungen wollen nur noch handeln.
Gordon Gekko: Michael Douglas und die Rede über die Gier
Die berühmte Rede hält Gekko auf der Hauptversammlung von Teldar Paper. Sie ist keine Erfindung aus dem Nichts: Der Arbitrageur Ivan Boesky hatte 1986 vor Studenten in Berkeley erklärt, Gier sei gesund. Boesky wurde später wegen Insiderhandels verurteilt, und Stone verarbeitete diese Realität in seine Figur.
Douglas spielt Gekko ohne jede Entschuldigung. Keine tragische Vorgeschichte, kein Moment der Reue. Gerade deshalb wirkte die Figur auf viele Zuschauer eher als Vorbild denn als Warnung, was Stone selbst später als Missverständnis beschrieb. Douglas bekam für die Rolle 1988 den Oscar als bester Hauptdarsteller.
Bud Fox: Charlie Sheen zwischen Vater und Mentor
Charlie Sheen war 22, als der Film in die Kinos kam, und hatte gerade mit Stone „Platoon“ gedreht. Bud Fox ist eine klassische Aufsteigerfigur: Er will raus aus dem Vorort, rein in die Wohnung mit Blick auf Manhattan, und dafür verrät er die Fluglinie, bei der sein Vater arbeitet.
Dass Martin Sheen den Vater spielt, gibt den Szenen zwischen Carl und Bud eine Dichte, die kein Casting hätte herstellen können. Wenn Carl im Krankenhaus liegt und Bud am Bett sitzt, sieht man einen echten Sohn.
Wer den Beruf des Börsenmaklers aus dem Film kennt, sollte wissen, dass der Alltag von 1987 mit Telefon, Ticker und Handzetteln wenig mit dem heutigen Handel zu tun hat. Der Film ist ein Zeitdokument, keine Berufsberatung.
Oliver Stone und der Blick auf die Börse der 80er
Stone schrieb das Drehbuch mit Stanley Weiser. Sein eigener Vater, Louis Stone, hatte als Broker an der Wall Street gearbeitet, und der Film ist ihm gewidmet. Die Kamera führte Robert Richardson, die Musik stammt von Stewart Copeland, dem Schlagzeuger von The Police.
Der Film kam im Dezember 1987 in die US-Kinos, zwei Monate nach dem Börsencrash vom 19. Oktober 1987, dem Schwarzen Montag. Das war Zufall, aber ein wirkungsvoller. Ein Film über die Gier der Wall Street erschien in dem Moment, in dem die Wall Street gerade ihre größte Tagesverlustrunde seit 1929 hinter sich hatte.
Wenn du den Film heute siehst, fallen die Details auf: die Ziegelstein-Mobiltelefone, die Hosenträger, die Zigarren, die Sonnenaufgänge über dem Hafen, die Gekko am Strand mit dem Handy am Ohr kommentiert.
Was aus Wall Street wurde
2010 drehte Stone die Fortsetzung „Wall Street: Geld schläft nicht“, in der Gekko nach Jahren im Gefängnis zurückkehrt, diesmal in die Finanzkrise von 2008. Shia LaBeouf und Carey Mulligan spielen die neue Generation, Charlie Sheen taucht kurz als Bud Fox auf. An die Wucht des Originals kam der zweite Film nicht heran.
Das Original steht in den Übersichten der 1980er Jahre und unter Filme neben anderen Titeln des Jahrzehnts. Wer nach dem Film Bücher über die Börse sucht, findet unter Sachbüchern Titel, die erklären, was Gekko nur behauptet.
Bleibt die Frage, ob Bud Fox am Ende, auf der Treppe zum Gericht, tatsächlich etwas gelernt hat. Der Film lässt sie offen.
Fragen zu Wall Street 1987 Besetzung: Michael Douglas und Charlie Sheen in Oliver Stones Börsenfilm über Gier und Verrat
Wer gehört zur Wall Street 1987 Besetzung?
Michael Douglas spielt den Finanzhai Gordon Gekko, Charlie Sheen den jungen Broker Bud Fox. Martin Sheen ist als Buds Vater Carl Fox zu sehen, Daryl Hannah als Darien Taylor, Terence Stamp als Sir Larry Wildman, Hal Holbrook als Lou Mannheim, John C. McGinley als Marvin und James Spader als Roger Barnes.
Wer ist Bud Fox?
Bud Fox ist die Hauptfigur des Films, ein junger Börsenmakler bei der New Yorker Firma Jackson Steinem, der unbedingt zu Gordon Gekko will. Er liefert Gekko Insiderinformationen über die Fluglinie seines Vaters und gerät damit zwischen seine Herkunft und seinen Ehrgeiz.
Hat Michael Douglas für Wall Street einen Oscar bekommen?
Ja. Michael Douglas erhielt bei der Oscarverleihung 1988 den Preis als bester Hauptdarsteller für seine Rolle als Gordon Gekko. Die Figur wurde zu einem der bekanntesten Filmschurken der 80er Jahre.
Gibt es eine Fortsetzung von Wall Street?
2010 kam „Wall Street: Geld schläft nicht“ in die Kinos, wieder unter der Regie von Oliver Stone und wieder mit Michael Douglas als Gordon Gekko. Neu dabei waren Shia LaBeouf und Carey Mulligan; Charlie Sheen hat einen kurzen Auftritt als Bud Fox.