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Sagenhaft: Rund um den Gardasee

Axel Bulthaupt begibt sich auf eine Reise rund um den Gardasee. Er erlebt eine Landschaft, mit magischen Bildern, wie sie noch nie zu sehen war

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Eintrag vom 8. Apr. 2018

Sagenhaft: Rund um den Gardasee. Axel Bulthaupt begibt sich auf eine Reise rund um den Gardasee. Er erlebt eine Landschaft, mit magischen Bildern, wie sie noch nie zu sehen war …

Er ist der größte See Italiens und ein Traumziel zwischen Alpen und dem Süden: der Gardasee. Umgeben von Palmen, Oleandern, Olivenbäumen und Weinhängen schweift der Blick weit über das warme Wasser, was sich lebenspendend in der Sonne spiegelt.

Die Ortsnamen versprechen “la dolce vita”: Sirmione, Bardolino, Limone, Lazise, oder Riva del Garda.

Zitat: Bereits die alten Römer haben es sich hier gutgehen lassen und das milde Klima das ganze Jahr über genossen. Später wurde die Gegend von Poeten und Schriftstellern, Künstlern und Prominenz aus aller Welt entdeckt. Noch immer haben viele “Schöne und Reiche” hier ihre stolze Villa am See.

Axel Bulthaupt begibt sich in einer neuen Folge seiner Sendereihe “Sagenhaft” auf eine Reise rund um den Gardasee. Er erlebt eine Landschaft, mit magischen Bildern, wie sie noch nie zu sehen war. Ein Film mit spektakulären Aufnahmen aus der Luft.

Er trifft Menschen, die das Land geprägt hat und solche, die das Land prägen. Einen Altphilologen und Goethefan, der noch heute gerne auf des Meisters Pfaden um den See pilgert, eine Reiseleiterin mit James Bond Erfahrung, einen Zitrusbaumzüchter, der mit seinen Pflanzen sowohl italienisch als auch deutsch spricht.

Er spricht mit einem Bootsbauer, der es sich zur Aufgabe gesetzt hat, die wohl schönsten Motorboote überhaupt, die hölzernen Riva-Boote zu erhalten, einen Winzer, aus dessen Trauben nicht nur der berühmte Amarone gekeltert wird, sondern der auch über ein eigenes Weinmuseum mit Geruchsgalerie verfügt.

Auf dem See lernt Axel Bulthaupt unter sachkundiger Anleitung die Tücken der verschiedenen Winde kennen. In Verona darf er den Julia-Sekretärinnen über die Schultern schauen. Das sind meist junge Damen aus der ganzen Welt, die hier für einige Zeit die Briefe an Julia in deren Namen beantworten. Meist sind das Liebesbriefe, fast immer mit viel Herzschmerz. Denn hier hat das wohl berühmteste Liebespaar der Welt seine Wurzeln: Romeo und Julia.

Zum Schlemmen fährt Axel Bulthaupt hinauf auf die Hochebene von Tignale, wo ihn hausgemachte Kastanientortellini, Bigoli mit Garda-Sardinen und ein phantastischer selbstgemachter Grappa erwarten.

Der Gardasee, eine sagenhafte Gegend voller Überraschungen. Und ein Film voll toller Entdeckungen, mit einzigartigen Bildern und ganz besonderen Menschen:

VinTageBuch Tipp: Unbedingt ansehen

  • – nicht nur für Gardasee-Fans
  • MDR Fernsehen, 8. April 2018, 20:15 Uhr
  • 89:00 Minuten

Tremosine sul Garda

In der Verkaufsstelle von Alpe del Garda können Sie die besten Produkte des Parks Hoher Garda bei Brescia kaufen. In Tremosine sul Garda, umgeben von Laubbäumen und grünen Pinien, wo Felsnadeln der Dolomiten hervorragen, hat eine Gruppe von Züchtern und Bergbewohnern im Jahr 1980 eine kleine landwirtschaftliche Genossenschaft ins Leben gerufen und eine Molkerei errichtet, um die in der existierende Rinderzucht des Gebietes gemolkene Milch umzuwandeln.

Caseificio Sociale Alpe del Garda Soc.Coop.RL, Via Provinciale, 1 – 25010 Tremosine sul Garda (BS), Italien, erreichen Sie mit dem Auto oder mit dem Motorrad: Von Brescia oder von Trento über die West-Bundesstraße Gardesana Nr. 45 bis Limone sul Garda. Von hier aus in Richtung Tremosine abbiegen und weiter auf der Straße bis zu Tignale fahren. Die Molkerei liegt längs der Straße nach Tignale.

Panoramastraße: Die Bundesstraße Nr. 45 bis zum alten Hafen von Tremosine sul Garda befahren (ungefähr 3 km von Limone in Richtung Brescia) und von hier die Straße längs der Schlucht hochfahren, die eine der schönsten Straßen Europas ist, bis zum Ortsviertel Pieve di Tremosine, “einer der schönsten Weiler Italiens”. Von hier dann in Richtung Tignale; die Molkerei liegt längs der Straße des Ortsviertels Polzone.

Die Genossenschaft Alpe del Garda valorisiert die typischen landwirtschaftlichen Produktionen des Gebietes und Ihnen Käsesorten und Milchprodukte, Fleisch und Wurstwaren, die aus denen für Milch und Fleisch zertifizierte Produktionsketten der eigenen Genossenschaft stammen.

Zu den Käsesorten von Alpe del Garda ragt der Käse Formagella Tremosine hervor, der den Geschmack und die Frische eines lokalen traditionellen Produkts hervorhebt und die Eigenartigkeit der Milch aus den Bergen prägt, deren Aromen immer wiederzuentdecken sind. Sie erhalten aber auch Öl, Honig, Marmeladen und Schnäpse, die sorgfältig ausgewählt wurden. Webseite: www.alpedelgarda.it/de

VinTageBuch Buchtipp

Highlights Gardasee: Die 50 Ziele, die Sie gesehen haben sollten von Udo Bernhart (Autor) Hans Günther Meurer (Autor) Gebundene Ausgabe: 168 Seiten Bruckmann Verlag ISBN-10: 3765467723 ISBN-13: 978-3765467721 Gebundene Ausgabe EUR 25,99

Zitat: Klettern oder wandern? Segeln oder surfen? Großartige Weine oder Kultur genießen?

Zwischen den wilden Bächen des Trentino und den Weinhügeln des Veneto liegt diese spektakuläre Landschaft. Idyllische Orte wie Malcesine oder Riva laden genauso ein wie üppige Gärten, Olivenhaine, umwerfende Aussichtspunkte und Cabrio-Traumstraßen. Ob Aktivurlauber oder Ruhesuchender, Genießer oder Opernliebhaber – hier kommt jeder auf seine Kosten …

Gardasee Reiseführer: 99x Gardasee, wie Sie ihn noch nicht kennen. Erstaunliches und Überraschendes vom Gardasee, aus dem Trentino und der Umgebung. Denn der Gardasee ist mehr als Wein und Wandern. von Monika Kellermann & Thilo Weimar Broschiert: 192 Seiten Bruckmann Verlag ISBN-10: 3765487295 ISBN-13: 978-3765487293 Kindle Edition EUR 10,99

  • Broschiert EUR 13,99

Zitat: Ein Urlaub am Gardasee und Trentino muss nicht immer aus Surfen, Baden und Flanieren bestehen. Dieser Reiseführer für den Gardasee und Umgebung vermittelt interessante Geschichten über die Region und führt Sie zu ungewöhnlichen Orten. So zum Beispiel zum kürzesten Fluss der Welt, zu einem Geschäft mit 800 Käsesorten und zu Kapern, die in Mauerritzen wachsen. Außerdem verrät Ihnen der Gardasee Reiseführer Wundersames und Überraschendes über das Sandmännchen, Yoga-Sport und einige Dinosaurierknochen. Und wenn Ihnen doch einmal der Sinn danach steht, am Gardasee zu wandern, dann sind Sie mit diesem Führer auch bestens gerüstet.

Inhaltsverzeichnis

  • Vorwort Die Ostküste des Gardasees Verliebt auf dem Hochzeitsbalkon über dem See Der kürzeste Fluss der Welt ist ein Fisch-Eldorado Ein Hauch Zitronenduft über dem Parkplatz Die Fischerzunft von Garda Punta San Vigilio mal von oben Felsen-Graffiti im Morgentau Von Attilas Thron zum Kaiserthron Hochprozentiges von Gobetti Statt regerm Zugverkehr ein beliebter Radlertreff Abenteuer und Spaß für die ganze Familie Wineshop Zeni gentilezza in purezza Bardolino Weindorf mit sehenswerten Kirchen Auf ein Gläschen Wein abseits des Trubels Knorrige, hundertjährige Reben in der Terradeiforti Wallfahrten in schwindelerregender Höhe Giardino dei Sogni im lieblichen Caprinotal Monte Baldo der Garten Europas Villa Cordevigo Spitzenhotel mit Geschichte Früher Zollstation, heute Top-Eventlocation Faszinierende Düfte auf der Tourimeile Fischereimuseum, Lugana-Wein und die Carabinieri Valeggio sul Mincio und Custoza Valeggio und die verführerischen nodo damore Superschöner Durchblick und edler Schmuck Blick auf die Ponte und ein Hauch Provence Deko, Fresken oder moderne Malerei? Lara kanns! Schicke Schuhe in jeder Wunschfarbe Eis und Käse frisch von der Kuh Die Südküste und das Hinterland Vor dem Lugana trank man Tocai Yoga, Relax und feine Weine Bezauberndes Burgdorf im Naturschutzgebiet Fahrräder, Italiens heilige Kühe Die Grotten, die keine sind Karibik-Feeling am Südufer Klein, versteckt, entdeckenswert Lonato Kleinstadt mit bella vista Vergessene Stadt mit ruhmreicher Vergangenheit Aromatisch duftendes Lebenselixier Exzellentes Olivenöl in noblen Flakons Die Magie der Isola del Garda Polenta, die Pasta des Nordens Tassoni Kultdrink mit hundertjähriger Tradition Eis schlecken nach dem Dombesuch Die kaum auffindbaren Spuren des Gaspero da Sal Der Weinberg inmitten der Stadt Brescia Brescia, die schöne Unbekannte Herzhaft genießen in urigen Osterien Die Westküste des Gardasees Saftige Wiesen, strohgedeckte Häuser und Stille Fein speisen am romantischen Seeufer Kunst und Kitsch oder lieber ein fantastischer Garten? Wo Kapernsträuche aus Steinwänden wachsen Nobles Papier vom Valle delle Cartiere Himmlische Ruhe, nur das Tosen der Wasserfälle Ein wahres Meisterwerk Strada della Forra Beten mit atemberaubendem Panoramablick Aromaintensives Olivenöl von der Hochebene Traditionelle Küche mit dem gewissen Etwas Tremosine zwischen Himmel und Wasser Picco Rosso der knallrote Hochprozentige Surfen, Segeln und Sonnen auf der Hungerwiese Limone, Limonaia, Limes? Die Trentinische Nordküste Riva ohne Touristenshops und Menschenscharen? Das pittoreske Nordufer und seine Dichter Verträumtes mittelalterliches Künstlerdorf Smaragdgrüner See und unberührte Natur Traumblick und Hausgemachtes Bäume aus aller Welt in einer Oase der Stille Literarischer Spaziergang mit Rainer Maria Rilke Das Geheimnis von carne salada Das Grappadorf Santa Massenza Der Biogarten auf tausend Meter Höhe

Baedeker Reiseführer Gardasee, Verona: mit praktischer Karte von Jochen Müssig Taschenbuch: 306 Seiten Baedeker Verlag (2. Januar 2018) ISBN-10: 3829746040 ISBN-13: 978-382974604 Kindle Edition EUR 18,99

  • Taschenbuch EUR 21,99

Zitat: Insgesamt fünf Eiszeiten waren es, die den Lago modelliert haben – Schönheit braucht eben Zeit, das bezeugt nicht zuletzt der Gardasee: Im Norden ist er schmal und von steilen Bergen umgeben wie ein Fjord. Je weiter es mit dem Schiff nach Süden geht, werden die Berge niedriger und schließlich gibt sich der See breit und flach, fast wie ein Meer. Natürlich soll die Bootspartie nicht zur geologischen Expedition ausarten. Aber lassen Sie sich von den wunderschönen Panoramen nicht nur überwältigen, schauen Sie ein bisschen genauer hin: So schön kann Geologie sein!

Wie bei Mama – Spinat-Gnocchi in Salbeibutter, weißes Kaninchenragout, Hecht in Sardellensoße, Polenta mit geschmolzenem Käse. So sieht sie aus, die Speisekarte der »Cucina tipica« des Gardasees jenseits von Pizza prosciutto und Spaghetti carbonara. Die wirklich traditionellen, lokalen Gerichte muss man suchen – der Baedeker Gardasee bietet Ihnen durch entsprechende Tipps einen kulinarischen Leitfaden.

Nicht unbedingt augenscheinliche, vielmehr magische Momente stehen beim neuen Baedeker im Fokus – Ferragosto, einer der wichtigsten Feiertage Italiens am 15. August, ist einer davon: Die Notte d’Incanto, die Zaubernacht, erleben Sie am besten in Desenzano: Tausende schwimmender Lämpchen und Kerzen werden zu Wasser gelassen, der See glitzert, strahlt – wie die Augen aller, die mitmachen oder nur zuschauen.

Eine perfekte Woche… am Gardasee von Hrsg. Smart Travelling print UG Taschenbuch: 240 Seiten Verlag: Süddeutsche Zeitung Edition ISBN-10: 3866159595 ISBN-13: 978-3866159594 Taschenbuch EUR 16,90

Zitat: Die Luft wird wärmer, dichter, duftender, südländischer, hier und da hört man italienisch, bis das legendär leuchtende Blau des Gardasees zwischen den letzten Ausläufern der Alpen auftaucht. Manchem Dichter und Denker kam er wie ein Paradies vor, wie ein auf die Erde gestürztes Stück Himmel, wie die schönste Landschaft der Welt. Gewiss, ein bisschen altmodisch ist die heile Welt.

Die Luft und das Licht sind herrlich, Winde sausen aus allen Richtungen über den See. Am Gardasee ist der Übergang vom kühlen Norden zum mediterranen Süden wie in Essenz spürbar.

Und die Orte wirken so schön, so beschaulich wie im Bilderbuch. Zwar ist es nicht mehr ganz so wie zu Goethes Zeiten, als die Menschen ein sorgloses Schlaraffenleben zu führen schienen und die Türen keine Schlösser hatten, aber friedlich, wunderbar friedlich ist es an dem See, an dem die Menschen vom Tourismus, Olivenöl und Wein leben, immer noch. Auch die Sprachbarrieren sind niedrig. Italien light. Neben herrlichen

Landschaftspanoramen gibt es an den Ufern Gründerzeitgrandezza zu sehen, Festungen, karolingische Klöster und römische Ruinen und Pflanzen,die sonst fast nirgends im Bergpanorama zu finden sind: Magnolien und Kamelien, Oleander und Hibiskus, Eukalyptus und Ölbäume, Palmen und Zypressen, Weinreben und Zitronenbäume. All das lässt sich bei einem Cappuccino, dem obligatorischen Sprizz, köstlichen Weinen und gegrillten Fischen wunderbar genießen.

VinTageBuch Tipp

Italienische Reise: vollständige Ausgabe mit Illustrationen von Johann Wolfgang von Goethe Gebundene Ausgabe: 736 Seiten Verlag: Nikol (1. Oktober 2017) ISBN-10: 3868203982 ISBN-13: 978-3868203981 Kindle Edition EUR 0,49

  • Gebundene Ausgabe EUR 8,95

Zitat: In dem Reisebericht »Italienische Reise« beschreibt Johann Wolfgang von Goethe seine Italienaufenthalt zwischen September 1786 und Mai 1788. Das ursprünglich zweiteilige Werk basiert auf seinen Reisetagebüchern, entstand jedoch erst wesentlich später, zwischen 1813 und 1817.

nachdem er vorher bereits drei Anläufe zu einer solchen Reise abgebrochen hatte. Er reiste (meist per Postkutsche und fast immer allein) von

Karlsbad über Eger, Regensburg, München, Mittenwald, Scharnitz, Seefeld, Zirl, Innsbruck und den Brenner, Bozen, Trient zum Gardasee (Torbole und Malcesine), dann weiter nach Verona, Vicenza, Padua, Venedig, Ferrara, Cento, Bologna, Loiano, Perugia, Terni und Città Castellana bis nach Rom,

wo er vier Monate blieb.

Anschließend fuhr er, zusammen mit dem Maler Johann Heinrich Wilhelm Tischbein, über Velletri und Fondi nach Neapel. Dort blieb er fast fünf Wochen lang, unternahm zwei Exkursionen auf den gerade aktiven Vesuv und besichtigte Pompeji, Caserta, Capua, Herkulaneum und Paestum.

Dann segelte er mit dem Schiff nach Sizilien, wo er Palermo, Alcamo, Castelvetrano, Sciacca, Girgenti, Caltanissetta, Catania, Taormina und Messina besuchte.

Sein Rückweg führte ihn, wieder über Neapel, erneut nach Rom. Hier hielt er sich noch fast ein ganzes Jahr auf, besuchte die nähere Umgebung und widmete sich neben seinem Studium der Antike vor allem praktischen Mal- und Zeichenübungen und der Fortsetzung seiner schriftstellerischen Arbeit, bevor er sich nach Ostern auf den Heimweg nach Weimar begab.

Dabei kam er über Siena, Florenz (das er auf der Hinreise aus Ungeduld, endlich nach Rom zu gelangen, nur gestreift hatte), Bologna, Modena, Parma, Piacenza und Mailand – Stationen, die allerdings in seiner Italienischen Reise nicht mehr kommentiert werden.

Der Fokus seiner Beschreibungen wechselt. Oft dominieren naturwissenschaftliche, vor allem mineralogische, aber auch meteorologische, geologische, geographische und nicht zuletzt botanische Beobachtungen: Im „öffentlichen Garten unmittelbar an der Reede“ von Palermo suchte er z. B. nach der „Urpflanze“ und glaubt dort, wie er später an Herder schreibt, dem von ihm schon seit langem gesuchten „Geheimnis der Pflanzenzeugung und Organisation“ ganz nahegekommen zu sein.

Schon früh, das heißt spätestens seit seinem gut zweiwöchigen Venedigaufenthalt im Oktober 1786, der von zahlreichen Theaterbesuchen geprägt ist, treten aber auch kulturelle Themen mit in den Vordergrund seines Berichts.

Sein künstlerisches und architektonisches Hauptinteresse gilt der Antike, in der er die Identität von Natur- und Kunstgesetz am vollkommensten verwirklicht findet. Der mittelalterlichen und neuzeitlichen Kunst bringt er weniger Interesse entgegen.

So besuchte er beispielsweise in Assisi nicht etwa die berühmte Grabeskirche des heiligen Franz von Assisi mit den Fresken von Giotto, sondern vielmehr den in eine Kirche umgewandelten Tempel Santa Maria sopra Minerva auf dem Hauptplatz der Stadt. Werke von Michelangelo und Raffael bewundert er zwar, beschreibt sie jedoch ausdrücklich nur unter ästhetischen Gesichtspunkten und unter Ignorierung des religiösen Hintergrunds.

Hin und wieder geht Goethe auch auf seine eigenen Zeichnungen ein, mit denen er viele seiner Reiseeindrücke gleichsam fotografisch festzuhalten versucht. Außerdem verkehrt er in Künstlerkreisen, lernt von ihnen und spielt sogar mit dem Gedanken, vom Literaten zum Maler zu werden.

Er erkennt jedoch von vornherein seine Grenzen und engagiert stattdessen zur graphischen Dokumentation seiner Reise den jungen, von Tischbein empfohlenen Landschaftsmaler Christoph Heinrich Kniep, der ihn seit Neapel begleitet und ihm eine Fülle von Zeichnungen anfertigt.

In seine italienische Zeit fallen die Fertigstellung und Veröffentlichung der Iphigenie auf Tauris und die Arbeit am Tasso, aber auch am Egmont und Faust.

Kontakte zu Einheimischen werden in der Italienischen Reise nur gelegentlich erwähnt. Goethe spricht zwar über die Unterschiede zwischen der italienischen und der deutschen Mentalität, macht dies jedoch selten an konkreten Bekanntschaften fest, stattdessen beschreibt er eher seinen Eindruck von der Bevölkerung als Ganzes.

Grundsätzlich steht er der italienischen Mentalität und Lebenskunst positiv gegenüber und hofft einiges davon für sich und sein künftiges Leben in Weimar übernehmen zu können.

Selbst dem römischen Karneval, den er sowohl während seines ersten als auch während seines zweiten Romaufenthalts miterlebt und von dessen lärmender Aggressivität und Primitivität er sich zunächst abgestoßen fühlt, gesteht er nach intensiven Betrachtungen, die er in mehreren Kapiteln seines Reiseberichts ausführlich analysiert, letztlich eine universale Bedeutung zu.

Goethe stellte der Italienischen Reise das Motto Auch ich in Arkadien! voran, ein Hinweis darauf, dass er Italien als reales Arkadien betrachtete. Italien war für ihn die Landschaft, die Generationen von Literaten vor ihm in der Welle der Idyllen- und Arkadienliteratur des 18. Jahrhunderts gesucht und herbeigeschrieben haben und die er nun in der Wirklichkeit gefunden zu haben glaubte.