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Mittelalter Hüte und Kopfbedeckungen für Mann und Frau

Gugel, Bundhaube, Hennin und Schapel selbst anfertigen oder als Vintage-Kopfbedeckung für Karneval und Mottoparty kaufen

Mittelalter Hüte und Kopfbedeckungen für Mann und Frau: Was Gugel, Bundhaube, Gebende, Hennin und Schapel waren, welches Buch beim Selbstanfertigen hilft und worauf man beim Kauf für Karneval achtet.

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Eintrag vom 1. Sept. 2026

Mittelalter Hüte verraten auf jedem Mittelaltermarkt, wer sich Mühe gegeben hat. Das Kleid mag sitzen, das Kettenhemd glänzen, aber ein Kopf ohne Bedeckung wäre zwischen dem 11. und 15. Jahrhundert für Männer wie Frauen undenkbar gewesen. Wer eine Gewandung für Karneval, eine Mottoparty oder ein Lagerleben plant, sollte deshalb oben anfangen. Und wer die Kopfbedeckung selbst anfertigen möchte, braucht weniger, als man denkt: Leinen, Wolle, eine Schere und ein gutes Buch.

Mittelalter Kopfbedeckung für den Mann

Die Bundhaube ist das Grundstück jeder mittelalterlichen Männerkleidung. Eine eng anliegende Haube aus Leinen, unter dem Kinn gebunden, die Bauern bei der Feldarbeit, Handwerker in der Werkstatt und Ritter unter dem Helm trugen. Sie hielt Schweiß und Schmutz vom Haar fern und ist auf Buchmalereien des 13. Jahrhunderts an fast jedem Mann zu sehen.

Darüber kam die Gugel, eine Kapuze mit angesetztem Schulterkragen, oft mit einem langen Zipfel, dem Sendelbinde genannten Schwanz, der im 14. Jahrhundert zur Modeerscheinung wurde und um den Kopf gewickelt getragen wurde. Die Gugel aus Wolle war Wetterschutz und Standeszeichen zugleich, in der Länge des Zipfels zeigte sich, wer es sich leisten konnte.

Dazu kamen Strohhüte für den Sommer, Filzhüte mit Krempe ab dem Spätmittelalter und schließlich das Barett, das im 15. Jahrhundert die Gugel ablöste und ins 16. Jahrhundert hineinreicht. Wer für Karneval einen einzigen Mittelalter Hut kaufen will, ist mit einer Gugel aus Wolle für fast jede Epoche zwischen 1200 und 1450 richtig angezogen.

Mittelalter Hüte und Hauben für die Frau

Für Frauen war die Kopfbedeckung eine Frage des Standes und des Familienstands. Verheiratete Frauen bedeckten das Haar, unverheiratete durften es offen tragen. Im Hochmittelalter gehörten Schleier und Gebende zusammen: ein Leinenband, das unter dem Kinn hindurch über den Scheitel geführt wurde, und ein Schleier oder eine Rise darüber, die Hals und Wangen bedeckte.

Im 14. Jahrhundert kam der Kruseler in Mode, ein Schleier, dessen Ränder in mehreren Lagen gekräuselt waren; Bildnisse der Zeit zeigen ihn an Bürgerinnen wie an Fürstinnen. Das 15. Jahrhundert brachte den Hennin, den spitzen Kegelhut mit langem Schleier, der am burgundischen Hof getragen wurde und heute die Vorstellung vom Mittelalter prägt wie kaum ein anderes Kleidungsstück. Das Schapel, ein Reif aus Metall, Stoff oder Blumen, trugen unverheiratete Frauen zum offenen Haar.

Du musst dich für eine Zeit entscheiden. Ein Hennin zum Kleid des 12. Jahrhunderts wirkt für jeden, der sich auskennt, so falsch wie ein Zylinder zum Römerkostüm.

Kopfbedeckungen selbst anfertigen: das Buch

„Kleidung des Mittelalters selbst anfertigen: Kopfbedeckungen für Mann und Frau“ ist der Band, den Nähende auf Mittelaltermärkten am häufigsten empfehlen. Er gehört zu einer Reihe, die die Grundausstattung mittelalterlicher Kleidung in Einzelbänden behandelt, und liefert für Bundhaube, Gugel, Gebende, Kruseler und Hennin Schnittmuster im Maßstab, Materialangaben und Nähanleitungen mit Zeichnungen. Die Formen sind nach Bildquellen und Bodenfunden rekonstruiert, und das Buch nennt zu jeder Kopfbedeckung die Jahrzehnte, in denen sie belegt ist.

Für den Einstieg reichen Bundhaube und Gugel: wenige Schnittteile, gerade Nähte, Leinen und Wolle aus dem Stoffhandel. Der Hennin ist ein Wochenendprojekt mit einem Kegel aus Buckram oder Pappe, bezogen mit Seide oder Brokat.

Mittelalter Hut kaufen für Karneval und Mottoparty

Wer nicht näht, kauft. Der Kostümhandel bietet für Karneval Mittelalter Hüte aus Polyester, die auf drei Meter Entfernung funktionieren und in der Nähe wie Faschingsware aussehen. Besser sind Händler, die Mittelaltermärkte beliefern: Dort gibt es Gugeln aus Wolle, Bundhauben aus Leinen und Filzhüte in gedeckten Naturfarben zu Preisen, die kaum über der Kostümware liegen.

Drei Dinge entscheiden über die Wirkung: das Material, die Farbe und die Passung zur restlichen Gewandung. Eine Vintage-Kopfbedeckung, die zwanzig Jahre auf Märkten getragen wurde, sieht meist besser aus als jede Neuware. Wer sich für die Mode der Zeit interessiert, findet in den Sachbüchern und unter Bücher weitere Titel zu Kleidung und Alltag des Mittelalters.

Fragen zu Mittelalter Hüte und Kopfbedeckungen für Mann und Frau: Gugel, Bundhaube, Hennin und Schapel selbst anfertigen oder als Vintage-Kopfbedeckung für Karneval und Mottoparty kaufen

Welche Mittelalter Hüte trugen Männer?

Am verbreitetsten war die Bundhaube, eine unter dem Kinn gebundene Leinenhaube, die vom Bauern bis zum Ritter unter dem Helm getragen wurde. Darüber kam je nach Stand die Gugel, eine Kapuze mit Schulterkragen, ein Strohhut bei der Feldarbeit oder im Spätmittelalter das Barett. Filzhüte mit Krempe sind ab dem 14. Jahrhundert belegt.

Was trugen Frauen im Mittelalter auf dem Kopf?

Verheiratete Frauen bedeckten das Haar. Im Hochmittelalter mit Schleier und Gebende, einem Leinenband um Kinn und Stirn, im 14. Jahrhundert mit dem Kruseler, einem Schleier mit gekräuselten Rändern. Der spitze Hennin mit langem Schleier gehört ins 15. Jahrhundert und in den burgundischen Adel. Unverheiratete Frauen trugen offenes Haar mit einem Schapel, einem Reif aus Metall oder Stoff.

Kann man eine Mittelalter Kopfbedeckung selbst nähen?

Ja, Bundhaube und Gugel sind Einsteigerprojekte aus Leinen oder Wolle mit wenigen Schnittteilen. Das Buch „Kleidung des Mittelalters selbst anfertigen: Kopfbedeckungen für Mann und Frau“ liefert Schnittmuster und Anleitungen für die gängigen Formen. Ein Hennin braucht einen steifen Kegel aus Pappe oder Buckram und etwas Geduld.

Worauf sollte man beim Kauf eines Mittelalter Huts für Karneval achten?

Auf Naturmaterialien wie Leinen, Wolle und Filz statt Polyester, auf gedeckte Farben und darauf, dass die Form zur übrigen Gewandung passt: Eine Gugel zum Kettenhemd, ein Hennin zum Burgunderkleid. Fertigware aus dem Kostümhandel sitzt oft schlecht; ein Nähkurs oder ein Händler für Mittelaltermärkte ist die bessere Adresse.