Hall of Fame von Manuel Neukirchner: die größten deutschen Fußballer
HALL OF FAME: Die größten deutschen Fußballspieler von Manuel Neukirchner, das Buch zur Ruhmeshalle
HALL OF FAME von Manuel Neukirchner: das Buch zur Ruhmeshalle im Deutschen Fußballmuseum, mit elf Spielern und Sepp Herberger in großen Porträts.

Ein Fußballbuch mit Goldschnitt ist eine Ansage. HALL OF FAME: Die größten deutschen Fußballspieler, herausgegeben von Manuel Neukirchner, behandelt seine zwölf Hauptfiguren wie Klassiker in einer Bibliothek: 240 Seiten, 156 Fotos und Abbildungen, gebunden, die Seitenränder vergoldet. Das Buch erschien am 22. Oktober 2019 im Delius Klasing Verlag und ist das Standardwerk zur Dauerausstellung im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund.
Die Ruhmeshalle im Deutschen Fußballmuseum
Das Deutsche Fußballmuseum öffnete im Oktober 2015 gegenüber dem Dortmunder Hauptbahnhof. Manuel Neukirchner ist sein Direktor und hat die Hall of Fame des deutschen Fußballs initiiert, die das Museum 2018 ins Leben rief. Das Prinzip kennt man aus dem amerikanischen Sport, wo die Aufnahme in eine Hall of Fame als höchste Ehrung einer Karriere gilt.
Über die Aufnahme entscheidet eine Jury aus gut zwei Dutzend Sportjournalisten großer Zeitungen und Magazine. Wer in die Hall of Fame kommen soll, muss seine Karriere seit mindestens fünf Jahren beendet haben und in der Nationalmannschaft wie im Vereinsfußball Herausragendes geleistet haben. Die einleitenden Kapitel schreibt Neukirchner selbst, eines davon trägt den Titel „Ein Ort für die Ewigkeit“.
Die erste Elf und ihr Trainer
Im Buch heißt es: „Elf Spielerpersönlichkeiten und ein Trainer haben die Ruhmeshalle des deutschen Fußballs begründet.“ Aufgenommen wurden 2018 Sepp Maier, Franz Beckenbauer, Andreas Brehme, Paul Breitner, Fritz Walter, Lothar Matthäus, Matthias Sammer, Günter Netzer, Gerd Müller, Helmut Rahn und Uwe Seeler, als Trainer Sepp Herberger. Das Buch ordnet sie wie eine Mannschaftsaufstellung, vom Tor über Abwehr und Mittelfeld bis zum Sturm.
Die Auswahl spannt drei Generationen. Herberger, von 1936 an Reichstrainer und von 1950 bis 1964 Bundestrainer, Fritz Walter und Helmut Rahn stehen für das „Wunder von Bern“ 1954, als Rahn im Finale gegen Ungarn das Tor zum 3:2 schoss und Walter die Mannschaft als Kapitän anführte; in Kaiserslautern trägt das Stadion heute seinen Namen.
Drei Weltmeistertitel sind in dieser Elf versammelt.
Uwe Seeler spielte zwischen 1958 und 1970 vier Weltmeisterschaften. Maier, Beckenbauer, Breitner und Gerd Müller gewannen 1974 den WM-Titel im eigenen Land, Müller, der in 62 Länderspielen 68 Tore erzielte, schoss im Finale gegen die Niederlande das Siegtor, Netzer war schon 1972 Europameister geworden. Brehme verwandelte im WM-Finale 1990 den entscheidenden Elfmeter, Matthäus führte das Team damals als Kapitän an, und Beckenbauer stand als Teamchef an der Seitenlinie. Sammer schließlich, der aus der DDR-Oberliga kam, wurde 1996 Europameister und im selben Jahr Europas Fußballer des Jahres.
Wenn du die Liste liest, fällt auf, wer fehlt. Das ist bei einer ersten Elf kaum zu vermeiden, und die Hall of Fame nimmt seitdem Jahr für Jahr weitere Namen auf.
Sportjournalisten als Porträtisten
Geschrieben haben die zwölf Porträts renommierte Sportjournalisten, die zugleich der Jury angehören. Das Kapitel über Torhüter Sepp Maier stammt von Jörg Jakob, das über Sepp Herberger vom Herausgeber selbst. Neukirchner sagt, die Porträtgeschichten über die größten deutschen Fußballer, flankiert von Meisterwerken der Sportfotografie, machten den Band zum Standardwerk.
Der Anspruch ist hoch, und das Konzept unterscheidet den Band von einer klassischen Spielerbiografie: Jede Karriere bekommt ein eigenes Kapitel, und weil mehrere Autoren beteiligt sind, kommen unterschiedliche Blickwinkel zusammen. Den Abschluss bilden Kapitel über die Jury und die Preisverleihung.
Ausstattung und Einordnung
Die Gestaltung ist sehr aufwendig und dem Thema angemessen. Die Fotos reichen zwangsläufig von Schwarz-Weiß-Aufnahmen der 1950er Jahre bis zu Farbbildern der 1990er, und gerade dieser Wechsel erzählt nebenbei, wie sich der Fußball und seine Bilder verändert haben.
Für wen eignet sich das Buch? Für alle, die den deutschen Fußball über die Namen seiner Größten verstehen wollen, und als Geschenk für Menschen, die bei „Bern 1954“ oder „Rom 1990“ sofort ein Bild im Kopf haben. Wer eine kritische Fußballgeschichte sucht, greift besser zu einem anderen Titel; eine Ruhmeshalle ist naturgemäß ein Ort der Würdigung. Beim Blättern lohnt es sich, mit Helmut Rahn zu beginnen, dessen Siegtor von Bern Herbert Zimmermann im Radio mit den Worten begleitete: „Aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen …“
Weitere Biografien und Sachbücher stehen in der Rubrik Sachbücher, und das Jahr des ersten WM-Titels findet sich in der Übersicht zu den 1950er Jahren. Das Museum selbst liegt übrigens an einer Adresse, die zum Thema passt: Platz der Deutschen Einheit 1.
Fragen zu HALL OF FAME: Die größten deutschen Fußballspieler
Was ist HALL OF FAME: Die größten deutschen Fußballspieler?
Das Buch ist das Standardwerk zur Dauerausstellung der Hall of Fame im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund. Es porträtiert die elf Spieler und den Trainer, mit denen die Ruhmeshalle des deutschen Fußballs 2018 begründet wurde.
Wer ist Manuel Neukirchner?
Manuel Neukirchner ist Direktor des Deutschen Fußballmuseums in Dortmund und Initiator der Hall of Fame des deutschen Fußballs. Für das Buch ist er Herausgeber und schreibt selbst unter anderem das Porträt von Sepp Herberger.
Welche Spieler gehören zur ersten Elf der Hall of Fame?
Sepp Maier, Franz Beckenbauer, Andreas Brehme, Paul Breitner, Fritz Walter, Lothar Matthäus, Matthias Sammer, Günter Netzer, Gerd Müller, Helmut Rahn und Uwe Seeler. Als Trainer wurde Sepp Herberger aufgenommen.
Wer schreibt die Porträts im Buch?
Die Texte stammen von bekannten Sportjournalisten, die auch der Jury der Hall of Fame angehören. Das Kapitel über Torhüter Sepp Maier schrieb zum Beispiel Jörg Jakob.
Wie ist das Buch ausgestattet?
Die gebundene Ausgabe hat 240 Seiten, 156 Fotos und Abbildungen und einen Goldschnitt. Sie erschien am 22. Oktober 2019 im Delius Klasing Verlag, die ISBN lautet 978-3667118271.