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Großes Kino: Die besten Filme aller Zeiten von Andrew Heritage

100 einflussreiche Filme im Porträt

Großes Kino: Die besten Filme aller Zeiten von Andrew Heritage porträtiert 100 einflussreiche Filme vom Stummfilm bis zum Blockbuster, mit über 600 Bildern.

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Eintrag vom 13. Nov. 2017 · aktualisiert 11. Sept. 2026

Hundert Filme sind zu wenig und zu viel zugleich. Zu wenig, weil in über einem Jahrhundert Kinogeschichte weit mehr bedeutende Werke entstanden sind, und zu viel, weil kaum jemand hundert Filme kennt, die er wirklich für die besten hält. Großes Kino: Die besten Filme aller Zeiten von Andrew Heritage wagt die Auswahl trotzdem und stellt die 100 besten und einflussreichsten Filme der Geschichte im Porträt vor, von der frühen Stummfilmzeit bis zu den Blockbustern der jüngeren Vergangenheit.

Was das Buch enthält

Der Band ist ein großformatiges Bilderbuch fürs Kino. Mehr als 600 Abbildungen begleiten die Porträts, viele davon Standfotos, die direkt am Set entstanden sind. Die gebundene Ausgabe hat 336 Seiten und erschien bei Parragon Books im englischen Bath, einem Verlag, der sich auf illustrierte Sachbücher spezialisiert hat.

Heritage ordnet die Filme nach Genres. Es gibt Kapitel für Komödie, Action und Abenteuer, Romanze und Melodram, Musicals, Thriller und Verbrechen, Historienfilm, Kriegsfilm, Familienfilm, Fantasy, Science-Fiction und Horror, Drama und Western. Diese Ordnung hat einen praktischen Vorteil: Wer an einem Abend einen Western sehen will, findet schneller etwas als in einer rein chronologischen Liste.

Neben den Filmen selbst stellt das Buch Stars, Regisseure und Produzenten vor und beschreibt Tendenzen, die das Kino über die Jahrzehnte geprägt haben. Viele bekannte Favoriten sind dabei, aber auch Titel, die für manche Leser eine Neuentdeckung sein dürften.

Vom Stummfilm zum Blockbuster

Die Spanne, die ein solches Buch abdecken muss, ist enorm. Die ersten Jahrzehnte des Kinos waren stumm, begleitet von Pianisten oder Orchestern im Saal, und trotzdem entstanden in dieser Zeit Filme wie Sergej Eisensteins „Panzerkreuzer Potemkin“ von 1925 oder Fritz Langs „Metropolis“ von 1927, die bis heute in Filmhochschulen gezeigt werden. Im selben Jahr 1927 kam mit „The Jazz Singer“ der erste abendfüllende Spielfilm mit synchron gesprochenen Dialogpassagen in die Kinos, und innerhalb weniger Jahre war der Stummfilm Geschichte. Danach kamen der Siegeszug der Farbe, für den 1939 „Der Zauberer von Oz“ und „Vom Winde verweht“ stehen, die Konkurrenz durch das Fernsehen in den 1950er Jahren und die französische Nouvelle Vague, die das Erzählen im Kino neu sortierte.

Am anderen Ende steht das, was heute Blockbuster heißt. Als Steven Spielbergs „Der weiße Hai“ 1975 im Sommer in Hunderten amerikanischen Kinos gleichzeitig startete, begann die Ära der großen Sommerfilme, zwei Jahre später folgte „Krieg der Sterne“. Ein Buch, das beide Enden in einer Auswahl von hundert Titeln verbinden will, muss zwangsläufig Lücken lassen.

Das ist kein Vorwurf. Es ist das Wesen jeder Bestenliste.

Listen über Listen

Die bekannteste Bestenliste der Filmkritik ist die Umfrage der britischen Zeitschrift „Sight and Sound“, die seit 1952 alle zehn Jahre Kritiker weltweit befragt. Orson Welles’ „Citizen Kane“ von 1941 stand ab 1962 fünfmal in Folge auf Platz eins, 2012 wurde er von Alfred Hitchcocks „Vertigo“ abgelöst, und 2022 wählten die Kritiker überraschend Chantal Akermans „Jeanne Dielman, 23 quai du Commerce, 1080 Bruxelles“ von 1975 an die Spitze. Das American Film Institute setzte „Citizen Kane“ 1998 bei seiner Liste der 100 besten amerikanischen Filme ebenfalls auf den ersten Platz.

Auch auf dem deutschen Buchmarkt gibt es zahlreiche Alternativen zu Heritages Band. Frank Schnelle und Andreas Thiemann haben „Die 100 besten Filme aller Zeiten“ als „Liste aller Listen“ zusammengestellt, also aus vielen bestehenden Rankings eine gemeinsame Auswahl destilliert. Deutlich umfangreicher ist „1001 Filme, die Sie sehen sollten, bevor das Leben vorbei ist“, herausgegeben von Steven Jay Schneider, mit Beiträgen internationaler Filmkritiker. Und Nicolas Rutschmann versammelt in „Top 1500 Movies“ die besten Spielfilme aller Zeiten in einem noch breiteren Querschnitt.

Für wen sich das Buch eignet

Wenn du einen Einstieg in die Filmgeschichte suchst, der mehr zeigt als erklärt, ist Großes Kino eine gute Wahl. Es ist ein Buch zum Blättern, zum Wiedererkennen und zum Notieren von Titeln, die man noch nicht kennt. Wer dagegen Analysen einzelner Einstellungen oder Hintergründe zur Produktionsgeschichte erwartet, ist bei den Nachschlagewerken mit mehr Text besser aufgehoben.

Weitere Filmbücher und Klassiker stehen in der Rubrik Filme, und wer beim Stummfilm anfangen will, findet in der Übersicht zu den 1920er Jahren die passenden Titel. „Citizen Kane“ übrigens fiel bei seinem Kinostart 1941 an der Kasse durch.

Fragen zu Großes Kino: Die besten Filme aller Zeiten

Worum geht es in Großes Kino: Die besten Filme aller Zeiten?

Andrew Heritage stellt 100 Filme vor, die er zu den besten und einflussreichsten der Filmgeschichte zählt, von der Stummfilmzeit bis zu aktuellen Blockbustern. Neben den Filmen selbst geht es um Stars, Regisseure, Produzenten und die Genres, in denen sie entstanden sind.

Wie ist das Buch aufgebaut?

Die Filme sind nach Genres geordnet, darunter Komödie, Action und Abenteuer, Romanze und Melodram, Musical, Thriller und Verbrechen, Historie, Krieg, Familie, Fantasy, Science-Fiction und Horror, Drama und Western. Illustriert ist der Band mit mehr als 600 Abbildungen, viele davon am Set entstanden.

Bei welchem Verlag ist Großes Kino erschienen?

Die gebundene Ausgabe mit 336 Seiten erschien bei Parragon Books in Bath. Die ISBN lautet 978-1445487342.

Welche anderen Bücher über die besten Filme aller Zeiten gibt es?

Bekannt sind unter anderem Die 100 besten Filme aller Zeiten von Frank Schnelle und Andreas Thiemann, das Nachschlagewerk 1001 Filme, die Sie sehen sollten, bevor das Leben vorbei ist, herausgegeben von Steven Jay Schneider, und Top 1500 Movies von Nicolas Rutschmann. Sie unterscheiden sich vor allem im Umfang und in der Art der Auswahl.

Welcher Film gilt als bester Film aller Zeiten?

Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht. In der Kritikerumfrage der Zeitschrift Sight and Sound stand Citizen Kane ab 1962 fünf Jahrzehnte lang auf Platz eins, 2012 wurde er von Vertigo abgelöst, 2022 von Chantal Akermans Jeanne Dielman. Das American Film Institute setzte Citizen Kane 1998 ebenfalls an die Spitze.