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Maigret und der gelbe Hund von Georges Simenon

Der 6. Roman der Maigret-Reihe

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Eintrag vom 5. Juli 2019
Maigret und der gelbe Hund von Georges Simenon ist der 6. Roman der Maigret-Reihe

Im neuen Fall von Jean-Luc Bannalec entpuppt sich Kommissar Dupin als Maigret-Leser: »Dupin hatte eine ganze Reihe Maigret-Romane gelesen und sehr gemocht. Aber das war viele Jahre her. Und der Gelbe Hund war nicht darunter gewesen.«

In seinem neuen Fall spielt der Roman Maigret und der gelbe Hund, der einen Tag vor Dupins achtem Fall Bretonisches Vermächtniserschienen ist und in Concarneau spielt, dann eine entscheidende Rolle:

Der Mörder scheint sich am Verbrechen im Gelben Hund zu orientieren, und Dupin muss seine Bildungslücke schließen:

Maigret und der gelbe Hund

von Georges Simenon

(Georges Simenon / Maigret)

Übersetzung von Elisabeth Edl und Wolfgang Matz

Gebundene Ausgabe: 208 Seiten

Kampa Verlag

(24. Juni 2019)

ISBN-13: 978-3311130062

Gebundenes Buch EUR 16,90

Audio-CD EUR 16,99

Georges Simenon Maigret und der gelbe Hund

Wertung (Traditionelle Detektiv-Krimis): 10 Punkte

Buchzitat: Maigret sitzt im Hôtel de l’Amiral und raucht eine Pfeife nach der anderen. Eigentlich wurde er nach Rennes beordert, um die mobile Einsatzbrigade neu zu organisieren, doch seit in Concarneau ein angesehener Weinhändler fast erschossen und in den Flaschen des Hotels Gift gefunden wurde, herrscht helle Aufregung in der Hafenstadt.

Während sich ein junger Inspektor aus Rennes auf Spurensuche begibt, beobachtet Maigret das Kommen und Gehen im Café des Hotels und die verängstigten Stammgäste.

Warum glauben sie, die nächsten Opfer zu sein?

Und was hat es mit dem gelben Hund auf sich, der an jedem Tatort auftaucht?

Georges Simenon: Maigret und der gelbe Hund von Georges Simenon

(© Cover & Inhaltsangaben: Kampa Verlag)

Handlung

In der bretonischen Kleinstadt Concarneau verschreckt eine Serie von Gewaltverbrechen und Einschüchterungsversuchen die Bevölkerung. Als der Weinhändler Mostaguen spät in der Nacht von der Stammtischrunde der Honoratioren im Café l’Amiral nach Hause geht, wird er angeschossen.

Kurz nach dem Eintreffen Kommissar Maigrets, der zuvor zur mobilen Brigade der Gendarmerie nationale nach Rennes versetzt wurde, versucht jemand, die übrigen Stammtischangehörigen mit in Pernod aufgelöstem Strychnin zu vergiften. Durch das spurlose Verschwinden des Journalisten Servieres und dem Giftmord an einem weiteren Angehörigen der Kartenrunde gerät die Öffentlichkeit in Panik.

Dabei stößt Maigret auf eine Häufung merkwürdiger Spuren: Im Haus von Dr. Michoux, einem Mitglied der Honoratioren, finden sich eine Menge leerer Konservendosen und Champagnerflaschen, vor allem aber tauchen stets in der Umgebung der Tatorte Spuren der Stiefelgröße 46 auf. Diverse Augenzeugen wollen überall im Umkreis der Verbrechen einen gelben Hund, den niemand kennt, gesehen haben.

Die Weissagung eine Schauspielerin gegenüber Dr. Michoux fünf Jahre zuvor, er solle sich vor dem “gelben Hund” in Acht nehmen, erhält dadurch ein neues Gewicht. Nun entschließt dieser sich zu einer Aussage, welche die Honoratioren plötzlich in neuen Licht erscheinen lässt.

Doch den “Riesen” mit seinem gelben Hund kann Maigret erst fassen, als er die nebensächliche Aussage eine Hausangestellten überdenkt und erkennt, dass der erste Giftanschlag nur ein Ablenkungsmanöver war.

Hörspielbearbeitung

Der Bayerische Rundfunk adaptierte 1961 das Buch als gleichnamiges Hörspiel (Regie: Heinz-Günter Stamm, Bearbeiter: Gert Westphal, Übersetzung: Harold Effberg) mit Paul Dahlke in der Titelrolle. Weitere bekannte Sprecher waren Traute Rose, Rolf Boysen, Eva L’Arronge, Klausjürgen Wussow, Erik Schumann, Karl Lieffen, Lina Carstens und Benno Sterzenbach. (Der Audio Verlag, Auflage: Sonderausgabe 2005, ISBN 978-3898133906)

Bereits zwei Jahre zuvor hatte der Südwestfunk eine Hörspielbearbeitung abgeschlossen, bei der ebenfalls Westphal die Bearbeitung und sogar die Regie übernommen hatte. Hier sprach Leonhard Steckel die Titelrolle und Hans-Helmut Dickow den Dr. Michoux.

Zu den weiteren Sprechern gehörten Wolfgang Forester, Kurt Ebbinghaus, Kurt Lieck, Andreas Dahlmeyer und Ursula Langrock. Diese Fassung ist beim SWF vorhanden, jedoch nicht auf einem Tonträger im Handel erhältlich.

Der Diogenes Verlag publizierte darüber hinaus 2006 eine Hörbuchfassung mit Friedhelm Ptok als Sprecher (ISBN 978-3257800401).

Verfilmung

Die französischen Fernsehgesellschaften Antenne 2 und ORTF drehten 1967 in ihrer Reihe Les enquêtes du commissaire Maigret diese Episode unter der Regie von Claude Barma als dritten Teil mit dem Originaltitel Le chien jaune (Erstausstrahlung: 24. Februar 1968). Die Titelrolle übernahm Jean Richard.

Le Chien jaune (Le Livre de Poche)

von Georges Simenon

Taschenbuch: 189 Seiten

Verlag: Hachette

(1. Dezember 2003)

Sprache: Französisch

ISBN-13: 978-2253142928

Taschenbuch EUR 7,99

Georges Simenon: Le chien jaune. Fayard, Paris 1931

Georges Simenon: Maigret und der gelbe Hund. Übersetzung: Isolde Kolbenhoff, Kiepenheuer & Witsch, Köln/Berlin 1958

Georges Simenon: Maigret und der gelbe Hund. Übersetzung: Raymond Regh, Diogenes Verlag, Zürich 1979, ISBN 978-3257206913

   

Mit Maigret in die Bretagne: Maigret und der gelbe Hund/Maigret

und der geheimnisvolle Kapitän (detebe), Verlag: Diogenes

von Georges Simenon

Maigrets schwierigste Fälle:

Maigret und der gelbe Hund / Maigret und die Bohnenstange

von Georges Simenon

Maigret – Die besten Fälle. 5 CDs:

Maigret und der gelbe Hund

Maigret und die Bohnenstange

Maigret und die Groschenschenke

Maigret und seine Skrupel

Maigret und die schrecklichen Kinder

Audio-CD – Hörbuch, Februar 2005

von Georges Simenon

Sprecher: Paul Dahlke, Traute Rose, Erik Schumann, Klausjürgen Wussow, Rolf Boysen, Horst Frank, Walter Bluh, Hans Caninenberg, Werner Hessenland

Biografien, Detektiv, Georges Simenon, Krimi, Maigret, Maigret und der gelbe Hund