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VinTageBuch

Der Rikscha-Fahrer, der das Glück verschenkt von Biyon Kattilathu

Zwölf Fahrten zu den großen Lebensthemen

Biyon Kattilathus Buch Der Rikscha-Fahrer, der das Glück verschenkt: ein erzählter Ratgeber in zwölf Episoden über Liebe, Angst, Mut und Selbstliebe, erschienen 2019 bei GU.

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Eintrag vom 3. Mai 2020 · aktualisiert 11. Sept. 2026

Eine Rikscha in einer indischen Stadt, ein Fahrer, der seine Gäste nicht nur ans Ziel bringt, sondern ihnen unterwegs etwas mitgibt. Das ist die Grundidee von „Der Rikscha-Fahrer, der das Glück verschenkt“, dem ersten Buch von Biyon Kattilathu. Es erschien am 2. September 2019 bei Gräfe und Unzer in der Reihe GU Mind & Soul, gebunden, 192 Seiten.

Kattilathu ist in Deutschland vor allem durch seine Videos bekannt. Mit dem Buch wendet er sich zum ersten Mal in gedruckter Form an sein Publikum, und er wählt dafür nicht die Form des Vortrags, sondern die der Geschichte.

Zwölf Fahrten, zwölf Themen

Der Rikscha-Fahrer ist die Hauptfigur eines erzählten Ratgebers. Jede seiner Fahrten bringt einen anderen Gast in den Wagen, und jeder Gast trägt ein Problem mit sich, das sich während der Fahrt auf den Tisch legt. Der Fahrer hört zu, fragt nach, erzählt eine kleine Geschichte oder stellt eine Frage, die den Gast anders aussteigen lässt, als er eingestiegen ist.

Zwölf Kapitel, zwölf Episoden, und die Themen sind die, die Menschen tatsächlich umtreiben: Liebe und Verlust, Angst und Mut, Verletzlichkeit und Selbstliebe, Aufrichtigkeit, das konsequente Verfolgen eigener Ziele, und die Kraft, zu sich zu stehen und Entscheidungen zu treffen. Es sind keine neuen Themen. Neu ist die Verpackung: Der Ratgeber liest sich wie ein Roman in Episoden, und die Lehren stehen nicht als Merksätze am Kapitelende, sondern in den Dialogen.

Der Fahrer ähnelt dabei seinem Erfinder. So wie Kattilathu als Redner und Lebenslehrer auftritt, hilft der Rikscha-Fahrer ganz nebenbei, auf der Fahrt, ohne Praxis und ohne Honorar. Wer eine Weile in Indien unterwegs war, weiß, dass die Rikscha tatsächlich ein Ort ist, an dem geredet wird; das Buch nimmt diese Alltagsbeobachtung und macht sie zum Rahmen.

Ein Extra gehört zur Ausgabe: Über die App GU Mind & Soul Plus lassen sich zu jedem Kapitel Videos mit Botschaften des Autors abspielen. Das Buch holt damit das Format hinein, durch das Kattilathu bekannt geworden ist.

Der Autor

Biyon Kattilathu ist das Kind indischer Einwanderer und in Deutschland aufgewachsen. Ein Satz seiner Eltern hat nach seiner Darstellung die Kindheit geprägt: „Verlasse die Welt ein wenig schöner, als du sie vorgefunden hast.“ Der Rikscha-Fahrer im Buch handelt nach diesem Satz, und Kattilathu nennt ihn als Ausgangspunkt seiner Arbeit.

Sein Weg verlief nicht geradlinig über die Bühne. Er war Deutscher Meister im Taekwondo und promovierte im Bereich Motivationspsychologie. Bekannt wurde er dann durch kurze, motivierende Videos auf Facebook und Instagram, die nach Verlagsangaben bereits zum Erscheinen des Buches über 25 Millionen Mal aufgerufen worden waren. Der Verlag nennt ihn den Motivations-Entertainer im digitalen Raum, und die Bezeichnung trifft den Ton: Kattilathu redet schnell, direkt, mit Humor und ohne Scheu vor Pathos.

Seine Überzeugung, die auch das Buch trägt, lautet: Jeder Mensch ist fähig, sein Potenzial zu entfalten, unabhängig von Alter, Herkunft, sozialem Status und Vergangenheit. Alles, was er lehrt, führt er auf eigene Erfahrungen und über ein Jahrzehnt Praxis zurück, nicht auf Theorie. Das ist seine Stärke und zugleich die Grenze des Buches: Wer wissenschaftliche Belege für die Ratschläge erwartet, findet sie nicht. Wer Geschichten sucht, die ihn an die eigene Situation erinnern, findet zwölf davon.

Im Frühjahr 2019, kurz vor dem Buch, rief Kattilathu die „Biyon Family“ ins Leben, eine Community, in der er die Person hinter der Kamera zeigen wollte. Das Buch ist in gewisser Weise die Fortsetzung dieser Öffnung mit anderen Mitteln.

Für wen sich das Buch eignet

Wenn du Ratgeber sonst nach dem dritten Kapitel weglegst, weil die Merksätze sich wiederholen, ist die Erzählform hier der Unterschied. Die Episoden sind kurz, ein Kapitel lässt sich in einer Bahnfahrt lesen, und der Rikscha-Fahrer moralisiert nicht; er fragt. Wer Kattilathus Videos kennt, hört seine Stimme beim Lesen mit. Wer sie nicht kennt, bekommt mit dem Buch einen ruhigeren Zugang zu ihm als über die Kanäle, auf denen er groß geworden ist.

Die Themen des Buches, Angst, Heilen, Selbstliebe, Lebenshilfe, gehören zu den Feldern, die die Rubrik Bücher unter Gesundheit und Lebensart sammelt. Das Buch steht dort neben Titeln, die dasselbe mit Studien versuchen, was Kattilathu mit einer Rikscha macht.

Ein letztes Detail: Die Rikscha im Titel ist kein Motorroller mit Kabine, wie er heute in indischen Städten fährt, sondern das Bild des Fahrers, der seinen Wagen aus eigener Kraft bewegt. Auch das ist eine Botschaft, und sie steht schon auf dem Umschlag.

Fragen zu Der Rikscha-Fahrer, der das Glück verschenkt

Worum geht es in Der Rikscha-Fahrer, der das Glück verschenkt?

Ein indischer Rikscha-Fahrer nimmt Fahrgäste mit und hilft ihnen nebenbei bei ihren Lebensproblemen. In zwölf Episoden geht es um Liebe und Verlust, Angst und Mut, Verletzlichkeit und Selbstliebe, Aufrichtigkeit und das Verfolgen eigener Ziele. Das Buch ist ein Ratgeber in Erzählform.

Wer ist Biyon Kattilathu?

Ein deutscher Motivationsredner, Kind indischer Einwanderer. Er war Deutscher Meister im Taekwondo, promovierte im Bereich Motivationspsychologie und wurde durch Videos auf Facebook und Instagram bekannt, die nach Verlagsangaben über 25 Millionen Mal aufgerufen wurden.

Wann ist das Buch erschienen?

Am 2. September 2019 im Gräfe und Unzer Verlag in der Reihe GU Mind & Soul, als gebundene Ausgabe mit 192 Seiten. Es war das erste Buch des Autors.

Was ist das Besondere an der Ausgabe?

Über die App GU Mind & Soul Plus lassen sich zu jedem Kapitel Videos mit Botschaften des Autors abspielen. Das Buch verbindet damit den gedruckten Text mit dem Format, durch das Kattilathu bekannt wurde.

Welcher Satz prägt das Buch?

Der Leitsatz seiner Eltern: Verlasse die Welt ein wenig schöner, als du sie vorgefunden hast. Kattilathu nennt ihn als Prägung seiner Kindheit, und die Figur des Rikscha-Fahrers handelt danach.