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VinTageBuch

Alles aus dem eigenen Garten von Hannelore Zech

Ganzjährig selbstversorgt mit Permakultur

Hannelore Zechs Buch „Alles aus dem eigenen Garten“ (Battenberg Gietl, 2021) zeigt, wie Garten oder Balkon mit Permakultur das ganze Jahr Obst, Gemüse und Blumen liefern.

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Eintrag vom 26. März 2021 · aktualisiert 11. Sept. 2026

Ein kleines grünes Paradies vor der Haustür, das nicht nur schön aussieht, sondern auch satt macht: So beschreibt der Verlag den Anspruch von „Alles aus dem eigenen Garten. Ganzjährig selbstversorgt mit Permakultur“. Hannelore Zechs Buch erschien am 16. März 2021 im Battenberg Gietl Verlag unter dem Imprint SüdOst Verlag, gebunden, 160 Seiten, durchgehend farbig (ISBN 978-3955877750). Es kam pünktlich zum Frühjahr heraus, wenn das Garteln wieder losgeht.

Das Versprechen ist groß: nicht ein Gemüsebeet, sondern ein Garten, der das ganze Jahr über liefert. Ob das gelingt, hängt weniger vom Buch ab als vom Leser, aber das Buch beschreibt, wie es gehen kann.

Was Permakultur im Garten bedeutet

Permakultur ist ein Gestaltungsansatz, der Gärten wie Ökosysteme behandelt. Statt jedes Jahr umzugraben, zu düngen und zu spritzen, baut man Strukturen, die sich selbst erhalten: Mischkulturen, in denen sich Pflanzen gegenseitig schützen, Bodenbedeckung mit Mulch, mehrjährige Gemüse und Obstgehölze, Wasser, das im Garten bleibt, statt abzufließen. Der Aufwand liegt am Anfang, nicht in der laufenden Pflege.

Zech beschreibt, wie sich mit diesen Prinzipien ein Garten oder auch ein Balkon in ein Selbstversorger-Biotop verwandeln lässt, das über das ganze Jahr Ertrag bringt. Der Verlag verspricht „tolle Anleitungen und Tipps für nachhaltiges Gärtnern“, und die Anleitungen sind der Teil, der das Buch von reinen Permakultur-Theoriebänden unterscheidet. Es geht um Beete, nicht um Weltanschauung.

Ein Punkt, der im Buch mitläuft: Was dem Menschen nützt, nützt auch den heimischen Nützlingen. Ein Permakulturgarten ist voller Insekten, Vögel und Igel, und das ist kein Nebeneffekt, sondern Teil des Systems. Ohne Bestäuber keine Ernte, ohne Vögel mehr Schnecken.

Ganzjährig: das schwierige Wort im Untertitel

Die meisten Gärten liefern von Juni bis September und liegen den Rest des Jahres brach. Der Untertitel verspricht etwas anderes, und das ist der anspruchsvollste Teil. Ganzjährige Selbstversorgung bedeutet gestaffelte Aussaat, Wintergemüse wie Grünkohl, Lauch und Pastinaken, Lagerung von Wurzelgemüse und Äpfeln, mehrjährige Kulturen, die im Frühjahr als erste treiben.

Wenn du einen kleinen Garten hast, wirst du nicht alles davon umsetzen können. Das Buch verlangt das auch nicht; es zeigt das Prinzip, und der Leser entscheidet, wie weit er geht. Für einen Balkon bleiben Kräuter, Salate, Tomaten und Beeren in Kübeln, für einen Garten kommt der Rest dazu.

Ökologisches, nachhaltiges Gärtnern im Einklang mit der Natur, wie es der Verlag beschreibt, ist dabei kein Verzicht. Es ist eine andere Verteilung der Arbeit: mehr Planung, weniger Gießen und Jäten.

Die Autorin und ihr Lehrgarten

Hannelore Zech ist Gärtnerin, Permakulturistin und Mutter von drei Jungs. Sie wuchs im Vorderen Bayerischen Wald auf und war von klein auf viel in der Natur unterwegs. In ihrer Wahlheimat in der Nähe von Landau an der Isar gründete sie einen permakulturellen Lehrgarten mit Nutztier-Arche und Selbstversorger-Akademie. Die Nutztier-Arche hält alte, gefährdete Haustierrassen; die Akademie bietet Kurse an.

Ihr Augenmerk liegt auf dem Aufbau essbarer, zukunftsfähiger Landschaften und darauf, wie man diese richtig nutzt, vom kulturell Angebauten bis zum wild Gewachsenen. In ihren Kursen leitet sie die Teilnehmer zum Selbermachen an und gibt Hilfe zur Selbsthilfe; dasselbe gilt für ihre Beratungstätigkeit. Das Buch ist im Grunde die gedruckte Fassung dieser Kurse.

Der Bezug zu Niederbayern ist kein Zufall. Der Verlag sitzt in der Oberpfalz und veröffentlicht seit Jahren Bücher aus dem ostbayerischen Raum, von Kochbüchern bis zu Bildbänden über den Bayerischen Wald. Zechs Buch passt in diese Reihe: regional verwurzelt, aber überall anwendbar, wo das Klima mitteleuropäisch ist.

Für wen sich das Buch eignet

Für Einsteiger, die einen Garten oder Balkon haben und mehr wollen als ein paar Tomaten. Für erfahrene Gärtner, die ihren Garten auf weniger Arbeit umstellen möchten. Und für alle, die das Wort Permakultur gehört haben und wissen wollen, was es in der Praxis heißt.

Weniger geeignet ist es für Leser, die ein reines Pflanzenlexikon suchen. Das Buch erklärt Systeme, nicht einzelne Sorten. Wer beides braucht, ergänzt es um ein Sortenbuch und findet unter Sachbücher weitere Titel zu Garten, Kräutern und saisonaler Küche, darunter ein Kochbuch, das genau die Ernte verarbeitet, die dieser Garten liefert.

Fragen zu Alles aus dem eigenen Garten

Was ist Permakultur?

Ein Konzept für Gärten und Landwirtschaft, das natürliche Kreisläufe nachbildet: Mischkultur statt Monokultur, Bodenbedeckung statt offener Erde, mehrjährige Pflanzen, Nützlinge statt Spritzmittel. Ziel ist ein Garten, der mit wenig Eingriffen dauerhaft Ertrag liefert.

Funktioniert das Buch auch für einen Balkon?

Ja, das ist ausdrücklich Teil des Konzepts. Zech beschreibt, wie sich auch ein Balkon in ein kleines Selbstversorger-Biotop verwandeln lässt, mit Kübeln, Hochbeeten und Pflanzen, die wenig Platz brauchen.

Wer ist Hannelore Zech?

Gärtnerin, Permakulturistin und Mutter von drei Söhnen. Sie wuchs im Vorderen Bayerischen Wald auf und gründete in der Nähe von Landau an der Isar einen permakulturellen Lehrgarten mit Nutztier-Arche und Selbstversorger-Akademie.

Wann ist „Alles aus dem eigenen Garten“ erschienen?

Am 16. März 2021 im Battenberg Gietl Verlag unter dem Imprint SüdOst Verlag, als gebundene Ausgabe mit 160 durchgehend farbigen Seiten, ISBN 978-3955877750.

Was heißt „ganzjährig selbstversorgt“?

Dass der Garten nicht nur im Sommer, sondern in allen zwölf Monaten etwas liefert: durch gestaffelte Aussaat, Wintergemüse, Lagerung und mehrjährige Kulturen. Das Buch zeigt, wie sich die Ernte über das Jahr verteilt.