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Vintage Bücher: die besten Antiquariate in Deutschland

Antiquariate und Second-Hand-Buchläden für alte Bücher

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Die schönsten Bücher stehen selten im Bestseller-Regal. Echte Schätze findet man in Antiquariaten und Second-Hand-Buchläden, oft dort, wo man sie am wenigsten erwartet. Vintage Bücher sind ältere Ausgaben mit Geschichte: vergriffene Titel, frühe Auflagen, Bücher mit Widmung oder Randnotizen früherer Besitzer. Zehn Adressen quer durch Deutschland lohnen den Weg besonders, und eine davon kommt sogar ganz ohne Anreise aus.

Vintage-Buchläden in Heidelberg und München

In Heidelberg führt kaum ein Weg am Antiquariat Hatry vorbei. Das Antiquariat besteht seit 1986, und man merkt der Auswahl an, wie viel Liebe darin steckt. Wer Beratung möchte, bekommt sie freundlich. Wer dagegen lieber in Ruhe stöbert, wird komplett in Ruhe gelassen, und genau das macht den Laden zu einer kleinen Oase, in der man mühelos Stunden verbringt.

The Munich Readery liegt in der Maxvorstadt, dem Münchner Universitätsviertel, und ist die richtige Adresse für alle, die gern auf Englisch lesen. Neben neuen Bestsellern stehen hier viele Vintage-Schätze, und der Laden hat so viel Charme, dass man ihn selten mit leeren Händen verlässt. Wer sich länger durch die Regale lesen möchte, bevor die Entscheidung fällt, kann dabei einen Kaffee trinken. Die Inhaber sind ausgesprochen nett und engagiert und stehen mit Rat und Tat zur Seite.

Berlin, Köln und Düsseldorf

Bei Müßiggang in Berlin gibt es besonders viele alte Bücher. In Google-Bewertungen beschweren sich manche über den Geruch, dabei verrät er vor allem, dass hier sehr alte Bücher auf ein neues Zuhause warten; der typische Duft entsteht, wenn sich Papier über Jahrzehnte langsam zersetzt. Das Sortiment reicht quer durch alle Sparten und Preisklassen, und die Preise sind fair.

In Köln ist BUNT die Adresse für ein cooles, modernes Antiquariat. Besonders praktisch: Neben gebrauchten Büchern gibt es auch Mängelexemplare. Wer mit Second-Hand wenig anfangen kann, findet hier also Bücher, deren erster Besitzer man selbst wird.

Der Begriff „modernes Antiquariat“ sorgt übrigens oft für Verwirrung. Im Buchhandel bezeichnet er keine alten Ausgaben, sondern neue Restauflagen und Mängelexemplare, die günstiger als zum gebundenen Ladenpreis verkauft werden dürfen. Mängelexemplare erkennt man am Stempel, meist auf dem Buchschnitt.

Der Buchsalon Ehrenfeld, ebenfalls in Köln, ist streng genommen kein Vintage-Buchladen. Er steht trotzdem auf der Liste, weil man sich dort ausgesprochen wohlfühlt und die Inhaber sich immer wieder schöne Aktionen ausdenken. Lesungen und andere Veranstaltungen sind an der Tagesordnung.

In Düsseldorf lohnt BOOXYCLE jeden Abstecher: unschlagbare Preise, eine toll sortierte Auswahl und Mitarbeitende, die kaum netter sein könnten.

Bremen, Wiesbaden, Braunschweig – und Nürnberg vom Schreibtisch aus

Das Haus der Bücher in Bremen führt Bücher aus verschiedenen Genres und in unterschiedlichen Sprachen, dazu jede Menge Vintage-Schätze. Zwischen so vielen Büchern und mit so großartigen Mitarbeitenden fühlt man sich dort schnell wohl.

Zweitbuch in Wiesbaden ist ein richtig schöner Buchladen, der einiges zu bieten hat. Der Laden ist liebevoll eingerichtet und sieht einfach hübsch aus, und auch die Bücher wirken mit viel Sorgfalt ausgewählt. Was will man mehr?

Wer in Braunschweig unterwegs ist, sollte einen Abstecher ins Antiquariat Bücherlöwe machen. Beim Stöbern dort fühlt es sich an, als suche man im Wohnzimmer eines Bekannten nach neuen Büchern, und genau dieses heimische Gefühl macht den Reiz aus. Der Name passt zur Stadt, deren Wappentier der Löwe ist.

Das Antiquariat Heubeck in Nürnberg musste seinen Laden leider schließen. Die Inhaber verkaufen ihre Bücher aber weiterhin im Netz, und so lässt sich ganz ohne Fahrt nach Nürnberg bequem am Laptop stöbern.

Und außerhalb Deutschlands?

Auch im Ausland lohnt die Suche nach Vintage-Büchern, besonders in New York City, Paris und London. In New York sollte man den Strand Bookstore nicht verpassen, der mit „18 Miles of Books“ wirbt. In Paris gehört Shakespeare and Company am linken Seineufer gegenüber von Notre-Dame zum Pflichtprogramm, ein Laden, in dem junge Schreibende seit Jahrzehnten zwischen den Regalen übernachten dürfen. Und in London ist der Notting Hill Bookshop ein Muss: Sein Vorgänger an derselben Adresse war das Vorbild für den Buchladen im Film „Notting Hill“.