Favoriten: Bücher, Musik und Filme
15 Empfehlungen quer durch die Genres
Ein festes Lieblingsgenre braucht es weder beim Film noch beim Lesen noch in der Musik. Entscheidend ist, ob eine Geschichte gut erzählt ist, und das gelingt einem Endzeitfilm genauso wie einer Liebeskomödie oder einem Popsong. Die fünfzehn Empfehlungen verteilen sich deshalb auf Filme, Bücher und Musik, jeweils fünf pro Bereich.
Filme zwischen Drama, Endzeit und RomCom
„Women Talking“ läuft in Deutschland unter dem Titel „Die Aussprache“ und gehört zu den wichtigsten Filmen der letzten Jahre. Sarah Polley verfilmte den Roman von Miriam Toews, der teilweise auf wahren Ereignissen in einer mennonitischen Kolonie in Bolivien beruht, und erhielt dafür 2023 den Oscar für das beste adaptierte Drehbuch. Der Film ist hervorragend gemacht, hat es aber in sich: Vor dem Anschauen lohnt ein genauer Blick auf die Triggerwarnungen.
Unter den Zombie- und Endzeitfilmen ist „I Am Legend“ mit Will Smith einer der besten. Das liegt an der Beziehung zwischen der Hauptfigur und ihrem Hund, an der Verzweiflung im menschenleeren New York und an einer Spannung, die sich nicht auf Effekte und Ekelszenen verlässt.
In „Tick, Tick … Boom!“ spielt Andrew Garfield Jonathan Larson, den Schöpfer des Musicals „Rent“, kurz vor dessen 30. Geburtstag. Regie führte Lin-Manuel Miranda. Garfield haucht Larson so viel Leben ein, dass man sich in dessen Zweifeln leicht wiedererkennt, und seine schauspielerische Leistung ist schlicht herausragend.
„Little Women“ von 2019 erzählt eine großartige Geschichte, und Greta Gerwig hat den Roman von Louisa May Alcott perfekt adaptiert. Mit Saoirse Ronan, Florence Pugh, Emma Watson und Timothée Chalamet stimmt auch die Besetzung. Von allen Verfilmungen des Buchs ist diese die beste.
Bleibt „Notting Hill“ mit Julia Roberts und Hugh Grant, die perfekte RomCom. Die Liebeskomödien von heute könnten sich an diesem Film von 1999 ein Beispiel nehmen.
Bücher, die hängen bleiben
Die Harry-Potter-Bücher von J. K. Rowling haben unzählige Kindheiten geprägt und gehören schon aus Nostalgie auf diese Liste. Wie viele Menschen über Rowling überhaupt erst zum Lesen gefunden haben, lässt sich kaum beziffern. Gleichzeitig sind Rowlings Äußerungen zu trans Personen seit Jahren umstritten, was die alte Frage aufwirft, ob sich Kunst von der Person dahinter trennen lässt. Sauber trennen lässt sie sich wohl nicht. Harry Potter ist im Kern Rowlings Geschichte, doch Fans, Darstellerinnen, Darsteller und Regisseure haben daraus längst etwas Größeres gemacht.
„Endless Skies“ von Gabriella Santos de Lima ist ein rundum gelungenes Buch über Flugbegleiterinnen, einen Rockstar und Verlust.
Auch Becca Brauns Debüt „Licht bricht, bevor es strahlt“ gehört hierher, ein Roman über eine schwierige Beziehung zwischen Mutter und Tochter, der sich erstaunlich echt anfühlt.
Eine so glaubwürdige Figur wie Evelyn Hugo findet man selten. In „The Seven Husbands of Evelyn Hugo“ von Taylor Jenkins Reid erzählt eine alternde Hollywood-Ikone einer jungen Journalistin ihr Leben, und das Ergebnis haut einen um.

An „Normal People“ von Sally Rooney kommt man kaum vorbei, und das hat Gründe. Rooney erzählt von Connell und Marianne aus einer irischen Kleinstadt und schreibt auf ganz eigene Art über echte Figuren und echte Probleme. Die Serienverfilmung von 2020 hat das Buch noch bekannter gemacht, lesenswert ist aber alles von Rooney.
Musik zwischen Stadionpop und deutschem Indie
Taylor Swift dominiert die Musikindustrie und ist, passend zu einem ihrer eigenen Songs, ein echtes Mastermind. Ihr Kurzfilm zu „All Too Well (10 Minute Version)“ mit Sadie Sink und Dylan O’Brien ist ein Traum. Fünf Songs zum Einstieg: „All Too Well (10 Minute Version)“, „You Are in Love“, „This Is Me Trying“, „Champagne Problems“ und „Maroon“.
Gracie Abrams ist enorm talentiert. „21“, „Brush Fire“ und „Camden“ sind ein guter Anfang, aber eigentlich lohnt sich alles, was sie macht. 2023 stand sie im Vorprogramm von Taylor Swifts Eras Tour.
Kennst du „Thursday“ von Holly Humberstone? Falls nicht, wird es Zeit. Der Song erschien 2021 auf „The Walls Are Way Too Thin“, und schon an ihm hört man, wie viel Talent in der Britin steckt.
Jeremy Zucker ist ein weiterer außergewöhnlich begabter Musiker. Wer ihn kennenlernen will, beginnt am besten mit „Cry with You“ und „Not Ur Friend“.
Aus Deutschland gehört Provinz auf diese Liste. Die Band aus der Gegend um Ravensburg schreibt Texte, die man sich wirklich anhören muss, und „Reicht dir das“ von der gleichnamigen EP aus dem Jahr 2019 ist dafür das beste Beispiel.