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Kroch – der Name bleibt: Das Schicksal eines jüdischen Familienunternehmens in Leipzig. Vom Nazi-Unrecht zum DDR-Unrecht

20/08/2018

Dem rasanten Aufstieg vom Getreidehandel zum Bankhaus und Immobilienkonzern folgt die schrittweise Vernichtung. Das Schicksal der jüdischen Familie Kroch in Leipzig und ihrer Unternehmen ist nicht einzigartig und doch ganz besonders. Denn hier kann anhand überlieferter Firmenakten detailliert nachgezeichnet werden, wie raffiniert und hinterhältig sich die Einflussnahme der Nationalsozialisten auf jüdische Unternehmen vollzog

 

Kroch – der Name bleibt: Das Schicksal eines jüdischen Familienunternehmens in Leipzig. Vom Nazi-Unrecht zum DDR-Unrecht

 

Zitat: Besonders ist auch, dass die rücksichtslose Zerschlagung nach der Nazizeit im Sozialismus der DDR weiterging, vermeintlich gerettetes Eigentum endgültig enteignet oder unter Zwangsverwaltung gestellt wurde.

 

Insofern hat die Aufarbeitung des Falls Kroch, die 1990 begann, zweierlei Unrecht wiedergutzumachen: Nazi-Unrecht und DDR-Unrecht.

 

Diese Unternehmensgeschichte ist also ein überaus verzwickter Fall.

 

Sie spiegelt eindrucksvoll ein Stück deutscher Geschichte:

 

Kroch – der Name bleibt:
Das Schicksal eines jüdischen Familienunternehmens in Leipzig
von Hans-Otto Spithaler
Rolf H. Weber
und Monika Zimmermann
Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
s/w- und Farbabbildungen
Mitteldeutscher Verlag
(8. Mai 2018)
ISBN-13: 978-3963110078
Gebundenes Buch EUR 20,00

Verlagsinfo zum Buch
Kroch – der Name bleibt

 

Kroch – der Name bleibt
bewerte ich wie folgt (maximal 10 Punkte):
Handlung, Thema: 10 Punkte
Schreibstil: 9 Punkte

 

Aus dem Vorwort

Kroch – dieser Name ziert eine stattliche Grabstätte auf dem alten jüdischen Friedhof in Leipzig. 1926 wurde hier Samuel Kroch begraben …

 

Hans-Otto Spithaler ist von Hause aus Bankkaufmann und Jurist. Aus dem Bankgeschäft wechselte er 1973 in die papierverarbeitende Industrie nach Berlin. 1991 reizte es ihn, an der deutschen Wiedervereinigung mitzuwirken. Er wurde Vorstand von Kroch-Unternehmen, u.a. der »AG für Haus- und Grundbesitz«.

Zehn Jahre lang war er maßgeblich mit der Restitution beschäftigt. Dabei wurde er zu einem Kenner der Geschichte des Kroch-Konzerns. Bis heute ist er der Familie beratend verbunden und in diversen Kroch-Firmen als Aufsichtsrat engagiert. Hans-Otto Spithaler lebt in Berlin.

 

Rolf H. Weber hat in Zürich und Harvard Rechtswissenschaften studiert. Der an wirtschaftlichen und historischen Zusammenhängen interessierte Schweizer Jurist hat als Anwalt der Kanzlei Bratschi, Wiederkehr & Buob in Zürich nach 1990 die Restitution des ehemaligen krochschen Vermögens juristisch begleitet und die Erbengemeinschaft Kroch betreut.

Rolf H. Weber ist Aufsichtsratsvorsitzender der »AG für Haus- und Grundbesitz« und anderer ehemaliger Kroch-Firmen. Zudem war er von 1995 bis 2016 Ordinarius für Privat-, Wirtschafts- und Europarecht an der Universität Zürich. Rolf H. Weber lebt in Zürich.

 

Monika Zimmermann studierte Geschichte und Kunstgeschichte in Göttingen und promovierte 1976. Bis 1990 war sie mehrere Jahre DDR-Korrespondentin der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung«. Nach der Wiedervereinigung wurde sie Chefredakteurin der ehemaligen DDR-Zeitung »Neue Zeit«, später u.a. der »Mitteldeutschen Zeitung« in Halle.

2006 wechselte sie in die Politik: In Sachsen-Anhalt war sie Regierungssprecherin, in Sachsen verantwortlich für Medienpolitik und politische Strategie. Seit 2014 lebt sie wieder in Berlin. Im Mitteldeutschen Verlag erschienen von ihr »Auf ein Wort, Herr Böhmer« und »Unter lauter Leuten«.

 

Kroch – der Name bleibt