Alraunen, Zauberpflanze, wachsen im Kräutergarten der Marksburg am Mittelrhein

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Zauberpflanze in mittelalterlichem Ambiente.
Alraunen wachsen im Kräutergarten der Marksburg…

(rpt) Die einzige nie zerstörte Höhenburg am Mittelrhein, die Marksburg, ist ein Symbol der Rheinromantik und ein Lernort der besonderen Art. Neben der bewegten Geschichte der Burg wird während der Führungen auch der mittelalterliche Kräutergarten thematisiert.

Die Baugeschichte der Marksburg reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Wo einst der ursprüngliche Kräutergarten lag, ist nicht bekannt. So wurde 1967 in der rund um die Burg führenden Zwingeranlage ein botanischer Garten mit mittelalterlichen Nutz- und Zierpflanzen angelegt.

Dort wachsen rund 150 verschiedene Pflanzenarten, von denen bekannt ist, dass sie im Mittelalter angebaut und genutzt wurden. 90 Meter über dem Rhein findet man neben Arznei- und Küchenkräutern wie Baldrian, Eisenkraut und Artischocke auch Pflanzen wie die Schwarze Malve oder Rapunzel, deren Namen man vielleicht nur aus alten Arznei- oder Rezeptbüchern kennt. Auch einige in unseren Breiten seltene Bäume gedeihen dort, darunter Maulbeere, Mispel und Pfirsich.

Die Zauberpflanze auf der Marksburg entdecken

Eine klassische Zauberpflanze des Altertums und Mittelalters ist die Alraune. Ihre Wurzel war heißbegehrt und galt als wahres Wundermittel, weil ihre Form der Gestalt von Menschen ähnelt. Die Geschichte der Alraune als Heil– und Zauberpflanze reicht weit zurück.

Die Alraune wurde etwa 2000 v. Chr. als Heilmittel gegen Zahnschmerzen in Keilschrifttafeln erwähnt. Heutzutage findet sie in der Heilpflanzenkunde keine Anwendung mehr, da sie stark giftig ist und zu gefährlichen Rauschzuständen führen kann.

In der Homöopathie wird sie hingegen gerne verwendet, weil sie in hochverdünnter Form ungefährlich ist. Da sie schlaffördernd und schmerzstillend wirkt, wird sie bei Asthma, Gelenkentzündungen, Kopfschmerzen und Schlangenbissen verwendet.

Die Alraune ist heimisch im Mittelmeerraum und eher frostempfindlich. Die dicke Wurzel der mehrjährigen Pflanze kann bis zu 60 cm lang werden. Die glockenförmigen, violetten Blüten erscheinen im Frühjahr. Aus ihnen entwickeln sich goldene Beeren, die auf der Marksburg Jahr für Jahr zu finden sind.

Info: Marksburg
Deutsche Burgenvereinigung e.V.
56338 Braubach
www.marksburg.de

Weitere Informationen:

Romantischer Rhein Tourismus GmbH
An der Königsbach 8
56075 Koblenz
www.romantischer-rhein.de

 

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von Claudia Müller-Ebeling und Christian Rätsch
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Dadurch entsteht ein weiteres, neues Bild des magischen Nachtschattengewächses in seiner herausragenden Stellung in der Kulturgeschichte und der Zauberbotanik.

Kaum eine Pflanze erlangte größere legendäre Bedeutung als die Alraune (Mandragora officinarum), eine berühmte Vertreterin der Nachtschattenfamilie!

Seit dem griechisch-römischen Altertum bis in die frühe Neuzeit wurde die Mandragora als Allheilmittel gerühmt, als Zauberpflanze hoch bezahlt, als magische Zutat von Hexen gefürchtet und unwiderstehliches Liebesmittel gepriesen.

Die alkaloidreiche Alraune, deren Zubereitungen in der Antike bei chirurgischen Eingriffen zur lokalen Betäubung verwendet und deren betörend duftende Früchte in der Bibel als ‘Liebesäpfel’ besungen wurden, galt als ‘Königin der Zauberkräuter’.

Die im heißen Mittelmeerraum und vorderen Orient heimische Pflanze mit der Blätterkrone und langen, verzweigten Wurzel wurde als menschenähnlich betrachtet und spielte unter unzähligen Namen eine bedeutende Rolle in der Menschheitsgeschichte.

Als ‘Menschenwurzel’
Galgenmännle’
‘Adamshaupt’ und
‘Lebensspender’

geistert sie durch Legenden und Mythen. Ihre sagenumwobene und legendenbehaftete Geschichte berauschte die Phantasie früher Geschichtsschreiber, Naturkundler – bis hin zu Romanschriftstellern, Comiczeichnern und Filmemachern.

All dies breiten die Autoren auf rund 170 Seiten in Wort und Bild aus. Sie erkunden ihre Pharmakologie, ihren Stellenwert in der Antike und ihre Rolle in Magie und Kunst und liefern in Anhängen unter anderem eine kommentierte Bibliographie.