50 Jahre Woodstock – die Legende wird 50 Jahre, White Lake, New York. Auftritte & Alben-Übersicht

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Das Woodstock Music & Art Fair presents An Aquarian Exposition – 3 Days of Peace & Music, meist kurz Woodstock, war ein Open-Air-Musikfestival. Es gilt als Höhe- und gleichzeitig Endpunkt der im Mainstream angekommenen Hippiebewegung in den USA.

Das Festival fand planmäßig vom 15. bis 17. August 1969 statt, endete jedoch erst am Morgen des 18. August. Als Austragungsort dienten Weidefelder eines Milchbauern in White Lake nahe der Kleinstadt Bethel im US-Bundesstaat New York, etwa 70 Kilometer südwestlich vom namensgebenden und ursprünglich angedachten Veranstaltungsort in Woodstock.

Vor geschätzten 400.000 Besuchern traten 32 Bands und Solokünstler der Musikrichtungen Folk, Rock, Psychedelic Rock, Blues und Country auf, darunter Stars wie Jimi Hendrix, Janis Joplin und The Who.

Die erwarteten Zuschauerzahlen wurden um mehr als das Doppelte übertroffen. Unzählige potenzielle Zuschauer blieben zudem in Verkehrsstaus rund um das Festivalgelände stecken. Während der Veranstaltung herrschten aufgrund schlechten Wetters und organisatorischer Missstände teils katastrophale Zustände.

Trotz dieser widrigen Umstände ist Woodstock für seine friedliche Stimmung bekannt geworden. Zahlreiche Musiker, Mitarbeiter und Besucher verbrachten die Festivaltage unter dem Einfluss von Drogen wie LSD, Mescalin, Haschisch und Marihuana.

Obwohl von kommerziellen Interessen der Veranstalter, Bandmanager und vieler Musiker geleitet, verkörpert Woodstock bis heute den Mythos eines friedliebenden, künstlerischen und „anderen“ Amerikas.

Im Gegensatz dazu befand sich ein gespaltenes Amerika im Vietnamkrieg, war schockiert durch politische Morde an John F. Kennedy, Malcolm X, Martin Luther King und Robert F. Kennedy und stand unter dem Eindruck der durch die Gegenkultur thematisierten gesellschaftlichen Konflikte.

Ursprünglich wollte das 24 und 26 Jahre alte Duo Lang/Kornfeld lediglich ein Konzert veranstalten, um die Eröffnung ihres geplanten Ton- und Aufnahmestudios medienwirksam zu promoten, das sie am Wohnort von Michael Lang in Woodstock gemeinsam errichten wollten.

Lang und Kornfeld versprachen sich ein gutes Geschäft davon, die Tonstudioinfrastruktur quasi frei Haus und vor Ort für die zahlreichen populären und umsatzstarken Künstler der Folk- und Rockmusikszene zu liefern, die sich damals ebenfalls in und um Woodstock niedergelassen hatten.

In die rund 160 Kilometer nördlich von New York City gelegene Kleinstadt hatte sich Bob Dylan 1966 nach seinem Motorradunfall zurückgezogen. Ihm waren Stars jener Zeit wie Janis Joplin, Jimi Hendrix, Blood, Sweat & Tears und The Band gefolgt.

Werbeanzeige, 22. Mai 1969: Magazine Advertisement for Woodstock Music Festival in 1969. Headline Bands include: Joan Baez, Keef Hartley, The Band, Chic Chicas and Jeff Beck Group. CC BY-SA 4.0. File: Woodstock flyer.jpg, erstellt: 22. Mai 1969. Deutsch: Magazinwerbung für das Woodstock Music Festival im Jahr 1969. Zu den Headline-Bands gehören: Joan Baez, Keef Hartley, The Band, Chic Chicas und Jeff Beck Group.

Der auf dem Festival entstandene Oscar-prämierte Film Woodstock gilt als einer der erfolgreichsten Dokumentarfilme und war mitverantwortlich dafür, dass der Mythos von Woodstock in die Welt transportiert wurde.

Im August 1969 war eine kleine Stadt im Bundesstaat New York drei Tage lang im Ausnahmezustand: Zum Woodstock-Festival kamen alle großen Stars der Rock- und Folkszene – und über 400.000 Besucher. Der Dokumentarfilm bietet einen Blick hinter die Kulissen. Außerdem: Porträts der Konzertbesucher, Reportagen über die Künstler und deren unvergessliche Konzerte.

Zitat: Es ist der Höhepunkt der Hippie-Bewegung: ein gigantischer Protest gegen das Establishment, gegen die amerikanische Regierung und den Vietnamkrieg. Ein Festival mit unvergesslichen Konzerten und einer magischen Atmosphäre: The Who, Santana, Janis Joplin, Joe Cocker

Michael Wadleigh gelingt mit seinem Blick hinter die Kulissen des legendären Festivals Woodstock ein einmaliges dokumentarisches Stimmungsbild dieser „drei Tage für Frieden und Musik“, und gleichzeitig ein bedeutendes Zeitdokument.

Regie: Michael Wadleigh
Kamera: Michael Wadleigh, Richard Pearce, Don Lenzer, David Myers
Schnitt: Martin Scorsese, Michael Wadleigh, Thelma Schoonmaker, Jere Huggins, Stanley Warnow, Yeu-Bun Yee
Produktion: Maurice Wadleigh
Produzent: Bob Maurice

Künstlerinnen & Künstler: Joan Baez, Joe Cocker, Country Joe and the Fish, Stills and Nash, Jimi Hendrix, Jefferson Airplane, Canned Heat, Richie Havens, The Who, Santana, Ten Years After, Crosby, Stills and Nash
Moderation: Uschi Obermaier, Jane Birkin
Land: USA
Jahr: 1969
Herkunft: ZDF
Filmtipp für den 16.08.2019:
ARTE: Kategorie Kultur und Pop: Popkultur

ARTE Zitate: Woodstock, der Film: ein einmaliges dokumentarisches Stimmungsbild
Woodstock: Konzerte mit The Who, Santana, Janis Joplin, Joe Cocker … Höhepunkt der Hippie-Bewegung

50 Jahre Woodstock DVDs

Vintagebuch DVD-Tipp:

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Woodstock
Special Edition – Director’s Cut,
Special Edition

Format: DVD, 2 Discs
Darsteller: Joan Baez, Joe Cocker, Arlo Guthrie, Richie Havens, Jimi Hendrix
Künstler: Michael Wadleigh, Bob Maurice, Thelma Schoonmaker
Format: Director’s Cut, Dolby, PAL, Sonderausgabe, Surround-Sound
Sprache: Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Französisch, Italienisch, Portugiesisch, Dänisch, Norwegisch, Schwedisch, Bulgarisch, Hebräisch, Finnisch, Griechisch, Ungarisch, Estnisch, Lettisch, Litauisch, Spanisch, Polnisch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 – 1.77:1
Anzahl Disks: 2
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Warner Home Video – DVD
Erscheinungstermin: 24. Juli 2009
Produktionsjahr: 2001
Spieldauer: 216 Minuten
Alterseinstufung: Freigegeben ab 12 Jahren

Zitat: Die Wiederauferstehung eines der größten Momente des 20. Jahrhunderts. Das bekannteste Rockereignis aller Zeiten. 1969 versammelten sich eine halbe Million Menschen in der Nähe des kleinen Ortes Woodstock, um den bedeutendsten Musikern ihrer Generation zuzuhören.

Drei Tage des Friedens, der Musik und der Liebe. Drei Stunden unvergessene Bilder und faszinierende Musik einer Zeit, die heute noch genauso lebendig ist, wie vor zwanzig Jahren.

THE WHO: “We’re Not Gonna Take It”, TEN YEARS AFTER: “I’m Going Home”, JOE COCKER: “With A Little Help From My Friends”, CROSBY, STILLS, NASH AND YOUNG: “Wooden Ships”, JIMI HENDRIX: “Purple Haze”, SLY & THE FAMILY STONE: “I Want To Take You Higher”, SANTANA: “Soul Sacrifice”, RICHIE HAVENS: “Freedom”, SHA-NA-NA “At The Hop”, JOAN BAEZ: “Joe Hill”.

Bonusmaterial: Inklusive einer neuen Retrospektive
The Museum at Bethel Woods: Die Geschichte der 1960er und Woodstock

Woodstock, Blu-ray ab 9,02 EUR
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Woodstock, DVD

(Jul 24, 2009)
Special Edition – Director’s Cut
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Woodstock, DVD
(Jan 10, 2002)
Director’s Cut
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Woodstock, DVD
(Jun 15, 2009)
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4 Disks
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Woodstock, DVD
(Sep 09, 1999)
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Woodstock, DVD
(Nov 08, 2006)
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Woodstock, DVD
(Jul 24, 2009)
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Woodstock, DVD
(Jul 24, 2009)
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Stand: 16.08.2019
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50 Jahre Woodstock der Film

3 Days of Peace & Music

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Auszug aus der Wikipedia Enzyklopädie: Woodstock (Film)

 

Woodstock ist ein Dokumentarfilm über das Woodstock-Festival. Über 20 Kameraleute erstellten auf dem Festival über 100 Stunden Farbfilmmaterial.

Aus diesem Material wurde ein dreistündiger Film im Breitbildformat geschnitten. Bemerkenswert ist die Split-Screen-Technik, mit der teilweise bis zu drei Perspektiven nebeneinander montiert wurden. Das eigentliche Festival war ein finanzielles Desaster, der Film konnte durch seine Einspielergebnisse jedoch einen Großteil des Verlustes ausgleichen, denn er brachte rund 5 Millionen Dollar innerhalb von nur 18 Wochen ein.

Woodstock – 3 Days of Peace & Music

Inhaltlich stellt der Film eine Mischung aus Auftritten der Musiker und einer Dokumentation mit vielen Interviews dar. Zum 25. Jubiläum des mit einem Oscar ausgezeichneten Werkes kam eine um rund 40 Minuten verlängerte Version des Films auf den Markt. Regie führte Michael Wadleigh, der Film beschreibt einen der Höhepunkte der Geschichte der Popkultur.

Die Dokumentation zeigt unter anderem die für die damalige Zeit skandalöse Interpretation der US-amerikanischen Nationalhymne durch Jimi Hendrix sowie zahlreiche Stars und Bands wie Janis Joplin, Joe Cocker, Carlos Santana, Sly & the Family Stone, Ten Years After oder The Who.

50 Jahre Woodstock

Mitwirkende Musiker und Bands

auf der DVD

Woodstock – 3 Days of Peace & Music

 

Nummer: 1*
Interpret: Crosby, Stills, Nash and Young
Titel: Long time gone

Wikipedia Infolink: Crosby, Stills, Nash and Young
Amazon Werbelink (Musik-CDs & Vinyl): Crosby, Stills, Nash and Young
Amazon Werbelink (MP3-Download): Long Time Gone (CSNY 1974) [Live 2015 EQ Audio]
Amazon Werbelink: Aus dem Album CSNY 1974

Das erste Album der Gruppe, Crosby, Stills & Nash, erschien 1969 und war ein durchschlagender Erfolg. Der zweite Liveauftritt der Formation in der neuen Besetzung (mit Neil Young) fand beim Woodstock-Festival statt. Die Bandmitglieder waren dementsprechend nervös und spielten zwei Sets.

Den Anfang machte Suite: Judy Blue Eyes, eine Suite von acht Minuten, die vom Ende der Liebesbeziehung zwischen Stephen Stills und Judy Collins handelt. Außerdem spielten sie 4 + 20Marrakesh ExpressBlackbirdLong Time GoneFind The Cost of FreedomSea of Madness und Wooden Ships4 + 20 erschien allerdings erst 1970 auf ihrem Album Déjà Vu, das ein großer Erfolg wurde.

Nummer: 2*
Interpret: Canned Heat
Titel: Going Up the Country

Wikipedia Infolink: Canned Heat
Amazon Werbelink (Musik-CDs & Vinyl): Canned Heat
Amazon Werbelink (MP3-Download): Going Up The Country (Remastered 2005)
Amazon Werbelink: Aus dem Album The Very Best Of Canned Heat

1969 folgte das Doppelalbum Living the Blues, das ihnen mit Going Up the Country den größten Hit bescherte, in dem Tank Harrigan (Ray Charles Band) die Flöte spielte. Mit Going Up the Country trat die Band auch beim Woodstock-Festival auf.

Anmerkung: Ab 2006 ging die Band in der Zusammensetzung Barry Levenson, Greg Kage, Robert Lucas und Fito de la Parra auf Tournee. Diese Besetzung wurde im Juni 2007 von den noch lebenden Mitgliedern aus der Woodstock-Zeit, Larry Taylor und Harvey Mandel, bei zwei Festivals in Österreich unterstützt.

Am 23. November 2008 starb der Sänger und Slide-Gitarrist Robert Lucas an einer Überdosis Drogen, nachdem er die Band kurz vorher verlassen hatte, um seine Solokarriere fortzusetzen.

Im Sommer 2010 tourte die „Woodstock Reunited Lineup“ von Canned Heat mit Fito de la Parra, Larry „The Mole“ Taylor und Harvey „The Snake“ Mandel, ergänzt durch Dale Spalding (Gitarre, Mundharmonika, Gesang), in Deutschland.

In dieser Besetzung hatte Canned Heat auch 2011 wieder einige Auftritte in Deutschland, wobei John Paulus zuletzt Larry Taylor ersetzte.

Nummer: 3*
Interpret: Crosby, Stills, Nash and Young
Titel: Wooden Ships **

Wikipedia Infolink: Crosby, Stills, Nash and Young
Amazon Werbelink (Musik-CDs & Vinyl): Crosby, Stills, Nash and Young
Amazon Werbelink (MP3-Download): Wooden Ships

Nummer: 4
Interpret: Richie Havens
Titel: Handsome Johnny **

Wikipedia Infolink: Richie Havens
Amazon Werbelink (Musik-CDs & Vinyl): The Best of Richie Havens
Amazon Werbelink (MP3-Download): Richie Havens

In Greenwich Village war Richie Havens regelmäßig in der Folk-Szene anzutreffen, die auch andere berühmte Sänger wie Joan Baez und Bob Dylan hervorbrachte. Als Schwarzer war er auf dem von Weißen dominierten Gebiet des Folk eine Ausnahme.

Durch seinen Auftritt beim Woodstock-Festival gelangte Richie Havens dann zu plötzlicher Berühmtheit. Um 17:07 Uhr eröffnete er das Festival. Die ganze Zeit über erhielt er Beifall; er spielte so lange Zugaben, bis ihm die Songs ausgingen.

Darauf entschloss er sich, eine Version des Spirituals Motherless Child (engl., sinngemäß für ‚Kind ohne Mutter‘) zu improvisieren, der er eine Strophe, bei der er immer wieder das Wort Freedom (engl. für ‚Freiheit‘) wiederholte, hinzufügte. Dieser Song wurde ein internationaler Hit. Die Darstellung im Film Woodstock, Havens habe insgesamt drei Stunden gespielt, ist jedoch falsch. Tatsächlich spielte er elf Songs in 45 Minuten.

Anmerkung: Havens wurde auch durch die Interpretation von Songs anderer Künstler bekannt, vor allem von Bob Dylan und  The Beatles, beispielsweise Here Comes the Sun (Amazon Werbelink: Here Comes the Sun von Havens).

Obgleich er selbst relativ viele Lieder schrieb, feierte er seine größten Erfolge meistens mit diesen Interpretationen, so auch mit der 1980er Coverversion des Lamont-Dozier-Songs Going Back to my Roots (Amazon Werbelink: Going Back to my Roots von Havens)

Nummer: 5
Interpret: Richie Havens
Titel: Freedom
/ Sometimes I Feel Like a Motherless Child

Wikipedia Infolink: Richie Havens
Amazon Werbelink (Musik-CDs & Vinyl): The Best of Richie Havens
Amazon Werbelink (MP3-Download): Richie Havens

Freedom (Live at Woodstock, Bethel, NY, 8/15/1969) [2019 Mix]
Richie Havens
Aus dem Album Woodstock 50 – Back To The Garden: The Anniversary Experience Day 1 (Live at Woodstock, Bethel, NY, 8/15/1969)

Nummer: 6
Interpret: Canned Heat
Titel: A change is gonna come **

Wikipedia Infolink: Canned Heat
Amazon Werbelink (Musik-CDs & Vinyl): Canned Heat
Amazon Werbelink (MP3-Download): Canned Heat

Nummer: 7
Interpret: Joan Baez
Titel: Joe Hill

Wikipedia Infolink: Joan Baez
Amazon Werbelink (Musik-CDs & Vinyl): Joe Hill von Joan Baez
Amazon Werbelink (MP3-Download): Live At Woodstock (Joan Baez)

Joan Baez wurde ab Ende der 1950er Jahre vor allem durch ihre klare Gesangsstimme und ihr politisches Engagement gegen den Vietnamkrieg und die Rassentrennung bekannt.

1969 trat Joan Baez auf dem Woodstock-Festival auf. Die schwangere Sängerin nutzte dieses große Forum, um die Missstände in der Welt anzuprangern. Sie thematisierte zudem die Inhaftierung ihres Ehemanns, der zu dieser Zeit eine dreijährige Freiheitsstrafe verbüßte und einen Hungerstreik unter den Mithäftlingen initiiert hatte, nachdem er aus einem Bezirksgefängnis in ein schärfer bewachtes Bundesgefängnis verlegt worden war.

Anschließend nahm sie ihre Gitarre und sang den Gospel Swing Low, Sweet Chariot. Nachdem ihr Sohn geboren war, besuchte sie mit ihm den Vater im Gefängnis. Die Ehe mit Harris wurde 1973 geschieden.

Joe Hill
Joan Baez
Amazon Werbelink Aus dem Album Folk Hits

Joe Hill (Live At The Woodstock Music & Art Fair / 1969)
Joan Baez
Amazon Werbelink Aus dem Album Live At Woodstock

Joe Hill
Joan Baez
Amazon Werbelink Aus dem Album Carry It On

Anmerkung: Joan Baez interpretierte vielfach (zum Beispiel in Woodstock) den berühmten Folksong über den amerikanischen Arbeiterführer Joe Hill mit dem Titel I dreamed I saw Joe Hill last night aus der Feder von Alfred Hayes und Earl Robinson.

Nummer: 8
Interpret: Joan Baez
Titel: Swing Low Sweet Chariot

Wikipedia Infolink: Joan Baez
Amazon Werbelink (Musik-CDs & Vinyl): Joan Baez
Amazon Werbelink (MP3-Download, alle Ausgaben): Swing Low Sweet Chariot
Amazon Werbelink Joan Baez – The First Lady Of Folksongs
Joan Baez

Anmerkung: Anlässlich des 50. Jubiläums der Menschenrechtsorganisation Amnesty International erhielt Joan Baez als erste am 18. März 2011 in San Francisco den nach ihr benannten Award. Sie erhielt diese Ehrung für ihren herausragenden Einsatz im weltweiten Kampf für Menschenrechte und ihre mutige Menschenrechtsarbeit bei Amnesty International.

Nummer: 9
Interpret: The Who
Titel: See Me, Feel Me / Listening to You

Wikipedia Infolink: The Who
Amazon Werbelink (Musik-CDs & Vinyl): The Who
Amazon Werbelink (MP3-Download): See Me, Feel Me (Who’s Last Live Version)
Amazon Werbelink (MP3-Download): See Me, Feel Me (Single Version)

Ein großer Erfolg der Gruppe The Who war der Auftritt beim Woodstock-Festival im August 1969, für den die Band 11.200 US-Dollar erhielt, was ihre finanzielle Situation stark verbesserte. Aufgrund des drohenden finanziellen Bankrotts verlangte die Band, bar bezahlt zu werden, da man ansonsten nicht auftreten würde.

Als Abbie Hoffman, Anführer der so genannten Yippie-Bewegung, die Bühne während der Tommy-Passage des Auftritts betreten wollte, um eine Rede gegen die Verhaftung John Sinclairs zu halten, vertrieb Townshend diesen mit Gewalt von der Bühne.

The Who spielte in tiefster Nacht und beendete ihr Konzert im Morgengrauen. Die Popularität wuchs weiter durch den Woodstock-Film, der weltweit in den Kinos lief und Ausschnitte aus Tommy enthält.

Vintagebuch Anspieltipp

Tommy (Remastered) von The Who (2013)
Amazon Werbelink (Musik-CDs & Vinyl): Tommy

Tommy – Live At The Royal Albert Hall von The Who
Amazon Werbelink (Musik-CDs & Vinyl): Tommy – Live

AnmerkungTommy ist zunächst der Titel des 1969 erschienenen Konzeptalbums der britischen Rockgruppe The Who. Das Album ist die erste Rockoper der Gruppe und beschreibt die Geschichte des Deaf, Dumb and Blind Kid(tauben, stummen und blinden) Tommy Walker.

Dem Musikalbum folgten die Umsetzung als Film (1975, Amazon Werbelink Tommy), dessen Soundtrack gesondert veröffentlicht wurde, sowie als Musical und Ballett. Tommy gilt als einer der Höhepunkte im künstlerischen Schaffen von The Who und insbesondere Pete Townshends, der fast alle Titel des Albums komponierte.

Am 23. Mai 1969 wurde Tommy schließlich als Doppel-LP von Track Records in Großbritannien veröffentlicht. Es erreichte Platz 2 der Hitparade. In den USA erschien das Album bereits am 17. Mai 1969 und erreichte Platz 4 der Hitparade. In der ersten Auflage enthielt das Album ein farbiges Poster.

Nummer: 10
Interpret: The Who
Titel: Summertime Blues

Wikipedia Infolink: The Who
Amazon Werbelink (Musik-CDs & Vinyl): Summertime Blues
Amazon Werbelink (diverse Künstler): Summertime Blues

Anmerkung: Besonders in den Anfangsjahren waren die Musiker dafür bekannt, ihre Instrumente am Ende jeden Auftritts zu zerstören. Allein Pete  Townshend soll insgesamt mehr als 3.000 Gitarren zerstört haben. Kam dies in den frühen Jahren noch regelmäßig vor, so nahm die Häufigkeit später ab.

Die letzte Gitarre demolierte Townshend 2004 anlässlich des ersten Auftritts der Gruppe in Japan. Diese Zerstörungen seien laut Townshend durch das Konzept der Autodestruktiven Kunst von Gustav Metzger beeinflusst worden, der an dem von Pete Townshend und John Entwistle besuchten Ealing Art College lehrte.

Am 31. Mai 1976 erspielten The Who sich auf dem Charlton Football Ground einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde als lauteste Rockshow der Welt mit 120 dB, gemessen im Abstand von 50 Metern von der Bühne. Dieser Rekord wurde später durch die Heavy-Metal-Band „Manowar“ übertroffen.

1990 fand die Aufnahme in die „Rock and Roll Hall of Fame“ statt. Der Rolling Stone listete The Who auf Rang 29 der 100 größten Musiker aller Zeiten. Im Herbst 2003 setzten die Kritiker der deutschen Ausgabe der Musikzeitschrift Who’s Next auf Platz 28 und das Vorgängeralbum Tommy auf Platz 96 der Liste der 500 besten Alben aller Zeiten.

Nummer: 11
Interpret: Sha Na Na
Titel: At the Hop

Wikipedia Infolink: Sha Na Na
Amazon Werbelink (Musik-CDs & Vinyl): Sha Na Na
Amazon Werbelink (MP3-Download): Sha Na Na

Der Name Sha Na Na stammt aus dem Lied Get A Job (1957) von den (Amazon Werbelink:) Silhouettes. Mit ihrem Auftritt beim Woodstock-Festival wurde Sha Na Na einer breiten Öffentlichkeit bekannt und begannen, sich in der US-amerikanischen Rock-’n’-Roll-Landschaft zu etablieren.

Sha Na Na war der einzige Interpret des Woodstock-Festivals ohne Plattenvertrag; sie spielten ca. 40 Minuten lang für 300 US-Dollar am letzten Tag des Festivals direkt vor dem Auftritt von Jimi Hendrix.

At the Hop
Sha Na Na
Amazon Werbelink Aus dem Album Grease For Peace: The Best of Sha Na Na

Rock & Roll Is Here to Stay! / Sha Na Na
Amazon Werbelink Sha Na Na

Anmerkung: Sha Na Na (auch: Sha-Na-Na) ist eine Rock-’n’-Roll-Band aus New York, die auf bisweilen komödiantische Art Coverversionen von Musikstücken aus den 1950ern interpretiert. Insgesamt veröffentlichte Sha-Na-Na über 25 Musikalben.

Nummer: 12
Interpret: Joe Cocker and the Grease Band
Titel: With a Little Help from My Friends

Wikipedia Infolink: Joe Cocker
Amazon Werbelink (Musik-CDs & Vinyl): With a Little Help from My Friends
Amazon Werbelink (MP3-Download): With a Little Help from My Friends

Der große Durchbruch gelang Joe Cocker Ende 1968 mit einer Coverversion des Beatles-Liedes With a Little Help from My Friends, Platz 1 im Vereinigten Königreich, in Deutschland Rang 3.

Im August 1969 eröffnete Joe Cocker den dritten Tag des Woodstock-Festivals. Seine gefühlvoll zappelnde und zuckende Bühnengestik, die er vor dem Mikrofon pflegte, wurde von da an sein Markenzeichen. Während des Gitarrensolos von With a Little Help from My Friends bildete er die Musik unbewusst mit bloßen Händen nach und prägte so die Bewegungsformen der Luftgitarre.

With A Little Help From My Friends
The Beatles
Aus dem Album Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band
Amazon Werbelink (MP3-Download) The Beatles
Amazon Werbelink Joe Cocker

Live at Woodstock 1994 by Joe Cocker
Import
Joe Cocker
Amazon Werbelink Live at Woodstock 1994 by Joe Cocker

Anmerkung: With a Little Help from My Friends(englisch Mit etwas Hilfe von meinen Freunden) ist ein Lied der britischen Rockband (Amazon Werbelink:) The Beatles. Der zweite Titel auf der LP Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Bandwurde am 29. und 30. März 1967 in den Abbey Road Studios aufgenommen. Die John Lennon / Paul McCartneyKomposition wurde von Ringo Starr gesungen.

Ringo Starrs relativ geringem Stimmumfang wurde in diesem Stück auf besondere Art Rechnung getragen, da das Lied aus nur fünf direkt nebeneinander liegenden Tönen besteht. Einzige Ausnahme ist der sechste Ton am Ende des Liedes.

Das im Oktober 2010 veröffentlichte Album von Joe Cocker Hard Knocks erreichte auf Anhieb die Spitze der deutschen Charts. Am 2. Februar 2013 erhielt Joe Cocker die Goldene Kamera für sein Lebenswerk. Joe Cocker starb in der Nacht auf den 22. Dezember 2014 in seinem Haus auf der „Mad Dog Ranch“ in Crawford, Colorado an Lungenkrebs.

Joe Cocker hatte 1968 einen Nummer-eins-Hit damit, berühmt ist auch seine Live-Version vom Woodstock-Festival 1969. Cockers Version diente auch als Titelstück für die erfolgreiche Fernsehserie Wunderbare Jahre.

Nummer: 13
Interpret: Festivalbesucher
Titel: Crowd Rain Chant

Nummer: 14
Interpret: Country Joe and the Fish
Titel: Rock and Soul Music **

Wikipedia Infolink: Country Joe and the Fish
Amazon Werbelink (Musik-CDs & Vinyl): Rock and Soul Music
Amazon Werbelink (MP3-Download): Country Joe and the Fish

Ihren bekanntesten Auftritt hatte Country Joe and the Fish beim legendären Woodstock-Festival 1969. Den größten kommerziellen Erfolg hatte die Band mit dem Anti-Kriegs-Lied I-Feel-Like-I’m-Fixin’-to-Die Rag von ihrem zweiten Album.

Und der Fuck Cheer als Einleitung wurde zur Legende: „Gimme an F, gimme a U, gimme a C, gimme a K, what’s that spell: Fuck!“ (Gebt mir ein „F“, gebt mir ein „U“, gebt mir ein „C“, gebt mir ein „K“, was ergibt das: „Fuck“!)

The Fish Cheer / I-Feel-Like-I’m-Fixin’-To Die Rag
Country Joe And The Fish
Aus dem Album I-Feel-Like-I’m-Fixin’-To-Die

Nummer: 15
Interpret: Arlo Guthrie
Titel: Coming into Los Angeles

Wikipedia Infolink: Arlo Guthrie
Amazon Werbelink (Musik-CDs & Vinyl): Coming into Los Angeles
Amazon Werbelink Judy Blue Eyes
Amazon Werbelink (MP3-Download): Arlo Guthrie

Mit 20 Jahren tourte Arlo Guthrie bereits in Übersee und 1969 trat er beim Woodstock-Festival auf. Dort trug er seine Fassung von Amazing Grace und Bob Dylans Walking Down the Line vor.

Mit dem Ausruf „The New York State Thruway is closed, man!“ im Anschluss an Coming into Los Angeles löste Arlo Guthrie Jubel im Publikum aus; aufgrund des großen Andrangs war es auf einem wichtigen Interstate Highway zu einem Verkehrschaos gekommen.

Coming into Los Angeles
(Taking Woodstock – Original Motion Picture Soundtrack) [Live]
Arlo Guthrie
Amazon Werbelink Aus dem Album Taking Woodstock [Original Motion Picture Soundtrack]

Nummer: 16
Interpret: Crosby, Stills, Nash and Young
Titel: Suite: Judy Blue Eyes

Wikipedia: Crosby, Stills and Nash
Amazon Werbelink Judy Blue Eyes
Amazon Werbelink (Musik-CDs & Vinyl): Crosby, Stills, Nash and Young

Nummer: 17
Interpret: Ten Years After
Titel: I am Going Home

Wikipedia Infolink: Ten Years After
Amazon Werbelink (Musik-CDs & Vinyl): Ten Years After
Amazon Werbelink (MP3-Download): I am Going Home

Ihr zweites Album Undead enthielt I’m Going Home, das seinerzeit bekannteste Stück der Band Ten Years After. Es folgte Stonedhenge, das in England ein Hit war, und der vielbeachtete Auftritt der Band 1969 beim Woodstock-Festival:

Gegen 20:00 Uhr begann der 90-minütige Auftritt der Band, die ziemlich rastlos nach einem Konzert mit Nina Simone aus St. Louis angereist war. Da der Regen die Luftfeuchtigkeit verändert hatte, musste die Band während ihres ersten Songs Good Morning Little School Girl nach ca. einer Minute abbrechen, um die Gitarren erneut stimmen zu können.

Nach dem regulären Set folgte die Zugabe I’m going home,während derer Alvin Lee fast zehn Minuten lang sein Instrument bearbeitete.

Dies war der einzige Song ihres Auftritts, der von der Filmcrew aufgenommen wurde. Sie hatte mit drei Kameras begonnen zu filmen, von denen allerdings bei einer während des Auftritts der Film am Ende angelangt war.

Für die Dreifach-Splitscreen-Version des Films wurde deshalb gegen Ende das gespiegelte Filmmaterial der rechten Kamera benutzt, um die Lücke zu füllen.

I’m Going Home (Live)
Ten Years After
Amazon Werbelink Aus dem Album The Best of Ten Years After

Nummer: 18
Interpret: Jefferson Airplane
Titel: Saturday Afternoon/Won’t You Try **

Wikipedia Infolink: Jefferson Airplane
Amazon Werbelink (Musik-CDs & Vinyl): Jefferson Airplane
Amazon Werbelink (MP3-Download): Jefferson Airplane

Volunteers (1969): Die Hippie-Bewegung mit ihrer Sehnsucht nach dem einfachen Leben und ländlichen Musizierformen ist darauf genauso vertreten wie der jugendliche Protest gegen den Vietnamkrieg (im Titelsong des Albums).

Aus diesem Grunde trat die Band Jefferson Airplane auch beim Woodstock-Festival auf, wo sie am Morgen des 17. August 1969 den durch regenbedingte Wartepausen lang gewordenen zweiten Tag des Festivals beendete.

Slick Aguilar kündigte an, dass nun Jefferson Airplane ein wenig „morning maniac music“ spielen wolle und erwähnte dabei nur ihren Pianisten Nicky Hopkins namentlich. Dazu gehörte auch der Song Volunteers.

Volunteers
Remastered
Jefferson Airplane
Format: Audio CD
Amazon Werbelink Volunteers / Jefferson Airplane

Nummer: 19
Interpret: Jefferson Airplane
Titel: Uncle Sams Blues **

Wikipedia Infolink: Jefferson Airplane
Amazon Werbelink (Musik-CDs & Vinyl): Jefferson Airplane
Amazon Werbelink (MP3-Download): Uncle Sams Blues

Nummer: 20
Interpret: John Sebastian
Titel: Younger Generation

Wikipedia Infolink: John Sebastian
Amazon Werbelink (Musik-CDs & Vinyl): John Sebastian
Amazon Werbelink (MP3-Download): John Sebastian

1969 trat John Sebastian beim Woodstock-Festival auf, obwohl er nicht eingeladen war. Er war von Wavy Gravy hinter der Bühne entdeckt worden. Sebastian trug wilde Bindebatik-Kleidung und stand der Legende nach dermaßen unter Drogeneinfluss, dass er nicht in der Lage war, die Aufforderung abzulehnen.

Zu Beginn seines Vortrags wies John B. Sebastian das Publikum an, „einfach jeden um sich herum zu lieben und auf dem Heimweg etwas Müll mitzunehmen“.

Sein kurzer Auftritt mit einer Art Rap, der infolge seines psychedelischen Zustands beinahe einer Parodie einer Hippie-Unterhaltung gleichkam, wurde von der Menge begeistert aufgenommen.

Nummer: 21
Interpret: Country Joe McDonald
Titel: I-Feel-Like-I’m-Fixin’-to-Die Rag

Wikipedia Infolink: Country Joe McDonald
Amazon Werbelink (Musik-CDs & Vinyl): Country Joe McDonald
Amazon Werbelink (MP3-Download): Country Joe McDonald

1965 gründete er die Gruppe Country Joe and the Fish, und er wurde bekannt durch seinen Auftritt auf dem Woodstock-Festival mit dem Fish Cheer und dem I-Feel-Like-I’m-Fixin’-to-Die Rag:

1965, zeitgleich mit der ersten Entsendung von regulären amerikanischen Kampftruppen nach Vietnam, schrieb und veröffentlichte McDonald den I-Feel-Like-I’m-Fixin’-to-Die Rag, der ihn später berühmt machen sollte.

Im gleichen Jahr gründete McDonald mit Barry Melton die Gruppe Country Joe and the Fish und brachte Anfang 1967 das Debütalbum Electric Music for the Mind and Body heraus.

Das Album war stark psychedelisch geprägt von elektrischer Gitarre und Keyboard, romantische Liebeslieder und Folk wurden vermischt mit dem Protest gegen den Vietnamkrieg.

Dem Debütalbum, das sich in den amerikanischen Top 40 platzierte, folgte bereits im gleichen Jahr das zweite Album I-Feel-Like-I’m-Fixin’-to-Die. Neben dem Fish Cheer und dem anschließenden berühmten Titelsong waren viele Stücke wesentlich balladenhafter, mit der Stimme von McDonald und seiner akustische Gitarre, so zum Beispiel der Titel Janis, der seiner vergangenen Beziehung mit Janis Joplin gewidmet war.

Die Gruppe Country Joe and the Fish  wurde mit ihren politisch motivierten Rocksongs populär, bevor sie 1969 auf dem legendären Woodstock-Festival auftraten, wobei McDonald dort auch als Solo-Akt mit seinem Song, I-Feel-Like-I’m-Fixin’-to-Die Rag, zu sehen war, der durch den Fuck Cheer eingeleitet wurde, und der sowohl ihn als auch die Gruppe weltbekannt machte.

Nummer: 22
Interpret: Santana
Titel: Soul Sacrifice

Wikipedia Infolink: Santana (Band)
Amazon Werbelink Santana
Amazon Werbelink (Musik-CDs & Vinyl): Soul Sacrifice / Santana
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Die Band Santana wurde 1966 in San Francisco gegründet, zur ersten Formation gehörten Tom Frazier (Gitarre), Mike Carabello (Perkussion), Rod Harper (Schlagzeug), Gus Rodriguez (Bassgitarre) und Gregg Rolie (Orgel, Gesang).

In den Folgejahren hat sich die Zusammensetzung der Gruppe Santana sehr häufig und grundlegend verändert. Mit dem Song Soul Sacrifice traten sie 1969, kurz nach ihrem ersten Album, beim Woodstock-Festival auf und führten dieses zu einem der ersten musikalischen Höhepunkte.

Santana (2 CD Woodstock Experience Edition) by Santana (2009)
Audio CD Import
Santana
Amazon Werbelink Santana Woodstock Experience Edition

Santana: Woodstock Saturday August 16, 1969 [Winyl]
LP
Santana
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Santana – On the Road to Woodstock
Digipack
2 CD
Santana
Amazon Werbelink Santana – On the Road to Woodstock

Soul Sacrifice
(Live at The Woodstock Music & Art Fair, August 16, 1969)
Santana
Aus dem Album Santana (Legacy Edition) [Clean]
Amazon Werbelink (aus dem Album) Soul Sacrifice

Jingo
(Live at The Woodstock Music & Art Fair, August 16, 1969)
Santana
Aus dem Album Santana (Legacy Edition) [Clean]
Amazon Werbelink (aus dem Album) Soul Sacrifice / Jingo

Evil Ways
Santana
16. August 2019
Amazon Werbelink Evil Ways / Santana

Anmerkung: (Amazon Werbelink: Santana ist das Debütalbum der Latin-Rock-Band Santana aus San Francisco. Es wurde im August 1969 kurz nach dem Auftritt der Band beim Woodstock-Festival bei Columbia Records veröffentlicht.

Der Auftritt der Band Santana in Woodstock gehörte zu den Eregendsten des Festivals. So befinden sich auf dem Album zum großen Teil improvisiert wirkende Instrumentalstücke aus dem damaligen Liveprogramm der Band, sowie zwei Coverversionen, Jingo und Evil Ways, die beide zur Single-Veröffentlichung ausgewählt wurden. Auf dem Album ist bereits der für Santana typische perkussionslastige, von Rockgitarre und Orgelklängen geprägte Latin Rock zu hören.

Das Cover, das in Form eines Vexierbildes einen Löwenkopf zeigt, dessen Gesicht aus Menschenköpfen und -körpern gebildet wird, hatte Lee Conklin 1968 ursprünglich für eine Konzertveranstaltung im Fillmore West geschaffen, bei der Santana neben u. a. Grateful Dead auftraten. Nach einer Anfrage Carlos Santanas wurde es als Albumcover verwendet.

Nummer: 23
Interpret: Sly & the Family Stone
Titel: I Want to Take You Higher

Wikipedia Infolink: Sly & the Family Stone
Amazon Werbelink (Musik-CDs & Vinyl): Sly & the Family Stone
Amazon Werbelink (MP3-Download): I Want to Take You Higher

Sly & the Family Stone wurde zur gefragten Liveband und trat beim Woodstock-Festival auf. Dieses Konzert gilt als eines der besten des legendären Hippie-Festivals. Als Nächstes erschien die Single Hot Fun in the Summertime, die 1969 Platz 2 der US-Pop- und Platz 3 der R&B-Charts erklomm.

Live at Woodstock Sunday August 17, 1969 (Rsd 2019)
Geäzt (Etched)
Sly & the Family Stone
Format: Vinyl
Amazon Werbelink: Live at Woodstock Sunday August 17, 1969

Sly & the Family Stone: the Woodstock Experien
Limited Edition
Sly & The Family Stone
Format: 2 Audio CD
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Limited Edition

Stand! (2 CD Woodstock Experience Edition) by Sly & The Family Stone (2009) Audio CD Import
Sly & The Family Stone (Künstler)
Format: Audio CD
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The Woodstock Generation-Essential Collection
Compilation
Sly & the Family Stone
Format: Audio CD
Amazon Werbelink: The Woodstock Generation-Essential Collection

Thank You und die zugehörige B-Seite Everybody Is a Star, schafften es mit ihren Inhalten 1969 und 1970 auf Platz eins der Pop- und R&B-Charts. Das dazugehörende Greatest-Hits-Album landete auf Platz 2.

Die Band wurde 1993 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.  Der Rolling Stone listete die Band auf Rang 43 der 100 größten Musiker aller Zeiten.

Nummer: 24
Interpret: Janis Joplin
Titel: Work me, Lord **

Wikipedia Infolink: Janis Joplin
Amazon Werbelink (Musik-CDs & Vinyl): Work Me, Lord
Amazon Werbelink: Janis Joplin

Die Band hatte ihren bekanntesten Auftritt im Jahre 1969 beim Woodstock-Festival. Joplin war bei diesem Auftritt stark alkoholisiert, wirkte aufgeschwemmt, verbraucht und ihre Stimme brach oft.

Ihre Plattenfirma verweigerte aus diesem Grund anfänglich die Erlaubnis, diesen Auftritt filmisch in der Dokumentation Woodstock zu zeigen.

Allerdings machte Janis Lyn Joplin eine Bemerkung über die Hippiebewegung, die später oft zitiert wurde: „Früher waren wir nur wenige, jetzt gibt es Massen und Massen und Massen von uns.“

Die Aufnahmen des Woodstockauftritts wurden teilweise erst auf Box of Pearls (1999 bei Sony) bzw. vorher größtenteils 1993 auf einer posthumen CD durch die Firma ITM veröffentlicht.

Neben Jimi Hendrix und Jim Morrison war Janis Joplin eine der zentralen Symbolfiguren der Hippiezeit und der Hippiekultur. Alle drei prägten einen Lebensstil, der im Nachhinein durch „Sex, Drugs and Rock’n’Roll“ und „Live fast, love hard, die young“ gekennzeichnet wurde.

In San Francisco hatte Janis Joplin eine Beziehung mit Country Joe McDonald, der ihr später das Lied Janis widmete. Leonard Cohen schrieb über sie das Lied Chelsea Hotel No. 2.

Aufgrund ihres frühen Todes wird Janis Joplin wie andere einflussreiche Musiker, darunter Hendrix und Morrison, zum „Klub 27“ gezählt.

Der Rolling Stone listete Janis Joplin auf Rang 46 der 100 größten Musiker aller Zeiten sowie auf Rang 28 der 100 besten Sänger aller Zeiten.

Nummer: 25
Interpret: Jimi Hendrix
Titel: Voodoo Child (Slight Return) **

Wikipedia Infolink: Jimi Hendrix
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Amazon Werbelink Voodoo Child, Auswahl

Mit seinen Bands – unter anderem The Jimi Hendrix Experience und Gypsy Sun & Rainbows – hatte Jimi Hendrix Auftritte auf den populärsten Musikfestivals seiner Zeit, so 1967 beim Monterey Pop Festival, 1969 beim Woodstock-Festival und 1970 auf der Isle of Wight.

Im Sommer 1969 stellte Jimi Hendrix für das Woodstock-Festival eine neue Band zusammen. Diese nannte er Gypsy Sun & Rainbows – zugehörig waren Mitch Mitchell am Schlagzeug, sein alter Armee-Freund Billy Cox am Bass, Larry Lee an der Rhythmusgitarre und zwei Perkussionisten.

Witterungsbedingt verzögerte sich der Auftritt der Band, die Musiker traten erst am frühen Montagmorgen des 18. August 1969 auf, als das Festival eigentlich schon hätte vorbei sein sollen.

Von den ursprünglich mehr als 400.000 Besuchern waren zu diesem Zeitpunkt noch rund 25.000 anwesend.

Bei diesem Auftritt präsentierte Hendrix eine verzerrte, dröhnende, an Bomber- und Maschinengewehrsalven erinnernde, und auch aus diesem Grund schnell weltbekannte Interpretation der US-amerikanischen Nationalhymne The Star-Spangled Banner.

Durch seine Spieltechnik mit exzessiver Benutzung des Tremolohebels der Gitarre und den Einsatz von Effekten (vor allem Wah-Wah und Fuzz-Face) verfremdete er die Hymne und nahm damit in der öffentlichen Wahrnehmung nahezu ausnahmslos auf akustische Weise Stellung zum in den USA ständig präsenten US-Kriegsführung in Vietnam. Allerdings widersprach Hendrix später in der Talkshow von Dick Cavett dieser Interpretation.

Hey Joe war die erste Single von Jimi Hendrix und wurde zu dessen Erkennungsmelodie. Er präsentierte sie auch am 18. August 1969 als Zugabe und letztes Stück des Woodstock-Festivals.

Nach dem Woodstock-Auftritt gab die Jimi Hendrix Experience noch zwei Konzerte und löste sich dann auf.

Nummer: 26
Interpret: Jimi Hendrix
Titel: The Star-spangled Banner

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Nummer: 27
Interpret: Jimi Hendrix
Titel: Purple Haze & Instrumental Solo

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Nummer: 28
Interpret: Crosby, Stills, Nash and Young
Titel: Woodstock

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Anmerkung: *) Vorspann bzw. Abspann (kein Bühnenauftritt)
**) nicht in der Originalfassung, sondern nur im Directors Cut enthalten
.

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50 Jahre Woodstock

Auftrittszeiten

Freitag, 15. August 1969

Nach dem Plan von Veranstalter Michael Lang stand der erste Festivaltag ganz im Zeichen von Folk- und Countrymusik.

Um 17:07 Uhr eröffnete der bis dahin recht unbekannte Folk-Musiker Richie Havens das Festival. Er sprang für Sweetwaterein, die noch nicht eingetroffen waren. Havens erhielt viel Beifall und spielte einige Zugaben, bis sein Songrepertoire erschöpft war.

Anschließend improvisierte Richie Havens eine Version des Spirituals Motherless Child („Kind ohne Mutter“), dem er eine Strophe mit dem ständig wiederholten Ruf Freedom („Freiheit“) hinzufügte. Der Song wurde ein internationaler Hit.

Inzwischen waren Sweetwater per Hubschrauber zusammen mit Swami Satchidananda eingeflogen worden. Sie hielten Woodstock für ein weiteres simples Festival und waren von der Menschenmenge überrascht. Ihre Instrumente waren bereits vor Richie Havens Auftritt aufgebaut worden, jedoch hatte nie ein Soundcheck stattgefunden.

Nach der Eröffnungsrede von Swami Satchidananda spielten sie ihr 45-minütiges Set und waren mit ihrem Auftritt sehr unzufrieden. Anschließend begann es zu regnen, und Bert Sommer hatte seinen Auftritt zusammen mit seinem Studiogitarristen Ira Stone. Sie spielten zehn Lieder, darunter den Jennifer Warnes gewidmeten Song Jennifer und das Simon-&-Garfunkel-Cover America.

Mit dem Einbruch der Dämmerung folgte der Auftritt von Tim Hardin, der zu dieser Zeit in Woodstock lebte und dessen Karriere sich bereits dem Ende zuzuneigen schien. Er und seine Band spielten Songs wie Misty Roses und If I Were a Carpenter. Bei letzterem brach an mehreren Stellen seine Stimme, was wahrscheinlich am starken Drogeneinfluss lag.

Anschließend kam der indische Sitarspieler Ravi Shankar auf die Bühne, der vor Woodstock bereits beim Monterey Pop Festival aufgetreten war. Woodstock war das letzte Konzert des Mentors von George Harrison auf Festivals dieser Art.

Ravi Shankar missbilligte den offenen Drogenkonsum der Hippies und ihre Einstellung gegenüber Indien, die sich z. B. in Kamasutra-Partys mit Haschisch ausdrückte, immer stärker. Gegen 22:30 Uhr sah er sich genötigt, den Auftritt wegen des Einsetzens starken Regens abzubrechen.

Nach Ravi Shankar hätte gemäß dem Spielplan des Stagemanagers John Morris die Incredible String Band auftreten sollen. Diese weigerte sich aber im Regen aufzutreten und so wurde der Auftritt auf den nächsten Tag verschoben.

An ihrer Stelle trat die 22-jährige Folk-Sängerin Melanie auf, die nach eigener Aussage den Eindruck hatte, dass sie anscheinend die einzige war, die nicht unter Drogeneinfluss stand. Sie kannte zwar alle Künstler aus den Medien, hatte aber keinen davon jemals aus der Nähe gesehen. Nicht nur deshalb trat sie mit starkem Lampenfieber auf.

Melanie spielte ihre beiden Lieder Beautiful People und Birthday of the Sun, während das Publikum in der Dunkelheit Kerzen, die zuvor ausgeteilt worden waren, im Takt der Musik bewegte. Diesen Moment hielt sie später im Lied Lay Down (Candles in the Rain) („Kerzen im Regen“) fest, das im folgenden Jahr bis auf Platz vier der US-amerikanischen Charts kam.

Danach trat der ebenfalls aus dem Folk-Bereich stammende Künstler Arlo Guthrie, der Sohn von Woody Guthrie, auf. Er spielte Bob Dylans Walking Down the LineAmazing Grace und seinen Song Coming into Los Angeles, bei dem er kurz von einer Ansage durch Jerry García unterbrochen wurde.

Der Auftritt des offensichtlich auch unter Drogeneinfluss stehenden Arlo Guthrie enthielt unter anderem auch einen Monolog über etwas, das mit einem Pharao zu tun hatte, wie sich ein Zuschauer erinnert. Außerdem prägte er mit seinem Statement „New York State Thruway is Closed, Man“ einen der wichtigen Sätze des Festivals.

Höhepunkt und Headliner des ersten Abends war Joan Baez. Die schwangere Sängerin nutzte die Gelegenheit, um dem Publikum von ihrem inhaftierten Ehemann David Harris zu erzählen und den Song Joe Hill zu präsentieren.

Anschließend legte  Joan Baez ihre Gitarre beiseite und sang Swing Low, Sweet Chariot. Als sie ihren Auftritt mit We Shall Overcome beendete, begann ein Wärmegewitter, bei dem innerhalb von ungefähr drei Stunden über 120 mm Niederschlag fiel.

Richie Havens, 17:07–18:00 Uhr
Richard Pierce „Richie“ Havens (* 21. Januar 1941 in Brooklyn, New York City; † 22. April 2013 in Jersey City, New Jersey) war ein US-amerikanischer Folk-Sänger und -Gitarrist.

Ab Ende der 1970er Jahre wurden die Neuerscheinungen unregelmäßiger. In dieser Zeit begann Richie Havens auch seinen anderen künstlerischen Begabungen mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Einen weiteren markanten Punkt seiner Karriere erlebte er im Jahr 1993, als er bei der Amtseinführung des US-Präsidenten Bill Clinton auftrat. Amazon Werbelink Richie Havens

Swami Satchidananda, 18:10–18:20 Uhr
Swami Satchidananda hielt die Eröffnungsrede. Swami Satchidananda (Geburtsname C. K. Ramaswamy Gounder, * 22. Dezember 1914 in Chettipalayam, Tamil Nadu, Indien; † 19. August 2002 im Bundesstaat Tamil Nadu) war ein indischer spiritueller Lehrer und Yogi, der vor allem in den USA wirkte und einige Buchtitel veröffentlichte. Amazon Werbelink Swami Satchidananda

Sweetwater, 18:30–19:10 Uhr
Sweetwater ist eine amerikanische Rockband. Bekannt wurde Sweetwater endgültig durch ihren Auftritt beim Woodstock-Festival am 15. August 1969. Sweetwater war nach drei Solokünstlern die erste Band bei Woodstock. Ursprünglich hätten sie als Opener fungieren sollen, blieben jedoch, wie viele andere auch, im Verkehr stecken und mussten per Helikopter eingeflogen werden.

Da zwar die Instrumente bereits aufgebaut waren, es aber keinen Soundcheck gegeben hatte, war die Band Sweetwater  mit ihrem 45-minütigen Auftritt sehr unzufrieden. 1994 kam es im Zuge des Woodstock II-Konzertes zu einer Reunion der Band. Neben den Gründungsmitgliedern stießen Schlagzeuger Mike Williams und Gitarrist Joe Bruley zur Band. Amazon Werbelink Sweetwater

Bert Sommer, 19:20–20:15 Uhr
Bert Sommer (* 7. Februar 1949; † 23. Juli 1990 in Albany, New York) war ein US-amerikanischer Musiker, Songwriter und Schauspieler. Als Schauspieler spielte Sommer für das Broadway-Musical Hair. Zudem hatte er eine Rolle im Film Ironweed.

Bekannt wurde Bert Sommer durch einen Auftritt beim Woodstock-Festival am 15. August 1969, bei dem er von seinem Studiogitarristen Ira Stone begleitet wurde. Sie spielten 10 Lieder, darunter das Simon & Garfunkel-Cover America und Jennifer. Letzteres hatte Bert Sommer über Jennifer Warnes geschrieben, die er von Hair aus Los Angeles kannte. Amazon Werbelink Bert Sommer

Tim Hardin, 21:20–21:45 Uhr
Tim Hardin (* 23. Dezember 1941 in Eugene, Oregon, USA; † 29. Dezember 1980 in Los Angeles) war ein US-amerikanischer Folk- und Bluesrock-Musiker. Mitgenommen durch seinen Heroinkonsum, mit dem er schon früh in seiner Karriere begann, wurden Tim Hardin Alben Ende der 1960er Jahre unbeständig und seine kommerziellen Chancen schwanden.

Obwohl Tim Hardin es schaffte, 1969 auf dem Woodstock-Festival aufzutreten. Aufgrund häufiger Probleme mit Drogen, seines schlechten Gesundheitszustandes und mangels neuen Materials stellte Tim Hardin nach Nine 1973 kein neues Album mehr fertig. Amazon Werbelink Tim Hardin

Ravi Shankar, 22:00–22:35 Uhr
Sein Auftritt erfolgte im Regen. Ravi Shankar (* 7. April 1920 in Varanasi; † 11. Dezember 2012 in San Diego; bürgerlicher Name Robindro Shaunkor Chowdhury) war ein indischer Musiker und Komponist, der das Zupfinstrument Sitar spielte.

Im Jahr 1956 begann Ravi Shankar Europa und Amerika auf Konzerttourneen zu bereisen und steigerte dort das Ansehen klassischer indischer Musik in den 1960er Jahren durch Lehre, Auftritte und durch den Kontakt zum Violinisten Yehudi Menuhin und zu George Harrison von den Beatles. Ravi Shankar beschäftigte sich mit westlicher Musik, indem er Instrumentalkonzerte für Sitar und Orchester schrieb, und tourte weltweit in den 1970er und 1980er Jahren. Amazon Werbelink Ravi Shankar

Melanie, 22:50–23:20 Uhr
Melanie Anne Safka-Schekeryk (* 3. Februar 1947 in Astoria, New York als Melanie Anne Safka) ist eine US-amerikanische Sängerin und Songwriterin. Bekannt wurde sie als junge Sängerin unter dem Künstlernamen Melanie besonders durch ihren Auftritt beim Woodstock-Festival 1969.

Die damals 22-jährige Melanie hatte nach eigener Aussage den Eindruck, dass sie in Woodstock offenbar die Einzige war, die nicht unter Drogeneinfluss stand. Sie kannte zwar alle Künstler aus den Medien, hatte aber keinen davon jemals aus der Nähe gesehen. Nicht nur deshalb trat sie mit starkem Lampenfieber auf.

Melanie spielte ihre beiden Lieder Beautiful People und Birthday of the Sun, während das Publikum in der Dunkelheit Kerzen im Takt der Musik bewegte, die zuvor ausgeteilt worden waren. Diesen Moment hielt sie später im Lied Lay Down (Candles in the Rain) (deutsch: Kerzen im Regen) fest. Amazon Werbelink Melanie

Lay Down schaffte es im folgenden Jahr und mit Chorbegleitung der Edwin Hawkins Singers bis auf Platz 6 der US-amerikanischen Charts und war auch in Europa sehr erfolgreich war. Amazon Werbelink Edwin Hawkins Singers

Weltweit das erfolgreichste Lied von Melanie wurde What Have They Done to My Song, Ma, das in Deutschland in der Originalversion, aber auch in der deutschen Variante von Daliah Lavi bekannt ist: „Wer hat mein Lied so zerstört, Ma?“. Amazon Werbelink Daliah Lavi

Arlo Guthrie, 23:55–00:30 Uhr
Arlo Guthrie (* 10. Juli 1947 in Coney Island, Brooklyn, New York) ist ein US-amerikanischer Folk-Musiker. Zum 40. Jahrestag des Woodstock-Konzerts von 1969 gab Arlo Guthrie der New York Times ein Interview, in dem er unter anderem enthüllte, dass Arlo Guthrie vor Jahren Mitglied der Republikanischen Partei geworden war. Amazon Werbelink Arlo Guthrie

Joan Baez, 00:55–02:00 Uhr
Joan Baez (* 9. Januar 1941 als Joan Chandos Báez in Staten Island, New York City) ist eine US-amerikanische Folk-Sängerin und -Gitarristin, Bürgerrechtlerin und Pazifistin, die ab Ende der 1950er Jahre vor allem durch ihre klare Gesangsstimme und ihr politisches Engagement gegen den Vietnamkrieg und die Rassentrennung bekannt geworden ist. Amazon Werbelink Joan Baez

50 Jahre Woodstock

Samstag bis Sonntag morgen
Samstag, 16. August 1969

Die folgenden beiden Festivaltage wurden von Rockmusik geprägt. Das erste Konzert am Samstag begann um 12:15 Uhr mit einem 40-minütigen Auftritt der relativ unbekannten Band The Quill. Der Auftritt erschien nicht im Woodstock-Film, da die Aufnahme der Tonspur nicht mit dem Film synchronisiert war.

Es folgte ein spontaner Auftritt von Country Joe McDonald, der an diesem Tage als Zuschauer gekommen war und erst am Folgetag mit seiner Band Country Joe and the Fish auftreten sollte. Er zeigte sich über die Menschenmasse ziemlich überrascht.

Nachdem Country Joe McDonald den Organisatoren gesagt hatte, dass er keine Gitarre dabei habe, besorgte man ihm eine Yamaha FG 150 und schickte ihn damit auf die Bühne.

Country Joe McDonald stellte während der ersten vier Lieder fest, dass ihm die Menge nicht zuhörte. Daraufhin reagierte er mit einer öffentlichen F-Stimmprobe. Dazu rief er dem Publikum zu: „Gimme an F“ (gebt mir ein „F“), woraufhin sämtliche Unterhaltungen verstummten und die Menge ihm ein lautes „F“ entgegenschrie.

Als er mit den restlichen Buchstaben „U“, „C“ und „K“ fertig war, fragte er mehrfach: „What’s that spell?“ Anschließend spielte er seinen Hit I-Feel-Like-I’m-Fixin’-to-Die Rag und beendete so seinen Auftritt erfolgreich.

Santana, die als Nächstes die Bühne erklommen, hatten gerade ihr erstes Album aufgenommen. Obwohl die Menge im Chor „No Rain“ („kein Regen“) rief und, um dies zu untermauern, auf diverse Objekte klopfte, gehörte der Auftritt mit dem Song Soul Sacrificeund dem energetischen Schlagzeugsolo des erst 20-jährigen Drummers Michael Shrieve zu den Höhepunkten des Festivals.

Die Bühnenmannschaft hatte zudem Lattenreste verteilt, die die Fans im Takt zu diesem Song gegeneinander schlugen. Das bald nach dem Festival erschienene Debütalbum der Band Santana schaffte es hauptsächlich wegen des 45-minütigen Festival-Auftrittes in die Top 5 der Albumcharts in den USA.

Der folgende Auftritt von John Sebastian war improvisiert. Sebastian wurde zuvor von Wavy Gravy hinter der Bühne entdeckt, obwohl er überhaupt nicht für das Festival gebucht worden war. Sebastian trug wilde Bindebatik-Kleidung und stand laut eigener Aussage so unter Drogeneinfluss, dass er nicht in der Lage war, die Aufforderung abzulehnen.

Als John Sebastian die Bühne nur mit einer akustischen Gitarre ausgestattet betrat, bat er das Publikum: „Liebt einfach jeden Menschen neben euch und nehmt auf dem Rückweg etwas Müll mit.“ Sein kurzer Auftritt mit einer Art Rap, der infolge seines psychedelischen Zustands beinahe eine Parodie einer Hippie-Unterhaltung darstellte, wurde von der Menge begeistert aufgenommen.

Als John Sebastian plötzlich Textaussetzer hatte, hörte er auf, Gitarre zu spielen, und rief der riesigen Menschenmenge „Help me!“ zu. Das Publikum entsprach seinem Wunsch, sodass er sein Stück korrekt beenden konnte.

Es folgte die Keef Hartley Band, die sich gerade in ihrem Wandel zum Jazz-Rock befand. Abgesehen von ihrem wie immer in Indianerkleidung auftretenden Schlagzeuger Keef Hartley war es für die gesamte britische Band der erste Auftritt in den USA.

Da die Keef Hartley Band weder im Film noch auf der Schallplatte zu hören ist, gelang es Keef Hartley erst 2004, durch einen Fan eine Aufnahme des Konzertes zu erhalten.

Anschließend fand der vom Vortag verlegte Auftritt der Incredible String Band statt. Sie hatte nach eigenen Angaben den Auftritt am Freitag abgesagt, da sie für sämtliche Instrumente elektrische Verstärker benutzte, was im Regen zu gefährlich war.

Das Publikum war nach Santana auf „harte Musik“ eingestellt und bekam mit der String Band stattdessen Psychedelic Folk in glühendheißer Sonne. Die Begeisterung hielt sich in Grenzen, und die Band wurde die einzige des Festivals, von der keine Zugabe verlangt wurde.

Dies führte dazu, dass der Auftritt weder in der ersten Version des Films noch der des Albums zu finden ist. Der Bandmanager Joe Boyd betrachtete die Verlegung des Auftritts deshalb als verpasste Gelegenheit.

Dem anschließenden Headliner-Auftritt der Blues-Formation Canned Heat war ein Streit zwischen dem Gitarristen Henry „Sunflower“ Vestine und dem Bassisten Larry „The Mole“ Taylor zwei Tage zuvor auf der Bühne des Fillmore West vorausgegangen, in dessen Folge Vestine die Band verlassen hatte.

Die Band Canned Heat sah sich genötigt, umgehend Harvey Mandel zu engagieren, um die Tournee fortsetzen zu können. Da sie nicht einmal in der Lage gewesen waren, zusammen zu proben, weigerte sich der damalige Schlagzeuger und spätere Bandleader Adolfo „Fito“ de la Parra zunächst, auf dem Festival aufzutreten, konnte dann aber überredet werden.

Die Band traf gleichzeitig mit den Roadies ein, denen es gelungen war, sich im LKW mit der Ausrüstung durch das Chaos zu bewegen, wobei sie für den Weg zwischen den Catskills und New York über 13 Stunden benötigten (normalerweise zwei bis drei Stunden).

Canned Heat spielte während des Sonnenuntergangs und wurde vom Publikum gefeiert wie kaum eine andere während des Festivals. Ihr Song Going Up the Country erreichte in dieser Woche die Spitze der amerikanischen Charts und wurde später zur inoffiziellen Hymne des Festivals.

Der nachfolgende Auftritt von Leslie Wests Band Mountain war erst der vierte gemeinsame Live-Auftritt der kurz zuvor gegründeten Band. Unzufrieden war Jerry García mit dem mehrstündigen Auftritt von Grateful Dead, der mit St. Stephen begann und bald von der Band wegen angeblicher Monitorprobleme auf der Bühne unterbrochen wurde.

Durch den Regen während des Auftritts soll die Band Canned Heat auch einige Stromstöße durch ihre elektrischen Instrumente erlitten haben. Rückblickend betrachtet waren auch viele Fans der Meinung, dass die Band zuvor bereits bessere Auftritte gehabt hatte. Da der Auftritt bewusst weder in den Film noch in das Album mit aufgenommen wurde, wussten viele Menschen lange Zeit überhaupt nichts davon.

Auch der nachfolgende Auftritt der Co-Headliner Creedence Clearwater Revival erschien weder im Film noch im ursprünglichen Album, da John Fogerty und die Plattenfirma Fantasy dies ablehnten. Fogerty betrachtete den Auftritt als zu schlecht, um veröffentlicht zu werden. Es war nur ein kleiner Teil des Publikums wach, und die Band hatte angeblich mit technischen Schwierigkeiten zu kämpfen.

Janis Joplin trat danach auf, aber auch ihr Auftritt wird von Fans als einer ihrer schlechtesten bewertet. Viele meinten, das Engagement der Band fehlte, wodurch Janis Joplin nicht in der Lage war, ihre gewohnte Explosivität auszuleben.

Ihre Stimme brach häufig. Allerdings machte Janis Joplin eine Bemerkung über die Hippiebewegung, die später oft zitiert wurde: „Früher waren wir nur wenige, jetzt gibt es Massen und Massen und Massen von uns.“ Der Auftritt wurde ebenfalls nicht veröffentlicht.

In den frühen Morgenstunden folgte dann der Auftritt von Sly & the Family Stone, der als einer der besten des Festivals und Höhepunkt von Sly Stones Karriere bezeichnet wird, obwohl er im Regen stattfand.

Um 5 Uhr morgens folgte die britische Band The Who. Deren Manager weigerte sich zuerst, die Band ohne Vorkasse auftreten zu lassen. Erst als Organisator Mike Lang drohte, diesen Umstand per Durchsage an die Menge zu verbreiten, konnte er von diesem Vorhaben abgebracht werden.

Ihr durch den späteren Film bekannt gewordener Auftritt enthielt einige Songs von ihrem im Juni erschienenen Doppelalbum The Who Tommy. Während des Auftritts der Band kam es zu gewalttätigen Szenen.

Der ohnehin als aggressiv geltende The-Who-Gitarrist Pete Townshend trat einem Kameramann ins Gesäß und stieß ihn anschließend von der Bühne. Nach Meinung Pete Townshends war der Kameramann dem Sänger Roger Daltrey zu nahe gekommen.

Außerdem schlug Pete Townshend dem bekannten linksradikalen Politaktivisten Abbie Hoffman mit der Gitarre auf den Kopf, als dieser eine Durchsage über die Gefangennahme von John Sinclair am Mikrofon machen wollte.

Pete Townshend sagte später, dass er bezüglich Sinclairs Gefangennahme eigentlich mit Hoffman einer Meinung war. Pete Townshend beendete den Auftritt mit dem rituellen Zertrümmern seiner Gitarre, die er anschließend ins Publikum warf.

Beendet wurde das Festival an diesem Tag, der durch die regenbedingten Wartezeiten sehr lang geworden war, durch Jefferson Airplane. Sie begannen kurz nach Sonnenaufgang zu spielen.

Sängerin Grace Slick kündigte an, dass die Band Jefferson Airplane ein wenig „Morning maniac music“ (etwa: „Musik für die Morgenverrückten“) spielen würde. Unter anderem wurde erstmals der Song Volunteers präsentiert, der sechs Monate später zusammen mit dem gleichnamigen Album erschien.

The Quill, 12:15–12:45 Uhr
Quill war eine US-amerikanische Rockband, die unter anderem 1969 auf dem Woodstock-Festival auftrat. Sie wurde von Jon und Dan Cole, zwei Liedermachern aus der Gegend von Boston, gegründet und löste sich 1970 auf. Amazon Werbelink The Quill

Country Joe McDonald, 13:00–13:30 Uhr
Country Joe McDonald hatte einen weiteren Gig mit The Fish. Country Joe McDonald (* 1. Januar 1942 in Washington, DC als Joseph McDonald) ist ein US-amerikanischer Folk- und Rocksänger, Gitarrist und Singer-Songwriter.

1965 gründete er die Gruppe Country Joe and the Fish, und er wurde bekannt durch seinen Auftritt auf dem Woodstock-Festival mit dem Fish Cheer und dem I-Feel-Like-I’m-Fixin’-to-Die Rag. Heute kann (Werbelink Amazon:) Country Joe McDonald auf eine über fünfzigjährige Musikerlaufbahn zurückblicken, in der er über 30 Musikalben herausbrachte und Hunderte von Songs schrieb. Amazon Werbelink Country Joe and the Fish

Santana, 14:00–14:45 Uhr
Santana, auch als Santana Blues Band bekannt, ist eine US-amerikanische Latin-Rock-Band. Gegründet wurde sie 1966 vom mexikanisch-amerikanischen Gitarristen und Sänger Carlos Santana in San Francisco. Santana ist eine in ihrer personellen Zusammensetzung sehr von Wechseln geprägte Gruppe und hat sich zusammen mit Carlos Santana um die Verbreitung des Latin Rock verdient gemacht. Drummer Michael Shrieve war der jüngste Musiker des Festivals. Amazon Werbelink Santana

John Sebastian, 15:30–15:55 Uhr
Ein ungeplanter Auftritt von John Sebastian. John B. Sebastian (* 17. März 1944 in Greenwich Village, New York) ist ein US-amerikanischer Rockmusiker und Songschreiber. Er ist Gründer der Rockband The Lovin’ Spoonful. Amazon Werbelink John Sebastian

Canned Heat, 19:30–20:30 Uhr
Canned Heat ist eine US-amerikanische Bluesrockband, deren Name von Tommy Johnsons klassischem Canned Heat Blues aus dem Jahre 1928 stammt. Amazon Werbelink Canned Heat

Keef Hartley Band, 16:45–17:30 Uhr
Die Keef Hartley Band war eine britische Rockband, die 1968 vom Schlagzeuger Keef Hartley gegründet wurde. Die Band wurde mit Jazzrock-Gruppen wie Colosseum, Chicago und Blood, Sweat & Tears verglichen. Im März 1969 kam das erste Album Halfbreed heraus.

Im selben Jahr trat die Keef Hartley Band auf dem Woodstock-Festival auf (am 2. Tag – Samstag- vor The Incredible String Band). Von ihrem Auftritt existieren weder Audio- noch Filmmitschnitte. Nur eine Tonbandaufnahme eines Fans mit Fragmenten einiger Stücke ist erhalten. Amazon Werbelink Keef Hartley Band

The Incredible String Band, 18:00–18:30 Uhr
The Incredible String Band, kurz ISB, ist eine britische Folkmusik-Band aus Glasgow. 1969 nahm die Band am Woodstock Festival teil, wurde aber weitgehend ignoriert. Amazon Werbelink The Incredible String Band

Mountain, 21:00–22:00 Uhr
Die Hard-Rock-Formation Mountain wurde im Anschluss an die Veröffentlichung der gleichnamigen LP von Leslie West 1969 in New York gegründet. Die Band Mountain trat 1969 beim Woodstock-Festival auf. Amazon Werbelink Mountain

Grateful Dead, 22:30–00:05 Uhr
Grateful Dead (englisch für Dankbare Tote) war eine 1965 gegründete US-amerikanische Rockband aus San Francisco um den Frontmann Jerry Garcia, die eine wichtige Rolle in der US-amerikanischen Musikszene und Gegenkultur einnahm. Der Begriff „Grateful Dead“ taucht in verschiedenen Kulturen auf und wird in Schriften wie dem Tibetischen Totenbuch oder im Buch Tobit verwendet.

Das Jahr 1969 verlief äußerst erfolgreich. Neben zwei Alben spielte die Band beim Woodstock-Festival, wobei Jerry García mit dem mehrstündigen Auftritt unzufrieden war. Der Auftritt begann mit St. Stephen und wurde bald von der Band wegen angeblicher Monitorprobleme auf der Bühne unterbrochen.

Durch den Regen während des Auftritts erlitt der Rhythmusgitarrist Bob Weir einen Stromschlag von seinem Mikrofon, ein Vorfall der später auch in einem Comicstrip verarbeitet wurde. Da der Auftritt bewusst weder im Woodstock-Film zu sehen noch auf dem Album zu hören ist, war lange Zeit kaum bekannt, dass Grateful Dead überhaupt in Woodstock gespielt hatten, zumal Jerry García im Konzertfilm als Besucher zu sehen ist.

Auf dem späteren Woodstock-Bootleg ist jedoch der komplette Grateful-Dead-Auftritt zu hören. Amazon Werbelink Grateful Dead

Creedence Clearwater Revival, 00:30–01:20 Uhr
Creedence Clearwater Revival (abgekürzt als CCR) war eine US-amerikanische Rockband aus Berkeley, Kalifornien, die zwischen 1967 und 1972 aktiv war. Ihr Auftritt 1969 als Mit-Headliner des Woodstock-Festivals erschien weder in dem Film über das Festival noch auf dem ursprünglichen Woodstock-Album, da John Fogerty und die Plattenfirma sich weigerten, die Rechte dazu freizugeben.

John Fogerty betrachtete den Auftritt, der gegen drei Uhr nachts nach einem langen Auftritt der Grateful Dead stattgefunden hatte, als zu schlecht, um veröffentlicht zu werden, da nur ein kleiner Teil des Publikums noch wach war und die Band angeblich mit technischen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte. Am 2. August 2019 erscheint nun ein Mitschnitt zum ersten Mal vollständig auf Tonträgern. Amazon Werbelink Creedence Clearwater Revival

Janis Joplin & The Kozmic Blues Band, 02:00–03:00 Uhr
Janis Lyn Joplin (* 19. Januar 1943 in Port Arthur, Texas; † 4. Oktober 1970 in Los Angeles, Kalifornien) war eine US-amerikanische Rock- und Bluessängerin. Amazon Werbelink Janis Joplin & The Kozmic Blues Band

Sly & the Family Stone, 03:30–04:20 Uhr
Sly & the Family Stone war eine US-amerikanische Funk- und Soul-Band aus San Francisco, die Ende 1966 von Sylvester Stewart alias Sly Stone gegründet wurde und bis 1983 aktiv war. Amazon Werbelink Sly & the Family Stone

The Who, 05:00–06:05 Uhr
The Who ist eine der bedeutendsten britischen Rockbands der 1960er- und 1970er-Jahre.
Durch die Veröffentlichung der Konzeptalben Tommy und Quadrophenia erreichte The Who einen hohen Bekanntheitsgrad und gelten heute als eine der einflussreichsten Rockbands der Musikgeschichte. Amazon Werbelink The Who

Der Gig wurde von Abbie Hoffman gestört. Abbott „Abbie“ Hoffman (* 30. November 1936 in Worcester, Massachusetts; † 12. April 1989 in New Hope, Pennsylvania) war ein Polit- und Sozial-Aktivist in den Vereinigten Staaten. Er war Mitgründer der Youth International Party („Yippies“). Amazon Werbelink Abbie Hoffman

Jefferson Airplane, 08:00–09:40 Uhr
Jefferson Airplane, später Jefferson Starship, anschließend Starship, seit 1992 wiederbelebt unter dem Namen Jefferson Starship – The Next Generation, war eine amerikanische Rockband, auch bekannt als The Airplane.

Der Auftritt wurde von Nicky Hopkins begleitet. Nicholas Christian „Nicky“ Hopkins (* 24. Februar 1944 in London, England; † 6. September 1994 in Nashville, Tennessee) war ein britischer Rockmusiker und Komponist. Er spielte Klavier, Orgel und Cembalo und war einer der meistbeschäftigten Sessionmusiker und gefragtesten Rock-Pianisten der Rock- und Rock-’n’-Roll-Ära der 1960er und 1970er Jahre. Als Studio- und Live-Musiker war Nicky Hopkins vornehmlich in Großbritannien und den USA tätig. Amazon Werbelink Jefferson Airplane

Die folgenden beiden Festivaltage wurden von Rockmusik geprägt. Das erste Konzert am Samstag begann um 12:15 Uhr mit einem 40-minütigen Auftritt der relativ unbekannten Band Quill. Der Auftritt erschien nicht im Woodstock-Film, da die Aufnahme der Tonspur nicht mit dem Film synchronisiert war.

50 Jahre Woodstock

Sonntag und Montag morgen

Der letzte Tag von Woodstock begann mit dem Auftritt von Joe Cocker, der mit seiner bereits im Vorjahr erschienenen Coverversion des Beatles-Klassikers With a Little Help from My Friends den ersten großen Durchbruch in seiner Karriere erreichte.

Nach dessen Auftritt setzte ein heftiges Gewitter ein. Als das Unwetter aufgehört hatte, betrat der Farmer Max Yasgur die Bühne, auf dessen Feldern das Festival stattfand. Er dankte den Zuschauern dafür, dass sie ihm halfen, der Welt etwas zu beweisen.

Die Festivalbesucher hatten seiner Meinung nach zusammen bewiesen, dass eine halbe Million Menschen zusammenkommen und nichts als Spaß und Musik haben könnten. Yasgur behauptete, dass dies die größte Ansammlung von Leuten an einem Ort überhaupt wäre.

Danach folgte der Auftritt von Country Joe and the Fish, die in letzter Minute als Ersatz für Jethro Tull gebucht worden waren. Auch wenn die Band bereits 1967 beim Monterey Pop Festival aufgetreten war, war Woodstock der Höhepunkt ihrer Karriere.

Wieder wurde der I-Feel-Like-I’m-Fixin’-to-Die Rag gespielt. Gegen 20:15 Uhr gab es mit dem 90-minütigen Auftritt von Ten Years After einen weiteren Höhepunkt. Da der Regen die Luftfeuchtigkeit verändert hatte, musste die Band Ten Years After während ihres ersten Songs Good Morning Little School Girl nach etwa einer Minute unterbrechen, um die Gitarren erneut zu stimmen.

Nach dem regulären Set folgte die Zugabe I’m Going Home, bei der Gitarrist Alvin Lee ein fast zehnminütiges Solospielte. Dies war der einzige Song des Auftritts, der von der Filmcrew aufgenommen wurde.

Sie hatte mit drei Kameras zu filmen begonnen, von denen eine nach der Hälfte des Auftritts ausfiel. Für die Dreifach-Split-Screen-Version des Films wurde deshalb gegen Ende das gespiegelte Filmmaterial der rechten Kamera benutzt, um die Lücke zu füllen.

Der Auftritt von The Band um 22:00 Uhr wurde begleitet von starken Lampenfieberanfällen der Bandmitglieder. Die Musiker von The Band waren derartige Menschenmengen nicht gewöhnt. Die Erlebnisse von Woodstock und dem zwei Wochen später stattfindenden Auftritt beim Isle of Wight Festival, wo die The Band zusammen mit Bob Dylan spielten, wurden anschließend im Song Stage Fright („Lampenfieber“) verarbeitet.

Um 01:30 Uhr folgten Blood, Sweat & Tears, die als einer der Headliner galten. Nach Meinung des Managers der Band hätte der Auftritt nicht im Film erscheinen sollen, da die 7.500 Dollar, die Blood, Sweat & Tear für den Auftritt erhalten hatte, angeblich zu wenig gewesen seien, um den Auftritt für die Zukunft zu erhalten.

Allerdings schaffte es die Filmcrew, das Eröffnungsstück More and More aufzuzeichnen, bevor sie der Bühne verwiesen wurde.

Obwohl der nachfolgende Auftritt von Johnny Winter gefilmt wurde, erschien er nicht im Dokumentarfilm. Sein Manager hatte sich mit der Filmcrew zerstritten, welche die Veröffentlichung des Auftritts anschließend mit der Begründung, dass er „zu merkwürdig“ gewesen sei, verhinderte.

Gegen 3:00 Uhr folgten Crosby, Stills and Nash. Dieser Auftritt, während dessen auch das neue Bandmitglied Neil Young auf die Bühne kam, war der zweite Liveauftritt der Formation in der neuen Besetzung. Die Bandmitglieder waren entsprechend nervös und spielten zwei Sets.

Den Anfang machte Suite: Judy Blue Eyes, eine Suite von acht Minuten, die vom Ende der Liebesbeziehung zwischen Stephen Stills und Judy Collins handelt. Außerdem spielten Crosby, Stills and Nash mit 4 + 20 einen Song, der erst auf dem 1970er Album Déjà Vu erschien.

Danach trat die Butterfield Blues Band auf, die sich kurz zuvor nach einer Studiopause neu formiert hatte. Beim Auftritt der Band um Paul Butterfield war auch Buzzy Feiten dabei. Für ihn war es der erste professionelle Auftritt.

Mit ihrem 40-minütigen Auftritt wurde Sha Na Na einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Die Band begann sich in der US-amerikanischen Rock-’n’-Roll-Landschaft zu etablieren. Sha-Na-Na waren die einzigen Interpreten des Woodstock-Festivals, die noch ohne Plattenvertrag waren.

Um 9:00 Uhr morgens betraten der als Festivalhighlight engagierte Jimi Hendrix und seine Begleitband die Bühne. Jimi Hendrix hatte für das Festival eine neue Band zusammengestellt: Gypsy Sun & Rainbows mit Mitch Mitchell (Schlagzeug), seinem alten Armee-Freund Billy Cox (Bass), Larry Lee (Rhythmusgitarre) und zwei Perkussionisten.

Jimi Hendrix spielte unter anderem den Titel The Star-Spangled Banner, seine Interpretation der US-amerikanischen Nationalhymne, als einen Friedensappell vor dem Hintergrund des Vietnamkriegs, in der er das Geräusch einschlagender Raketen und das Sterben der Soldaten musikalisch wiederzugeben versuchte.

Mit Jimi Hendrix’ Darbietung von Purple HazeVillanova Junction und Hey Joe endete das Festival am Montagmorgen um 11:10 Uhr vor noch etwa verbliebenen 35.000 Besuchern.

Joe Cocker and The Grease Band, 14:00–15:25 Uhr
John Robert „Joe“ Cocker, OBE (* 20. Mai 1944 in Sheffield, West Riding of Yorkshire; † 22. Dezember 2014 in Crawford, Colorado, USA) war ein britischer Rock- und Blues-Sänger. Nach dem Auftritt führte ein Gewitter zu einer langen Unterbrechung. Amazon Werbelink Joe Cocker

Country Joe and the Fish, 18:30–20:00 Uhr
Der zweite Auftritt von Country Joe. Die kalifornische Band wurde im Jahr 1965 von dem Sänger Country Joe McDonald, genannt Country Joe, und dem Gitarristen Barry Melton, genannt The Fish, in Berkeley gegründet.

Ihr Debütalbum Electric Music for the Mind and Body im Jahr 1967 kam in die amerikanischen Top 40 und wurde von vielen Radiosendern in den USA gespielt. Auch heute noch zählt es zu den Wegbereitern des Psychedelic Rock. Amazon Werbelink Country Joe McDonald

Ten Years After, 20:15–21:15 Uhr
Ten Years After ist eine britische Bluesrock-Band, die 1967 von Leo Lyons und Alvin Lee gegründet wurde. Ihr zweites Album Undead enthielt I’m Going Home, das seinerzeit bekannteste Stück der Band. Es folgte Stonedhenge, das in England ein Hit war, und der vielbeachtete Auftritt der Band Ten Years After 1969 beim Woodstock-Festival. Amazon Werbelink Ten Years After

The Band, 22:00–22:50 Uhr
The Band war eine kanadisch-US-amerikanische Rockband, die zu den einflussreichsten Formationen der Rockgeschichte gehört. The Band begleitete Mitte der 1960er und Anfang der 1970er Jahre Bob Dylan auf Tourneen und Platteneinspielungen.

Ihr Abschiedskonzert mit Gastauftritten zahlreicher musikalischer Größen ihrer Zeit wurde am 25. November 1976 von Martin Scorsese unter dem Titel The Last Waltz verfilmt und gehört zu den Klassikern der Konzertfilme. Amazon Werbelink The Band 

Johnny Winter, 00:00–01:05 Uhr
Johnny Winter (* 23. Februar 1944 als John Dawson Winter III in Beaumont, Texas; † 16. Juli 2014 im Bezirk Bülach, Kanton Zürich, Schweiz) war ein amerikanischer Blues-Gitarrist, Sänger und Produzent. Seine musikalischen Vorbilder waren Muddy Waters, B. B. King und Bobby Bland.

Im August 1969 trat Johnny Winter auf dem Woodstock-Festival auf. Sein Auftritt erschien später nicht auf dem offiziellen Film, da sich sein Manager mit der Filmcrew zerstritten hatte. Amazon Werbelink Johnny Winter

Blood, Sweat & Tears, 01:30–02:30 Uhr
Blood, Sweat & Tears ist eine US-amerikanische Jazzrock-Band, die 1967 in New York gegründet wurde. Der Name der Band geht zurück auf ein Zitat aus der Antrittsrede von Winston Churchill als britischer Premierminister im Jahr 1940 am Anfang des Zweiten Weltkrieges. Amazon Werbelink Blood, Sweat & Tears

Crosby, Stills, Nash & Young, 03:00–04:00 Uhr
Crosby, Stills and Nash (abgekürzt auch CSN und CSNY – für Crosby, Stills, Nash and Young) war eine Folk-orientierte Rockband mit den Mitgliedern David Crosby, Stephen Stills, Graham Nash und phasenweise auch Neil Young.

Die Band Crosby, Stills and Nash gilt als eine der einflussreichsten Formationen der Rockgeschichte. Hauptcharakteristika sind mehrstimmige Gesangsharmonien und politische Texte. Amazon Werbelink Crosby, Stills and Nash

Paul Butterfield Blues Band, 06:00–06:45 Uhr
The Butterfield Blues Band wurde 1965 von Paul Butterfield ins Leben gerufen. 1969 formierte sich The Butterfield Blues Band neu. Butterfield, Dinwiddie, Wilson, Sanborn und Johnson waren noch da. Amazon Werbelink The Butterfield Blues Band

Neu hinzu kamen Buzzy Feiten, Rod Hicks, Steve Madaio, Ted Harris, Trevor Lawrence, Jerry Ragovoy (als Produzent) und Fred Beckmeier. Im August 1969 waren The Butterfield Blues Band auf dem Woodstock-Festival zu hören. Amazon Werbelink The Butterfield Blues Band

Sha Na Na, 07:30–08:00 Uhr
Die Band Sha-Na-Na formierte sich ursprünglich 1969 als A-cappella-Gruppe an der Columbia University in New York unter dem Namen The Kingsmen. Amazon Werbelink Sha-Na-Na

Jimi Hendrix + Gypsy Sun & Rainbows, 09:00–11:10 Uhr
Bei Jimi Hendrix’ Auftritt waren noch etwa 35.000 Zuschauer zugegen. James Marshall „Jimi“ Hendrix (* 27. November 1942 als John Allen Hendrix in Seattle, Washington; † 18. September 1970 in London) war ein US-amerikanischer Gitarrist, Komponist und Sänger.

Jimi Hendrix, der wegen seiner experimentellen und innovativen Spielweise auf der Rock-E-Gitarre als einer der bedeutendsten und einflussreichsten Gitarristen gilt, hatte nachhaltige Wirkung auf die Entwicklung der Rockmusik.

Mit seinen Bands – unter anderem The Jimi Hendrix Experience und Gypsy Sun & Rainbows – bestritt er den Auftritt 1969 beim Woodstock-Festival. Amazon Werbelink Jimi Hendrix

50 Jahre Woodstock

Am Rande erwähnt …

Verantwortlich für das Line-Up waren Michael Lang und sein Booker John Morris. Morris war ein Schützling von Bill Graham, einem der einflussreichsten Musikmanager, der sich unter Graham selbst zu einem sehr wichtigen Mann im Musikgeschäft hochgearbeitet hatte.

John Morris war maßgeblich am Zustandekommen des Woodstock-Festivals beteiligt. Sehr früh schon wurde er in den Staff aufgenommen und verpflichtete die Künstler, die er alle persönlich kannte, für ihre Auftritte.

Aufgrund mangelnder Reputation und Erfahrung der Veranstalter war es im Vorfeld selbst für John Morris schwierig, Bands zu bekommen. Die Künstleragenturen und Bandmanager legten auf eine Zusammenarbeit mit derartig unerfahrenen Veranstaltern keinen Wert und wollten kein Risiko eingehen.

Dies ist sicherlich der Hauptgrund, dass die Avantgarde der damaligen Rock- und Popkultur – The Beatles, Bob Dylan, The Rolling Stones, Blind Faith, The Doors sowie schwarze Musiker wie James Brown oder Aretha Franklin – durch Abwesenheit glänzten.

Außer The Who, Janis Joplin und Jimi Hendrix konnten keine Top-Acts gebucht werden. Um die Skepsis der Manager und Agenten auszugleichen, zahlte Woodstock Ventures in Person von Michael Lang zum Teil doppelte Gagen.

Für das Festival wurden schließlich 38 Bands gebucht. Im Vorfeld gab es einige Absagen – beispielsweise von der Jeff Beck Group, die sich kurz vor dem Festival getrennt hatten.

Manche Bands schafften es nicht, durch den Verkehrsstau zum Festivalgelände zu gelangen. Iron Butterfly saßen in einem New Yorker Hotel und warteten darauf, abgeholt zu werden, doch der Hubschrauber kam nicht.

Geplant war außerdem ein Auftritt von The Moody Blues, die auf frühen Plakaten des Festivals noch aufgeführt waren. Da sie auch für die gleichzeitig stattfindende politische Veranstaltung Socialist Rally in Paris engagiert worden waren, entschied sich die Band per Münzwurf. Die dadurch getroffene Entscheidung, in Paris aufzutreten, bereute die Band im Nachhinein.

Auch Joni Mitchell gelang es nicht, wie geplant am Festival teilzunehmen, weswegen sie zu Hause vor dem Fernseher mit Woodstock eine Hymne auf das Festival schrieb. Dieser Song wurde durch Crosby, Stills, Nash & Young und Ian Matthews’ Band Matthews Southern Comfort ein Welthit.

50 Jahre Woodstock

Woodstock Bücher & mehr

Woodstock, die globale Berichterstattung und vor allem der ebenfalls weltweit zu sehende Dokumentarfilm änderten das Image und die Wahrnehmung der Rockmusik und ihrer Protagonisten explosionsartig von der Subkultur zur Popkultur

Während der Soundtrack und der Film millionenfach Verbreitung fanden, etablierte sich in vielen Ländern die Idee, kleine Woodstocks zu organisieren. Ob auf der Isle of Wight, auf Fehmarn, in Roskilde oder anderswo.

In Deutschland wurden und werden einige Musikfestivals von Journalisten als „Deutsches Woodstock“ bezeichnet, darunter das Love-and-Peace-Festival (1970) mit etwa 25.000 Besuchern auf der Ostseeinsel Fehmarn sowie das Anti-WAAhnsinns-Festival (1986) mit über 100.000 Besuchern zur Unterstützung der Proteste gegen die geplante Wiederaufarbeitungsanlage Wackersdorf.

Vintagebuch Lesetipp:

Woodstock
Three Days of Love and Peace
von Julien Bitoun

Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
150 eindrucksvollen Farbfotos
Delius Klasing Verlag
(10. September 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3667114112
Gebundenes Buch 39,90 EUR
Amazon Werbelink: Woodstock: Three Days of Love and Peace
von Julien Bitoun

Buchzitat: Von Richie Havens, The Jefferson Airplane, The Who und Creedence Clearwater Revival bis zu Jimi Hendrix, Joe Cocker und Joan Baez wird jede einzelne Stunde Love and Peace unter die Lupe genommen. Dabei berücksichtigt der Musikjournalist Julien Bitoun, der für französische Musikmagazine wie Guitar Part und Guitare Xtreme schreibt, auch die Acts, die abgesagt wurden: Bob Dylan, Led Zeppelin oder die Beatles. Auch sie sind wichtig für ein tiefergehendes Verständnis von Woodstock, dem Hippie-Festival, das eine ganze Generation prägte.

 

Wood Stock (Compilation CD, 12 Tracks)
Audio CD
Label: International
Audio-CD ab 14,99 EUR
Amazon Werbelink: Wood Stock

Original Recordings [12 Titel/Tracks]: John B. Sebastian, I Had A Dream, Canned Heat, Going Up, The Country, Richie Havens, Freedom, Country Joe McDonald, The Fish Cheer, Joan Baez, Joe Hill, Crosby, Stills & Nash, Wooden Ships, The Who We’re Not Gonna Take It, Joe Cocker, With A Little Help From My Friends, Santana, Soul Sacrifice, Jefferson Airplane, Volunteers, Ten Years After, I’m Going Home, Jimi Hendrix, Star Spangled Banner & Purple Haze

 

Woodstock-Back to the Garden
(50th Anniversary Collection Anniversary Edition)

Erscheinungsdatum: 28. Juni 2019
Anzahl Disks/Tonträger: 3
Format: Box-Set
Label: Rhino (Warner)
auch als Vinyl-Ausgabe bei Amazon.de erhältlich  (ab 159,99 EUR) erhältlich
Amazon Werbelink Woodstock-Back to the Garden
Disk: 1
1. Handsome Johnny (Live At Woodstock) – Havens, Richie
2. Freedom (Live At Woodstock) – Havens, Richie
3. “Everybody’s ground getting comfortable?” – Morris, John
4. Reason to believe (Live At Woodstock) – Hardin, Tim
5. “It’s deadly serious, man” – Morris, John
6. Coming into Los Angeles (Live At Woodstock) – Guthrie, Arlo
7. “Lotta freaks!” – Guthrie, Arlo
8. Drug store truck drivin’ man (Live At Woodstock) – Baez, Joan / Shurtleff, Jeffrey
9. “Please come down” – Monck, Chip
10. The “Fish” cheer / I-feel-like-I’m-fixin’-to-doe-rag (Live At Woodstock) – McDonald, Country Joe
11. Jingo (Live At Woodstock) – Santana
12. Soul sacrifice (Live At Woodstock) – Santana
13. “Helen Sausage, please call your father” – Monck, Chip
14. Darling be home soon (Live At Woodstock) – Sebastian, John B.
15. “It’s not poison!” – Romney, Hugh
16. Going up the country (Live At Woodstock) – Canned Heat
17. On the road again (Live At Woodstock) – Canned Heat

Disk: 2
1. “Country common sense” – Monck, Chip / McDonald, Country Joe / Babbs, Ken
2. Dark star (Live At Woodstock) – Grateful Dead
3. “We’ve got the keys to your house” – Morris, John
4. Bad moon rising (Live At Woodstock) – Creedence Clearwater Revival
5. I put a spell on you (Live At Woodstock) – Creedence Clearwater Revival
6. Kozmic blues (Live At Woodstock) – Joplin, Janis
7. Piece of my heart (Live At Woodstock) – Joplin, Janis
8. I want to take you higher – Sly & The Family Stone
9. We’re not gonna take it (Live At Woodstock) – Who, The
10. My generation (Live At Woodstock) – Who, The
11. Somebody to love (Live At Woodstock) – Jefferson Airplane
12. Volunteers (Live At Woodstock) – Jefferson Airplane
13. “We must be in Heaven, man!” – Romney, Hugh

Disk: 3
1. “I think you people have proven something to the world” – Yasgur, Max
2. With a little help from my friends (Live At Woodstock) – Cocker, Joe
3. “Looks like we’re gonna get a little bit of rain” – Morris, John
4. I’m going home (Live At Woodstock) – Ten Years After
5. The weight (Live At Woodstock) – Band, The
6. Spinning wheel (Live At Woodstock) – Blood, Sweat & Tears
7. Suite: Judy blue eyes (Live At Woodstock) – Crosby / Stills / Nash
8. Sea of madness (Live At Woodstock) – Crosby / Stills / Nash & Young
9. Wooden ships (Live At Woodstock) – Crosby / Stills / Nash & Young
10. Love march (Live At Woodstock) – Butterfield Blues Band, The
11. At the hop (Live At Woodstock) – Sha Na Na
12. “It’s been a delight seeing you” – Monck, Chip

50 Jahre Woodstock

Neben der oben aufgeführten  Buchauswahl (es gibt noch viele weitere fleißige Autorinnen und Autoren (hier ein Amazon-Link) empfehle ich auch folgende Wikipedia Webseiten:

Woodstock-Festival (Deutsch)
Woodstock (Film) (Deutsch)
Woodstock-Festival (Englisch)
Woodstock (Film) (Englisch)

Vintagebuch TV-Tipp

50 Jahre Woodstock

3sat-Dokumentation zu
“50 Jahre Woodstock”

Erstausstrahlung
Samstag, 17. August 2019, 19.20 Uhr

Das Woodstock-Festival im Sommer 1969 war der musikalische Höhepunkt der Flower-Power-Bewegung. Eine halbe Million Hippies pilgerten damals nach Bethel nahe Woodstock, knapp anderthalb Autostunden nördlich von New York City.

Doch was ist geblieben von der Ära der Hippies?

3sat zeigt die Dokumentation “50 Jahre Woodstock – eine neue Musiker-Generation blickt auf das Festival aller Festivals” am Samstag, 17. August 2019, um 19.20 Uhr in Erstausstrahlung.

In seiner Dokumentation taucht Ralf Rättig tief ein in die Atmosphäre des Festivals, zeigt die chaotischen Bedingungen und die musikalischen Highlights. Der offizielle Woodstock-Fotograf Elliott Landy erzählt, wie er die Tage und die Musik erlebt hat,

Woodstock-Macher Joel Rosenman, wie ein tödlicher Massenstromschlag nur knapp verhindert werden konnte. Außerdem spielen drei Bands aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz jeweils ihre eigene Version eines Festival-Klassikers von Janis Joplin, Crosby, Stills & Nash und Arlo Guthrie.

Was bedeuten die Musik und die Woodstock-Ära für sie und unsere Zeit?

Eingebettet in die Geschichte des Festivals sind die Perspektiven und Performances der Bands: des Liedermachers Der Nino aus Wien, der Schweizer Folk-Band Black Sea Dahu und der Berliner Soulsängerin Leslie Clio, die erzählt, dass sie mit 16 Jahren selbst eine Woodstock-Phase gehabt habe. Sie sagt: “Ich glaube, das unterscheidet die Generationen, dass man heute backstage eher Tofukäse isst, als Jack Daniels zu trinken. Ich glaube, meine Generation ist ein bisschen klarer und nüchterner. Klarheit ist damals auf jeden Fall kein großer Wert gewesen.”

Für die Dokumentation hat sie den Song “Piece Of My Heart” von Janis Joplin eingespielt. “Für Frauen wie mich”, sagt sie, “ist Janis Joplin als Frau in einem Business, das auch heute noch fast nur aus Männern besteht, wegweisend. Ohne Janis Joplin gäbe es mich und all die anderen nicht.”

Außerdem sind die Bands mit ihren Woodstock-Songs in 3sat-“Kulturzeit” zu sehen:

Am Montag, 12., Mittwoch, 14., und Freitag, 16. August 2019, jeweils ab 19.20 Uhr, zeigen in je einem Beitrag Black Sea Dahu, Leslie Clio und Der Nino, wie die Woodstock-Ära ihre Musik beeinflusst hat.
Original-Content von: 3sat, übermittelt durch news aktuell