What Does This Button Do?: Die Autobiografie von Bruce Dickinson. Unterwegs mit dem ungewöhnlichsten Rockstar unserer Zeit

What Does This Button Do?: Die Autobiografie von Bruce Dickinson. Unterwegs mit dem ungewöhnlichsten Rockstar unserer Zeit

Zitat: Bruce Dickinson ist ein einzigartiges Universalgenie. Er ist seit über fünfunddreißig Jahren gefeierter Sänger der erfolgreichsten Heavy-Metal-Band der WeltIron Maiden.

Er ist gleichzeitig Pilot (er fliegt die Ed Force One, die bandeigene 747!), Motivationsredner, Drehbuch- und Romanautor, Radiomoderator und war jahrelang erstklassiger Fechter auf Weltklasseniveau.

Von seinen Fans wird er regelrecht verehrt. Jetzt erzählt er die besten Geschichten aus seinem abenteuerlichen Leben, darin schreibt er auch über seinen dramatischen Kampf gegen den Zungenkrebs, der ihm beinahe das Leben gekostet hätte.

Iron Maiden sind mit über 90 Millionen verkauften Alben und über 2.000 Konzerten eine der erfolgreichsten Rockbands aller Zeiten. Bruce Dickinson ist darüber hinaus auch als Solokünstler regelmäßig in den Charts zu finden. Seine Memoiren hat er handschriftlich selbst verfasst:

What Does This Button Do?
Die Autobiografie
von Bruce Dickinson
Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
(22. Januar 2018)
ISBN-13: 978-3453271128
Originaltitel: What does this button do?
Kindle Edition EUR 17,99
Gebundene Ausgabe EUR 22,00
gebraucht ab EUR 17,10

 

Rezensionen lesen

 

Bruce Dickinson ist seit über dreißig Jahren der Leadsänger von Iron Maiden, hat darüber hinaus auch eine erfolgreiche Karriere als Solokünstler und diverse andere Betätigungsfelder. Iron Maiden sind mit über 90 Millionen verkauften Alben und über 2.000 Konzerten eine der erfolgreichsten Rockbands aler Zeiten. Bruce Dickinson lebt in London, England.

VinTageBuch Info

Beginn der Solokarriere

Als nach der Tour zum Album Seventh Son of a Seventh Son von der Band eine längere Pause eingelegt wurde, wurde Dickinson gebeten, für den Soundtrack des Films Nightmare on Elm Street 5 – Das Trauma einen Song zu schreiben und aufzunehmen.

Dafür nahm er einen langjährigen Freund, Janick Gers, zu Hilfe, und Bring Your Daughter to the Slaughter war geboren. Steve Harris veranlasste später, dass das Lied von Iron Maiden neu eingespielt wurde, und als Single erreichte es zum Jahreswechsel 1990/91 Platz 1 der britischen Charts.

Dickinson wurde bald darauf ein Studiovertrag für ein Soloalbum angeboten, den dieser annahm. Mit Gers zusammen schrieb er einige neue Lieder, die 1990 auf Tattooed Millionaire veröffentlicht wurden.

Entgegen Befürchtungen von Iron-Maiden-Fans war dies nur ein Nebenprojekt, welches Dickinson verfolgte weil er – wie er selbst sagte – die Möglichkeit dazu hatte. Dickinson und seine Band, die neben Gers aus Andy Carr (Bass) und Drummer Dicki Fliszar bestand, gingen auf eine erfolgreiche Tournee, und ein Nachfolger wurde geplant.

Dickinson erarbeitete mit seinem alten Freund und Gitarristen Myke Gray eine Reihe von Songs, die auch als Demos aufgenommen wurden, aber nicht seinen Ansprüchen genügten. Er suchte Rat beim Produzenten Keith Olsen, und es stellte sich bald heraus, dass Dickinson in einer kreativen Flaute steckte und nicht wusste, wie er weitermachen solle.

Dies lag, wie er später sagte, unter anderem auch daran, dass er allgemein als Sänger von Iron Maiden angesehen wurde, und dies inzwischen als Last empfand. Auf dem Album Fear of the Dark (1992) tritt diese Unzufriedenheit deutlich zutage. Schließlich kündigte Dickinson noch während der Tournee zum Album seinen Austritt aus der Band an, der dann im August 1993 auch erfolgte.

Fear of the Dark Original Recording Remastered, Iron Maiden, Format: Audio CD, Audio-CD EUR 7,49, Vinyl EUR 34,82

Nach der Trennung von Iron Maiden

Nun kehrte er zu Keith Olsen zurück und beendete die begonnenen Aufnahmen, war aber schon während der Arbeit mit dem Resultat unzufrieden.

In dieser Zeit wurde er auf die Band Tribe of Gypsies aufmerksam und freundete sich mit deren Gitarristen Roy Z an. Mit diesem begann er einige Songs zu schreiben, die eigentlich für das Keith-Olsen-Album gedacht waren, schließlich aber den Kern eines vollkommen neuen Werkes bildeten.

Tribe Of Gypsies, Format: Audio CD, gebraucht ab EUR 19,95

Von den Keith-Olsen-Sessions wurde letztendlich nur ein Lied, Tears of the Dragon behalten, der Rest völlig neu geschrieben und mit Tribe of Gypsies eingespielt.

Balls to Picasso (Reissue) Doppel-CD, Bruce Dickinson, Format: Audio CD, MP3
EUR 19,79, Audio-CD EUR 8,49, Vinyl EUR 19,99

Das daraus entstandene Album, Balls to Picasso, wurde im Juni 1994 veröffentlicht und konnte insbesondere in Südamerika, aber auch in Europa beachtlichen Erfolg erzielen, ging in den Vereinigten Staaten jedoch aufgrund von Schwierigkeiten mit der dortigen Plattenfirma Mercury Records komplett unter.

Das Album war nicht ansatzweise so erfolgreich wie Tattooed Millionaire und besonders nicht wie die Iron-Maiden-Platten.

Alben von Bruce Dickinson

  • Tattooed Millionaire (1990) war nach Aussage Dickinsons kein ernsthaftes Soloalbum, sondern nur ein Nebenprojekt, das er spaßeshalber mit ein paar Freunden zusammen gemacht hatte. Das Album ist dementsprechend in seinem Inhalt nicht sehr ernst, einige der Lieder (Born In ’58Tattooed Millionaire) tragen augenzwinkernde autobiographische Züge. Stilistisch setzt es sich von den bis dahin veröffentlichten Alben von Iron Maiden ab und ist eher als Hard Rock der etwas kommerzielleren Art zu betrachten. Fast alle Lieder wurden von Dickinson und Janick Gers geschrieben, bis auf All the Young Dudes, einem David-Bowie-Cover.
  • Balls to Picasso (1994) wird von vielen Fans als das erste „echte“ Soloalbum angesehen. Kernstück des Albums ist Dickinsons Komposition Tears of the Dragon, das wohl als Verarbeitung seiner emotionalen Schwierigkeiten der letzten Jahre zu betrachten ist. Die anderen Songs wurden mit Roy Z zusammen geschrieben und mit den Mitgliedern von Roy Z’s Band Tribe of Gypsies eingespielt. Auch dieses Album wird durch starke Unterschiede zu der Musik Iron Maidens geprägt, ist aber dennoch größtenteils dem Heavy Metal zuzuordnen. Einige Songs wie Shoot All the Clowns und Sacred Cowboys sind experimentellere, das Erstgenannte geht mehr in die Richtung von Aerosmith, das Letztere ist größtenteils Rap-ähnlicher Sprechgesang.

  • Skunkworks (1996) ist das umstrittenste Soloalbum Dickinsons. Dem gescheiterten Versuch, in einer neuen Band eine neue Identität zu suchen und folglich die anderen Bandmitglieder gleichberechtigt den Stil des Albums mitbestimmen zu lassen, ist es wohl zu verdanken, dass die Musik dieses Albums eher als Alternative Rock zu bezeichnen ist. Obwohl diese Musik dem Stil der Zeit angepasst war, floppte das Album. Thematisch scheint das Album zu großen Teilen von einem Konzert von Skunkworks inspiriert zu sein, das in Sarajevo während der Belagerung der Stadt stattfand. Krieg und Propaganda, aber auch Science Fiction sind wiederkehrende Themen in den Liedern.

   

  • Accident of Birth (1997) betrachten viele als Gegenentwurf zu Iron Maiden. Den Beitritt von Adrian Smith zur Band und das Cover des langjährigen Maiden-Illustrators Derek Riggs scheinen dies zu bestätigen. Der Stil ist etwas modernisierter Heavy Metal, der sich wieder stark dem Sound von Iron Maiden annähert. Neben zehn Dickinson-/Roy-Z-Songs finden sich auch zwei, an denen Smith beteiligt war. Wiederum war Tribe of Gypsies die Begleitband, verstärkt um Adrian Smith.

  • The Chemical Wedding (1998) wird von manchen aufgrund der starken musikalischen und textlichen Ähnlichkeit der einzelnen Lieder als Konzeptalbum betrachtet. Das zentrale Thema des Albums sind Alchemie und die Beschäftigung mit dem Okkulten. Viele Texte wurden von Aleister Crowley und William Blake inspiriert, einige Textpassagen wurden sogar komplett aus Gedichten des Letzteren übernommen. Das Album ist sehr düster und in seinen Texten für Hörer, die sich weder mit dem Werk Crowleys noch dem von Blake auskennen, sehr kryptisch. Auch hier wurden zwei Songs von Adrian Smith mitkomponiert, der Rest stammt aus der Feder Dickinson/Roy Z. Die Begleitband war dieselbe wie beim vorigen Album.

  • Tyranny of Souls (2005) versteht sich in mancherlei Hinsicht als Fortsetzung von The Chemical Wedding, insbesondere durch die Tatsache, dass ein Lied (Believil) für jenes Album geschrieben wurde. Ansonsten beschäftigt es sich hauptsächlich mit dem Schicksal des Menschen, das Dickinson als den andauernden Fortschritt betrachtet. So handelt Kill Devil Hill von den Gebrüdern Wright, während Navigate the Seas of the Sun, das Dickinson als Kernstück des Albums sieht, die Erforschung und Kolonisierung des Weltraums thematisiert. Hier wurden alle Lieder von Dickinson und Roy Z geschrieben, die Instrumente wurden von verschiedenen, Dickinson selbst zum Teil unbekannten Musikern gespielt, überwiegend jedoch abermals von den Mitgliedern von Tribe of Gypsies.

 

Iron Maiden: Studio- und Livealben

1982: The Number of the Beast
1983: Piece of Mind
1984: Powerslave
1985: Live After Death
1986: Somewhere in Time
1988: Seventh Son of a Seventh Son
1990: No Prayer for the Dying
1992: Fear of the Dark
1993: A Real Live One
1993: A Real Dead One
1993: Live at Donington
2000: Brave New World
2002: Rock in Rio
2003: Dance of Death
2005: Death on the Road
2006: A Matter of Life and Death
2009: Flight 666
2010: The Final Frontier
2012: En Vivo!
2015: The Book of Souls
Webseite von Bruce Dickinson (englisch)
Wikipedia Infos
Iron Maiden Infos

What Does This Button Do? von Bruce Dickinson