Ungewöhnliche Todesfälle im Mittelalter, ca. 762 bis 1478er Jahre, von Li Bai bis George Plantagenet

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Ungewöhnliche Todesfälle im Mittelalter, ca. 762 bis 1478er Jahre, von Li Bai bis George Plantagenet

Die Liste ungewöhnlicher Todesfälle behandelt einmalige oder sehr seltene Todesumstände, die sich im Laufe der Geschichte ereigneten und die von mehreren Quellen als ungewöhnlich bezeichnet wurden.

Die Auflistung erfolgt chronologisch. Einige der Todesfälle sind mythologischen Ursprungs oder nicht durch zeitgenössische Berichte belegt.

762: Li Bai, chinesischer Dichter und Höfling, ist der Überlieferung nach bei dem Versuch ertrunken, im alkoholisierten Zustand das Spiegelbild des Mondes auf einem Fluss zu umarmen.

1063: Bela I., König von Ungarn, starb, als sein hölzerner Thron unter ihm zusammenbrach.

1131: Philipp von Frankreich, französischer König, starb im Alter von 15 Jahren auf einem Ritt durch Paris. Sein Pferd wurde von einem Schwein aufgescheucht, welches aus einem Misthaufen gerannt kam. Philipp wurde aus dem Sattel geschleudert und erlag am darauffolgenden Tag seinen Verletzungen.

1190: Dedo III., Markgraf der Lausitz, genannt der Feiste oder auch der Fette, starb an den Folgen einer Operation, bei der er sich Fett aus dem Leib schneiden ließ, um Kaiser Heinrich VI. auf einem Feldzug begleiten zu können.

1258: Al-Musta’sim, der letzte abbasidische Kalif von Bagdad, wurde von seinen mongolischen Entführern hingerichtet, indem sie ihn in einen Teppich rollten und von Pferden zertrampeln ließen.

1327: Eduard II., König von England und Wales. Er wurde von seiner Ehefrau Isabelle de France und ihrem Geliebten Roger Mortimer verhaftet und eingesperrt. Es verbreitete sich das Gerücht, dass er hingerichtet wurde, indem man ihm über ein Horn glühendes Eisen rektal einführte.

Er verbrannte von innen heraus, blieb aber äußerlich unversehrt. Allerdings gibt es keinen wissenschaftlichen Nachweis über die Todesumstände von Eduard II. Es wird angenommen, dass diese Geschichte zu Propagandazwecken erfunden wurde.

1387: Karl II., König von Navarra, ließ sich zwecks Therapierung einer Krankheit jeden Abend in mit Weinbrand getränkte Tücher einwickeln. Eines Abends gelangte ein Diener versehentlich mit einer Fackel an die Bandagen, welche sofort in Flammen standen. Karl II. erlag den schweren Verbrennungen.

1410: Martin I., König von Aragón, starb an einem Lachanfall in Verbindung mit Verdauungsstörungen.

1478: Als der zum Tode verurteilte George Plantagenet, Duke of Clarence, die Art seiner Hinrichtung wählen sollte, entschied er sich dafür, in einem Fass Malvasierwein ertränkt zu werden.
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Buchcover: Von Kaiser zu Kaiser: Die klassische Chinesische Lyrik. Eine Anthologie.: China-Bibliothek Band II von Eva Schestag (Herausgeber) &‎ Olga Barrio Jiménez (Herausgeber)
Gebundene Ausgabe: 360 Seiten
Verlag: S. FISCHER
Auflage: 1 (9. September 2009)
ISBN-13: 978-3100096494
Gebundene Ausgabe EUR 25,00
Buchinfo

Band 2 stellt die Tang- und Song-Dynastien als Blütezeit der chinesischen Lyrik in den Mittelpunkt, doch kann man die Gedichte von Li Bai, Du Fu und Wang Wei nicht wirklich schätzen, wenn man sie nicht im Kontext ihrer Vorgänger und Nachfolger oder Außenseiter wie Han Shan sieht.

Der Band stellt nicht nur ein in dieser Form nie da gewesene Sammlung klassischer chinesischer Poesie und Kunstprosa dar, sondern lädt gleichzeitig zu einer ganz neuen Begegnung mit deutschen Dichtern als Nachübersetzer ein: Albert Ehrenstein, Bertolt Brecht oder Günter Eich.

Mittelalter, Tod, Todesfall, Todesumstand