Ungewöhnliche Todesfälle im 20. Jahrhundert, 1970er Jahre, von Georgi Dobrowolski bis Kurt Gödel

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Ungewöhnliche Todesfälle im 20. Jahrhundert, 1970er Jahre, von Georgi Dobrowolski bis Kurt Gödel

Die Liste ungewöhnlicher Todesfälle behandelt einmalige oder sehr seltene Todesumstände, die sich im Laufe der Geschichte ereigneten und die von mehreren Quellen als ungewöhnlich bezeichnet wurden.

Die Auflistung erfolgt chronologisch. Einige der Todesfälle sind mythologischen Ursprungs oder nicht durch zeitgenössische Berichte belegt.

1971: Die Kosmonauten Georgi Dobrowolski, Wladislaw Wolkow und Wiktor Pazajew starben durch ein leckendes Ventil in ihrem Sojus-11-Raumschiff kurz vor dem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre.

Der Tod der drei Kosmonauten wurde erst bemerkt, als die Bergungsmannschaft am Boden die Luken der Kapsel öffnete, da die Landung vollautomatisch durchgeführt worden war.

Dobrowolski, Wolkow und Pazajew sind bislang die einzigen bekannten Menschen, die außerhalb der Erdatmosphäre starben.

1974: Christine Chubbuck, eine US-amerikanische Nachrichtensprecherin, beging am 15. Juli 1974 vor laufender Kamera Suizid. Acht Minuten nach Beginn ihrer Sendung Suncoast Digest auf WXLT-TV schoss sie sich mit einem Revolver Kaliber .38 selbst in den Kopf. Sie starb wenig später im Krankenhaus von Sarasota, Florida.

1977: Der britische Rennfahrer Tom Pryce starb beim Großen Preis von Südafrika, als er vom Feuerlöscher eines Streckenpostens im Gesicht getroffen wurde. Der Streckenposten Frederik Jansen van Vuuren hatte gerade die Piste überquert, um ein anderes, in Brand geratenes Fahrzeug zu löschen.

Die Unfallstelle lag hinter einer Bergkuppe, van Vuuren war daher für die Piloten auf der Strecke nicht zu sehen. Pryce hatte keine Möglichkeit zu reagieren und erfasste van Vuuren mit einer Geschwindigkeit von 280 km/h. Beide Männer waren sofort tot.

1978: Georgi Markov, ein bulgarischer Schriftsteller und Dissident, wurde in London Opfer des sogenannten Regenschirmattentats: Der Attentäter verletzte Markov scheinbar zufällig mit der Spitze eines präparierten Regenschirms.

Dabei wurde eine imprägnierte kleine Metallkugel in seine Wade gestochen, die mit 40 Mikrogramm hochgiftigem Rizin gefüllt war. Drei Tage nach dem Anschlag starb Markov an Herzversagen.

1978: Die britische Medizinfotografin Janet Parker starb an den Pocken, zehn Monate nachdem die Krankheit in freier Wildbahn ausgerottet worden war.

Ein Forscher entließ beim Experimentieren versehentlich einige der Erreger in die Luft des Gebäudes, in dem auch Parker in einer Dunkelkammer arbeitete. Sie infizierte sich und ist der letzte bekannte Mensch, der durch die Pocken zu Tode kam.

1978: Der österreichisch-US-amerikanische Mathematiker und Logiker Kurt Gödel verhungerte, als seine Frau wegen eines Schlaganfalls für sechs Monate im Krankenhaus lag. Gödel war extrem paranoid und verweigerte alle Speisen, die nicht von seiner Frau zubereitet waren.

1979: Robert Williams, ein Arbeiter bei Ford, war der erste bekannte Mensch, der von einem Roboter getötet wurde, nachdem der Arm eines Industrieroboters ihn am Kopf getroffen hatte.
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Buchcover: Kurt Gödel: Das Album – The Album
von Karl Sigmund (Autor)
John Dawson (Autor)
Kurt Mühlberger (Autor)
Gebundene Ausgabe: 222 Seiten
Vieweg+Teubner Verlag
Auflage: 1 (6. April 2006)
ISBN-13: 978-3834801739
Gebundene Ausgabe EUR 34,95
Buchinfo

Time Magazine reihte Kurt Gödel unter die hundert wichtigsten Personen des zwanzigsten Jahrhunderts. Die Harvard University verlieh ihm das Ehrendoktorat für die Entdeckung “der bedeutsamsten mathematischen Wahrheit des Jahrhunderts”.

Kurt Gödel gilt allgemein als der größte Logiker seit Aristoteles. Sein Freund Einstein ging, nach eigener Aussage, nur deshalb ans Institut, um Gödel auf dem Heimweg begleiten zu dürfen. Und John von Neumann, einer der Väter des Computers, schrieb: “Gödel ist tatsächlich absolut unersetzlich. Er ist der einzige Mathematiker, von dem ich das zu behaupten wage.”

Dieses Buch ist eine leichtverdauliche, einfache und anschauliche Einführung in Gödels Leben und Werk, gedacht für jene, die sich für die menschlichen und kulturellen Aspekte der Wissenschaft interessieren.

Ausgangspunkt des Buches waren die Vorbereitungen zu einer Ausstellung über Kurt Gödel aus Anlass seines hundertsten Geburtstags. Eine Ausstellung hat etwas von einem Spaziergang an sich, und gerade das wird geboten: einen Spaziergang mit Gödel. Albert Einstein genoss solche Spaziergänge sehr. Man kann also Gödel genießen.

 

20. Jahrhundert, Tod, Todesfall, Todesumstand