Ungewöhnliche Todesfälle im 20. Jahrhundert, 1960er Jahre, von Asanuma Inejirō bis Wladimir Komarow

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Ungewöhnliche Todesfälle im 20. Jahrhundert, 1960er Jahre, von Asanuma Inejirō bis Wladimir Komarow

Die Liste ungewöhnlicher Todesfälle behandelt einmalige oder sehr seltene Todesumstände, die sich im Laufe der Geschichte ereigneten und die von mehreren Quellen als ungewöhnlich bezeichnet wurden.

Die Auflistung erfolgt chronologisch. Einige der Todesfälle sind mythologischen Ursprungs oder nicht durch zeitgenössische Berichte belegt.

1960: Bei der Nedelin-Katastrophe auf dem Weltraumbahnhof Baikonur starben zwischen 92 und 200 sowjetische Raketentechniker und Angehörige des Militärs, weil versehentlich ein Schalter betätigt wurde, der die zweite Stufe einer Interkontinentalrakete zündete. Dabei zerriss diese die Tanks der darunterliegenden ersten Stufe und löste eine Explosion aus.

Unter den Opfern war auch der Hauptmarschall der Artillerie Mitrofan Nedelin, der acht Meter von der Rakete entfernt auf einem Stuhl gesessen hatte. Von ihm blieben nur sein Orden Held der Sowjetunion und eine Schulterklappe der Uniform übrig.

1960: Asanuma Inejirō, der Vorsitzende der Sozialdemokratischen Partei Japans, wurde während einer Wahlkampfrede im Fernsehen mit einem japanischen Kurzschwert (Wakizashi) erstochen. Der Attentäter war der 17-jährige rechtsextremistische, ultra-nationale Otoya Yamaguchi.

1960: Der britische Formel-1-Fahrer Alan Stacey verunglückte am Steuer seines Lotus 18 beim Großen Preis von Belgien in Spa, als ein Vogel das Visier seines Helms durchschlug und Alan Stacey  die Kontrolle über das Auto verlor.

1961: Walentin Wassiljewitsch Bondarenko, ein sowjetischer Kosmonautenanwärter, starb während eines Trainingsaufenthaltes in einer Druckkabine. In der Kammer mit reiner Sauerstoffatmosphäre brach ein Feuer aus, das sich explosionsartig ausdehnte und bei Bondarenko Verbrennungen dritten Grades an 90 Prozent seines Körpers verursachte.

Durch den großen Druckunterschied ließen sich die Kabinentüren nicht schnell genug öffnen, um ihn zu retten.

1966: Der US-amerikanische Fallschirmspringer Nick Piantanida starb vier Monate nach dem Versuch, den Weltrekord für den höchsten Fallschirmsprung zu brechen, an den Folgen eines temporären Sauerstoffmangels.

Während des Aufstiegs öffnete sich in 17 Kilometern Höhe aus unbekannten Gründen seine Sauerstoffmaske (die geplante Endhöhe lag bei 36 Kilometern); der Sprung konnte daher nicht mehr stattfinden. Aufgrund der Unterversorgung des Gehirns fiel Piantanida in ein Koma, aus dem er bis zu seinem Tode nicht mehr erwachte.

1967: Die NASA-Astronauten Gus Grissom, Edward Higgins White und Roger B. Chaffee verbrannten während einer Übung in der Apollo-1-Kapsel. Nach einem Kurzschluss breitete sich das Feuer in der Sauerstoffatmosphäre der Kapsel rasant aus.

Wie bereits 1961 bei Walentin Wassiljewitsch Bondarenko ließen sich wegen des Überdrucks die Luken der Kabine nicht öffnen, sodass es keine Rettungsmöglichkeit gab.

1967: Der Kosmonaut Wladimir Michailowitsch Komarow war der erste Mensch, der während einer Weltraummission starb. Beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre öffnete weder der Brems- noch der Notfallfallschirm seiner Sojus-1-Kapsel, und Komarov schlug ungebremst mit 140 km/h auf der Erdoberfläche auf, was seinen Tod bedeutete.
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Buchcover: Gus Grissom: The Tragedy of Apollo 1 (The Library of Astronaut Biographies) by Robert Greenberger (2003-10-01)
von Robert Greenberger
Verlag: Rosen Pub Group (2003-10-01) (1656)
ASIN: B01A64ZO6O
Bibliothekseinband EUR 91,51
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20. Jahrhundert, Tod, Todesfall, Todesumstand