Ungewöhnliche Todesfälle im 20. Jahrhundert, 1940er Jahre, von Sherwood Anderson bis Louis Slotin

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Ungewöhnliche Todesfälle im 20. Jahrhundert, 1940er Jahre, von Sherwood Anderson bis Louis Slotin

Die Liste ungewöhnlicher Todesfälle behandelt einmalige oder sehr seltene Todesumstände, die sich im Laufe der Geschichte ereigneten und die von mehreren Quellen als ungewöhnlich bezeichnet wurden.

Die Auflistung erfolgt chronologisch. Einige der Todesfälle sind mythologischen Ursprungs oder nicht durch zeitgenössische Berichte belegt.

1941: Der US-amerikanische Schriftsteller Sherwood Anderson starb an Bauchfellentzündung, verursacht durch einen verschluckten Zahnstocher.

1944: Der Chemiker und Erfinder Thomas Midgley erkrankte mit 51 Jahren an Kinderlähmung, wodurch er schwer behindert wurde. Er entwarf ein Flaschenzugsystem, welches ihn aus dem Bett in den Rollstuhl heben sollte.

Thomas Midgley starb, als er sich im Alter von 55 Jahren in den Seilen der Vorrichtung verhedderte und strangulierte.

1945: Harry Daghlian, ein US-amerikanischer Physiker, ließ bei seiner Arbeit am Manhattan-Projekt versehentlich einen Wolframcarbid-Quader auf einen 6,2 kg schweren Plutoniumkern fallen. Das System wurde dadurch prompt überkritisch, und Daghlian wurde einer Strahlenbelastung von geschätzten 5,1 Sievert ausgesetzt.

Drei Wochen später starb er an der Strahlenkrankheit und war damit das erste Opfer eines Nuklearunfalls.

1946: Louis Slotin, kanadischer Physiker und Chemiker, starb ebenfalls an der Strahlenkrankheit, nachdem er am selben Plutoniumkern experimentiert hatte, der auch Harry Daghlian das Leben gekostet hatte.

Louis Slotin umschloss den Kern zu Demonstrationszwecken mit zwei Beryllium-Halbschalen, die vorschriftswidrig lediglich durch einen Schraubenzieher auseinander gehalten wurden.

Als dieser Schraubenzieher versehentlich wegrutschte und die Schalen sich berührten, wurde die Anordnung überkritisch, und Slotin erhielt die tödliche Strahlendosis von 21 Sievert, der er nach nur neun Tagen erlag. Der Versuchskern erhielt nach diesen zwei Vorfällen den Beinamen Demon Core (“Dämonen-Kern”).
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Buchcover: [Sherwood Anderson: v. 1: A Writer in America] (By: Walter B. Rideout) [published: March, 2006] (Englisch)
von Walter B. Rideout
Gebundene Ausgabe
Verlag: University of Wisconsin Press (15. März 2006)
Sprache: Englisch
ASIN: B017HQ5S2Y
Buchinfo

 

20. Jahrhundert, Tod, Todesfall, Todesumstand