Ungewöhnliche Todesfälle im 20. Jahrhundert, 1920er Jahre, von Ray Chapman bis Isadora Duncan

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Ungewöhnliche Todesfälle im 20. Jahrhundert, 1920er Jahre, von Ray Chapman bis Isadora Duncan

Die Liste ungewöhnlicher Todesfälle behandelt einmalige oder sehr seltene Todesumstände, die sich im Laufe der Geschichte ereigneten und die von mehreren Quellen als ungewöhnlich bezeichnet wurden.

Die Auflistung erfolgt chronologisch. Einige der Todesfälle sind mythologischen Ursprungs oder nicht durch zeitgenössische Berichte belegt.

1920: Der US-amerikanische Baseballspieler Ray „Chappie“ Chapman starb, zwölf Stunden nachdem er von einem Baseball an der Schläfe getroffen worden war. Der Pitcher war Carl Mays gewesen.

Bis heute ist Chapman der einzige Spieler der Major League, der durch einen Hit by Pitch getötet wurde.

1920: Dan Andersson, ein schwedischer Lyriker, starb an Cyanidvergiftung im Hotel Hellman in Stockholm. Vor seiner Ankunft versprühte das Hotelpersonal in seinem Zimmer Cyanwasserstoff (Blausäure), um es von Bettwanzen zu befreien.

Danach wurde der Raum jedoch nicht ausreichend gelüftet. Aufgrund derselben Vergiftung starb zusammen mit Andersson der Versicherungsinspektor Elliot Eriksson.

1920: Alexander, König von Griechenland, ging durch den Nationalgarten in Athen, als sein Schäferhund von einem Berberaffen angegriffen wurde.

Beim Versuch, den Hund zu verteidigen, wurde Alexander von beiden Tieren gebissen. Durch die infizierten Bisswunden erlitt er eine Blutvergiftung, die nach drei Wochen für ihn tödlich endete.

1923: George Herbert, 5. Earl of Carnarvon, war bei der von ihm beauftragten Öffnung von Pharao Tutanchamuns Grabstätte KV62 durch Howard Carter anwesend. Vier Monate später stach George Herbert ein Moskito in die Wange.

Der Stich entzündete sich durch einen Schnitt beim Rasieren, was zu Blutvergiftung und schließlich zu einer tödlichen Lungenentzündung führte.

Bereits zur Zeit um die Öffnung des Grabes verbreitete sich die Vorstellung von einem Fluch des Pharao, dem auch George Herbert zum Opfer gefallen sein soll; wissenschaftlich ließ sich der Fluch jedoch nicht nachweisen.

1925: Der jüdische Artist und Ringer Siegmund Breitbart wollte während eines Auftritts mit bloßer Hand einen Nagel durch fünf 25 mm dicke Bretter schlagen.

Dabei trieb er sich diesen Nagel ins Knie, woraufhin er eine Blutvergiftung bekam. Trotz zehn Operationen und der Amputation beider Beine verstarb er acht Wochen später an den Folgen der Infektion.

1926: Der 16-jährige Phillip McClean aus Queensland in Australien ist der einzige bekannte Mensch, der von einem Kasuar getötet wurde. Als der Junge den Vogel auf dem Grundstück der Familie entdeckte, wollten er und sein Bruder das Tier mit Knüppeln erschlagen.

Der Helmkasuar schlug ihn allerdings zu Boden und trat auf ihn ein, wobei er mit seinen Krallen McCleans Halsschlagader aufriss. Obwohl der Junge noch weglaufen konnte, kollabierte er kurz darauf und starb durch den Blutverlust.

1926: Harry Houdini, der bekannte Entfesselungskünstler, behauptete von sich, jeden Faustschlag in den Unterleib durch Anspannung seiner Bauchmuskulatur unversehrt überstehen zu können. Am 22. Oktober 1926 wurde er auf eigenes Verlangen hin von dem Studenten Jocelyn Gordon Whitehead in den Bauch geboxt.

Harry Houdini hatte jedoch zuvor schon an Bauchschmerzen gelitten, welche durch den Schlag von Whitehead noch verschlimmert wurden. Einige Tage später verstarb Houdini an einem Blinddarmdurchbruch mit daraus resultierender Bauchfellentzündung.

1927: Isadora Duncan, eine US-amerikanische Tänzerin, wollte in einem offenen Amilcar in Nizza spazieren fahren, als sich ihr Schal vor der Abfahrt in den Radspeichen verfing. Durch den Ruck beim Anfahren brach ihr Genick.
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Buchcover: Primavera. Tanz und Leben der Isadora Duncan
von Maurice Lever
Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: Knaus Albrecht
ISBN-13: 978-3813506822
Gebundene Ausgabe ab EUR 5,00
Buchinfo

 

20. Jahrhundert, Tod, Todesfall, Todesumstand