Welterbe Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří erhält UNESCO-Urkunde

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Am 14. September 2019 überreicht Michelle Müntefering, Staatsministerin für Internationale Kulturpolitik im Auswärtigen Amt, die Urkunde zur Auszeichnung der Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří als UNESCO-Welterbe an Sachsens Ministerpräsidenten Michael Kretschmer. Im Juli 2019 hatte das Welterbekomitee die Stätte als herausragendes Zentrum wissenschaftlich-technologischer Bergbauinnovation und einzigartige montane Kulturlandschaft in die Welterbeliste aufgenommen.

Im Rahmen eines Festakts würdigen der Oberbürgermeister der Stadt Freiberg, Sven Krüger, der Ministerpräsident des Landes Sachsen, Michael Kretschmer, die Staatsministerin für Internationale Kulturpolitik im Auswärtigen Amt, Michelle Müntefering, der Außenminister der Tschechischen Republik, Tomáš Petříček, und die Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, Prof. Dr. Maria Böhmer, die Montanregion.

Höhepunkt des Abends wird der Große Bergmännische Zapfenstreich mit über 500 Bergleuten und Bergmusikanten sein. Diese besondere Zeremonie, zu der sich die zahlreichen Bergmannsorchester der Region vereinigen, hat eine jahrhundertelange Tradition und wird nur zu außergewöhnlichen Anlässen abgehalten. Die Urkundenübergabe findet im Rahmen des Zapfenstreichs statt.

UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří

Die Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří gilt als herausragendes Zentrum wissenschaftlich-technologischer Bergbauinnovation und als einzigartige montane Kulturlandschaft. Im Erzgebirge wurden wegweisende Organisationsformen und Technologien entwickelt, die die Wirtschaft, staatliche Systeme und gesamtgesellschaftliche Umbrüche in Europa und weltweit entscheidend prägten.

Die grenzüberschreitende Welterbestätte Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří besteht aus 22 Teilgebieten, 17 davon in Deutschland (Sachsen) und fünf in Tschechien (Karlovy Vary, Ústí nad Labem). Die Stätte wurde im Juli 2019 in die UNESCO-Welterbeliste eingeschrieben.

Hintergrund

Auf der Liste des UNESCO-Welterbes stehen derzeit 1.121 Kultur- und Naturstätten in 167 Ländern. Deutschland verzeichnet 46 Welterbestätten. Voraussetzung für die Anerkennung als UNESCO-Welterbe sind unter anderem der außergewöhnliche universelle Wert der Stätte und ein Managementplan, der die Erhaltung des Erbes für aktuelle und zukünftige Generationen sicherstellt.

Mit der Einschreibung in die Welterbeliste verpflichten sich die Vertragsstaaten, die Welterbestätten auf ihrem jeweiligen Staatsgebiet zu schützen und ihren Wert der Gesellschaft zu vermitteln.

Thema: Welterbe Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří erhält UNESCO-Urkunde
UNESCO-Welterbekomitee hat die Stätte 2019 als Welterbe anerkannt

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Buchzitat: Der Band Montanregion Erzgebirge führt durch das umfangreiche fotografische Schaffen des Bergbaufotografen Paul Schulz und zeigt die Montanwirtschaft im Erzgebirge bis zum 2. Weltkrieg mit bisher unveröffentlichten Bildern.