Träume von Freiheit – Flammen am Meer. Roman von Silke Böschen aus der Zeit der Auswanderer

Träume von Freiheit – Flammen am Meer. Roman von Silke Böschen aus der Zeit der Auswanderer

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Zwei Frauen. Zwei Leben. Ein Drama.

An einem sonnigen Wintermorgen 1875 herrscht großer Andrang im Hafen von Bremerhaven.
Gleich wird die »Mosel« ablegen.

Ihr Ziel:
New York.

Plötzlich zerreißt ein Knall die Luft. Menschen, Tiere, ganze Fuhrwerke werden durch die Luft geschleudert.

 

Träume von Freiheit – Flammen am Meer
Roman von Silke Böschen
(Historische Romane im GMEINER-Verlag)
Taschenbuch: 439 Seiten
Gmeiner-Verlag
(10. Juli 2019)
ISBN-13: 978-3839224649
Taschenbuch EUR 15,00
E-Book EUR 6,99

 

Zur Verlagsinfo
Träume von Freiheit – Flammen am Meer
von Silke Böschen

 

Träume von Freiheit von Silke Böschen
bewerte ich wie folgt (maximal 10 Punkte):
Handlung, Thema: 10 Punkte
Mein Bücherregal (Historische Kriminalromane): 10 Punkte
Schreibstil: 9 Punkte

 

Buchzitat: Eine Dynamit-Explosion mit vielen Toten und Verletzten.
Die »Thomas-Katastrophe« macht weltweit Schlagzeilen.

Beim Begräbnis stehen sich zwei Frauen gegenüber.
Die eine hat gerade fast ihre gesamte Familie verloren.

Die andere ist die Ehefrau des »Dynamit-Teufels«.

Beide Frauen beginnen ein neues Leben, bis die eine, Jahre später, unvermittelt in New York vor der Tür der anderen steht … aus der Zeit der Auswanderer nach wahren Begebenheiten.

 

Silke Böschen wurde in Bremerhaven geboren. Nach einem Zeitungsvolontariat und dem Journalistik-Studium arbeitete sie viele Jahre als Fernseh-Moderatorin in der ARD. Sie war das Gesicht des Politik-Magazins »Kontraste«. Zuvor moderierte sie als zweite Frau überhaupt die »ARD-Sportschau«. Nach Stationen in Berlin und Frankfurt lebt Silke Böschen heute mit ihrer Familie in Hamburg. Sie ist als Fernsehreporterin unterwegs und gibt ihr Wissen als Kommunikations-Trainerin weiter.

Für ihren ersten Roman »Flammen am Meer« recherchierte sie in vielen Archiven: Passagierlisten, die Original-Aufzeichnungen der Detektei Pinkerton aus den USA und zahllose Zeitungsberichte aus dem 19. Jahrhundert ließen sie in diese längst vergangene Welt eintauchen.

 

»Träume von Freiheit – Flammen am Meer«
von Silke Böschen

Aus dem Inhalt

 

Als ein Dresdner Ehepaar mit einer Katastrophe die Schlagzeilen der Welt bestimmte.

Silke Böschen lässt in ihrem Roman »Die Träume von Freiheit – Flammen am Meer« die längst vergessene amerikanische Kolonie in Dresden wieder lebendig werden.

Sie war eine umschwärmte Schönheit in den feinsten Kreisen von Dresden – Cecelia Thomas, angesehenes Mitglied in der amerikanischen Kolonie in Dresden.

Mehr als tausend wohlhabende Amerikaner lebten um die Jahrhundertwende in der Elbmetropole. Doch dann der Schock – Cecelia war die Ehefrau eines Massenmörders. Mit Schimpf und Schande wurde sie aus der Stadt getrieben.

Die »Thomas-Katastrophe« ging in die Geschichte ein. Dann geriet sie in Vergessenheit, genauso wie die amerikanische Kolonie in Dresden und das Schicksal der Cecelia Thomas.

 

In ihrem Roman »Träume von Freiheit – Flammen am Meer« hat sich die Autorin Silke Böschen auf Spurensuche begeben.

 

„Ich habe tagelang in der Sächsischen Staats-und Landesbibliothek gesessen und gestaunt, wie international das Leben in Dresden bis zum Ersten Weltkrieg war“, erzählt die Journalistin. „Die Amerikaner hatten eine eigene Kirche, englischsprachige Zeitungen. Es war schick, in Dresden zu leben und seine Kinder hier Deutsch lernen zu lassen.“

Es war die Zeit des »gilded age« – des vergoldeten Zeitalters in den USA, als Cecelia Thomas mit ihrem Mann William 1866 nach Dresden kam. Nach heutigen Maßstäben war das frisch verheiratete Paar Millionen Dollar schwer. Ein Vermögen, das durch Betrügereien zusammengekommen war.

Bei den Thomas‘ floss der Champagner in Strömen. Cecelia – gerade einmal Anfang 20 – wurde zur gefeierten Schönheit. Vier Kinder machten das Glück perfekt. Doch das Vermögen schmolz dahin. In Strehlen, damals noch ein unbedeutender Vorort von Dresden ließ sich die Familie schließlich nieder – in der »Villa Thomas«, auch wenn sie die Rechnungen längst nicht mehr bezahlen konnte.

William King Thomas schmiedete einen heimtückischen Plan. Mit einem Versicherungsbetrug wollte er wieder zu Geld kommen. Dazu füllte er ein Fass mit Sprengstoff und behauptete es sei mit wertvoller Fracht beladen. Dann ließ er es hoch versichern.

Eine Bombe mit Zeitschaltmechanik – das gab es zuvor noch nie! Mit dem Sprengstoff sollte ein Schiff in die Luft gejagt und versenkt werden – mitten auf dem Atlantik, damit Thomas seine Versicherungsprämie einstreichen konnte.

Doch es kam anders. Im Winter 1875 explodierte das Fass schon im Hafen von Bremerhaven – riss über 80 Menschen in den Tod und verwundete fast 200 weitere Opfer zum Teil sehr schwer.

Der honorige William King Thomas, zweiter Vorsitzender des American Club in Dresden – ein Massenmörder, der sich aus Furcht vor Entdeckung zwei Kugeln in den Kopf jagte.

Und Cecelia? Sie saß mit vier kleinen Kindern in Strehlen – ohne Geld, ohne Ansehen und ohne Perspektive. Doch sie gab nicht auf…

In ihrem ersten Roman erzählt Silke Böschen die Geschichte der wahren Cecelia Thomas, deren eigener Anteil an dem Verbrechen nie ganz geklärt werden konnte. „Die Thomas-Katastrophe hat damals weltweit für Schlagzeilen gesorgt.

Ich habe die alten Briefe von Cecelia an ihren Mann gelesen. Da kriegt man schon eine Gänsehaut, wenn man sich vorstellt, dass das alles wirklich passiert ist“, erzählt Silke Böschen.

In »Flammen am Meer« kommt aber auch noch eine andere Frau zu Wort – Johanne Claussen. Eine junge Kaufmannsfrau aus Bremerhaven, die durch die Explosion fast ihre gesamte Familie verlor und deren Hand amputiert werden musste. Ebenfalls eine historische Figur, der Silke Böschen in Archiven, Kirchenbüchern und alten Zeitungsartikeln nachspürte.

Herausgekommen ist ein spannender Roman, in dem Fakten und Fiktion sorgfältig miteinander verwoben wurden. Die dichte Atmosphäre lässt Cecelia und Johanne wieder lebendig werden und das alte Dresden – mit seiner amerikanischen Vergangenheit.

Eine Leseprobe mit ausgewählten Kapiteln steht Ihnen hier zur Verfügung.

 

Role Models aus dem 19.Jahrhundert
Starke Frauen in
»Die Träume von Freiheit – Flammen am Meer«

Das Romandebüt von Silke Böschen

 

Starke, kämpferische Frauen als role models – die gab es auch früher schon. Silke Böschen hat in ihrem Roman „Träume von Freiheit – Flammen am Meer“ das Schicksal zweier echter Frauen aus dem 19. Jahrhundert entdeckt und recherchiert. Herausgekommen ist ein spannender und berührender Roman, der das Schicksal zweier außergewöhnlicher Frauen nachverfolgt.

Die eine – Cecelia Thomas, eine umschwärmte Amerikanerin, die in Dresden lebt.

Die andere – Johanne Claussen, eine junge Kaufmannsfrau mit kleiner Tochter in Bremerhaven.

 

Zwei Frauen. Zwei Leben. Ein Drama.

 

Ein Verbrechen schockiert im Winter 1875 die Welt: Die »Thomas-Katastrophe« in Bremerhaven. Bei der Dynamit-Explosion kommen über 80 Menschen ums Leben.

 

Johanne Claussen verliert fast ihre gesamte Familie und bleibt selbst als Invalidin zurück, ihre Hand muss amputiert werden. Auch für die mondäne Cecelia Thomas ändert die Tat alles: Der »Dynamit-Teufel« William King Thomas ist ihr Ehemann, der sich nach der Tat das Leben nimmt. An diesem 11.Dezember 1875 verketten sich die Wege der beiden Frauen unauflöslich miteinander.

„Cecelia lebte in Dresden in der amerikanischen Kolonie. Das waren etwa tausend wohlhabende Amerikaner, die sich in der Stadt niedergelassen hatten – mit eigenen, englischen Zeitungen, einer amerikanischen Kirche, etc. Mit ihrer Eleganz und ihrem Reichtum war Cecelia eine bekannte Figur in den Kreisen“, erzählt Silke Böschen.

Doch nachdem feststeht, dass sie die Witwe eines Massenmörders ist, kann sie nicht länger in Dresden bleiben. „Cecelia nimmt einen falschen Namen an, flieht mit ihren vier kleinen Kindern nach Amerika und versucht dort, sich allein durchzuschlagen“, sagt Böschen, die die Spuren verfolgt hat.

 

Ein Wagnis – denn Frauen hatten zu jener Zeit keinen Beruf, durften keine Geschäfte tätigen, das übernahmen die Männer.

 

Auch Johanne Claussen ist nach der Explosion Witwe – mit gerade einmal 20 Jahren. Sie muss in kleinen Schritten lernen mit diesem ungeheuren Trauma – dem Verlust ihres Ehemannes und beinahe ihrer gesamten Familie – zurecht zu kommen.

Langsam fasst sie Fuß, bringt sich das Schreiben mit der anderen Hand bei, bekommt Einsicht in die Geschäfte ihres toten Mannes und ihres Vaters, der ebenfalls umgekommen ist.

„Johannes Schicksal hat mich selbst berührt. Man kann sich das Leid dieser Frau kaum vorstellen. Umso mehr hat mich beeindruckt, dass sie nicht aufgegeben hat“, sagt Silke Böschen, die Nachkommen von Johanne in Deutschland und Mexiko aufgespürt hat.

 

Johanne zerbrach nicht an ihrem Schicksal.
Und auch Cecelia kämpfte für ihre Kinder und für sich selbst.

 

Weibliche role models aus einer anderen Zeit. Die Fakten von Cecelia und Johanne hat Silke Böschen mit Fiktion zu einem spannenden Roman verwoben.

Frauen, die andere Frauen inspirieren können, das beschäftigt die Hamburgerin schon lange. Silke Böschen war – nach Anne Will – die zweite Frau, die die Sportschau moderiert hat, danach war sie das Gesicht des ARD-Politik-Magazins Kontraste.

„Aber spätestens seit ich Mutter zweier Töchter bin, beschäftigen mich Fragen nach Gleichberechtigung und der Rolle der Frau noch viel mehr“, erzählt die vielseitige Journalistin. Und so gibt sie als Kommunikationstrainerin besonders gern Seminare für Frauen. Da geht es um den souveränen Auftritt – ohne die eigene Weiblichkeit zu verleugnen.

Lesung

Mittwoch, 11.9.2019 – Hamburg
Lesung mit Silke Böschen in Hamburg
Lesung aus »Träume von Freiheit – Flammen am Meer«

 

Träume von Freiheit von Silke Böschen
(© Cover & Inhaltsangaben: Gmeiner Verlag)