Todestage berühmter Musiker, Musik-Produzenten, Film-Komponisten. Diskografien und Filmografien. 1960

Todestage berühmter Musiker, Musikproduzenten, Filmkomponisten. Diskografien Filmografien. 1960

 

12. Januar 1960
Carlos Di Sarli
* 7. Januar 1903 in Bahía Blanca
† 12. Januar 1960 in Olivos, Provinz Buenos Aires; eigentlich Cayetano Di Sarli)
Genannt „El Señor del Tango“, war ein argentinischer Musiker (Pianist), Arrangeur, Bandleader und Komponist des Tango. Er spielte über 200 Schallplatten ein.
Diskografie (Auswahl)
Carlos Di Sarli y su Orquesta Típica
78rpm: La Trilla (1942)
LPs
El Señor del Tango (1959)
El maestro y so (1959, mit dem Sänger Roberto Rufino)
Carlos Di Sarli mano a mano con el Dixie (1960, mit der Dutch Swing College Band)
Nubes de humo (1960)
Tiempo de Carlos Di Sarli (1964)
Mañana zarpa un barco (1964)
Sombras del puerto (1965)
Noblezza de arrabal (1965)
Di Sarli para coleccionistas (1965)
Patotero (1965)
Carlos Di Sarli – Alberto Podestá (1965, mit dem Sänger Alberto Podestá)
Carlos Di Sarli y su Orquesta (1965)
El Señor del Tango – Vol. 2 (1966)
Porteño y bailarín (1966)
Carlos Di Sarli – Vol. 1-3 (1966)
Carlos Di Sarli (con Robero Rufino) (1966, mit dem Sänger Roberto Rufino)
Carlos Di Sarli (1966)
Lo mejor de Carlos Di Sarli (1967)
Carlos Di Sarli – para siempre (1970)
Las grandes creaciones de Carlos Di Sarli (1975)
Mañana zarpa un barco (1980)
CDs
El Señor del Tango (1940-1950) (1991)
YouTube
Carlos Di Sarli

 

15. Januar 1960
Hugh Durham Prince
* 9. August 1906 in Greenville, South Carolina
† 15. Januar 1960 in New York
Auch Hughie Prince genannt, war ein US-amerikanischer Filmkomponist und Liedtexter, der mit dem Song Boogie Woogie Bugle Boy aus der Filmkomödie Buck Privates für einen Oscar nominiert wurde.
Soundtrack (Auswahl)
1941: Boogie Woogie Bugle Boy, Bounce Me Brother with a Solid Four, When Private Brown Becomes a Captain, You’re a Lucky Fellow, Mr. Smith, I Wish You Were Here aus dem Film Buck Privates
1941: You’re a Lucky Fellow, Mr. Smith aus dem Film In the Navy
1941: Beat Me Daddy, Eight to the Bar aus dem Kurzfilm In the Groove
1944: Boogie Woogie Bugle Boy aus dem Film Follow the Boys
1944: Sing aus dem Film Moonlight and Cactus
1944: Let’s Have Another One aus dem Film Dreaming
1946: Solid Potato Salad aus dem Film Breakfast in Hollywood
1946: Bounce Me Brother with a Solid Four aus dem Film One Exciting Week
1947: Bounce Me Daddy With A Solid Four aus dem Film Das Ei und ich (The Egg and I)
1962: Rhumboogie fand Verwendung in dem Film Spiel mit dem Schicksal (Saratoga Trunk)
1976: Boogie Woogie Bugle Boy, verwendet in der Bette Midler-Show
1986: Beat Me Daddy Eight to the Bar, verwendet in The 40th Annual Tony Awards
1988: Boogie Woogie Bugle Boy, verwendet in der Fernseh-Mini-Serie Feuersturm und Asche (War and Remembrance)
1992: Boogie Woogie Bugle Boy, verwendet in The Tonight Show Starring Johnny Carson
1995: Boogie Woogie Bugle Boy, verwendet in dem Film Schön ist die Jugendzeit (Lust och fägring stor)
1997: Boogie Woogie Bugle Boy, verwendet in der Fernseh-Mini-Serie The Shining
2004: Boogie Woogie Bugle Boy, verwendet in dem Film Ein Werk Gottes (Something the Lord Made)
2009: Boogie Woogie Bugle Boy, verwendet in dem Film Die fast vergessene Welt (Land of the Lost)
2012: Boogie Woogie Bugle Boy, verwendet in dem Film Red Tails
2015: Boogie Woogie Bugle Boy, verwendet in dem Film Pitch Perfect 2
Auszeichnung
Oscarverleihung 1942: Nominiert mit Boogie Woogie Bugle Boy aus der Filmkomödie Buck Privates
YouTube: Hugh Durham Prince
Boogie Woogie Bugle Boy

 

Pop-Musik-Shop bei Amazon.de: Finden Sie hier alle CDs, Musik-Downloads & Vinyl-Schallplatten. Besuchen Sie hier den Pop-Musik-Shop bei Amazon.de

 

18. Januar 1960
Gladys Alberta Bentley
* 12. August 1907 in Philadelphia
† 18. Januar 1960 in Los Angeles
war eine afroamerikanische Blues-Sängerin und Entertainerin. Bentley war einer der Stars der Harlem Renaissance während der 1920er und 1930er Jahren in den Speakeasy und den homosexuellen Clubs in New York City.
Diskografie
1945 Thrill Me Till I get My Fill
1945 Find Out What He Likes
1945 Notoriety Papa
Auszeichnungen
1980 Blues Hall of Fame
1986 National Women’s Hall of Fame
YouTube: Gladys Alberta Bentley

 

19. Januar 1960
Ralph Peer
* 22. Mai 1892 in Kansas City, Missouri
† 19. Januar 1960
war einer der ersten Musikproduzenten der Country-Musik. Als erste Band aus Tennessee nahm er 1927 die äußerst erfolgreiche Memphis Jug Band und 1928 Cannon’s Jug Stompers auf. Peer zeichnete Aufnahmen von Jimmie Rodgers und der Carter Family auf und entdeckte damit die ersten Superstars der Country-Musik. Er ist Entdecker und Förderer der ersten großen Country-Stars. Für seine Verdienste wurde er 1984 in die Country Music Hall of Fame aufgenommen.
YouTube: Ralph Peer

 

30. Januar 1960
Andrew Brown
* 2. Februar 1900 in St. Louis
† 30. Januar 1960 in New York City
war ein US-amerikanischer Jazzmusiker (Klarinette, Bassklarinette und Tenorsaxophon). Lawson spielte in den frühen 1920er-Jahren in der Oddfellows Band von P. B. Langford, schließlich in Wilson Robinsons Orchester, aus dem das Cotton Club Orchestra hervorging. Erste Aufnahmen entstanden mit dem Cotton Club Orchestra unter Leitung von Andy Preer. Ende der 12920er-Jahre arbeitete er mit Leroy Tibbs und dessen Connie’s Inn Orchestra sowie mit The Missourians. Um 1930 wurde er Mitglied des Orchesters von Cab Calloway, mit dem er 1934 auf Europatournee ging. Im Bereich des Jazz war er zwischen 1924 und 1951 an über 100 Aufnahmesessions beteiligt.
YouTube: Andrew Brown

 

5. Februar 1960
Rudolf Nelson
* 8. April 1878 in Berlin
† 5. Februar 1960 in Berlin; eigentlich Rudolf Lewysohn
war ein im Berlin der 1920er-Jahre berühmt gewordener Kabarettist, Pianist, Komponist und Theaterdirektor mit der Spezialität der „kleinen“ Kunst. Er schrieb auch die Musik zu Revuen (er schrieb rund 30 Revuen), die am Metropol-Theater Berlin aufgeführt wurden, und komponierte einige Operetten. Die prachtvollen, zugleich unpolitischen Nelson-Revuen waren ein Bestandteil der Goldenen Zwanziger in Berlin.
Dass Berlin die Hauptstadt der Unterhaltung wurde, war ein gutes Stück Rudolf Nelson und seinem Ensemble zu verdanken: Marlene Dietrich, Hans Albers, Claire Waldoff und Willy Prager hatten seine Lieder gesungen, Josephine Baker war in seinem Theater aufgetreten und Kurt Tucholsky hatte Texte für seine zahllosen Operetten und Revuen geschrieben. Eine seiner bekanntesten Kompositionen ist der Schlager Tamerlan. Das umfangreiche Rudolf-Nelson-Archiv befindet sich im Archiv der Akademie der Künste in Berlin.
YouTube: Rudolf Nelson

 

6. Februar 1960
Jesse Belvin
* 15. Dezember 1932 in San Antonio Texas
† 6. Februar 1960 in Fairhope, Arkansas
war ein amerikanischer R&B-Sänger, Pianist und Songwriter. Der gebürtige Texaner wuchs in Los Angeles auf und kam schnell mit der aufblühenden örtlichen R&B-Szene in Kontakt. Er wurde der Anführer einer Clique um junge schwarze Musiker, darunter Richard Berry, Marvin Phillips, Sam Cooke, Eugene Church und Tony Allen. 1953 wurde eine Gemeinschaftsproduktion unter dem Namen Jesse & Marvin zu einem ersten Hit: Dream Girl kam bis auf den zweiten Platz der R&B-Charts.
Earth Angel von den Penguins war sein bekanntestes Werk, das zu einem häufig gecoverten Doo-Wop-Standard wurde und als erste R&B-Platte gilt, der ein Crossover in den weißen Pop-Markt gelang. Sein durch den entspannten Gesang erworbener Beiname Mr. Easy war auch als Titel eines RCA-Albums für das folgende Jahr geplant. Das Album sollte Kollaborationen mit den RCA-Jazzern Art Pepper, Jack Sheldon, Frank Rosolino und Mel Lewis beinhalten.
Am 6. Februar 1960 kamen Jesse Belvin und seine Frau Jo Ann jedoch nach einem Konzert in Little Rock, Arkansas, bei einem Unfall ums Leben. Jesse Belvins meist gelobtes Album Mr. Easy kam erst posthum heraus. Da Belvin zum Zeitpunkt seines Todes 27 Jahre alt war, wird er gelegentlich im Zusammenhang mit dem Klub 27 genannt, der bekannte Musiker dieses Todesalters vereint.
Diskografie
Singles
1952: Baby Don’t Cry / Confessin’ Blues, Specialty 435
1952: Hang Your Tears Out to Dry / Dream Girl, King 4607
1955: I’m Only a Fool / Trouble And Misery, Money 208
1955: One Little Blessing / Gone, Specialty 550
1955: Love Love of My Life / Where’s My Girl, Specialty 559
1956: Betty My Darling / Dear Heart, Hollywood 1059
1956: Goodnight My Love (Pleasant Dreams) / I Want You with Me Christmas, Modern 1005
1957: I Need You So / Senorita, Modern 1013
1957: Don’t Close the Door / By My Side, Modern 1015
1957: I’m Not Free / Sad & Lonesome (Blues), Modern 1020
1957: You Send Me / Summertime, Modern 1025
1957: Beware / Dry Your Tears, Cash 1056
1957: Just to Say Hello / My Satellite, Modern 1027
1958: Nel blu dipinto di blu / Ever Since We Met, RCA 47-7310
1958: Funny / Pledging My Love, RCA 47-7387
1959: Guess Who / My Girl Is Just Enough Woman for Me, RCA 47-7469
1959: Deacon Dean Tucker / Little Darling, Knight 2012
1959: So Fine / Sentimental Heart, Federal 12355
1959: Here’s a Heart / It Could’ve Been Worse, RCA 47-7543
1959: Give Me Love / I’ll Never Be Lonely Again, RCA 47-7596
1960: The Door Is Always Open / Something Happens to Me, RCA 47-7675
1960: I’m Confessin’ / Deep in My Heart, Class 267
1961: Looking for Love / Tonight My Love, Impact 23
Alben
Modern Records veröffentlichte nach Jesses Tod viele der Titel erneut als Kompilationen auf den Sublabels Crown Records, Kent Records und United Superior.
Auch RCA gab posthum viele Best-Of-Alben heraus.
Die Specialty-Aufnahmen erschienen erst in den 1980ern auf ACE Records und Specialty-Compilations. Zu Lebzeiten des Künstlers erschien nur Just Jesse Belvin.
1959: Just Jesse Belvin, RCA LPM 2089
1960: Mr. Easy, RCA LPM 2105
YouTube: Jesse Lorenzo Belvin

 

4. April 1960
Sylvester Weaver
* 25. Juli 1897 in Louisville, Kentucky
† 4. April 1960 in Louisville
war ein US-amerikanischer Bluesgitarrist und Pionier des Country Blues. Am 23. Oktober 1923 spielte er gemeinsam mit der Bluessängerin Sara Martin in New York die 78er „Longing for Daddy Blues“ / „I’ve Got to Go and Leave My Daddy Behind“ ein, zwei Wochen darauf als Solist die Platte „Guitar Blues“ / „Guitar Rag“; beide Aufnahmen wurden auf Okeh Records veröffentlicht.
Diese Aufnahmen stellen die ersten Country-Blues-Aufnahmen überhaupt dar. Insbesondere das (eigentlich auf einem Gitarrenbanjo eingespielte) Stück „Guitar Rag“ zählt bis heute zu den Klassikern des frühen Blues, eine Bearbeitung aus den 1930er Jahren von Bob Wills and the Texas Playboys wurde als „Steel Guitar Rag“ zu einem Country-Standard.
Bis 1927 nahm Weaver, teils mit Sara Martin, teils als Solist, rund 50 weitere Stücke auf, bei einigen Aufnahmen aus dem Jahr 1927 wurde er von einem weiteren Gitarristen, Walter Beasley, sowie der Sängerin Helen Humes begleitet. Weaver bediente sich häufig des Bottleneck-Stils, wobei er ein Taschenmesser verwendete. 1992 erschien sein Gesamtwerk auf 2 CDs. Die KBS verleiht des Weiteren seit 1989 jedes Jahr den Sylvester Weaver Award an Personen, die sich um den Blues verdient gemacht haben.
Diskografie
Complete Recorded Works Vol. 1 (1923-1927) (Document Records, ed. 1992)
Complete Recorded Works Vol. 2 (1927) (Document Records, ed. 1992)
YouTube: Sylvester Weaver

 

13. April 1960
Beverly Kenney
* 29. Januar 1932 in Harrison, New Jersey
† 13. April 1960 in New York City)
war eine US-amerikanische Jazzsängerin. Sie genoss eine große Anerkennung bei den Kritikern, sah jedoch nur wenig Anerkennung beim breiten Publikum, was sie im vorherrschenden Rock & Roll begründet sah. Während Kenney in den Vereinigten Staaten in Vergessenheit geriet, genoss sie nach ihrem Tod Kultstatus in Japan, wo die meisten ihrer LPs als Compact Discs erschienen.
Diskografie
Beverly Kenney Sings for Johnny Smith (Roost, 1956)
Come Swing with Me (Roost, 1956)
Beverly Kenney Sings with Jimmy Jones & the Basie-ites (Roost, 1957)
Beverly Kenney Sings for Playboys (Decca, 1958)
Born to be Blue (Decca, 1959)
Like Yesterday (Decca, 1960)
Snuggled on Your Shoulder (SSJ Records, ed. 2006; enthält die Demoaufnahmen von 1954)
YouTube: Beverly Kenney

 

April 1960
Bud Jacobson
* 22. Februar 1903
† April 1960
war ein amerikanischer Musiker (Altsaxophon, Klarinette, Piano) und Bandleader des Chicago Jazz. In den 1920er-Jahren spielte Jacobson, stilistisch von Frank Teschemacher beeinflusst, mit zahlreichen Vertretern des Chicago Jazz, wie mit Wingy Manone, Thelma Terry (mit der 1928 seine ersten Aufnahmen für Columbia entstanden), Bud Freeman („Crazeology“, OKeh) und Floyd Towne, 1930 auf Schiffen auf den Great Lakes bei Joe Kayser, außerdem mit Frank Snyder und Frank Melrose (1935), Jimmy McPartland (1939) sowie als Begleitpianist von Anita O’Day.
Ende der 1930er-Jahre arbeitete Jacobson mit eigenen Formationen, daneben bei Joey Conrad, Earl Wiley, Mark Fisher und Jack Page; 1941 gründete Jacobson die Jungle Kings, in denen u. a. auch Frank Melrose spielte. Mit den Jungle Kings spielte Jacobson zwischen 1941 und 1946 eine Reihe von Titeln ein. Im Bereich des Jazz war er zwischen 1928 und 1946 an 13 Aufnahmesessions beteiligt.
YouTube: Orville „Bud“ Jacobson

 

1. Mai 1960
Smokey Hogg
* 27. Januar 1914 bei Westconnie, Texas
† 1. Mai 1960 in McKinney, Texas
war ein Country Blues-Sänger und Gitarrist. Smokey Hogg war einer der populärsten Sänger/Gitarristen des Texas-Country Blues-Stils der Nachkriegszeit. In Los Angeles nahm Hogg den Titel “Long Tall Mama” (1949) und ein weiteres Broonzy-Stück namens “Little School Girl” (1950), das Platz 9 der amerikanischen Rhythm and Blues-Charts eroberte.
Hogg’s Country Blues-Stil, der stark von Big Bill Broonzy, Peetie Wheatstraw and Black Ace beeinflusst war, war während der 1940er und in den frühen 1950er Jahren bei Plattenkäufern im Süden der USA sehr populär. Hogg nahm bis zum Ende der 1950er Jahre Platten auf und starb 1960 an Krebs. Mit Titeln wie Country Gal, Shake A Leg und I Love You Baby machte sich Smokey Hogg auch in Jazzkreisen einen Namen.
YouTube: Andrew ‘Smokey’ Hogg

 

13. Mai 1960
Gid Tanner
* 6. Juni 1885 in Thomas Bridge, Georgia
† 13. Mai 1960 in Dacula, Georgia
war ein US-amerikanischer Old-Time-Musiker. Mit der Stringband Gid Tanner and his Skillet Lickers war Tanner zwischen 1926 und 1931 einer der erfolgreichsten Old-Time-Musiker Amerikas. Zusammen mit Riley Puckett, Clayton McMichen und Fate Norris tat er sich zu der Band Gid Tanner and his Skillet Lickers zusammen, dessen erste Platten 1925 eingespielt wurden.
Diskographie
Columbia Records
Johnson’s Old Gray Mule / Chicken Don’t Roost To Big For Me (1924)
Alabama Gal, Give The Fiddler A Dram / Black Eyed Susie (1924)
Sourwood Mountain / Cumberland Gap (1924)
Don’t Grieve Your Mother / Be Kind To A Man When He’s Down (1924)
Fox Chase / Arkansaw Traveller (1924)
Georgia Railroad / John Henry (1924)
Old Time Tunes / Just Gimme The Leavings (1925)
S-A-V-E-D / Where Did You Get That Hat (1926)
Travelling Man / Goodbye Booze (1926)
New Dixie / I Don’t Reckon That’ll Happen Again (1926)
Baby Lou / Football Rag (1926)
Everyday Will Be Sunday Bye and Bye / Please Do Not Get Offended (1926)
Gather The Flowers / Bring Back My Blue Eyed Boy (1929)
If You Want To Go A-Courtin’ / You’ve Got To Stop Drinkin’ Shine (1930)
Bluebird Records
Practice Night With Skillet Lickers, Pt.1 / Practice Night With Skillet Lickers, Pt.2 (1934)
Tanner’s Boarding House / On Tanner’s Farm (1934)
I’m Satisfied / Three Nights Drunk (1934)
Vocalion Records
Little Old Sod Shanty / The Bum’s Rush
Goin’ Down To Town
YouTube: James Gideon „Gid“ Tanner

 

21. Juli 1960
Phil Charig
* 31. August 1902 in New York City
† 21. Juli 1960 in New York City
war ein US-amerikanischer Komponist und Liedtexter, der bei der Oscarverleihung 1939 für den Oscar für den besten Song nominiert war. Er begann als Komponist und Liedtexter für Broadway-Theaterproduktionen und Revuen wie „Allez-Oop“, „Americana“ (1926) und „Shoot the Works“ zu arbeiten.
Zu seinen seit Mitte der 1920er Jahre bekannten Broadway-Melodien gehörten Songs wie „Let Yourself Go“, „Where Are You?“„Yes, Yes, Yvette“, „Just Fancy“, „Follow the Girls“, „For Days and Days“, „Six O’Clock“, „Happy Melody“, „One-Two-Three“, „Sunny Disposish“, „Sweet So-and-So“, „Fancy Our Meeting“, „The One I’m Looking For“, „It’s Not You“, „Take It or Leave It“, „There’s Almost Tomorrow“, „I Wanna Get Married“ und „Twelve O’Clock and All Is Well“.
Außerdem komponierte er Lieder für einige wenige Filme und wurde 1939 zusammen mit Arthur Quenzer für das Titellied Merrily We Live zum Film Wie leben wir doch glücklich! (1938) für den Oscar in der Kategorie Bester Song nominiert. Daneben schuf er Musik für den Laurel und Hardy-Film Als Salontiroler (1938).
YouTube: Phil Charig

 

21. Juli 1960
Al Hoffman
* 25. September 1902 in Minsk, Russland, jetzt Weißrussland
† 21. Juli 1960 in New York, Vereinigte Staaten
war ein US-amerikanischer Filmkomponist, Liedtexter und Schlagzeuger russischer Herkunft. Er war 1951 für einen Oscar nominiert. Sein erstes Lied für einen Film war Over the Garden Wall, das er 1929 zusammen mit Alex Kramer und Mann Curtis für den Soundtrack des Kurzfilms The Roof Gardens Revue lieferte. 1951 erhielt Hoffman gemeinsam mit Mack David und Jerry Livingston eine Oscar-Nominierung in der Kategorie „Bester Song“ für das Lied Bibbidi-Bobbidi-Boo aus dem abendfüllenden Zeichentrickfilm Cinderella der Walt-Disney-Studios.
Seine letzte Filmmusik lieferte Hoffman 1954 für den Science-Fiction-Film 20.000 Meilen unter dem Meer mit dem Titel A Whale of a Tale. Zu seinen bekanntesten Songs gehören unter anderem I Apologize (1931), Fit As a Fiddle (1932), Black Coffee (1935), I’m in a Dancing Mood (1936), On the Bumpy Road to Love (1938), Chi-Baba, Chi-Baba (1947), Takes Two to Tango (1953) und sein letzter Hit aus dem Jahr 1959 La Plume de Ma Tante. Im Jahr 1984, 24 Jahre nach seinem Tod, wurde Hoffman in die Songwriters Hall of Fame aufgenommen. 1.500 Musikstücke von ihm sind in der ASCAP registriert.
Filmografie (Auswahl)
– Soundtrack, Songs:
1929: The Roof Gardens Revue (Kurzfilm; Texter: Over the Garden Wall)
1929: Kuschel-Liebe (Angora Love; Texter: You’re Pain in the Heart to Me)
1932: Ein Dieb mit Klasse (Jewel Robbery, Kurzfilm; Texter: I Apologize)
1932: Hollywood on Parade No. A-2 (Kurzfilm; Texter: Auf Wiedersehen, My Dear)
1933: The Magic Mummy (Kurzfilm; Musik: The Cop on the Beat, the Man in the Moon)
1933: Baby Face (Texter: Meet Me in the Gloaming)
1933: King Kongs Sohn (The Son of Kong; Texter: Fit As a Fiddle)
1934: Marie Galante (Texter: Serves Me Right for Treating You Wrong)
1935: She Shall Have Music (Texter: The Band That Jack Built, Moanin’ Minnie, Sailing Along on a Carpet of Clouds, Nothin’ on Earth, Don’t Ask Me Any Questions, Do The Runaround, May All Your Troubles Be Little Ones, My First Thrill)
1935: Car of Dreams (Texter: Car of Dreams)
1935: First a Girl (Texter: Little Silkworm, It’s Written All Over Your Face, I Can Wiggle, My Ears, Say the Word and It’s Yours, Every Thing’s in Rhythm With My Heart, Half and Half, Londonola – als A. Hoffman)
1935: Come Out of the Pantry (Everything Stops for Tea, From One Minute to Another)
1936: This’ll Make You Whistle (Texter: I’m in a Dancing Mood, There Isn’t Any Limit to My Love, Without Rhythm, You’ve Got the Wrong Rhumba, I’m Never Too Busy for You, Cocktail Time, Keep Your Eye on the Sky, I Don’t Give a Continental, I Make a Motion, My Red Letter Day, Crazy with Love)
1937: The Minstrel Boy (Texter: Sweet Muchacha)
1937: Jung und unschuldig (Young and Innocent; Texter: No One Can Like the Drummer Man – als Hoffman)
1938: Listen, Darling (Lyrik und Musik: On the Bumpy Road to Love)
1939: Kaninchen im Hut (Prest-O Change-O, Kurzfilm; Texter: Black Coffee (1935))
1940: Vorsicht Kamera (Elmer’s Candid Camera, Kurzfilm; Musik: Sticks and Stones)
1941: Kaninchenplage (Elmer’s Pet Rabbit, Kurzfilm; Musik: Apple Blossoms and Chapel Bells)
1942: Get Hep to Love (Texter: Let’s Hitch a Horsie to the Automobile)
1943: Das große Rennen (Tortoise Wins by a Hare, Kurzfilm; Texter: Black Coffee)
1943: Stage Door Canteen (Lyrik und Musik: Machine Gun Song)
1944: Swing in the Saddle (Texter: She Broke My Heart in Three Places)
1945: Weihnachten nach Maß (Christmas in Connecticut; Texter: She Broke My Heart in Three Places)
1946: Cinderella Jones (Texter: She Broke My Heart in Three Places)
1947: Rose of Santa Rose (Texter: Rose of Santa Rosa)
1948: Music Man (Texter: Little Man, You’ve Had a Busy Day)
1949: Venus am Strand (The Girl from Jones Beach; Texter: Auf Wiedersehen, My Dear)
1950: Cinderella/Aschenputtel (Lyrik und Musik: Bibbidi-Bobbidi-Boo, So This Is Love, A Dream Is a Wish Your Heart Makes, Cinderella, The Work Song, Sing, Sweet Nightingale, alle von 1949)
1951: Alice im Wunderland (Alice in Wonderland; Texter: A Very Merry Un-Birthday (The Un-Birthday Song))
1951: Drei Frauen erobern New York (Two Tickets to Broadway; Song: There’s No Tomorrow)
1952: Singin’ In The Rain (auch Du sollst mein Glücksstern sein; Musik: Fit as a Fiddle (1932))
1952: Einmal wirklich leben (Ikiru; Song: Bibbidi-Bobbidi-Boo)
1953: A Mouse Divided (Kurzfilm; Musik: Apple Blossoms and Chapel Bells)
1954: 20.000 Meilen unter dem Meer (20,000 Leagues Under the Sea; Musik: A Whale of a Tale)
1954–1956: Your Hit Parade (Fernsehserie/Show, 3 Folgen; Texter: Hot Diggity, Papa Loves Mambo)
1955: The George Burns and Gracie Allen Show (Fernsehserie/Show, 1 Folge; Texter: I Love Her, That’s Why)
1956–1958: You Bet Your Life (Fernsehserie, 2 Folgen; Musik: Heartaches)
1956–1959: The Perry Como-Show (Fernsehserie/Show, 2 Folgen; Texter: Hot Diggity (Dog Ziggity Boom))
1957: The Bob Hope Show (Fernsehserie/Show, 1 Folge; Texter: I’m Going to Live Until I Die)
1957: Kein Platz für feine Damen (This Could Be the Night; I’m Gonna Live Till I Die)
1957: The Gisele MacKenzie Show (Fernsehserie/Show, 1 Folge; Lyrik: Little Man, You’ve Had a Busy Day)
1958: The Frank Sinatra Show (Fernsehserie/Show, 1 Folge; Texter: I’m Gonna Live Until I Die)
Auswahl von Produktionen
– in die seine Werke nach seinem Tod Eingang fanden:
1961: Blaues Hawaii (Blue Hawaii; Hawaiian Wedding Song)
1964: Coronation Street (Fernsehserie, 1 Folge; Texter: Mairzy Doats)
1964: 36 Stunden (36 Hours; Lyrik: Mairzy Doats)
1965: Das Narrenschiff (Ship of Fools; Lyrik und Musik: Auf Wiedersehen, My Dear)
1971,1978: M*A*S*H (Fernsehserie, 2 Folgen; Lyrik und Musik: Mairzy Doats)
1972: The Ruling Class (Texter: Mairzy Doats And Dozy Doats)
1973: Elvis: Aloha from Hawaii – Rehearsal Concert (Fernsehübertragung; Texter: Hawaiian Wedding Song)
1975: Der Tag der Heuschrecke (The Day of the Locust; Everything’s in Rhythm with My Heart)
1976: The Bette Midler Show (Fernseh-Special; Texter: A Dream Is a Wish Your Heart Makes)
1978: Bobby Vinton’s Rock ’n Rollers (Fernsehspecial; Texter: Hot Diggity (Dog Ziggity Boom))
1980: Wie ein wilder Stier (Raging Bull; Musik: Heartaches (1931))
1984: Der Pate von Greenwich Village (The Pope of Greenwich Village; Musik: Heartaches (1931))
1985: Die Himmelsstürmer (Heaven Help Us; Lyrik: Hawaiian Wedding Song)
1985: Falcon Crest – Cold Comfort (Fernsehserie; Texter: Mairzy Doats)
1987: Radio Days (Texter: Mairzy Doats)
1989: Zurück in die Zukunft II (Back to the Future Part II; Texter: Papa Loves Mambo)
1990: Twin Peaks (Fernsehserie, 1 Folge; Texter: Mairzy Doats)
1991: For the Boys – Tage des Ruhms, Tage der Liebe (For the Boys; Texter: I Apologize)
1992: Mein Vetter Winnie (My Cousin Vinny; Texter: Secretly, Are You Really Mine)
1995: Casino (Texter: Takes Two to Tango)
1996: Der Zufallslover (The Pallbearer; Texter: Papa Loves Mambo)
1997: Comedian Harmonists (Musik: Auf Wiederseh’n my Dear)
2000: The Cell (Texter: Mairzy Doats)
2001: Ocean’s Eleven (Texter: Papa Loves Mambo)
2001: Die Liebe der Charlotte Gray (Charlotte Gray; Texter: Black Eyed Susann Brown)
2002: Cinderella 2 – Träume werden wahr (Cinderella II: Dreams Come True; Musik: Put It Together; Bibbidi-Bobbidi-Boo)
2003: Bad Santa (Texter: Papa Loves Mambo (1954))
2006: Rebell in Turnschuhen (Stick It; Texter: Papa Loves Mambo)
2008–2014: Dancing with the Stars (Fernsehserie/Show, 3 Folgen; Texter: I Can’t Tell A Waltz From A Tango, So This Is Love)
2009: Nowhere Boy (Texter: If I Knew You Were Comin’ I’d’ve Baked a Cake)
2009: Everybody’s Fine (Texter: Papa Loves Mambo)
2010: Kingdom Hearts Birth by Sleep (Videospiel; Musik: Bibbidi-Bobbidi-Boo)
2013: R.E.D. 2 (RED 2; Texter: Papa Loves Mambo)
2013: Saving Mr. Banks (Texter: A Dream Is a Wish Your Heart Makes)
2014: Strictly Come Dancing – Week 6: Halloween Special (Fernsehshow-Serie; Texter: Hot Diggity (Dog Ziggity Boom))
Auszeichnung
1951: Oscarnominierung für den Song Bibbidi-Bobbidi-Boo aus Cinderella

 

Pop-Musik-Shop bei Amazon.de: Finden Sie hier alle CDs, Musik-Downloads & Vinyl-Schallplatten. Besuchen Sie hier den Pop-Musik-Shop bei Amazon.de

 

23. Juli 1960
Prince Robinson
* 7. Juni 1902 in Portsmouth (Virginia), Virginia
† 23. Juli 1960 in New York City
war ein US-amerikanischer Jazz-Tenorsaxophonist und Klarinettist des Swing. Robinson kam 1924 nach New York und spielte hier mit Elmer Snowden, Duke Ellington 1924 und war 1927 mit Leon Abbey auf Südamerika-Tournee. Danach war er Mitglied von McKinney’s Cotton Pickers, bei denen er in den Titeln Crying and Sighting, Rainbow Round My Shoulder (1928) und I Found a New Baby (1929) solistisch glänzte.
Nach Auflösung der Band 1934 arbeitete er mit Blanche Calloway, Willie Byant 1937/38, Roy Eldridge, Lucky Millinder und von 1940 bis 1944 mit Louis Armstrong zusammen (zu hören in den Titeln Yes Suh, I’ll Get Mine Bye and Bye 1941 und Coquette 1942).
Er nahm in dieser Zeit auch Titel mit Teddy Wilson (You Showd Me the Way, The Mood That I’m In, 1937), und Lil Hardin Armstrong (When I Went Back Home, 1937) auf. Von 1947 bis 1953 arbeitete er mit Claude Hopkins, 1953 mit Dickie Wells und ab 1954 mit Freddie Washington zusammen.
YouTube: Prince Robinson

 

24. Juli 1960
Hans Albers
* 22. September 1891 in Hamburg
† 24. Juli 1960 in Kempfenhausen, Bayern
war ein deutscher Schauspieler und Sänger, der als „blonder Hans“ zum Volksidol wurde. Seine Theaterkarriere begann er am dortigen Neuen Theater (Frankfurt am Main), anfangs mit mäßigem Erfolg. In der Spielzeit 1912/13 debütierte er am Stadttheater Güstrow, meist in der Rolle des jugendlichen Liebhabers. Sein erster großer Erfolg nach dem Ersten Weltkrieg war die Rolle des Kellners Gustav Tunichtgut im Stück Die Verbrecher von Ferdinand Bruckner.
Nach über hundert Stummfilmrollen spielte er 1929 in einem der ersten deutschen Tonfilme, Die Nacht gehört uns und kurz darauf an der Seite von Marlene Dietrich in Der blaue Engel.
Filmografie
Stummfilme
1917: Das Spitzentuch der Fürstin Wolkowska
1917: Die Tochter der Gräfin Stachowska
1918: Das Lied der Colombine
1918: Der Mut zur Sünde
1918: Am Scheidewege
1918: Liebe und Leben
1918: Leuchtende Punkte
1918: Halkas Gelöbnis
1918: Der Fluch des Nuri
1919: Aus eines Mannes Mädchenjahren
1920: Das Grand Hotel Babylon
1920: Die 999. Nacht
1921: Taschendiebe
1922: Der böse Geist Lumpaci Vagabundus
1922: Menschenopfer
1922: Der falsche Dimitry
1922: Lyda Ssanin
1923: Irene d’Or
1923: Fräulein Raffke
1923: Inge Larsen
1924: Das Testament des Joe Sivers
1924: Auf Befehl der Pompadour
1925: Ein Sommernachtstraum
1925: Der König und das kleine Mädchen
1925: Vorderhaus und Hinterhaus
1925: Das Mädchen mit der Protektion
1926: Es blasen die Trompeten / Husarenliebe
1926: Die Gesunkenen
1926: Der Mann aus dem Jenseits
1926: An der schönen blauen Donau
1926: Nur eine Tänzerin (Bara en danserska)
1926: Die Warenhausprinzessin
1926: Die versunkene Flotte
1927: En perfekt gentleman
1927: Die Frau, die nicht nein sagen kann
1927: Eine Dubarry von heute
1927: Die Villa im Tiergarten
1927: Primanerliebe
1927: Üb’ immer Treu’ und Redlichkeit
1927: Der goldene Abgrund / Schiffbrüchige des Lebens
1928: Frauenarzt Dr. Schäfer
1928: Herr Meister und Frau Meisterin
1928: Saxophon-Susi
1928: Weib in Flammen
1929: Der rote Kreis
1929: Asphalt
1929: Mascottchen
1929: Vererbte Triebe: Der Kampf ums neue Geschlecht
1929: Drei machen ihr Glück
Tonfilme
Nach über hundert Stummfilmrollen spielte er 1929 in einem der ersten deutschen Tonfilme, Die Nacht gehört uns und kurz darauf an der Seite von Marlene Dietrich in Der blaue Engel.
1929: Die Nacht gehört uns
1930: Der blaue Engel
1930: Der Greifer
1930: Hans in allen Gassen
1931: Drei Tage Liebe
1931: Bomben auf Monte Carlo
1931: Der Draufgänger
1932: Der weiße Dämon/Das Rauschgift
1932: Der Sieger
1932: Quick
1932: F.P.1 antwortet nicht
1933: Heut kommt’s drauf an
1933: Ein gewisser Herr Gran
1933: Flüchtlinge
1934: Gold
1934: Peer Gynt
1935: Henker, Frauen und Soldaten
1935: Varieté
1936: Unter heißem Himmel
1936: Savoy-Hotel 217
1937: Die gelbe Flagge
1937: Der Mann, der Sherlock Holmes war
1938: Fahrendes Volk
1938: Sergeant Berry
1939: Wasser für Canitoga
1940: Ein Mann auf Abwegen
1940: Trenck, der Pandur
1941: Carl Peters
1943: Münchhausen
1944: Große Freiheit Nr. 7
1945: Shiva und die Galgenblume (unvollendet)
1947: … und über uns der Himmel
1950: Föhn
1950: Vom Teufel gejagt
1951: Blaubart
1952: Nachts auf den Straßen
1953: Jonny rettet Nebrador
1953: Käpt’n Bay-Bay
1954: An jedem Finger zehn
1954: Auf der Reeperbahn nachts um halb eins
1955: Der letzte Mann
1956: Vor Sonnenuntergang
1957: Die Verlobten des Todes (I fidanzati della morte)
1957: Der tolle Bomberg
1957: Das Herz von St. Pauli
1958: Der Greifer
1958: Der Mann im Strom
1958: 13 kleine Esel und der Sonnenhof
1960: Kein Engel ist so rein
Schallplattenaufnahmen
Fast alle von Albers eingespielten Schlager entstammen den Soundtracks seiner Filme; insbesondere die Musik zu Große Freiheit Nr. 7 (1943/1944), Wasser für Canitoga (1939) und F.P.1 antwortet nicht (1932) verhalf ihm zu Popularität als Sänger. Albers’ größter musikalischer Erfolg war seine für Große Freiheit Nr. 7 aufgenommene, mit einem deutschsprachigen Text von Helmut Käutner versehene Version des alten südamerikanischen Liedes La Paloma.
1932
Gnädige Frau, komm’ und spiel’ mit mir (aus dem Film Quick), 11. August
Flieger, grüß mir die Sonne (aus dem Film F.P.1 antwortet nicht), 7. Juli
Ganz dahinten, wo der Leuchtturm steht (aus dem Film F.P.1 antwortet nicht), 7. Juli
Ich kam aus Alabama (Oh, Susanna aus dem Film Rivalen), 13. Februar
Hoppla, jetzt komm’ ich (Erfolgssong aus dem Film Der Sieger), 9. Februar
Komm’ auf die Schaukel, Luise (aus dem Bühnenstück Liliom), 9. Februar
Das ist die Liebe der Matrosen (aus dem Film Bomben auf Monte Carlo)
In Hamburg an der Elbe (Seemannschoral)
Kind, du brauchst nicht weinen (aus dem Film Der Draufgänger), 23. November
Ich will Sie küssen, wenn Sie es verlangen
Hamburger Kedelklopper (nach der Melodie von Der Stiefelputzer)
1933
Hans im Glück (Potpourri der beliebtesten Albers-Film- und Bühnenschlager), 4. März
Mein Gorilla hat ’ne Villa im Zoo (aus dem Film Heut kommt’s darauf an), 13. Februar
Immer, wenn ich glücklich bin (aus dem Film Heut kommt’s darauf an), 13. Februar
Ich bin der Hans im Glück (aus dem Film Heut kommt’s drauf an), 9. Februar
In 24 Stunden (aus dem Film Heut kommt’s darauf an), 9. Februar
1934
Nun muß ich fort, ade, mein Kind (aus dem Film Peer Gynt), 13. Dezember
Ases Tod (aus dem Film Peer Gynt), 13. Dezember
1936
Unter heißem Himmel (aus dem gleichnamigen Film), 15. Dezember
Auf der Reeperbahn nachts um halb eins, 1. April
In meinem Herzen, Schatz, da ist für viele Platz (aus dem Film Savoy-Hotel 217), 1. April
Und über uns der Himmel (aus dem gleichnamigen Film), 1. April (Der gleichnamige Film wurde jedoch erst 1947 produziert)
1937
Jawohl, meine Herr’n (aus dem Film Der Mann, der Sherlock Holmes war), 2. Juli
Ich hab’ eine kleine Philosophie, 2. Juli
1939
Good Bye, Jonny (aus dem Film Wasser für Canitoga)
1944
La Paloma (aus dem Film Große Freiheit Nr. 7), 19. Dezember
Beim ersten Mal, da tut’s noch weh (aus dem Film Große Freiheit Nr. 7), 19. Dezember
Auf der Reeperbahn nachts um halb eins (aus dem Film Große Freiheit Nr. 7)
1947
Sehnsuchtsmusik (Lied der Ferne), 4. Dezember
Lied der Flüchtlinge, 28. Mai
Goodbye Johnny (aus dem Film Wasser für Canitoga), 28. Mai
Hein Mück (aus Bremerhaven), 23. April
Zwischen Hamburg und Haiti (aus dem gleichnamigen Film), 23. April
Und über uns der Himmel (aus dem gleichnamigen Film)
1950
Bohemien (langsamer Walzer), Dezember
Föhn (Lied aus dem gleichnamigen Film), Dezember
Rummelplatz (Walzerlied), Oktober
Auf der Reeperbahn nachts um halb eins (Walzerlied, rare Version), Juni
La Paloma (rare Version), Juni
Das gibt es nur in Texas (Deep in the Heart of Texas mit Evelyn Künneke)
In Arizona und Arkansas (Foxtrott und Duett mit Evelyn Künneke)
Sag, wie heißt du (Seemannslied und Slowfox)
Ich kam aus Alabama (Oh, Susanna aus dem Film Rivalen)
Der Wind und das Meer
Hafenlied (Beguine)
Wenn du mein Schatz wärst (aus der Operette 3× Georges)
Ich frag’ nicht, ob du Geld hast (aus der Operette Hopsa)
Das Lied vom Nigger Jim (aus der Operette Hopsa)
Das Lied vom Kolumbus (aus der Operette Hopsa)
Nic ist braun wie eine Kaffeebohne (Marschfox mit den Geschwistern Burgstaller)
Fünf kleine Affen (mit dem Trio Fitzett)
Mein Onkel hat Plantagen
1951
Kleine Nordseeschwalbe (mit den Geschwistern Burgstaller)
Kokosnüsse und Bananen (Foxlied)
Kapitän hieß Jack (Marschfox)
1952
In jedem Hafen gibt’s den Blauen Peter (Tango), 11. Juni
In Hamburg an der Elbe (Seemanns-Choral, Lied und Marsch), 11. Juni
Auf der Reeperbahn nachts um halb eins (aus dem gleichnamigen Film)
O Signorina-rina-rina (aus dem Film Käpt’n Bay-Bay)
Kleine weiße Möwe (aus dem Film Käpt’n Bay-Bay)
Komm’ auf die Schaukel, Luise (aus dem Film Auf der Reeperbahn nachts um halb eins)
Kleine Möve, flieg nach Helgoland (aus dem Film Auf der Reeperbahn nachts um halb eins)
Nimm mich mit, Kapitän, auf die Reise (Text: Fritz Graßhoff, aus dem Film Käpt’n Bay-Bay)
1953
La Paloma
Käpt’n Bay-Bay aus Shanghai (aus dem Film Käpt’n Bay-Bay)
1954
In einer Sternennacht am Hafen (aus dem Film Auf der Reeperbahn nachts um halb eins)
Einmal noch nach Bombay (aus dem Film Auf der Reeperbahn nachts um halb eins). Hier singt er auch das Rummelplatz-Ausruferlied Komm auf die Schaukel, Luise.
1956.
Zwischen Hamburg und Haiti
1957
Der Mensch muß eine Heimat haben (aus dem musikalischen Bühnenstück Katharina Knie)
Das Herz von St. Pauli (aus dem gleichnamigen Film)
Das letzte Hemd (aus dem Film Das Herz von St. Pauli)
Weine nicht (aus dem Film Das Herz von St. Pauli)
1958
Ja, das Leben (aus dem Film Das Herz von St. Pauli)
1959
Es ist egal
Trippel, trippel, trapp (aus dem musikalischen Bühnenstück Katharina Knie)
Mein Junge, halt’ die Füße still (aus dem Film 13 alte Esel)
Auszeichnungen
Bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin 1956 wurde Albers mit dem Goldenen Bären (Bester Darsteller) für Vor Sonnenuntergang ausgezeichnet.
Am 23. Juni 1960, einen Monat vor seinem Tod, erhielt Albers das große Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland aus der Hand von Bundespräsident Heinrich Lübke.
Nahe der Hamburger Reeperbahn gibt es einen Hans-Albers-Platz und gleich daneben die Hans-Albers-Klause (Friedrichstraße 19, Hans-Albers-Platz, in 20359 Hamburg), eine bekannte Kiez-Kneipe. Die Statue auf dem Hans-Albers-Platz, die Albers als singenden Seemann darstellt, wurde von Jörg Immendorff geschaffen.
Am 3. September 2012 wurde Albers’ Stern auf dem Boulevard der Stars in Berlin eingeweiht.
YouTube: Hans Philipp August Albers

 

30. Juli 1960
Arvin Garrison
* 17. August 1922 in Toledo (Ohio)
† 30. Juli 1960 in Toledo
war ein US-amerikanischer Jazzgitarrist des Bebop. Er wirkte an den Dial-Sessions von Dizzy Gillespie und Charlie Parker im Frühjahr 1946 mit. Arvin Garrison hatte ab 1941 ein eigenes Trio, das ab 1946 unter dem Namen seiner Frau, der Bassistin Vivien Garry bekannt wurde. Das Trio bestand bis 1948. Garrisons Name wird für immer mit den legendären Dial-Sessions von Charlie Parker und Dizzy Gillespie in Verbindung gebracht werden, die im Februar beziehungsweise im März 1946 in Kalifornien entstanden.
Die Dizzy Gillespie Jazzmen nahmen am 5. Februar 1946 in Glendale Diggin’ Diz auf, mit Parker, Gillespie, Lucky Thompson, dem Pianisten George Handy, Ray Brown, Stan Levey und mit Arv Garrison als Gitarrist. Am 28. März 1946 nahm das Charlie Parker Septet in Hollywood die Titel Yardbird Suite, Ornithology und A Night in Tunisia auf.
Außerdem wurde an diesem Tag das abgebrochene Stück, das später unter dem Titel The Famous Alto Break bekannt wurde, aufgenommen – wieder mit Parker, Gillespie, Lucky Thompson, Garrison und der Rhythmusgruppe aus Dodo Marmarosa, dem Pianisten Bob Kesterton und dem Schlagzeuger Roy Porter.
Bei der ersten Session für das Jazzlabel Dial, die unter chaotischen Bedingungen zustande kam, sprang Garrison für den eingeplanten, aber verhinderten Milt Jackson ein. Diese zweite Aufnahme von Yardbird Suite zählt (neben denen für Savoy Records aus dem gleichen Zeitraum) „zu den schönsten, den leidenschaftlichsten und den «erlebtesten» von Parkers gesamter Karriere“, so die Charlie Parker-Biographen Wilson und Goeman. Mit der gleichen Rhythmusgruppe wie bei der März-Session nahmen Howard McGhee und Teddy Edwards mit Garrison im Oktober 1946 vier Titel auf.
Diskographie (Auswahl)
Howard McGhee Sextet: Teddy Edwards: Steady With Teddy 1946–1948 (Cool & Blue)
Mit Charlie Parker: The Complete 1944–1948 Small Group Studio Recordings, Vol. 2 (Blue Moon)
Mit Charlie Parker: The Complete Savoy And Dial Recordings (Savoy, 1944–48)
YouTube: Arvin „Arv“ Garrison

 

Pop-Musik-Shop bei Amazon.de: Finden Sie hier alle CDs, Musik-Downloads & Vinyl-Schallplatten. Besuchen Sie hier den Pop-Musik-Shop bei Amazon.de

 

5. August 1960
Sammy Stewart
* 1890 oder 1894 in Circleville (Ohio)
† 5. August 1960 in New York City
war ein amerikanischer Musiker (Piano) und Leiter eines Orchesters, aus dem zahlreiche später bekannte Jazzmusiker wie Chu Berry oder Earl Hines hervorgingen. Seine Karriere begann er in der Band des Geigers Charlie Parker, den Popular Players, die in den Hotels der Region auftrat, u. a. in Toledo, Ohio. 1921 gründete er das Orchester Sammy Stewart and His Singing Syncopators, das ein Engagement im Club Secore bekam, bevor er im exklusiven Club Ritz in Detroit spielte.
Das Orchester war weniger für Hot Jazz denn für seinen Sweet- oder semi-klassischen Stil populär, mit dem auch Paul Whiteman erfolgreich war. Unter eigenem Namen spielte Stewart 1924 für Paramount (Sammy Stewart’s Ten Knights of Syncopation) mehrere Titel ein („Manda“, „My Man Rocks Me“); weitere Aufnahmen entstanden 1928 für Vocalion Records.
Er war von 1924 bis 1928 an sechs Aufnahmesessions beteiligt. In seinem Orchester spielten u. a. Horace Henderson (1928), Chu Berry (1929), Jabbo Smith, Earl Hines, Sid Catlett (1930) und Ikey Robinson.
YouTube: Sammy Stewart

 

10. August 1960
Mischa Bakaleinikoff
* 10. November 1890 in Moskau
† 10. August 1960 in Los Angeles
war ein russischer Filmkomponist, der in Hollywood arbeitete. Bakaleinikoff studierte Musik, als die Russische Revolution ausbrach, vor deren Folgen er 1926 in die USA floh. 1931 kam er nach Hollywood und wurde Geiger im Studioorchester der Columbia Pictures. Bereits in seinen Anfangsjahren war er für die Zusammenstellung von Filmmusik aus den Archiven der Firma zuständig. Später wechselte er zu seinem eigentlichen Instrument, dem Kontrabass, mit dem er zahlreiche Filmscores einspielte.
In den frühen 1940er Jahren war Bakaleinikoff als musikalischer Direktor für zahlreiche Filme verantwortlich, vornehmlich B-Filme, Serials und Kurzfilme. Bekannt wurde der Freimaurer durch die Kompositionen für etliche Science-Fiction-Filme der Zeit, in denen er Disharmonien nutzte und die Bläsersektion in den Vordergrund stellte.
Filmografie (Auswahl)
1933: Oliver Twist
1935: Stadtgespräch (The Whole Town’s Talking)
1948: Die Rückkehr des Whistler
1948: Robin Hoods große Liebe (The Prince of Thieves) als musikalischer Direktor
1948: Ich tanze in dein Herz (Ladies of the chorus)
1949: Batman and Robin
1950: Der letzte Freibeuter (Last of the buccaneers)
1953: Heißes Eisen (The Big Heat)
1953: Mit der Waffe in der Hand (Gun Fury)
1954: Der Empörer (The Saracen Blade)
1955: Das Grauen aus der Tiefe (It Came from Beneath the Sea)
1956: Fliegende Untertassen greifen an (Earth vs the flying saucers)
1956: Die siebte Kavallerie (Seventh Cavalry)
1957: Angriff der Riesenkralle (The giant claw)
1957: Die Bestie aus dem Weltenraum (20 million miles to earth)
1957: Das Fort der mutigen Frauen (The Guns of Fort Petticoat)
YouTube: Mischa Bakaleinikoff

 

23. August 1960
Oscar Hammerstein
* 12. Juli 1895 in New York City, New York
† 23. August 1960 in Doylestown, Pennsylvania
war ein US-amerikanischer Musical-Produzent, Librettist und Liedtexter. Er begann eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Komponisten Jerome Kern. Ihr größter Erfolg war 1927 das Musical Show Boat, welches als eines der Meisterwerke des amerikanischen Musiktheaters angesehen wird. Für das Musical verfassten sie den Evergreen Ol’ Man River. Show Boat wurde 1929, 1936 und 1951 verfilmt.
Er arbeitete in den nächsten Jahren unter anderem weiter mit Kern und dem Operettenkomponisten Sigmund Romberg; wichtige Werke waren dabei Sweet Adeline, Music in the Air und Very Warm for May, das ein Misserfolg war, jedoch ein zum Standard gewordenes Lied von Kern und Hammerstein beinhaltet: „All the Things You Are.“ Mit Romberg schrieb er die Hits „Lover, Come Back to Me“ und „Softly, as in a Morning Sunrise.“
Hammerstein begann seine erfolgreichste und langlebigste Zusammenarbeit 1943, als er den Musical-Komponisten Richard Rodgers traf, dessen bisheriger Textautor Lorenz Hart nicht an einem Stoff interessiert war, der auf ungewohnt ernste Art die historischen Probleme zwischen Cowboys und Farmern und die Gründung des Staates Oklahoma schilderte. Das Ergebnis war Oklahoma!, eine Show, die das amerikanische Musical revolutionierte, indem sie auf Musik- und Tanznummern verzichtete, die nicht mit der Handlung zusammenhingen.
Hammerstein veranlasste Rodgers, fortan auf Jazzelemente in seiner Musik zu verzichten. Die „ernste“ Musical-Gattung, die sich daraus ergab, nannte sich Musical Play, im Unterschied zur stärker an der Revue orientierten Musical Comedy. Es folgten die erfolgreichen Werke Carousel (1945, mit dem Song You’ll Never Walk Alone), South Pacific (1949), The King and I (1951) und The Sound of Music (1959) sowie der Musikfilm Jahrmarkt der Liebe (State Fair) und das Fernsehmusical Cinderella.
Hammerstein schrieb auch Buch und Text für Carmen Jones, eine Adaptation von Georges Bizets Oper Carmen mit einer komplett schwarzen Besetzung. Kurz nach der Uraufführung von The Sound of Music am Broadway starb Hammerstein.
YouTube: Oscar Greeley Clendenning Hammerstein II

 

August 1960
Jimmy Bertrand
* 24. Februar 1900 in Biloxi, Mississippi
† August 1960
war ein US-amerikanischer Jazz- und Blues-Schlagzeuger. Er wuchs in einem musikalischen Umfeld in Mississippi auf; ein Cousin ist der Schlagzeuger Andrew Hilaire. 1913 zog er nach Chicago, wo er ab 1918 in der Band von Erskine Tate spielte, die im Vendome Theatre auftrat. Während der 1920er Jahre hatte Bertrand seine eigene Band, Jimmy Bertrand’s Washboard Wizzards.
Er spielte außerdem mit Tiny Parham (1926) und machte Aufnahmen mit so bekannten Musikern wie Louis Armstrong, Jimmy Blythe (1926–31), Johnny Dodds (1926–28), Tampa Red, Ma Rainey, Freddie Keppard, Erskine Tate, Big Bill Broonzy und Blind Blake. Anfang der 1930er Jahre spielte er bei Parham, Lee Collins und Junie Cobb (1932), Eddie South (1931–33) und Ruben Reeves (1934). Bei vielen Aufnahmen verwendete er ein Waschbrett; außerdem spielte er Xylophon.
YouTube: Jimmy Bertrand

 

8. September 1960
Oscar Pettiford
* 30. September 1922 in Okmulgee, Oklahoma
† 8. September 1960 in Kopenhagen
war ein Jazz-Musiker, Arrangeur und Komponist, der Kontrabass und Cello spielte und als einer der bedeutenden Musiker des Modern Jazz gilt. Oscar Pettiford, von seinen Kollegen O.P. genannt, war mit Charlie Parker und Dizzy Gillespie ein Wegbereiter des Bebop.
Ebenso wie Jimmy Blanton (als dessen legitimer Nachfolger er in den 1950er Jahren in New York betrachtet wurde) und wie Charles Mingus trug er dazu bei, dass der Kontrabass im Jazz zum Soloinstrument wurde. Außerdem führte er 1950 das Cello, auf das er das Pizzicatospiel des Basses übertrug, als Soloinstrument in den Jazz ein.
Im Jahr 1944 war der Bassist bereits ein gefragter Sessionmusiker; er wirkte in diesem Jahr bei Aufnahmen von Earl Hines, Sonny Greer, Tiny Grimes, Billie Holiday, Helen Humes, Louis Armstrong, Clyde Hart, Ike Quebec, dem Art Tatum Trio, Sammy Price sowie bei einer Jam Session der Esquire All Stars in der Metropolitan Opera mit, bei der auch eine Komposition von ihm gespielt wurde, „For Bass Faces Only“, die später von Ray Brown, Dizzy Gillespie und Gil Fuller übernommen und als „One Bass Hit“ berühmt wurde.
Im Januar 1945 begleitete er mit einem Orchester unter seiner Leitung den Bluessänger und Tänzer Rubberlegs Williams auf dessen „Empty Bed Blues“. Danach spielte er bis Frühjahr 1945 bei Boyd Raeburn. Nach Aufnahmen mit Wynonie Harris („Everybody’s Boogie“) und Johnny Otis & The Jubilee All-Stars spielte er ab November 1945 im Duke Ellington Orchestra, in dem er bis März 1948 blieb. Pettiford gehörte 1943, 1944 und 1945 zu den All Stars der Zeitschriften Esquire und Metronome.
In den Fünfziger Jahren war er der meistbeschäftigte Bassist der Jazzszene. Pettiford wirkte Aufnahmen mit den Musikern Miles Davis (Miles Davis Volume 1, 1952 und 1955), Teddy Charles, Kenny Dorham, Art Blakey, Joe Puma, Clark Terry, Urbie Green, Lee Konitz, Gil Mellé, Bernard Peiffer, Sonny Stitt, Lionel Hampton, Ray Charles, Phineas Newborn, Joe Newman, Sonny Rollins (Freedom Suite) und den Sängerinnen Mildred Bailey, Helen Humes, Chris Connor, Helen Merrill und vielen mehr.
1956 entstand Pettifords Stück „Bass Reflex“ für eine Formation unter Leitung Leonard Feathers und Dick Hymans (Hi Fi Suite, MGM); es war eine damals ungewöhnliche Blues-Komposition im 5/4 Takt, drei Jahre vor Dave Brubecks und Paul Desmonds „Take Five“. Pettiford als zentraler Bassist des Bebop und gefragter Sideman von Cool-Jazz-, Hard-Bop- und Mainstream-Jazz-Musikern war Mitinitiator der fundamentalen Neuerungen des Jazz um 1944 neben Charlie Parker, Dizzy Gillespie und Charlie Christian, auf dessen Stil Pettifords Spiel stark beruhte.
Original-Alben
Pettifords erste LP-Veröffentlichung unter eigenem Namen war ein 10-Inch-Album für Charles Mingus’ Label Debut, das 1959 zu einer 12-Inch-LP um Stücke einer Session mit Serge Chaloff von 1949 ergänzt wurde. Danach nahm der Bassist ab 1954 drei LPs für Bethlehem Records auf, zunächst Basically Duke, gefolgt von Bass by Pettiford/Burke mit sechs Stücken in Quintett-Besetzung gekoppelt mit acht Nummern des Bassisten Vinnie Burke und seinem Quartett.
1955 entstand das dritte Bethlehem-Album unter eigenem Namen, Another One, bei dem Oscar Pettiford mit Donald Byrd, Ernie Royal, Bob Brookmeyer, Gigi Gryce und Jerome Richardson spielte. Das Album enthält seine Komposition „Bohemia After Dark“, benannt nach dem Club in Greenwich Village und den Jazzstandard „Stardust“, den Pettiford im Duo mit dem Pianisten Don Abney spielte, sowie „Minor Seventh Heaven“, bei dem Pettiford zum Cello wechselte.
Im Jahr 1956 entstanden mehrere Alben in größerer Besetzung für ABC-Paramount, wie Oscar Pettiford Orchestra in Hi-Fi und O.P.’s Jazz Men (The Oscar Pettiford Orchestra), daneben ein schlagzeugloses Trio mit Lucky Thompson (Lucky Thompson Featuring Oscar Pettiford, Vol. 1 (ABC-Paramount ABC 111)). Zwei frühere 10-Inch-LPs wurden auf der MCA-CD Deep Passion wiederveröffentlicht.
Nach seiner Übersiedlung nach Europa entstand auf dem dänischen Ableger von Debut das Album The New Oscar Pettiford Trio mit Louis Hjulmand und Jan Johansson, das später von OJC wiederveröffentlicht wurde. Posthum erschien sein letztes Album My Little Cello auf Fantasy Records.
Posthume Ausgaben
– und Kompilationen:
Das Label Black Lion Records veröffentlichte nach Pettifords Tod ab Ende der 1960er Jahre Aufnahmen aus den letzten Jahren in Europa, wie Vienna Blues – The Complete Session, 1959 mit Hans Koller, Attila Zoller und Jimmy Pratt entstanden; Montmartre Blues (1959–60), u. a. mit Allan Botschinsky sowie den Mitschnitt vom Jazzfestival in Essen, The Complete Essen Jazz Festival Concert, bei dem Pettiford mit Coleman Hawkins, Bud Powell und Kenny Clarke spielte.
Mitschnitte seiner SWF-Produktionen mit J.E. Berendt von 1958 bis 1960 erschienen auf dem Album Radio Tapes (Jazzline), u. a. mit Hans Koller, Don Byas, Rolf Kühn, Dusko Goykovich, Lucky Thompson, Hartwig Bartz, Helmut Brandt, Kenny Clarke und der Sängerin Monica Zetterlund. Weitere Aufnahmen aus diesen Produktionen erschienen auf der CD Lost Tapes Germany 1958/1959 (Jazz Haus).
Das Album First Bass (IAJRC) enthält die Session mit Harry Babasin von 1953, im Trio mit Attila Zoller, Mitschnitte einer Jam Session mit Phineas Newborn 1958 („Yardbird Suite“), Lee Konitz und Zoot Sims sowie 1960 in Europa aufgenommenen Nummern. 2017 erschien die Edition Oscar Pettiford Nonet/Big Band/Sextet, New York City 1955-1958 (Uptown). Die Kompilation Bass Hits (Topaz) vereint Aufnahmen aus den Jahren 1943 bis 1946, jedoch zumeist Stücke mit Pettiford als Sideman (etwa bei Ben Webster, Hawkins, Ellington und Gillespie) sowie einer raren Pettiford-All-Stars Session vom Januar 1945.
Beteiligung als Sideman (Auswahl)
– Gastmusiker
The Birdlanders: Vol. 2 (OJC, 1954) mit Kai Winding, Al Cohn, Tal Farlow Duke Jordan, Max Roach, Denzil Best
Ray Charles/Milt Jachson Quintet: Soul Meeting (Atlantic, 1957/58)
Chris Connor & John Lewis Quartet: Chris Connor (Atlantic, 1956)
Miles Davis: The Musings Of Miles (Prestige)
Miles Davis: Miles Davis Volume 1/Miles Davis Volume 2 (Blue Note, 1952–54)
Kenny Dorham: Jazz Contrasts (OJC, 1957) Afro-Cuban (Blue Note, 1955)
Duke Ellington: Carnegie Hall Concert January 1946 (Prestige)
Duke Ellington: Carnegie Hall Concert December 1947 (Prestige), Great Times! (OJC, 1950) (enthält „Perdido“, „Blues for Blanton“)
Tal Farlow; Jazz Masters 41 (Verve 1955–58) bzw. Finest Hour (Verve, 1955–58)
Jimmy Hamilton & The New York Jazz Quintet (Fresh Sound)
Coleman Hawkins: Rainbow Mist (Delmark, 1944), The Hawk Flies High (Prestige/OJC, 1957)
Woody Herman: Keeper Of the Flame (Capitol, 1948–49)
J. J. Johnson & Kai Winding All Stars: The 1958 European Tour. Rare Live Recordings (RLR 1958, ed. 2007)
Lee Konitz / Warne Marsh Quintet (Atlantic, 1955)
Thelonious Monk: The Unique, Brilliant Corners, Plays the Music Of Duke Ellington (Riverside/OJC)
Gil Melle: The Blue Note Fifties Sessions (Blue Note, 1956)
Phineas Newborn: Here Is Phineas (Atlantic/Koch, 1959)
Art Tatum: The Art Of Tatum (ASV, 32-44)
Lucky Thompson: Accent On Tenor Sax (Fresh Sound, 1954)
George Wallington: The George Wallington Trios (OJC, 1952–53)
YouTube: Oscar Collins Pettiford

 

10. Oktober 1960
June Cole
* 1903 in Springfield (Ohio)
† 10. Oktober 1960 in New York City
war ein US-amerikanischer Jazz-Bassist (Kontrabass, Tuba, Basssaxophon). 1941 kehrte er, nach einem längeren Aufenthalt in Europa, in die USA zurück nach New York City, wo er mit eigenen Gruppen und im Quartett von Willie The Lion Smith spielte. Er wurde Besitzer eines populären Plattenladens in Harlem, spielte aber noch gelegentlich in kleinen Clubs. Er nahm mit Henderson, Wooding, Willie Lewis, Django Reinhardt, Bill Coleman, Don Redman, Tommy Ladnier, Benny Carter, Coleman Hawkins, Clarence Williams und Bessie Smith auf.
YouTube: June Lawrence Cole

 

23. Oktober 1960
Porter Kilbert
* 10. Juni 1921 in Baton Rouge
† 23. Oktober 1960 in Chicago
war ein US-amerikanischer Jazz- und Rhythm & Blues-Saxophonist. Porter Kilbert begann seine Karriere als Swingmusiker, als er von 1943 bis 1945 Mitglied der Bigband von Benny Carter war. 1946 spielt er bei Roy Eldridge, ab Herbst 1946 in Red Saunders Combo, die ein Engagement im New Yorker Jazzclub Kelly’s Stables hatte. Im Dezember 1946 wirkte er bei Aufnahmen von Coleman Hawkins, Hank Jones, Fats Navarro J. J. Johnson und Max Roach mit (Bean and the Boys).
1956 erlitt Kilbert einen Schlaganfall, der seine Karriere unterbrach. Bei seiner einzigen Session unter eigenem Namen für Ping Records, bei der er wieder Altsaxophon spielte, wirkten u. a. auch Hobart Dotson, Eddie Calhoun und Vernel Fournier mit. 1958 leitete er die Hausband im Roberts Show Club, wo er im Juli 1958 erneut mit Red Saunders auftrat.
Im Jahr 1959 hatte Kilbert nur wenige Engagements; er wirkte in New York bei Studioaufnahmen von Sunnyland Slim und Roosevelt Sykes für das Label Bea & Baby mit. Im Sommer 1960 ging er mit der Quincy Jones Big Band auf Europatournee. Kilbert wirkte im Laufe seiner Karriere von 1943 bis 1960 bei 65 Aufnahmesessions mit, außer den Genannten auch bei Savannah Churchill, Duke Ellington, Illinois Jacquet, Carmen McRae und den Memphis Seven um Jump Jackson und Truck Parham. Er ist Komponist des Titels Riffin the Jive.
YouTube: Porter Kilbert

 

7. November 1960
A. P. Carter
* 15. Dezember 1891 in Maces Springs, Virginia
† 7. November 1960 in Maces Springs
war ein US-amerikanischer Country-Sänger. Auf einer seiner Touren, als Handelsvertreter für Obstbäume, lernte er Sara Dougherty kennen, die, wie er selbst, eine Vorliebe für traditionelle amerikanische Musik hatte. Am 18. Mai 1915 heiraten die beiden. Während der nächsten Jahre sangen und musizierten die Eheleute überwiegend im privaten Umfeld. Mitte der 1920er-Jahre schloss sich ihnen Maybelle Carter, geborene Addington, an, die mit einem Bruder A.P.s verheiratet war.
Die damit komplette Carter Family wurde innerhalb kurzer Zeit zur erfolgreichsten Hillbilly-Gruppe der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. A.P. Carter durchstreifte regelmäßig ländliche Gebiete speziell in den Appalachen und sammelte dort Volksmusik. Er trug so hunderte von Liedern zusammen, von denen viele von der Carter Family auf Schallplatte aufgenommen wurden. 1970 wurde A.P. Carter in die Nashville Songwriters Hall of Fame aufgenommen.
YouTube: Alvin Pleasant Delaney „A. P.“ Carter

 

30. November 1960
Red Clark
* 12. Februar 1894 in New Orleans
† 30. November 1960 in New Orleans
war ein US-amerikanischer Jazz-Musiker (Posaune, Tuba, Sousaphon). Clarks Vater Warren Aaron Clark spielte Ende des 19. Jahrhunderts Baritonhorn in der Excelsior und Onward Brass Band; Red selbst spielte zunächst Baritonhorn und Posaune. Er hatte Unterricht bei seinem Vater und Dave Perkins. 1928 wurde er Mitglied der Tonic Triad und spielte in den 1930er Jahren in der Masonic Brass Band. Er war dann langjähriges Mitglied (und Manager) der Eureka Brass Band, mit der er 1951 aufnahm. Joseph „Red“ Clark wirkte zwischen 1946 und 1958 bei sieben Aufnahmesessions mit.
Wikipedia: Nekrolog 1960

 

Pop-Musik-Shop bei Amazon.de: Finden Sie hier alle CDs, Musik-Downloads & Vinyl-Schallplatten. Besuchen Sie hier den Pop-Musik-Shop bei Amazon.de