Thomas Fischer: Sex and Crime. Was ist Verlangen, was Verbrechen? Digitale Buchpremiere: Donnerstag, 8. April 2021, 19:30 Uhr

Von | April 8, 2021

Digitale Buchpremiere:
„Sex and Crime.
Über Intimität, Moral und Strafe“
mit Prof. Dr. Thomas Fischer und Sabine Leutheusser-Schnarrenberger.
Moderation: Holger Schmidt (SWR)

Donnerstag, 8. April 2021, 19:30 Uhr:

Bitte melden Sie sich an unter:
https://shop.freiheit.org/#!/Veranstaltung/9LG9O

Was ist Verlangen und was ist Verbrechen?

Wo ist die Grenze zwischen Intimsphäre und Öffentlichkeit?

Wann hat der Staat das Recht auf Kontrolle der Intimsphäre?

Wann nicht?

Wo braucht das Sexualstrafrecht Reformen?

So vielfältig wie die menschliche Sexualität sind die Probleme, die sich im intimsten aller Rechtsbereiche Richtern, Staatsanwälten und Verteidigern stellen.

Denn jede Entscheidung über Verbrechen und Strafe ist immer auch ein Ausdruck moralischer, ökonomischer und politischer Machtverhältnisse.

Das zeigt der ehemalige Vorsitzende Richter am Bundesgerichtshof Thomas Fischer nicht nur abstrakt, sondern indem er Fälle von Vergewaltigung, Missbrauch und Zwang kritisch analysiert und verständlich erklärt und diskutiert, welches Ausmaß an Straf- und Verfolgungsbedürfnissen des Staates sinnvoll ist.

So wird klar:

Anders als es öffentliche Diskussionen oft vermuten lassen,
sind nur wenige Situationen im Sexualstrafrecht frei von Ambivalenz.

Diese Komplexität mag schmerzhaft erscheinen.

Doch die Justiz muss sie nicht nur aushalten,
sondern absichern – und genau daran hapert es oft.

Sex and Crime:
Über Intimität, Moral und Strafe
von Thomas Fischer

Droemer Verlag: zur Buchinfo

(1. April 2021)
Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
ISBN-13: 978-3426278437

Buchzitat: Sexualstrafrecht als Gradmesser unserer Gesellschaft: Der ehemalige Vorsitzende Richter am Bundesgerichtshof über Sexualität aus juristischer Perspektive

Was ist “normales” Begehren, was ist strafbares Verhalten?
Wann hat der Staat das Recht auf Kontrolle der Intimsphäre? Wann nicht?
Wo braucht das Sexualstrafrecht Reformen?

Das Strafrecht bestimmt, was „normales“ und was „abweichendes“, strafbares Sexualverhalten ist. Aber wo genau verläuft die Grenze zwischen Sex und Crime?

In seinem neuen Buch zeigt der ehemalige Vorsitzende Richter des Bundesgerichtshofs, dass die Frage nach „Schuld“ und „Krankheit“ im Sexualstrafrecht viel komplexer ist, als es die politische und gesellschaftliche Diskussion vermuten lässt.

Denn die strafrechtliche Definition etwa von Vergewaltigung und Missbrauch ist auch ein Spiegel moralischer, ökonomischer und politischer Machtverhältnisse. Und damit wird dieses Rechtsgebiet zum Verhandlungsort gesellschaftlicher Normen.

Das Ergebnis von Fischers messerscharfen juristischen Analysen: Ein Rechtsstaat muss gerade im Sexualstrafrecht Komplexität nicht nur aushalten, sondern absichern – doch genau daran hapert es oft.

“Der Mensch hat keine ‘natürliche’ Sexualität, die außerhalb von Kultur, Moral, Ordnung und Gesellschaft steht. Und trotzdem ist der Mensch immer auch ein Affe.” Thomas Fischer

Thomas Fischer, Jahrgang 1953, war bis April 2017 Vorsitzender Richter am Bundesgerichtshof in Karlsruhe. Sein jährlicher Kommentar zum Strafgesetzbuch, die Beck’schen Kurzkommentare, gilt als die Bibel des Strafrechts.
Mit seiner ZEIT-ONLINE-Kolumne wurde er einer breiten Öffentlichkeit bekannt, seit 2019 schreibt er wöchentlich die Kolumne »Recht haben« für den SPIEGEL.

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Thomas Fischer: Sex and Crime. Was ist Verlangen, was Verbrechen? Digitale Buchpremiere: Donnerstag, 8. April 2021, 19:30 Uhr