TV Filmtipp: The Green Mile. Dreistündiges, packendes Gefängnis-Drama nach Stephen King

TV Filmtipp: The Green Mile. Dreistündiges, packendes Gefängnis-Drama nach Stephen King

The Green Mile ist eine 1999 erschienene Literaturverfilmung der gleichnamigen Romanreihe von Stephen King. Frank Darabont drehte den für vier Oscars nominierten Film nach seinem eigenen Drehbuch mit Tom Hanks und Michael Clarke Duncan in den Hauptrollen.

 

Handlung
The Green Mile

 

 

Im Jahr 1998 lebt der Senior Paul Edgecomb in einem Altenheim. Beim gemeinschaftlichen Fernsehen fängt er plötzlich an zu weinen, als der Film Ich tanz’ mich in dein Herz hinein gezeigt wird und Fred Astaire und Ginger Rogers das Lied Cheek to Cheek singen.

Paul erzählt einer Freundin, die ihn tröstet, warum ihn dieser Film so berührt. Seine Erinnerungen gehen zurück in die 1930er Jahre. Zu dieser Zeit war Paul Leiter des Todestraktes im Staatsgefängnis Cold Mountain, der wegen des grünen Linoleumbodens The Green Mile genannt wurde.

Paul hatte die Aufgabe, gemeinsam mit seinen Kollegen die zum Tode Verurteilten zu bewachen und deren Hinrichtung auf dem elektrischen Stuhl durchzuführen.

Mit John Coffey wird ein neuer Gefangener in den Todestrakt überstellt. Coffey ist ein rund zwei Meter großer, überaus muskulöser Afro-Amerikaner, der wegen Vergewaltigung und Mordes an zwei kleinen Mädchen verurteilt wurde.

Er ist nicht besonders intelligent und spricht nur in kurzen Sätzen. Er wirkt naiv und hat große Angst vor der Dunkelheit. Paul erkennt bald, dass die äußere Erscheinung Coffeys nicht sein wahres Wesen widerspiegelt.

John besitzt die übernatürliche Gabe, Tiere und Menschen von ihren Leiden und Krankheiten zu befreien. Diese Gabe setzt er zunächst ein, um Paul von einer schmerzhaften Blasenentzündung zu befreien. Dies macht Paul sehr nachdenklich, da er der unabänderlichen Meinung ist, dass Gott niemals einen Mörder mit einer solchen Gabe ausgestattet hätte.

Als Coffey die Maus Mister Jingles ins Leben zurückholt, welche der sadistische Aufseher Percy Wetmore mutwillig zertrampelt hatte, werden auch die anderen Gefängnisaufseher Zeugen seiner Gabe. Coffey saugt den Menschen und Tieren, die er heilt, alles Böse aus ihren Körpern heraus und lässt es daraufhin aus seinem Mund fliegen.

 

Als die Frau des Gefängnisdirektors an einem inoperablen Hirntumor erkrankt, schleusen die Wärter Coffey aus dem Gefängnis, da sie wissen, dass er die einzige Hilfe für die Frau ist.

 

Coffey heilt auch sie. Allerdings behält er die böse Energie, welche er aus der Frau gesaugt hatte, dieses Mal bei sich. Als Wetmore an diesem Abend an Coffeys Zelle vorbeigeht, packt ihn Coffey und überträgt die böse Energie auf Wetmore.

Dies tut er, weil Wetmore bei der letzten Hinrichtung den Schwamm nicht befeuchtet hat und Eduard Delacroix daher unnötig qualvoll zu Tode gekommen ist.

Wetmore verfällt durch die böse Energie dem Wahnsinn und erschießt den Gefangenen Wharton „Billy the Kid“. Wetmore wird in eine geschlossene Anstalt eingewiesen. John Coffey erklärt Paul, dass er dies tat, um „die bösen Männer zu bestrafen“.

Er nimmt die Hand des Aufsehers und zeigt ihm mittels einer Gedankenübertragung, dass der erschossene Häftling der wahre Mörder der beiden kleinen Mädchen ist.

Coffey hatte bei seiner Verhaftung nur versucht, die beiden Mädchen wieder in das Leben zurückzuholen, schaffte dies aber nicht. Dabei wurde er irrtümlich für den Mörder gehalten.

Paul macht John Coffey das Angebot, ihn einfach laufen zu lassen, doch Coffey möchte das nicht. Er sehnt sich nach dem Tode, da er das Leid auf der Welt und den Umgang der Menschen untereinander nicht mehr ertragen kann. Er hat nur noch einen Wunsch. Er war noch nie in einem Kino und möchte einmal einen Film sehen.

Die Wärter erfüllen ihm diesen Wunsch und arrangieren für ihn eine Privatvorführung im Hinrichtungsraum. Gezeigt wird der neueste Fred-Astaire-Film Ich tanz’ mich in dein Herz hinein (Englischer Titel: Top Hat) mit dem berühmten Lied Cheek to Cheek. Am Tage darauf wird John Coffey hingerichtet. Dies wird die letzte Hinrichtung für Paul und seine Kollegen sein, da diese darum bitten, versetzt zu werden.

Paul Edgecomb kann nicht vergessen, „eines von Gottes wahren Wundern“ getötet zu haben. Er und die von Coffey geheilte Maus Mister Jingles durchleben ein unnatürlich langes Leben, dessen Ende auch zum Schluss des Filmes nicht eintritt, als er schon 108 Jahre alt ist.

Paul sieht sein langes Leben als Strafe und fragt sich fortwährend, wie lange er wohl noch leben werde, wenn John Coffey einer Maus ein derart langes Leben ermöglichen konnte.

 

Infos
The Green Mile

 

Der Darsteller von John Coffey, Michael Clarke Duncan, war mit seiner Größe von 1,96 m nicht bedeutend größer als die Darsteller der Gefängniswärter Tom Hanks (1,85 m), David Morse (1,93 m) und kleiner als James Cromwell (2,01 m). Unter anderem wurden verschiedene Kamerawinkel genutzt, um die Illusion von John Coffey als Riesen zu erzeugen.

Über die Lautsprecher im Altenheim wird beruhigende Musik gespielt, es handelt sich um Charmaine von Mantovani. Dieses Stück hört man auch im Sanatorium von Einer flog über das Kuckucksnest.

Die Altersfreigaben sind bei diesem Film von Land zu Land sehr verschieden. So ist er in Deutschland ab 12 Jahren, in den USA ab 17 und in Großbritannien beispielsweise erst ab 18 Jahren freigegeben.

In diesem Film trifft Tom Hanks wieder auf seine Schauspielkollegen Gary Sinise, der in Forrest Gump Lt. Dan Taylor verkörperte, und Barry Pepper, der in Der Soldat James Ryan den Scharfschützen Private Jackson spielte.
Gefängnisfilme
Stephen-King-Verfilmungen

 

VinTageBuch TV-Filmtipp

3sat, Freitag, 30. März 2018, 20.15 bis 23:10 Uhr

 

The Green Mile
Spielfilm, USA 1999
173 Min.
Regie: Frank Darabont
Mit Tom Hanks (Paul Edgecomb), James Cromwell (Warden Hal Moores), Michael Clarke Duncan (John Coffey), Bonnie Hunt (Jan Edgecomb), David Morse (Brutus “Brutal” Howell)

 

The Green Mile

 

Zitat: Ein früherer Gefängnisaufseher erinnert sich an einen vermeintlichen Kindesmörder im Todestrakt, der über magische Fähigkeiten verfügte. Im Todestrakt zeigte der sanfte Riese John Coffey, dass er Krankheiten heilen und Lebewesen vor dem Tod bewahren kann. – Spannende Verfilmung des magisch-realistischen Romans von Bestseller-Autor Stephen King.

Es ist das Jahr 1998, in einem Altersheim irgendwo im US-amerikanischen Süden: Paul Edgecomb bricht beim gemeinschaftlichen Fernsehen in Tränen aus, als er Fred Astaire und Ginger Rogers das Lied “Cheek to Cheek” singen hört.

Seine Erinnerungen führen in die Zeit der 1930er Jahre, als Paul leitender Wächter im Todestrakt der Strafanstalt Cold Mountain ist. Seine Aufgabe besteht nicht nur darin, die Gefangenen zu überwachen, sie auf ihre Hinrichtung vorzubereiten und sie auf ihrem letzten Gang über den mit blass-grünem Linoleum ausgelegten Flur – The Green Mile – zum elektrischen Stuhl zu begleiten, sondern auch die Exekution durchzuführen.

Sein Weltbild gerät ins Wanken, als der mächtige, über zwei Meter große John Coffey in den Todestrakt eingewiesen wird. Dem einsilbigen, etwas unbeholfenen, trotz seiner Körpergröße aber unendlich sanft wirkenden Afro-Amerikaner wird vorgeworfen, zwei kleine Mädchen vergewaltigt und umgebracht zu haben.

Paul erkennt bald das liebenswerte Wesen von John, der die übernatürliche Gabe besitzt, Tiere und Menschen von ihren schweren Krankheiten zu befreien und sie dem Tod zu entreißen. Als John eine Maus wieder ins Leben zurückholt, werden auch die anderen Gefängnisaufseher Zeuge seiner Gabe.

Mit der Heilung der an einem inoperablen Hirntumor leidenden Frau des Gefängnisdirektors durch John beginnt Paul endgültig an Johns Schuld zu zweifeln. Doch John möchte sterben, nicht aber ohne zuvor den neuesten Fred-Astaire-Film mit dem Lied “Cheek to Cheek” gesehen zu haben.

 

Ein großes und intensives Kammerspiel

 

Mit diesem dreistündigen, packenden Gefängnis-Drama hat sich Regisseur Frank Darabont (“Die Verurteilten”) zum dritten Mal in Folge eines Stoffes von Stephen King angenommen und ein großes, intensives Kammerspiel geschaffen. Nicht nur mit seiner hervorragenden Figurenzeichnung, sondern auch mit seinen philosophischen Überlegungen über den Tod und den Sinn und Zweck des Lebens konnte das Plädoyer gegen die Todesstrafe Kinogänger wie Kritiker gleichermaßen überzeugen.

Tom Hanks brilliert in der Rolle des Gefängniswärters Paul, und auch für Michael Clarke Duncan zählt die Rolle des sanften Riesen bis zu seinem frühen Tod 2012 im Alter von 54 Jahren zu seinen bedeutendsten schauspielerischen Leistungen.

 

VinTagebuch Tipp

 

 

The Green Mile
DVD

Zitat: Man schreibt das Jahr 1935. Paul Edgecomb ist Leiter des Traktes E der Strafanstalt Cold Mountain, in der zum Tode verurteilte Häftlinge darauf warten, ihren letzten Gang anzutreten: den Gang über die grüne Meile, einen blassgrünen Linoleum-Flur, der zum elektrischen Stuhl führt.

Ein Weg, den der Gefängnisaufseher schon unzählige Male mit den Todeskandidaten beschritten hat. Doch Edgecoms Leben erfährt eine unerwartete Wendung, als eines Tages der farbige Häftling John Coffey eingeliefert wird, ein riesenhafter, merkwürdig ruhiger Mann. Doch Coffey scheint mit einer übernatürlichen Gabe gesegnet zu sein, die die Menschen im Todestrakt für immer verändern soll…

 

DVD ab EUR 5,99 bei Amazon.de

 

The Green Mile
von Stephen King
Taschenbuch: 592 Seiten
Heyne Verlag
Überarbeitete, vollständige Taschenbuchausgabe
(8. Februar 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453435842
ISBN-13: 978-3453435841
Originaltitel: The Green Mile
Kindle Edition EUR 8,99
Gebundene Ausgabe ab EUR 19,99
Taschenbuch EUR 9,99
gebraucht ab EUR 5,26

 

Buch ab EUR 5,26 bei Amazon.de