Terror: Roman von Dan Simmons. Die TV-Serie macht es deutlich: Keiner kommt lebend davon

Terror: Roman von Dan Simmons. Die TV-Serie macht es deutlich: Keiner kommt lebend davon

Zitat: England im Jahr 1845: Unter dem Kommando von Sir John Franklin brechen die modernsten Schiffe ihrer Zeit – die „Terror“ und die „Erebus“ – auf, um die legendäre Nord-West-Passage zu finden:

 

… den Weg durch das ewige Eis der Arktis in den Pazifik. 130 Männer nehmen an der Expedition teil. Keiner von ihnen wird je zurückkehren. Dies ist ihre Geschichte.

 

Mit „Terror“ lässt Bestsellerautor Dan Simmons eine der geheimnisumwobensten Entdeckerfahrten der Menschheitsgeschichte lebendig werden:

 

John Franklins Suche nach der Nord-West-Passage

 

Warum ist diese Expedition gescheitert?
Wie konnten 130 Männer und zwei Schiffe verschwinden, ohne irgendwelche Spuren zu hinterlassen?
Welchem Schrecken, welchem Terror sind sie im ewigen Eis begegnet?

Aus diesen bis heute ungeklärten Fragen formt Dan Simmons eine atemberaubend spannende Geschichte, einen Roman, der Sie auf eines der größten Abenteuer mitnimmt, das es je gegeben hat …

 

Allein schon diese Namen! “HMS Erebus” und “HMS Terror”!

 

Der Gott der Finsternis und der Schrecken selbst. Vielleicht hätte man die beiden Expeditionsschiffe Ihrer Majestät, diese gepanzerten Dampfmaschinen, mit hoffnungsfroheren Namen versehen sollen. So geriet auch dieses Detail zum bösen Omen einer Unternehmung, die im ewigen Eis ihrem schrecklichen Untergang entgegen sah.

Als die Geschichte im Oktober 1847 einsetzt, steht der dritte Winter bevor, das Packeis hat beide Schiffe fest im Griff, der große Franklin war im Sommer unter dubiosen Umständen ums Leben gekommen.

Die restliche Mannschaft zittert dem Wahnsinn entgegen. Als wäre es damit nicht genug des Horrors, hat Dan Simmons noch einige Monstrositäten ganz eigener Art auf Lager!

Die berühmt-berüchtigte dritte Franklin-Expedition auf ihrer Suche nach der Nordwestpassage, jenem sagenhaften Seeweg, der den Atlantik mit dem Pazifik durch das nördliche Polarmeer verbinden sollte.

Inmitten dieser gnadenlos unwirtlichen Kulisse entfaltet Dan Simmons auf fast 1.000 Seiten ein derart frostiges und klaustrophobisches Kammerspiel, dass selbst der Fürst der Finsternis – Stephen King -, ins Schwärmen geriet.

In fein ziselierter Sprache führt Simmons auf eine Bühne der inneren und äußeren Kämpfe. So zwischen Britanniens berühmtem Nationalhelden und Entdecker Sir John Franklin, dem müde gewordenen Kapitän der “Erebus”, dessen beste Tage hinter ihm liegen und Francis Crozier, dem weitaus fähigeren Kapitän der “Terror”, den das Schicksal des ewig Zweiten allmählich verbitterte. Nun, nach Sir Franklins Tod, schlägt seine Stunde!

Simmons’ biblisch dimensioniertes, in der Zeit hin- und herspringendes Logbuch, lässt sich auch als Dokument überschäumender Entdeckerhybris lesen. Berauscht von der eigenen Technologie, ignoriert man die simplen Überlebenstechniken der “wilden” Inuit in einer lebensfeindlichen Umwelt, lässt aber allzu gerne den angstvoll geilen, viktorianisch prüden Blick über “Lady Silence”, eine mitreisende junge Inuit, schweifen.

Naturwüchsigkeit versus britische Steifheit. Nicht zuletzt in diesem krassen Missverhältnis findet sich eine der Ursachen der Tragödie, die schließlich in Meuterei, Irrsinn und Kannibalismus ihren Niedergang findet.

Auch seinem übernatürlichen Affen gibt Simmons immer wieder Zucker, indem er eine Art zähnefletschenden Yeti auf Opfersuche schickt. In solchen Passagen grüßt E. A. Poe herzlich um die nächste Schneewehe.

128 Seeleute machten sich im Mai 1845 auf den Weg zu ihrem größten Abenteuer. Man hat nie wieder von ihnen gehört. Simmons hat sich ihrer angenommen und eines der größten Rätsel der Arktisforschung mit seiner ganz eigenwilligen Deutung versehen:

Terror
von Dan Simmons
Taschenbuch: 992 Seiten
Heyne Verlag (1. Dezember 2008)
ISBN-10: 3453406133
ISBN-13: 978-3453406131
Originaltitel: The Terror
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Dan Simmons wurde 1948 in Illinois geboren. Nach dem Studium arbeitete er einige Jahre als Englischlehrer, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Simmons ist heute einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller der Gegenwart.

Seine Romane “Terror”, “Die Hyperion-Gesänge” und “Endymion” wurden zu internationalen Bestsellern. Der Autor lebt mit seiner Familie in Colorado, am Rande der Rocky Mountains.

 

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Zitat nnz.ch: Eine Horror-Story im ewigen Eis, das kommt einem bekannt vor. John Carpenters “The Thing” ist unvergessen. Und eine Kreatur, die eine (ant)arktische Expedition verschlingt – das gab es schon bei H. P. Lovecraft. Überhaupt versuchten sich bereits Mark Twain, Jules Vernes und Sten Nadolny am Stoff. Und auch bei «The Terror» wirkt ein Bekannter mit – Ridley Scott ist Mitproduzent.

 

The Terror Trailer Season 1 (2018) New amc Series (Video)

 

 

Zitat: About the Terror Season 1. The crew of a Royal Naval expedition searching for the Arctic’s treacherous Northwest Passage discovers instead a monstrous predator.

The Terror is an upcoming anthology television series set to be broadcast on AMC from March 2018. The series is based on the 2007 best-selling novel of the same name by Dan Simmons.

 

Die Franklin-Expedition war die dritte und letzte große Forschungsreise des britischen Polarforschers Sir John Franklin

 

Ihr Ziel war es, die Nordwestpassage erstmals und zwar in ost-westlicher Richtung zu durchsegeln, kartografisch zu erfassen und so einen kürzeren Seeweg von Europa nach Asien zu finden.

Die Expedition scheiterte katastrophal, in den Jahren 1845 bis 1848 starben alle Beteiligten im kanadisch-arktischen Archipel. Letzte Spuren der Expeditionsteilnehmer wurden erst viele Jahre später nahe der King-William-Insel entdeckt.

Es dauerte bis zum Jahr 2014, bis das Schiff HMS Erebus in der Victoria Strait geortet werden konnte. Das Schiff HMS Terror wurde 2016 südlich der King-William-Insel, in der Terror Bay, entdeckt.

Die Franklin-Expedition und das Schicksal ihrer Teilnehmer, das lange Zeit im Dunkeln blieb, wurden schon von den Zeitgenossen als sehr bedeutsam wahrgenommen.

Zeitungen erzielten mit Berichten und Spekulationen über den Verbleib Franklins hohe Auflagen und verarbeiteten das Thema nach allen Regeln moderner Massenmedien. Die Expedition selbst wie auch die intensiven Bemühungen von Lady Jane Franklin, ihren Mann mittels immer neuer Suchexpeditionen zu retten, beschäftigten die britische Öffentlichkeit über Jahre in bis dahin ungekanntem Maße und stoßen auch heute noch auf großes Interesse.

Fund der HMS Terror

Im September 2016 wurde das sehr gut erhaltene Wrack der HMS Terror schließlich weitab der vermuteten Lage in der Terror Bay, einer Bucht im Süden von King William Island, fast 170 Jahre nach dessen Untergang gefunden.

Zu dem Fund führte ein Hinweis, dem zufolge zwei Inuit, Sammy Kogvik und James Klungnatuk, während eines Jagdausflugs rund sechs Jahre vorher in der Terror Bay ein großes Stück Holz (einen Mast?) aus dem Eis hatten ragen sehen.

Kogvik erzählte dies am 3. September 2016 auf dem Forschungsschiff „Martin Bergmann“, für die Arctic Research Foundation bei der Suche nach der Terror, dem Chef der Foundation Adrian Schimnowski.

Der Umstand, dass die HMS Terror 2016 südlich der King-William-Island entdeckt wurde, an einem Ort 96 km südlich der bisherigen Suchgebiete, gibt Anlass zu der Annahme, dass zumindest ein Teil der Überlebenden versucht hatte, sich mit dem Schiff zu retten, bevor sie dort endgültig scheiterten.

Rezeption

Das Schicksal der Franklin-Expedition war Vorlage für mehrere Romane. Darunter befindet sich der preisgekrönte Bestseller Die Entdeckung der Langsamkeit von Sten Nadolny.
Der Folk-Sänger Stan Rogers widmete der Franklin-Expedition 1981 das Lied Northwest Passage.
Dan Simmons veröffentlichte 2007 den Horror-Roman Terror, der die Geschichte der Franklin-Expedition aufgreift und mit phantastischen Elementen anreichert.
Wikipedia: Franklin-Expedition

 

Terror: Roman von Dan Simmons