Strange Fruit von Billie Holiday: Der wichtigste Song gegen Lynchmord und Rassismus in den USA. Musikverzeichnis Strange Fruit

Von | Februar 16, 2021

Billie Holiday
* 7. April 1915 in Philadelphia als Eleanora Fagan
† 17. Juli 1959 in New York City)
zählt mit Ella Fitzgerald und Sarah Vaughan zu den bedeutendsten US-amerikanischen Jazzsängerinnen. Von ihrem Freund Lester Young erhielt sie später den Spitznamen Lady Day

mit zwölf wurde Billie aus dem Erziehungsheim entlassen. Kurz darauf begann ihre Mutter, in einem Bordell zu arbeiten. Billie arbeitete dort ebenfalls als Botenmädchen.

Hier lernte sie auf dem Grammophon des Etablissements die Musik von Louis Armstrong und Bessie Smith kennen. Nach ein paar Monaten wurden Mutter und Tochter während einer Razzia verhaftet.

Danach zog die Mutter nach Harlem und ließ ihre Tochter abermals bei Martha Miller zurück. Billie arbeitete damals vermutlich noch einige Zeit in einem Bordell in Baltimore als Prostituierte.

In dieser Zeit begann sie mit dem Singen. Anfang 1929 folgte sie dann ihrer Mutter nach New York. Die dortige Vermieterin, Florence Williams, betrieb ein Bordell, in dem Mutter und die dreizehnjährige Tochter „für 5 $ pro Freier“ als Prostituierte arbeiteten.

Am 2. Mai 1929 kam es erneut zu einer Razzia, und wieder wurde Billie verhaftet und kam ins Gefängnis. Erst im Oktober desselben Jahres wurde sie wieder entlassen.

1929 begann Elinore Harris in Clubs unter dem Namen aufzutreten, unter dem sie bekannt wurde: Billie Holiday. Er setzt sich zusammen aus dem Vornamen der Stummfilmschauspielerin Billie Dove und dem Nachnamen ihres vermutlichen Vaters Clarence Holiday, wobei sie ihren Nachnamen anfänglich noch Halliday schrieb.

Anfang 1933 wurde sie von den Plattenproduzenten John Hammond und Bernie Hanighen entdeckt, die von ihrem Improvisationstalent beeindruckt waren. Man organisierte im November 1933 Aufnahmen mit Benny Goodman für die Achtzehnjährige.

Sie nahmen die Songs Your Mother’s Son-In-Law und Riffin’ the Scotch auf:

Letzterer wurde mit einer Auflage von 5.000 Stück Billie Holidays erster Hit.

1935 sang Billie Holiday Saddest Tale in Duke Ellingtons Symphony in Black: A Rhapsody of Negro Life.

Im gleichen Jahr nahm Hammond die aufstrebende Künstlerin für Brunswick Records unter Vertrag. Hier nahm sie, zusammen mit dem Jazzpianisten Teddy Wilson, bekannte Stücke im neu aufkommenden Swing-Stil für die immer populärer werdenden Jukeboxes auf.

Sie trat als eine der ersten Jazzsängerinnen mit weißen Musikern auf und überwand damit rassistische Grenzen. Trotz dieser Vorreiterrolle wurde sie weiterhin gezwungen, Hintereingänge zu benutzen.

Sie berichtete später, dass sie in dunklen, abgelegenen Räumen auf ihre Auftritte warten musste.

Auf der Bühne verwandelte sie sich in Lady Day

mit der weißen Gardenie im Haar. Die tiefe emotionale Wirkung ihres Gesangs erklärte sie mit der Bemerkung: „Ich habe diese Songs gelebt“.

Billie Holiday litt unter ihrer Diskriminierung als Schwarze. Vor allem bei den Tourneen mit gemischten Bands wie der von Artie Shaw 1938 machten sie und die anderen schwarzen Musiker täglich entwürdigende Erfahrungen. Als besonders demütigend empfand sie Auftritte, für die ihr Gesicht mit Make-up dunkler geschminkt wurde, da dem weißen Publikum angeblich Billie Holidays Teint zuweilen als zu hell erschien.

Trotz aller Schwierigkeiten wurde 1938 ein sehr erfolgreiches Jahr für die Sängerin; im September erreichte ihre Aufnahme I’m Gonna Lock My Heart Platz 6 in den Charts.
Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Billie Holiday

1939 sang sie erstmals den Song Strange Fruit, der auf dem gleichnamigen Gedicht des jüdischen Lehrers Abel Meeropol (alias Lewis Allan) basiert und eindringlich die Lynchjustiz an Schwarzen thematisiert.

Während die Produzenten von Columbia das Thema „zu heiß“ fanden, erklärte Commodore Records sich bereit, es aufzunehmen, und die Platte wurde einer ihrer größten Erfolge.

Seither verband das Publikum Billie Holiday mit diesem Stück und wollte es immer wieder von ihr hören. Die Aufführungen im Café Society waren minutiös inszeniert; bevor sie das Stück sang, ließ sie das Publikum vorher von den Kellnern um Ruhe bitten.

Das Licht wurde während des langen Intros heruntergedimmt und ein einziger Scheinwerfer erhellte Billie Holidays Gesicht. Mit dem Verklingen des letzten Tons erlosch das Licht, worauf sie dann im Dunkeln verschwand. Billie Holiday war ein Star geworden:

Strange Fruit von Billie Holiday:
Der wichtigste Song gegen Lynchmord und Rassismus in den USA

Bis in die 1950er Jahre kosteten Lynchmorde in den USA vielen tausend schwarzen Menschen das Leben. In dem Song „Strange Fruit“ werden die Grausamkeiten in aufwühlenden Metaphern beschrieben, die Jazzsängerin Billie Holiday hat ihn berühmt gemacht.

Billie Holiday, die bedeutendste Blues-Sängerin aller Zeiten, brachte den Song „Strange Fruit“ immer erst am Ende ihrer Konzertprogramme. Und sie wollte dafür eigentlich keinen Applaus.

Der Song, komponiert Ende der 30er-Jahre von Abel Meeropol, ist ein einziger Aufschrei gegen die Lynchjustiz an Schwarzen in den Vereinigten Staaten.

Diese „Strange Fruits“, eigenartige Früchte, sind schwarze Opfer, die man nach ihrer Ermordung zur Abschreckung für die Anderen einfach in die Bäume gehängt hat.

Michael Zametzer berichtet in „radioWissen!“ auf Bayern 2 so über diese Geschichte, dass man das Lied nie mehr wird nebenbei hören können. Auch deshalb, weil sich bis heute nur so wenig verbessert hat, wie die Diskussion um „Black Lives Matter“ gerade erst bewiesen hat.

YouTube Video: Billie Holiday Strange Fruit, 3:02

YouTube Video: Billie Holiday „Strange Fruit“ Live 1959
[Reelin‘ In The Years Archives]

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Billie Holiday: Strange Fruit

Billie Holiday: Strange Fruit

Billie Holiday: Strange Fruit
Aus dem Album The Perfect Soul of Billie Holiday
– Strange Fruit (Remastered)

Billie Holiday: Strange Fruit
[2007] [1950]

Billie Holiday: Strange Fruit
Aus dem Album
Strange Fruit + 49 succès de Billie Holiday

Billie Holiday: Strange Fruit
Ultimate Collection

Zitat: The gloriously emotive voice of blues singer Billie Holiday remains a source of enjoyment and inspiration today, five decades after her tragic demise. Perhaps Frank Sinatra got it right when he said simply that she was ‚one of the most important influences on American popular singing‘ – and remains so today. Featured here are 8 of her original albums, digitally remastered for optimum sound quality.

Billie Holiday: Strange Fruit
and Greatest Hits (Remastered)

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Billie Holiday: Strange Fruit
FeeIing … Jazzy
Billie Holiday Al Jolson Marilyn Monroe Sarah Vaughan (Künstler), Duke Ellington Jo Stafford (Künstler), Dinah Washington Fats Waller (Künstler)

Billie Holiday: Strange Fruit
MEMORlES OF A LADY

Billie Holiday: Strange Fruit
Wonderful… Billie Holiday (Strange Fruit)

Billie Holiday: Strange Fruit
Strange Fruit-the Best of Billie Holiday

Billie Holiday: Strange Fruit
Strange Fruit [1937-1939]

Billie Holiday: Strange Fruit
The Perfect Soul of Billie Holiday
Strange Fruit (Remastered)

Billie Holiday: Strange Fruit
Billie Holiday At Jazz At The Philharmonic
Strange Fruit: Billie Holiday

Billie Holiday: Strange Fruit
Aus dem Album Billie Holliday (unique Series)

Billie Holiday: Strange Fruit
Aus dem Album
Music & Wine with Ella Fitzgerald & Billie Holiday, Vol. 2

Billie Holiday: Strange Fruit
Aus dem Album Our Favourites
erscheint im Februar 2021

Billie Holiday: Strange Fruit
Aus dem Album Billie Holiday: 20 Greatest Hits

Billie Holiday: Strange Fruit
Aus dem Album
The Very Best of Billie Holiday [Explicit]

Billie Holiday: Strange Fruit
Aus dem Album
Christmas Holidays with Ella Fitzgerald & Billie Holiday

Billie Holiday: Strange Fruit
Aus dem Album
White Christmas with Billie Holiday

Billie Holiday: Strange Fruit
Strange Fruit (Original Mix)
Aus dem Album
Music Around the World by Ella Fitzgerald & Billie Holiday, Vol. 1

Billie Holiday: Strange Fruit
Aus dem Album
God Bless the Child – The Best of Billie Holiday

Billie Holiday: Strange Fruit
Aus dem Album Billie Holiday Classics
(Velvet Mood / Lady Sings the Blues Albums)

Billie Holiday: Strange Fruit
Aus dem Album Shadow

Billie Holiday: Strange Fruit
(Remastered)

Billie Holiday: Strange Fruit
Aus dem Album Stole

Billie Holiday: Strange Fruit

Billie Holiday: Strange Fruit
Aus dem Album Dance on the Train

Billie Holiday: Strange Fruit
Aus dem Album At the Door

Billie Holiday: Strange Fruit

Billie Holiday: Strange Fruit

Billie Holiday: Strange Fruit

Billie Holiday: Strange Fruit

Billie Holiday: Strange Fruit
Aus dem Album Sleepless Love

Billie Holiday: Strange Fruit
Aus dem Album Fine and Mellow

Billie Holiday: Strange Fruit
Billie Holiday & Her Orchestra
Aus dem Album
The Apollo Original Motion Picture Soundtrack
(Original Motion Picture Soundtrack)

Billie Holiday: Strange Fruit
Aus dem Album
The Classic Jazz Album of 1956
Album One [Explicit]

Billie Holiday: Strange Fruit
Aus dem Album Pennies from Heaven

Billie Holiday: Strange Fruit
(Live at Philharmonic Hall, Los Angeles, 1945)

Billie Holiday: Strange Fruit

Billie Holiday: Strange Fruit
Aus dem Album Christmas Dinner

Billie Holiday: Strange Fruit

Billie Holiday: Strange Fruit
Aus dem Album Honolulu Vibes

Billie Holiday: Strange Fruit
Aus dem Album Top of the Building

Billie Holiday: Strange Fruit
Aus dem Album Sunflower

Billie Holiday: Strange Fruit
Aus dem Album Ice And Cream

Billie Holiday: Strange Fruit
Aus dem Album Range

Billie Holiday: Strange Fruit
Aus dem Album
The best of jazz in the 50s – Vol. 4

Billie Holiday: Strange Fruit
Aus dem Album Autumn in New York

Billie Holiday: Strange Fruit
Aus dem Album Strange Fruit

Billie Holiday: Strange Fruit
Aus dem Album Angels sing  jazz
(All Tracks Remastered)

Billie Holiday: Strange Fruit
Aus dem Album Lady, Vol. 1

Billie Holiday: Strange Fruit (Live)
Aus dem Album Bye Bye Baby

Billie Holiday: Strange Fruit
Aus dem Album
Billie’s Blues
(Digitally Remastered)

Billie Holiday: Strange Fruit
Aus dem Album Billie & Ella
Back 2 Back (2 Great Artist’s 100 Essential Tracks)

Billie Holiday: Strange Fruit
Aus dem Album Eleanora Fagan

Billie Holiday: Strange Fruit
Aus dem Album Carnival King

Billie Holiday: Strange Fruit
Aus dem Album Angry Man

Billie Holiday: Strange Fruit
Aus dem Album Cheek To Cheek (Remastered)

Strange Fruit, das Lied

Strange Fruit (englisch für Sonderbare Frucht) ist ein Musikstück, das seit dem Auftritt der afroamerikanischen Sängerin Billie Holiday 1939 im Café Society in New York weltweit bekannt wurde. Das von Abel Meeropol komponierte und getextete Lied gilt als eine der stärksten künstlerischen Aussagen gegen Lynchmorde in den Südstaaten der USA und als ein früher Ausdruck der US-amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. Der Ausdruck Strange Fruit hat sich als Symbol für Lynchmorde etabliert.

Die im Lied angesprochene Strange Fruit ist der Körper eines Schwarzen, der an einem Baum hängt. Der Text gewinnt seine emotionale Schlagkraft vor allem dadurch, dass er das Bild des ländlichen und traditionellen Südens aufgreift und mit der Realität der Lynchjustiz konfrontiert.

Nach eher konservativen Annahmen des Tuskegee Institute wurden in den Jahren 1889 bis 1940 insgesamt 3833 Menschen gelyncht; 90 Prozent dieser Morde fanden in den Südstaaten statt, vier Fünftel der Opfer waren Afroamerikaner.

Oft war nicht einmal ein Verbrechen als Anlass des Mordes nötig; wie im Fall Emmett Till reichte manchmal die Begründung: Damit die Schwarzen nicht zu aufmüpfig werden. 1939 hatte es bereits drei Lynchmorde gegeben, eine Umfrage in den Südstaaten ergab, dass sechs von zehn Weißen die Praxis des Lynchens befürworteten.

Die damals 24-Jährige Billie Holiday hatte zu dieser Zeit neu im Café Society angefangen; vorher war sie in einem New Yorker Hotel gezwungen worden, den Frachtaufzug zu benutzen – bezeichnenderweise war das Hotel nach Abraham Lincoln benannt. Sie war in ihrem Leben zahlreichen Formen des Rassismus ausgesetzt.

Billie Holidays Vater starb 1937 vor allem deshalb, weil sich alle Krankenhäuser der Gegend weigerten, einen Afroamerikaner zu behandeln. Sie sagte dazu: Nicht die Lungenentzündung tötete ihn, Dallas tötete ihn.

Der Song Strange Fruit sticht im Repertoire Billie Holidays heraus. Während sie sowohl als elegante Jazz-Sängerin wie auch als ausdrucksstarke Blues-Interpretin bekannt war, erreichte sie vor allem mit Strange Fruit Weltruhm.

Das öffentliche Bild Billie Holidays und des Songs Strange Fruit verschmolzen miteinander: Sie war nicht mehr nur die Frau, die ihr Publikum verführen und rühren konnte, sie war fähig, es regelrecht zu erschüttern.

Billie Holiday wünschte sich die letzten beiden Worte des Lieds, Bitter Crop (dt.: Bittere Ernte), als Titel ihrer Autobiographie; der Verlag war dazu jedoch nicht bereit.

Der Komponist & Texter: Abel Meeropol

Abel Meeropol war russisch-jüdischer Lehrer aus der Bronx und Mitglied der kommunistischen Partei der USA. Er sah ein Foto des Lynchmords an Thomas Shipp und Abram Smith, das ihn nach eigenen Aussagen für Tage verfolgte und nicht schlafen ließ.

Daraufhin schrieb Abel Meeropol das Gedicht Bitter Fruit und veröffentlichte es unter dem Pseudonym Lewis Allan im Magazin New York Teacher und der kommunistischen Zeitung New Masses.

Später schrieb Abel Meeropol das Gedicht in den Song Strange Fruit um; beim Einrichten der Melodie unterstützte ihn Danny Mendelsohn.

Die Erstaufführung erfolgte durch Meeropols Frau bei einer Versammlung der New Yorker Lehrergewerkschaft. Strange Fruit gewann eine gewisse Popularität innerhalb der US-amerikanischen Linken.

Barney Josephson, der Inhaber des Café Internationals, hörte davon und stellte Abel Meeropol und Billie Holiday einander vor.

Obwohl Abel Meeropol später noch andere Songs schrieb, darunter auch einen Hit für Frank Sinatra, hing sein Herz immer besonders an diesem Stück.

Umso verletzter war er, als Billie Holiday in ihrer Autobiographie behauptete, dass Strange Fruit von ihr und ihrem Klavierspieler Sonny White geschrieben worden sei.

Café Society

Das Café Society war ein Club der linken und liberalen Intellektuellen und der New Yorker Bohème im Greenwich Village.

Obwohl überwiegend von Weißen besucht, fand sich doch ein gemischtes Publikum ein – es war der einzige New Yorker Club außerhalb Harlems, der überhaupt Weißen und Schwarzen gleichzeitig offenstand.

Der Betreiber Barney Josephson war ebenso ein vehementer Anhänger der „Rassenintegration“ wie von gutem Jazz und guter Unterhaltung.

Begleitet wurde Billie Holiday bei der Session am 20. April 1939 von dem Trompeter Frankie Newton und seiner „Café Society Band“; dazu gehörten die Saxophonisten Tab Smith, Kenneth Hollon und Stanley Payne, der Pianist Sonny White, der Gitarrist Jimmy McLin, der Bassist John Williams und der Schlagzeuger Eddie Dougherty.

Billie Holiday schrieb dazu in ihrer Autobiografie: „Dieses Lied schaffte es, die Leute, die in Ordnung sind, von den Kretins und Idioten zu trennen.“ In den Südstaaten, durch die sie ohnehin selten tourte, spielte Billie Holiday das Lied noch seltener, da sie wusste, dass es Ärger auslösen würde. In Mobile, Alabama, wurde sie aus der Stadt gejagt, nur weil sie versucht hatte, das Lied zu singen.

Obwohl Strange Fruit zum Standardrepertoire der US-amerikanischen Musikgeschichte gehört und beliebt ist, wird er doch selten gehört oder gespielt. Insbesondere die Version von Billie Holiday beschreiben viele Hörer als psychisch verstörend oder gar physisch schmerzhaft.

Die Herausforderung für einen Interpreten, den Song Strange Fruit aufzuführen – und damit in direkten Vergleich zu den Billie Holiday-Versionen zu treten –, gilt als enorm; daher weichen viele dieser Herausforderung aus.

Andere berühmte Versionen des Songs sangen Josh White, Carmen McRae, Eartha Kitt, Cassandra Wilson, Nina Simone, Tori Amos, Pete Seeger, Diana Ross, Siouxsie and the Banshees, Mary Coughlan, UB40, Robert Wyatt, Sting und Beth Hart.

Tricky produzierte einen Remix, und Lester Bowie mit seiner Brass Fantasy spielte eine Instrumentalversion ein. Issie Barratt arrangierte das Stück für Jaqee und die Bohuslän Big Band.

Von einigen dieser Versionen wurden Samples verwendet, unter anderem von den Hip-Hop-Künstlern Kanye West in dem Lied Blood on the Leaves und von Mick Jenkins in Martyrs.

In seiner Symbolkraft gilt Strange Fruit als ähnlich wichtig für die Bürgerrechtsbewegung wie die Aktion von Rosa Parks. Neben We Shall Overcome und vielleicht noch Bob Dylans The Death of Emmett Till ist kein anderes Lied derart mit dem politischen Kampf um schwarze Gleichberechtigung verwoben.

Während Billie Holiday oft als „bloße Unterhaltungssängerin“, die quasi als Medium für den Song diente, porträtiert wurde, zeichnete Davis auf dem Hintergrund ihrer Untersuchungen das Bild einer selbstbewussten Frau, die sich der Wirkung und des Inhalts von Strange Fruit sehr bewusst war.

Aufgrund ihrer kulturellen und historischen Bedeutung für die Vereinigten Staaten wurde die Erstaufnahme des Songs Strange Fruit, gesungen von Billie Holiday, am 27. Januar 2003 in die National Recording Registry der Library of Congress aufgenommen.

Das National Recording Preservation Board führt als Begründung aus: „Dieses beißende Lied Strange Fruit ist wohl die einflussreichste Aufnahme von Billie Holiday. Es brachte das Thema Lynchjustiz dem breiten … Publikum nahe.“
Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Strange_Fruit
Liedtext: de.wikipedia.org/wiki/Strange Fruit Text
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