Sex und das verfehlte Absolute von Slavoj Zizek. Ein Grundlagenwerk, das die Theorie des ›dialektischen Materialismus‹ versucht neu zu definieren

Veröffentlicht von

Mit »Sex und das verfehlte Absolute« von Slavoj Žižek erscheint (endlich) ein Grundlagenwerk, das die Theorie des ›dialektischen Materialismus‹ versucht neu zu definieren. Abgelöst von seinem ideologisch-politischen Kontext, beschreibt der Begriff nach Žižek die Weltsicht der Mehrheit der modernen Wissenschaftler.

Sex und das verfehlte Absolute
von Slavoj Zizek
Originaltitel: Sex and the Failed Absolute
Gebundene Ausgabe: 592 Seiten
ISBN-13: 978-3534272433
Gebundenes Buch 50,00 €
E-Book 39,99 €

zur Verlagsinfo
Sex und das verfehlte Absolute

Aus dem Inhalt
oder was mir besonders gefiel:

Modalitaten des Absoluten
Sex als unsere flüchtige Berührung mit dem Absoluten
Antinomien der reinen Sexuierung
Das geschlechtliche Subjekt
Schematismus bei Kant, Hegel … und im Sexuellen
Marx, Brecht und Sexualverträge
Die sieben Todsünden
Der zurückgebliebene Gott der Quantenontologie
Die zwei Vakuen: Von weniger als nichts zu nichts
Der dunkle Turm der Naht
Naht und Hegemonie
Wahnsinn, Sex und Krieg
Wie Worte mit Dingen getan werden
Die unmenschliche Sichtweise
Die protestantische Freiheit
Vier ethische Gesten
Prokofjews Reisen
Beckett als Schriftsteller der Abstraktion

Buchzitat: Als Materialisten begreifen diese die Wirklichkeit auf dialektische Weise:

Die Realität ist ein dynamischer, sich ständig wandelnder Prozess. Graduelle Veränderungen münden auf Grund plötzlicher Umschwünge und unerwarteter Entwicklungen in etwas völlig Neuem.

Dabei denkt Žižek Materialismus ohne ›Materie‹ im substanziellen Sinn; an dessen Stelle steht ein rein formaler Materialismus der Wellen oder Quanten, die sich in einem entmaterialisierten Raum bewegen.

Fazit: Ohne Angst vor großen Themen fragt der Autor nach unseren Möglichkeiten des Kontakts mit dem Absoluten und findet diese in der menschlichen Sexualität, auch und gerade wenn sie Momente des Scheiterns enthält.

Mit der in dem Buch »Sex und das verfehlte Absolute« beschriebenen Theorie des ›dialektischen Materialismus‹ erschafft Slavoj Žižek, einer der bekanntesten und einflussreichsten Philosophen der Gegenwart, sein Opus magnum.

Slavoj Žižek (geb. 1949) ist hegelianischer Philosoph, lacanianischer Psychoanalytiker und Kommunist. Er gehört zu den bekanntesten Philosophen und Kulturkritikern der Gegenwart und ist International Director am Birkbeck Institute for Humanities der University of London, Visiting Professor an der New York University sowie Professor für Philosophie an der Universität seiner slowenischen Heimatstadt Ljubljana.

Unbestritten ist Slavoj Zizek einer der populärsten Philosophen des 21. Jahrhunderts. Seine über 60 Bücher, die in mehr als 40 Sprachen übersetzt wurden, werden weltweit gelesen und leidenschaftlich diskutiert.

In seinem neuen Werk Sex und das verfehlte Absolute offenbart er ein neues philosophisches Konzept, einen Materialismus ohne Materie.

Slavoj Zizek postuliert darin Sex als unsere flüchtige Berührung mit dem Absoluten und beschreibt das Mäandern einer sexualisierten Zeit.