26. Oktober 2021

„Schweigt nicht!“ Alexei Nawalnys Reden vor Gericht, die Geschichte schreiben. »Wer Wahrheit und Gerechtigkeit hinter sich hat, wird siegen.« Alexei Nawalny

„Schweigt nicht!“ Alexei Nawalnys Reden vor Gericht, die Geschichte schreiben

Alexei Nawalny ist unerschütterlich in seinem Einsatz für die Menschenrechte: Dieses Buch enthält erstmals vier der wichtigsten Reden vom inhaftierten Kremlkritiker und größten Putin-Gegner, ausführlich kommentiert und erläutert.

Alexei Nawalny – Schweigt nicht!: Reden vor Gericht
Droemer Verlag
(2. August 2021)
Gebundene Ausgabe: ‎ 96 Seiten
ISBN-13: ‎ 978-3426278802

Buchzitat: Der russische Dissident Alexei Nawalny ist die herausragende Stimme im Kampf gegen Korruption, staatliche Willkür und Menschenrechtsverletzungen in Russland. Niemand steht so sehr für ein anderes, freies Russland wie der Kreml-Kritiker und Anti-Korruptionsaktivist.

Spätestens der Giftanschlag 2020 auf ihn, den Nawalny nur knapp überlebte, machte deutlich, dass er für den russischen Präsidenten Putin und seinen Machtapparat zu einer ernsten Gefahr und einem seiner Hauptgegner geworden ist. Obwohl Nawalny wusste, dass ihm eine erneute Verhaftung drohte, kehrte er nach monatelanger Behandlung in Deutschland im Januar 2021 in sein Heimatland zurück, wo er noch am Flughafen in Moskau verhaftet und nach einem kurzen Prozess zu einer mehrjährigen Lagerhaft verurteilt wurde.

  Die vier Reden, die Alexei Nawalny im Januar und Februar 2021 während seines Prozesses vor Gericht hielt, liegen nun das erste Mal in Buchform vor. „Alexei Nawalny – Schweigt nicht!“ erscheint erstmals weltweit als zweisprachige Ausgabe: kommentiert von Alexandra Berlina in deutscher Übersetzung und im russischen Original, mit einem Vorwort versehen von Gerhart Baum.

Diese Reden Alexei Nawalnys legen ein eindrucksvolles Zeugnis von seinem unerschütterlichen Glauben an eine freie und gerechtere Welt ab und lassen gleichzeitig Einblicke in die Mechanismen eines autoritären Systems zu. Sie zeigen, dass Nawalny als unbeugsame Stimme der Opposition gegen den russischen Machtapparat unter Wladimir Putin trotz drohender Gefahr für sein eigenes Leben den Kampf für ein anderes, ein freies und glückliches Russland nicht aufgibt. Und nicht zuletzt sind diese vier Reden ein flammender Appell für Gerechtigkeit, Meinungsfreiheit und Menschenwürde, die es immer und überall zu verteidigen gilt, ein Appell, der uns alle betrifft.

Alexei Anatoljewitsch Nawalny (Jg. 1976) ist ein russischer Politiker und Anti-Korruptionsaktivist und die einflussreichste Figur der russischen Opposition gegen den Präsident Wladimir Putin. Obwohl er 2020 nur knapp einen Giftanschlag in Russland überlebte und in Berlin behandelt wurde, kehrte er im Januar 2021 in seine Heimat zurück und wurde noch am Flughafen Moskau verhaftet. Nach kurzem Prozess ist er seit Anfang Februar 2021 in einem Straflager unweit der Hauptstadt inhaftiert, wo er eine Haftstrafe von zweieinhalb Jahren absitzen muss. Er gründete 2011 die Stiftung für Korruptionsbekämpfung, die im Juni 2021 durch das Moskauer Stadtgericht als „extremistisch“ eingestuft und aufgelöst wurde.

Alexandra Berlina wurde in Moskau geboren und lebt mit ihrer Familie in Düsseldorf. 2012 promovierte sie über Literaturübersetzung. 2020 erschien ihre deutsche Fassung von Bulgakows Der Meister und Margarita; ihr Nachwort konzentriert sich auf den politischen Hintergrund des Romans. Als Mitglied der Gruppe „Freies Russland NRW“ demonstriert sie regelmäßig für die Befreiung politischer Häftlinge. Sie übertrug Gedichte von Maria Aljokhina („Pussy Riot“) ins Englische, dolmetschte bei der Konferenz „Free Press Seminar“ (Würzburg 2018) für prominente kritische Journalist*innen aus Russland, und arbeitet als Lektorin und Übersetzerin für dekoder.org – ein Presse-Portal zu Russland, das den Grimme Online Award 2021 gewann.

Gerhart Baum (Jg. 1932) ist Politiker und Rechtsanwalt und engagiert sich seit Jahrzehnten für die Sicherung, Wahrung und Stärkung der Menschen- und Freiheitsrechte. Von 1972 bis 1994 saß er für die FDP im Deutschen Bundestag, von 1978 bis 1982 war er Bundesinnenminister. Für sein gesellschaftliches und politisches Engagement wurde er u.a. mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.