Nekrolog Januar 2018: Jazz, Pop, Rock Musik

Nekrolog Januar 2018

1. Januar 2018
Betty Willis
Sängerin
Betty Jane Willis (10. März 1941 – 1. Januar 2018) war in den 1960er Jahren eine US-amerikanische Soulsängerin. Willis wurde auf einer Farm in Mississippi geboren und zog mit ihrer Familie nach Fresno, Kalifornien , als sie zwei Jahre alt war. Anfang der 1960er Jahre zog sie nach Santa Ana und sang in Los Angeles- Nachtklubs. Sänger Bill Medley, dessen Karriere bei The Righteous Brothers gerade erst begann, wurde auf Willis aufmerksam. Medley und Willis nahmen gemeinsam einen Song in den Gold Star Studios auf, der jedoch nie veröffentlicht wurde. Durch ihre Stimme und ihre Verbindung mit dem Studio wurde der Produzenten Phil Spector und Leon Russell, die den Country-Song “Act Naturally” in Rhythmus und Blues auf sie aufmerksam und texteten eine Version für Willis im Jahr 1965. Als Teil des Duos Betty und Ray mit Ray Lockhart machte sie auch mehrere andere Aufnahmen. Ihre letzte bekannte Aufnahme war 1968. Ihrer Tochter zufolge hatte Willis eine Gesangskarriere, wollte aber nicht der Musikbranche zugerechnet werden. Sie arbeitete kurz in einer Fabrik, bevor sie in den 1980er Jahren als Postarbeiterin tätig war und nach 37 Jahren in den Ruhestand ging.

3. Januar 2018
Wilbert Longmire
US-amerikanischer Gitarrist
Wilbert Thomas Longmire (* 1941; † 3. Januar 2018) war ein US-amerikanischer Rhythm-&-Blues- und Jazzgitarrist. Wilbert Longmire spielte Anfang der 1960er-Jahre in der Musikszene von Cincinnati; erste Aufnahmen entstanden 1963 mit dem Hank Marr Quartett („The Greasy Spoon“, Federal). Er arbeitete als Sessionmusiker für King Records, außerdem mit Red Prysock und Jack McDuff. 1967 nahm er in New York mit Trudy Pitts/Bill Carney auf. Um 1968 spielte er in Los Angeles sein Debütalbum Revolution (Wold Pacific) ein; der von Joe Sample geleiteten Studioband gehörten u. a. Gary Barone, George Bohanon, Anthony Ortega. Wilton Felder, Leon Spencer, Larry Gales und Paul Humphrey an. In den folgenden Jahren arbeitete er in Gerald Wilsons Big Band und Rusty Bryant. Auf Empfehlung von George Benson, der ihn an Bob James vermittelte, erhielt er die Gelegenheit, ein Album für das Columbia-Sublabel Tappan Zee Records aufzunehmen (Sunny Side Up). In den folgenden Jahren nahm er außerdem die LPs Champagne (1978) und With All My Love (1980) auf. In späteren Jahren spielte er erneut mit Hank Marr (Groovin’ It) und trat wieder in seiner Heimatstadt auf. Im Bereich des Jazz war er zwischen 1963 und 2005 an 22 Aufnahmesessions beteiligt.

3. Januar 2018
Joe Sydow
deutscher Jazz-Bassist
Ekkehart „Joe“ Sydow (* 22. Februar 1926; † 3. Januar 2018) war ein deutscher Jazzbassist. Sydow, der ursprünglich Arzt oder Pilot werden wollte, gehörte als Bassist 1949/51 zum Orchester von Kurt Edelhagen und machte bereits damals mit der Edelhagen-Band zahlreiche Schallplattenaufnahmen. 1951 arbeitete er beim Rundfunkorchester des NWDR. Als Nachfolger von Bob Carter engagierte ihn Edelhagen um 1963 wieder für sein Orchester, wo er bis Ende 1966 blieb. Mit der Edelhagen-Band tourte er durch mehrere Länder – so 1964 durch die Sowjetunion und 1966 durch Nordafrika – und spielte auf zahlreichen europäischen Jazz-Festivals. Dann holte ihn Franz Thon ins NDR-Tanzorchester als Nachfolger des Bassisten Hans Last. Weiter spielte er in den Bands von Bora Rokovic, Milo Pavlovic und Günter Fuhlisch, mit den Hamburg Oldtime All-Stars, mit Meyers Dampfkapelle, mit Ladi Geisler und in den letzten Jahren mit den Mountain Village Jazzmen. Mit Helmut Weglinski schrieb er den Titel „Antik“ (1962). 2001 spielte er als Gast mit den European Jazz Giants. Sydow war im Bereich des Jazz an 39 Aufnahmen zwischen 1948 und 1983 beteiligt. Er trat auch in dem Spielfilm Schenk mir dein Herz (2010) auf.

4. Januar 2018
Ray Thomas
britischer Pop-Musiker
Ray Thomas (* 29. Dezember 1941 in Stourport-on-Severn, Worcestershire; † 4. Januar 2018 in Surrey) war ein britischer Pop-Musiker, der vor allem als Mitglied der Moody Blues bekannt wurde. Ray Thomas hatte Ende der 1950er Jahre als Kontrabassist bei der Skiffleband Saints & Sinners angefangen und war ab 1959 als Sänger und Mundharmonikaspieler Frontman von El Riot and the Rebels, wo er den Gitarristen John Lodge und Mike Pinder kennenlernte, der zeitweilig Keyboarder der Band war. Die Gruppe war recht erfolgreich, hatte einige Fernsehauftritte und spielte 1963 im Vorprogramm der Beatles. Thomas beschloss daher 1963, vollends Profimusiker zu werden und schloss sich mit Pinder, der inzwischen seinen Militärdienst absolviert hatte, für einige Monate den Krew Kats an, die sich jedoch nach wenigen Monaten während einer Tournee durch Deutschland wieder trennten. Zurück in England gründete er 1964 mit Pinder die Gruppe Moody Blues, zu denen 1966 auch wieder Lodge stieß, und gehörte ihr bis zu seinem lange angekündigten Ausscheiden 2002 an. Er wirkte als Sänger und Songwriter mit, seine wichtigsten Instrumente waren Querflöte und Mundharmonika. Kultstatus erreichte sein Timothy Leary gewidmeter Titel Legend of a Mind aus dem Jahr 1968. Während der „schöpferischen Pause“ der Moody Blues zwischen 1973 und 1978 veröffentlichte Ray Thomas zwei Solo-LPs, deren erste kommerziell einigermaßen erfolgreich war, während die zweite in den Charts nicht notiert wurde. Weitere Solo-Projekte hat er nach der Reunion der Band oder später nach seinem Ausscheiden nicht verfolgt, doch gab es 2010 eine Neuveröffentlichung beider Alben als box-set mit dem zusätzlichen, neu aufgenommenen Song The Trouble With Memories. 2002 verließ Thomas die Band und zog sich ins Privatleben zurück, teils aus gesundheitlichen und Altersgründen, teils wohl auch wegen einer gewissen Entfremdung von den Moody Blues, in denen er seit Jahren keine zentrale Rolle mehr gespielt hatte. Während er als Flötist durch die US-Amerikanerin Norda Mullen hervorragend ersetzt wurde, vermissten ihn viele Fans der Gruppe als Songwriter und „walisischen Bariton“. Auf seiner Website gab Thomas 2014 bekannt, seit 2013 an Prostatakrebs zu leiden. In jüngerer Zeit ließ er als Musiker wieder von sich hören, so steuerte er 2016 Flötentöne zu dem Song L´urlo nelle ossa auf einem Album der italienischen Band Syndone bei. Ray Thomas starb im Januar 2018 im Alter von 76 Jahren.

5. Januar 2018
Mikio Fujioka
japanischer Metal-Gitarrist
Der Gitarrist Mikio Fujioka (* 19. Januar 1981; † 5. Januar 2018), auch bekannt als Ko-Gami („kleiner Gott“ auch als “158 Zentimeter” bekannt, da er nur 158 Zentimeter groß war), gehörte zur Stammbesetzung der Kami Band. Er stürzte am 30. Dezember 2017 von der Plattform einer Sternwarte und erlag am 5. Januar 2018 im Alter von 36 Jahren seinen schweren Verletzungen.

6. Januar 2018
Max Collie
australischer Jazzmusiker
John Maxwell „Max“ Collie (* 21. Februar 1931 in Melbourne; † 6. Januar 2018) war ein australischer Musiker (Posaune, auch Gesang) und Bandleader des Dixieland Jazz. Collie spielte in seiner Heimatstadt Melbourne seit 1948 mit einer eigenen Band, zu der 1952 auch Musiker von Graeme Bell stießen. 1962 ging er mit der Melbourne New Orleans Jazzband für ein Jahr auf Europa-Tournee und siedelte sich dann in England an. Er übernahm kurz danach die Leitung der London City Stompers. 1966 gründete er seine eigenen Rhythm Aces, die 1971 ihr erstes Album vorlegten, an dem Cy Laurie beteiligt war. Die Band gewann 1975 eine World Jazz Championship gegen vierzehn nordamerikanische Bands des Traditional Jazz. Mit den Rhythm Aces, die bis heute bestehen und regelmäßig in Europa und mehrfach in den Vereinigten Staaten tourte und in Fernsehsendungen zu sehen waren, hat er weitere Veröffentlichungen vorgelegt. Mit der Band traten zeitweilig auch die Sängerinnen Marilyn Middleton Pollock und Pauline Pearce auf. Im Bereich des Jazz war er zwischen 1963 und 2001 an 53 Aufnahmesessions beteiligt.

7. Januar 2018
France Gall
französische Sängerin
France Gall (* 9. Oktober 1947 als Isabelle Geneviève Marie Anne Gall in Paris; † 7. Januar 2018 in Neuilly-sur-Seine) war eine französische Pop- und Schlagersängerin. Nach einem erfolgreichen Karrierestart in Frankreich gewann sie 1965 für Luxemburg den Grand Prix Eurovision mit dem Titel Poupée de cire, poupée de son. Von 1966 bis 1972 sang sie unter anderem auf Deutsch. 1988 hatte sie mit Ella, elle l’a einen Nummer-eins-Hit in Deutschland. Ihre Familie war stark in der Musik verwurzelt; ihr Vater Robert Gall schrieb unter anderem Chansons für Charles Aznavour und Édith Piaf. Unterstützt von ihren Eltern brach sie im Alter von 15 Jahren die Schule ab und nahm ihre ersten Lieder auf. Dafür gab sie sich den Namen France Gall. Sie wählte auf Rat ihres Managers diesen Namen, da ihr Vorname Isabelle bereits durch eine andere französische Sängerin, nämlich Isabelle Aubret, bekannt war. Bereits ihre erste Single Ne sois pas si bête (Sei nicht so dumm) war ein voller Erfolg. Ihre frühe Karriere wurde besonders durch die Bekanntschaft mit dem Sänger und Songschreiber Serge Gainsbourg gefördert.
France Gall wurde 1965 ausgewählt, beim Grand Prix Eurovision de la Chanson (der später in Eurovision Song Contest umbenannte internationale Musikwettbewerb) in Neapel für Luxemburg teilzunehmen. Man präsentierte ihr eine Auswahl von zehn Liedern, aus der sie ihr Lieblingslied – Poupée de cire, poupée de son von Serge Gainsbourg – auswählte und interpretierte. Damit gewann sie den Wettbewerb. Ebenfalls von Gainsbourg stammt das Lied Les sucettes. Es handelt von einem zuckrigen Dauerlutscher und gilt als mehrdeutig: der Text kann auch als Beschreibung von Oralverkehr verstanden werden. France Gall beteuerte später, sie hätte das Lied damals nie gesungen, wenn sie davon gewusst hätte. Zu dieser Zeit hatte sie eine Beziehung mit dem Sänger Claude François (1939–1978).
France Gall verließ 1966 Frankreich, ging in die Bundesrepublik Deutschland und nahm dort bis 1972 auf Deutsch gesungene Platten auf. Sie arbeitete dabei mit Werner Müller zusammen. Für Zwei Apfelsinen im Haar (ihre deutsche Version von A Banda, im Original von Chico Buarque) erhielt sie 1968 eine Goldene Schallplatte. 1968 nahm sie mit Der Computer Nr. 3 am Deutschen Schlager-Wettbewerb teil und belegte den dritten Platz. 1969 wurde sie erneut Dritte beim Deutschen Schlager-Wettbewerb: Ihr Titel Ein bißchen Goethe, ein bißchen Bonaparte erreichte zudem Platz 14 der Charts und war damit ihre bis dahin höchste deutschsprachige Hitparadennotierung. Beim Deutschen Schlager-Wettbewerb 1970 trat sie mit Dann schon eher der Piano-Player an und landete auf dem vorletzten Platz. Sie interpretierte unter anderem Stücke von Heinz Buchholz und Giorgio Moroder. Zu den bekanntesten Liedern in deutscher Sprache zählen Zwei Verliebte zieh’n durch Europa, Unga Katunga, Kilimandscharo, Mein Herz kann man nicht kaufen, Ali Baba und die 40 Räuber, Ein bißchen mogeln in der Liebe, Ich singe meinen Song, Ich hab’ einen Freund in München, Ich bin zuckersüß, Wassermann und Fisch, Links vom Rhein und rechts vom Rhein, Das war eine schöne Party, Wir sind keine Engel oder Ich liebe dich, so wie du bist. Aufgrund ihrer Popularität erhielt sie 1969 und 1971 den Bronzenen sowie 1970 den Silbernen Bravo Otto der Jugendzeitschrift Bravo. Rückblickend äußerte France Gall, die Zeit ihrer Karriere in Deutschland sei nicht die schönste ihres Lebens gewesen. Denn durch ihren Bekanntheitsgrad und die ständigen Auftritte habe sie keine normale Jugend gehabt. Ihre deutschen Schlager stehen stilistisch in starkem Kontrast zu ihrer späteren Karriere in Frankreich. Sie war von 1969 bis 1974 mit dem Sänger Julien Clerc (* 1947) liiert.
1973 hörte France Gall während einer Autofahrt im Radio ein Lied von Michel Berger. Sie sagte später, sie habe angehalten und diesen Text auf sich wirken lassen. Zu dieser Zeit war France Gall in einer etwas unklaren Lebensphase; sie wollte nicht mehr als „das kleine Mädchen“ präsentiert werden, sondern als Frau, die sie inzwischen war. Sie sagte, dass sie nie mehr gesungen hätte, wenn Berger für sie nicht die folgenden Lieder geschrieben hätte. 1974 schlug Michel Berger ihr vor, mit ihr zusammen das Lied Mon Fils Rira Du Rock’n Roll aufzunehmen. Die beiden verliebten sich. Noch im selben Jahr schrieb Berger für France Gall das Lied La déclaration (d’amour). 1976 heirateten sie in Paris, sie bekamen zwei Kinder (Pauline Isabelle und Raphaël Michel). Berger schrieb viele auf Gall zugeschnittene Hits, ihre Karriere erlebte neue Höhepunkte. In den 1980er Jahren hatte sie weitere Top-10-Erfolge in Frankreich mit Liedern wie Hong Kong Star oder Débranche. Am 2. August 1992 starb ihr Mann im Alter von 44 Jahren während einer Tennispartie überraschend an einem Herzinfarkt. 1993 erkrankte sie an Brustkrebs. 1988 feierte France Gall nach über 15 Jahren Funkstille ihren größten Hit in Deutschland: Der Titel Ella elle l’a („Ella, sie hat es“), eine Hommage an die Jazz-Sängerin Ella Fitzgerald, war vier Wochen auf Platz 1. Er war in diesem Jahr die in der Bundesrepublik fünftmeistverkaufte Single und damit noch etwas erfolgreicher als in Frankreich. Danach hatte sie keinen solchen Hit mehr. Coverversionen von Ella elle l’a, u. a. von Alizée und von Kate Ryan, wurden ebenfalls Hits.
Nach der Veröffentlichung ihres letzten Studioalbums France (1995), in dem sie etliche Hits und (auch solche von Berger) neu interpretierte, wurde es ruhig um sie. Ihre Tochter Pauline starb 1997 im Alter von 19 Jahren an der Stoffwechselkrankheit Mukoviszidose. France Gall zog sich weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück und lebte nach einigen Aufenthalten im Senegal wieder in Paris. Sie engagierte sich für ehemals obdachlose Frauen. 1994 wurde sie zum Ritter der französischen Ehrenlegion (Chevalier de la Légion d’Honneur) ernannt. Im Juni 2013 gab die französische Sängerin Jenifer Bartoli das Album Ma déclaration heraus, das sie als Hommage an France Gall verstanden wissen wollte und in dem sie 12 Titel von France Gall coverte. Diese reagierte verärgert und es kam zu Auseinandersetzungen. Am 7. Januar 2018 erlag sie einer zwei Jahre zuvor erneut ausgebrochenen Krebserkrankung. In Nachrufen wurde sie unter anderem vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron und vom früheren Präsidenten Nicolas Sarkozy gewürdigt. Sie wurde auf dem Cimetière de Montmartre (Division 29) bestattet.
Der französische Komponist und Chansonnier Claude François schrieb Ende 1966 zunächst eine Ballade mit dem englischen Titel For You, in der er seine gescheiterte Beziehung zu France Gall musikalisch verarbeitete. In Zusammenarbeit mit seinem Komponistenkollegen Jacques Revaux, der damals vor allem für Michel Sardou arbeitete, und dem Trompeter und Texter Gilles Thibault entstand daraus dann 1967 in François’ Landhaus in Dannemois, in leichter Abänderung der Melodie, das Lied Comme d’habitude, das unter dem Titel My Way als Welterfolg von Frank Sinatra Berühmtheit erlangte.

8. Januar 2018
Denise LaSalle
US-amerikanische Blues-, Soul- und Rhythm-and-Blues-Sängerin
Denise LaSalle (geboren am 16. Juli 1939 als Ora Denise Allen nahe Sidon, Mississippi; gestorben am 8. Januar 2018 in Nashville) war eine amerikanische Blues-, Soul- und Rhythm-and-Blues-Sängerin sowie Musikproduzentin. 2011 wurde sie in die Blues Hall of Fame der Blues Foundation aufgenommen. Sie wurde 1939 in Leflore County in Mississippi als jüngstes von acht Kindern von Nathaniel und Nancy Allen geboren. Ab dem Alter von sieben Jahren wuchs sie in Belzoni auf. Sie sang als Baptistin im Kirchenchor und mit etwa 15 schrieb sie Geschichten, die sie an das Magazin Tan and True Confessions verkaufen konnte. Als Heranwachsende zog sie nach Chicago und begann Lieder zu schreiben; zugleich sang sie in einem Gospel-Chor namens The Sacred Five. Sie gab sich den Künstlernamen LaSalle, weil dieser französisch klang. 1967 veröffentlichte LaSalle ihre erste Aufnahme A Love Reputation bei dem Label von Billy Emerson. In den Folgejahren hatte sie Erfolg als Sängerin, Songwriterin und Produzentin sowie als Label- und Nachtclub-Besitzerin. 1969 gründete sie mit Bill Jones, den sie im selben Jahr heiratete und von dem sie sich 1974 wieder trennte, das Label Crajon Enterprises und schrieb mit Get Your Lie Straight einen Hit für Bill Coday, der auf ihrem Label veröffentlicht wurde. 1971/72 hatte sie ihren ersten eigenen größeren Hit mit dem Song Trapped by a Thing Called Love und mit Now Run and Tell That und Man Sized Job folgten zwei weitere Top-10-Titel der R&B-Charts. Zugleich widmete sie sich zunehmend der Country-Musik, und ihr Song Married But Not to Each Other von 1976 wurde erfolgreich von der Country-Sängerin Barbara Mandrell gecovert.
1977 heiratete LaSalle James Wolfe, Jr., mit dem sie zwei Kinder hat. Ab 1984 nahm sie mehrere Alben und Singles für Malaco Records in Jackson auf, mit denen sie sehr erfolgreich war. Neun der bei Malaco aufgenommenen Alben erreichten die nationalen Charts und die Single My Toot Toot 1985 konnte sich international platzieren. 1986 gründete sie die National Association for the Preservation of the Blues, um dem Soul-/Blues-Stil mehr Aufmerksamkeit zu bringen. Zugleich schrieb sie Songs für andere Musiker und das für Z. Z. Hill geschriebene Someone Else Is Steppin’ In wurde für diesen ein großer Erfolg. Für Ann Peebles und Little Milton schrieb sie gemeinsam mit Mack Rice den Song Packed Up and Took My Man, das später von Rapper Ghostface Killah für seinen Hit Walk Around gesampelt wurde. 1997 verließ LaSalle das Label Malaco und nahm auf ihrem eigenen Label Angel In the Midst ein Gospel-Album auf, danach folgten weitere Alben. 2008 kehrte sie zu Malaco Records zurück. Denise LaSalle starb am 8. Januar 2018 im Alter von 78 Jahren in Nashville. Denise LaSalle bei Amazon.de

10. Januar 2018
Reuben Brown
US-amerikanischer Jazzmusiker
Reuben Brown (* 1. Dezember 1939 in Washington, D.C.; † 10. Januar 2018 ebendort) war ein US-amerikanischer Jazzmusiker (Piano, E-Piano, Komposition), der vor allem in der Musikszene des Bundesdistrikts aktiv war. Brown besuchte die McKinley High School; ein Schulfreund war Billy Hart. Im Hauptberuf war er später am National Institutes of Health in der Forschung tätig; daneben trat er in Washingtoner Jazzclubs wie dem One Step Down auf.[2] 1976 spielte er mit Richie Cole das gemeinsame Album Starburst (Adelphi) ein, u. a. mit Marshall Hawkins (Bass) und Bernard Sweetney (Schlagzeug). Er war an Aufnahmen u. a. von Allen Houser (Live 1974), Ron Holloway (Slanted, 1993), Buck Hill und Winard Harper (Be Yourself, 1994) beteiligt. 1994 gastierte er mit dem Buck Hill Quartet auf dem North Sea Jazz Festival; in selben Jahr entstand das Soloalbum Blue and Brown und in Triobesetzung der Mitschnitt Ice Scape (SteepleChase), mit Rufus Reid und Billy Hart, auf dem Brown Standards wie Mack the Knife, A Night in Tunisia und Lush Life interpretierte. Kurz darauf erlitt Brown einen Schlaganfall, der seine Karriere beendete. Bei einem Benefizkonzert in der Botschaft Österreichs spielten 1995 Billy Hart, Winard Harper (der auch Kompositionen Browns aufgenommen hatte), George Coleman, Buster Williams, Barry Harris, Cecil McBee, Steve Novosel, Claudio Roditi, James Williams und Lisa Rich. Im Bereich des Jazz war er zwischen 1974 und 1994 an elf Aufnahmesessions beteiligt.

10. Januar 2018
Eddie Clarke
britischer Rock-Gitarrist
Edward Allan „Fast Eddie“ Clarke (* 5. Oktober 1950 in Twickenham; † 10. Januar 2018 in London) war ein britischer Rock-Gitarrist. Er wurde einem größeren Publikum bekannt als Gitarrist der englischen Band Motörhead. Clarke war von 1976 bis 1982 zusammen mit Lemmy Kilmister und Phil Taylor Mitglied der klassischen Motörhead-Besetzung. Zu den wichtigsten Errungenschaften von Clarke während dieser Zeit gehören die Alben Overkill, Bomber, Ace of Spades und Iron Fist, mit denen den Briten der internationale Durchbruch gelang. Das 1981 erschienene Live-Album No Sleep ’til Hammersmith war das erste Rock-Live-Album, das es auf Anhieb auf Platz 1 der britischen Charts schaffte. Clarke galt in dieser Zeit als einer der herausragenden Gitarristen auf der Insel, was aber mehr am überraschenden Erfolg und revolutionären Musikstil Motörheads lag als an seinen technischen Fertigkeiten. Nach Uneinigkeit über den musikalischen Werdegang der Band verließ er während der Iron-Fist-Tournee in Nordamerika im Frühjahr 1982 die Gruppe und wurde durch Brian Robertson ersetzt. Clarke gründete seine eigene Band Fastway, mit der er jedoch nicht an die internationalen Erfolge mit Motörhead anknüpfen konnte. Am 10. Januar 2018 starb Clarke im Alter von 67 Jahren in einem Krankenhaus, in dem er wegen einer Lungenentzündung behandelt worden war.

14. Januar 2018
Bill Hughes
US-amerikanischer Jazzposaunist
William Henry „Bill“ Hughes (* 28. März 1930 in Dallas; † 14. Januar 2018 in Castleton Corners, Staten Island) war ein US-amerikanischer Jazzposaunist, der lange Jahre Mitglied des Count Basie Orchestra war und dieses auch zwischen 2003 und 2010 leitete. Hughes wuchs in Dallas und Washington, D.C. auf; zur Musik kam er durch seinen Vater Joseph, der Posaune spielte. In der Highschool spielte er das Instrument in der Schulband, außerdem trat er im lokalen Elks Club mit seinem Vater auf. Er studierte Pharmazie an der Howard University, als die Möglichkeit bekam, ab 1953 im Orchester von Count Basie in New York zu spielen. Zwischen 1957 und 1963 verließ er die Band, um sich besser um seine Familie sorgen zu können; in dieser Zeit arbeitet er hauptberuflich bei der Post, trat aber gelegentlich weiter auf. 1963 kehrte er zurück und ersetzte Benny Powell. Hughes war auch an den Auftritten und Aufnahmen der Band mit Tony Bennett, Rosemary Clooney, Billie Holiday, Nat King Cole, Sammy Davis Jr., Billy Eckstine, Frank Sinatra, Sarah Vaughan, Kay Starr, Ella Fitzgerald und Joe Williams beteiligt. Nach Basies Tod gehörte er auch der Ghost Band an, die unter der Leitung von Frank Foster war; Hughes selbst leitete die Band zwischen 2003 und 2010. Im selben Jahr setzte er sich zur Ruhe. Im Bereich des Jazz war er zwischen 1954 und 2004 an 195 Aufnahmesessions beteiligt, außerdem mit Osie Johnson, Frank Wess, Tony Scott, Al Grey, Grover Mitchell und Manhattan Transfer.

14. Januar 2018
Bill Moody
US-amerikanischer Schriftsteller und Jazzmusiker
Bill Moody (* 1941 in Webb City, Missouri; † 14. Januar 2018) war ein US-amerikanischer Krimiautor, Jazz-Autor und -Schlagzeuger. Bill Moody wuchs in Santa Monica auf und studierte nach vier Jahren in der United States Air Force am Berklee College of Music in Boston. Seine Karriere als professioneller Schlagzeuger begann er in einer südkalifornischen Surfband, doch bald wurde ihm dies zu langweilig und er begann im Trio mit dem Pianisten Junior Mance und dem Sänger Jimmy Rushing als Jazzmusiker. Auf Einladung eines tschechoslowakischen Kommilitonen aus Berklee spielte er vertretungsweise 1967 mit der Big Band von Gustav Brom bei Auftritten während des Jazz Festivals Prag. Nach den ursprünglich geplanten zwei Wochen blieb er in Brünn hängen. Während des nächsten Jahres war er der einzige Amerikaner, der mit der Band die Sowjetunion und die DDR bereisen durfte. Der Einmarsch der Truppen des Warschauer Paktes in Prag und das Ende des Prager Frühlings überraschte ihn bei einem kurzen Aufenthalt in London und es dauerte mehrere Monate, bis er wieder in seine Wohnung nach Brünn kam und sein Schlagzeug zurückerhielt. Er blieb noch weitere zwei Jahre in Europa, wo er u. a. mit Maynard Ferguson, Annie Ross und Jon Hendricks spielte und an einer Theaterproduktion mit Peter Herbolzheimer in Hamburg mitwirkte.
Nachdem er mit dem Orchester des Sängers Lou Rawls auf dessen Europatournee gespielt hatte, heuerte ihn dieser als festes Mitglied an und er kehrte in die Vereinigten Staaten nach Los Angeles zurück, wo er auch mit Earl Hines auftrat. Mit Lou Rawls spielte er ab Mitte der 1970er in den großen Hotels von Las Vegas ebenso wie in Japan und Australien. Der Sänger sollte ihm später als Vorbild für die Figur des Lonnie Cole in seinem ersten Roman Solo Hand dienen – ein Jazzsänger, der auf Betreiben seiner Plattenfirma in einen Popstar und Allround-Entertainer verwandelt wird. Neben seinen Engagements studierte Moody Literatur an der University of Nevada, Las Vegas, wo er auch später unterrichten sollte. Er begann als Musikkritiker für JazzTimes zu schreiben, verfasste aber auch erste Kurzgeschichten (z. B. für Ellery Queens Mystery Magazine).[2] Acht Jahre lang war er Jazz-DJ beim universitätseigenen Radiosender KUNV-FM. Erfahrungen aus seinem Europaaufenthalt verarbeitete er zu einem Buch über die Expatriates unter den US-amerikanischen Jazzmusikern. Das Buch The Jazz Exiles. American Musicians Abroad beruht auf Interviews mit Art Farmer, Mark Murphy, Jon Hendricks, Bud Freeman, Bob Dorough u. a.
Bekannt wurde Bill Moody jedoch ab 1994 durch seine Kriminalromane aus dem Jazz-Milieu, die ebenfalls Erfahrungen aus Europa (Looking for Chet Baker) und Las Vegas einfließen ließen (Death of a tenor man um die Ermordung von Wardell Gray). Sein Protagonist ist dabei der Pianist Evan Horne, der gezwungenermaßen Privatdetektiv wird, nachdem ihm bei einem Unfall die rechte Hand zerschmettert wurde. Als Vorbild diente ihm teilweise der Pianist Bill Evans. In seinen Romanen mixte er häufig reale Charaktere und Ereignisse mit fiktiven Vorgängen. In Bird Lives kommt er einem Serienmörder auf die Spur, der Smooth Jazz–Musiker ermordet und dabei eine Kette von Hinweisen aus der Jazzgeschichte hinterlässt. In Shades of Blue dreht es sich um die Birth of the Cool–Sessions von Miles Davis und die Frage, inwieweit er dabei „Anleihen“ bei anderen Musikern machte. Außerdem schilderte er das Milieu von Monte Rio, wo Moody lange wohnte. In The Sound of the Trumpet geht es um verlorengegangene Aufnahmen von Clifford Brown. Moody lebte bei San Francisco. Er lehrte Creative Writing an der Sonoma State University in Kalifornien, war aber auch als Jazzmusiker in der San Francisco Bay Area mit dem Terry Henry Trio und Dick Cole aktiv.

14. Januar 2018
Marlene VerPlanck
US-amerikanische Jazzsängerin
Marlene VerPlanck (* 11. November 1933 als Marlene Pampinella in Newark, New Jersey; † 14. Januar 2018) war eine US-amerikanische Jazzsängerin. Marlene VerPlanck, Witwe des 2009 verstorbenen Arrangeurs und Bandleaders Billy VerPlanck, wuchs in Newark auf. Ein frühes Vorbild war Frank Sinatra. Mit 19 Jahren begann sie ihre Karriere als Sängerin, als sie Bandvokalistin in den Orchestern von Tex Beneke und Charlie Spivak war. 1955 arbeitete sie mit Hank Jones, Herbie Mann, Joe Wilder, Wendell Marshall und Kenny Clarke, mit denen sie für Savoy Records ihr Album I Think of You with Every Breath I Take einspielte. Billy VerPlanck lernte sie bei Spivak kennen; die beiden wechselten dann gemeinsam zum Dorsey Brothers Orchestra. Nach Tommy Dorseys Tod im Jahr 1956 blieben die VerPlancks in New York City, um als Studiomusiker für Frank Sinatra, Perry Como, Tony Bennett, Antônio Carlos Jobim, später auch für Blood, Sweat & Tears und die Band Kiss zu arbeiten. In den 1960er Jahren wurde sie in den Vereinigten Staaten vor allem durch Werbe-Jingles für Zigaretten, Dosensuppen und Bier populär. In späteren Jahren zog das Paar nach Clifton, um an eigenen Projekten zu arbeiten; das erste gemeinsame Album war 1968 A Breath of Fresh Air. 1976 arbeitete sie mit dem Komponisten/Pianisten Loonis McGlohon, mit dem sie in Alec Wilders Radioshow American Popular Song gastierte. Anschließend entstand das Album Marlene VerPlanck Sings Alec Wilder. Nach Wilders Tod trat sie in der Radioshow The American Popular Singers auf, die von McGlohon und Eileen Farrell moderiert wurde. Außerdem trat VerPlanck in New York City in der Carnegie Hall und im Rainbow Room, in Clubs wie Michael’s Pub, aber auch in verschiedenen Fernsehshows wie The Today Show auf. Ihr Album My Impetuous Heart (2000) nahm sie mit Hank Jones, George Shearing, Marian McPartland und Bucky Pizzarelli auf.

15. Januar 2018
Edwin Hawkins
US-amerikanischer Gospelsänger
Edwin Hawkins (* 18. August 1943 in Oakland, Kalifornien; † 15. Januar 2018 in Pleasanton, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Gospelmusiker. Mit seinem Namen ist vor allem der Welthit Oh Happy Day verbunden, 1969 gesungen von dem seinen Namen tragenden Gospelchor Edwin Hawkins Singers. Hawkins stammte aus einer Familie mit ausgeprägtem musikalischen Hintergrund. Schon als Siebenjähriger begleitete er den Gospelchor seiner Familie bei dessen Auftritten während des gesamten Programms auf dem Klavier. Im Mai 1967 gründete er den 46 Personen (im Alter zwischen 17 und 25 Jahren) umfassenden Gospel-Chor Northern California State Choir. Dieser brauchte Geld für eine Reise zum „Annual Youth Congress of the Churches of God in Christ“ (jährlicher Jugend-Kirchenkongress) im Juni 1968 in Washington, D.C. Der Chor bat deshalb Century Record Productions, eine Aufnahme von ihren Chorgesängen zu machen. Mit ersparten 1.800 Dollar finanzierten sie die Aufnahme der Gospel-LP Let Us Go Into the House of the Lord in der Kirche Ephesian Church of Christ in Berkeley mit einer Auflage von 500 Stück. Mit einem veralteten Ampex-Zweispurtonband (modern waren Achtspurgeräte) wurden 8 Kirchenlieder lediglich mit Piano, Bass und Schlagzeug aufgenommen, Leadsängerin Dorothy Combs Morrison sang mit empathischer kehliger Altstimme. Darunter befand sich auch der längst gemeinfrei gewordene Titel Oh Happy Day.
Die kleine Plattenfirma Pavilion Records in Oakland gehörte LaMont Bench. Er erhielt die Erlaubnis, 1.000 weitere Exemplare zum gewerblichen Verkauf zu pressen. Nur 600 Exemplare davon wurden verkauft. Eines kam im Februar 1969 in die Hände des Radio-DJ Abe „Voco“ Kesh bei KSAN FM in San Francisco. Der Sender war zwar als Underground-Station bekannt, doch entschloss sich Kesh, Oh Happy Day ein intensives Airplay zu geben. Auch der Sender KOIT in San Francisco übernahm den Song in seine Playlist. Neil Bogert von Buddah Records hörte die Platte am Radio und schloss einen Vertriebsvertrag mit Pavilion Records. Der Gospel-Chor wurde von Buddah Records vermarktet und in Edwin Hawkins Singers umbenannt. Oh Happy Day wurde vorweg aus der LP als Single ausgekoppelt und im April 1969 als Oh Happy Day / Jesus, Lover of My Soul (Pavilion 20001) veröffentlicht. Die Single erhielt in der Billboard-Ausgabe vom 19. April 1969 eine Top20-Empfehlung. Sie erreichte als massiver Crossover-Hit sowohl die US-Rhythm and Blues- (Rang 2) als auch die US-Pop-Hitparade (Rang 4) und verkaufte sich innerhalb von nur zwei Wochen seit Veröffentlichung mit einer Million Exemplare.[5] Nach der Veröffentlichung in Großbritannien am 18. Mai 1969 erreichte sie dort Rang 2 der Hitparade. Am 3. Juni wurde ihr von der RIAA die Goldene Schallplatte verliehen und damit wurde sie die erste zertifizierte Single im Gospel-Sektor. Insgesamt wurden weltweit 7 Millionen Platten verkauft und in den USA 4 Grammy Awards verliehen.[6] In Deutschland und in der Schweiz kam sie sogar auf Rang 1 der nationalen Charts.
Etwa ein Jahr nach Oh Happy Day begleitete der Chor Melanie bei den Aufnahmen zu ihrem ersten Erfolgstitel Lay Down (Candles in the Rain). Hawkins bekam die Auszeichnung unter anderem für eine Produktion mit dem weltberühmten Oakland Symphony Orchestra und für die LP Every Man Wants to be Free. Oh Happy Day schaffte es auf die Liste der Songs of the Century. 1979 gewann der christliche Musiker Siegfried Fietz die Edwin Hawkins Singers für eine Aufnahme von Psalm-Nachdichtungen in modernem, rockigem Gewand. Die LP trug den Titel „Nach dem Dunkel kommt ein neuer Morgen“, im Jahr 2000 erschien die Produktion auch als CD im Verlag Abakus Musik. Im Jahr 1982 gründete Hawkins das Edwin Hawkins Music and Arts Seminar. Das Seminar läuft jedes Jahr für eine Woche und dient dazu, den Ideenaustausch unter Gospelmusikern zu fördern und neue Talente zu entdecken. Edwin Hawkins verstarb am 15. Januar 2018 in seinem Haus in Pleasanton, Kalifornien an einem Krebsleiden.

15. Januar 2018
Dolores O’Riordan
irische Sängerin
Dolores Mary Eileen O’Riordan (* 6. September 1971 in Ballybricken, County Limerick; † 15. Januar 2018 in London) war eine irische Sängerin und Songwriterin. Sie wurde als Leadsängerin der Rockband The Cranberries bekannt. O’Riordan wuchs als das jüngste von sieben Geschwistern in ihrem Geburtsort auf, wo sie auch im Kirchenchor sang. Später zog sie ins nahe Limerick. 1990 wurde sie Frontsängerin der Band The Cranberries, die sich zu der Zeit noch Cranberry Saw Us nannten, und wurde dort zur wichtigen Songwriterin. Die Sängerin, die nach eigenen Angaben unter anderem an einer Essstörung, depressiven Episoden sowie den Folgen sexuellen Mißbrauchs in ihrer Kindheit litt, absolvierte 1994 nach einem Nervenzusammenbruch eine Psychotherapie. Im selben Jahr heiratete sie Don Burton, den ehemaligen Tourmanager von Duran Duran. Das Paar zog 1998 auf eine Farm in Kilmallock nahe Charleville. Im September 2003 erkrankte ihre Schwiegermutter schwer, weswegen Burton und O’Riordan nach Howth in der Nähe von Dublin zogen. Unter diesen Umständen war ein Weiterarbeiten für O’Riordan nicht möglich, und The Cranberries trennten sich. Kurz darauf starb ihre Schwiegermutter. 2007 startete O’Riordan eine Solokarriere. Auch kooperierte sie einige Male mit anderen Künstlern wie beispielsweise Zucchero, Luciano Pavarotti und Jam & Spoon. Ihr erstes Soloalbum Are You Listening? erschien 2007. Es verkaufte sich weltweit 300.000 Mal. 2008 gehörte sie zu den zehn Preisträgern des European Border Breakers Awards (EBBA), die anlässlich der Midem in Cannes für ihre Erfolge im Ausland ausgezeichnet wurden. Ab 2009 arbeitete sie erneut mit den Cranberries zusammen. Zu der Zeit hatte sie ihren Lebensmittelpunkt nahe Buckhorn im kanadischen Peterborough County verlegt, wo Burton und sie schon seit 1994 ein Haus besaßen.
2011 starb O’Riordans Vater. Nach einem Suizidversuch 2013 wurde festgestellt, dass die Sängerin an einer bipolaren affektiven Störung litt. Im September 2014 trennten sich Burton und O’Riordan. Die drei gemeinsamen Kinder blieben nach der Scheidung beim Vater in Kanada, während O’Riordan nach New York City zog, wo sie zunächst in Hotels lebte. Im November 2014 wurde sie am Flughafen Shannon vorübergehend verhaftet, nachdem sie auf einem Transatlantik-Flug eine Stewardess verletzt und später einen Polizisten angespuckt und tätlich angegriffen hatte. Im Dezember 2015 bekannte sie sich vor dem Bezirksgericht von Ennis schuldig; ihr Anwalt verwies erklärend auf ihren sehr schlechten psychischen Zustand zum Zeitpunkt des Vorfalls. Seit 2015 arbeitete sie gemeinsam mit Andy Rourke und ihrem neuen Partner Olé Koretsky am Musikprojekt D.A.R.K., dessen erstes Album 2016 veröffentlicht wurde. Im folgenden Jahr erschien das letzte Album der Cranberries mit O’Riordan als Sängerin.
O’Riordans katholischer Glaube beeinflusste auch ihr musikalisches Schaffen. So trat sie 2001, 2002, 2005 und 2013 beim Weihnachtskonzert im Vatikan auf und sang 2004 die Titelmelodie Ave Maria zum Film Die Passion Christi. Am 15. Januar 2018 ertrank sie im Alter von 46 Jahren in einer Hotel-Badewanne in London. Sie hatte sich für Studioaufnahmen in der britischen Hauptstadt aufgehalten. Bei der Obduktion wurde eine Alkoholvergiftung von 3,3 Promille festgestellt. Zudem wurden verschriebene Medikamente vorgefunden, die beim Tod aber keine Rolle gespielt haben. Die zuständige Gerichtsmedizinerin ordnete das Geschehen als Unfall ein. O’Riordan wurde am 23. Januar 2018 in ihrem Geburtsort Ballybricken beerdigt.

16. Januar 2018
Dave Holland
britischer Schlagzeuger
Dave Holland (* 5. April 1948 in Wolverhampton, Staffordshire; † 16. Januar 2018 in Lugo, Spanien) war ein britischer Schlagzeuger. Er wurde bekannt durch seine Tätigkeit bei Trapeze und Judas Priest. David Holland wuchs in Staffordshire auf. Seine Karriere als Schlagzeuger begann 1965 bei Pinkerton’s Colours, eine der ersten britischen Bands, die eine Autoharp benutzten. Mit ihnen spielte er drei Singles ein. Als die Gruppe sich auflöste, stieg er bei Finders Keepers ein. Dort lernte er Mel Galley und Glenn Hughes kennen, mit denen er 1969 Trapeze gründete. 1979 verließ er diese Band wieder und schloss sich Judas Priest an. Das erste Album, an dem er mitwirkte, ist das 1980er Album British Steel. Bis 1988 war er ständiges Mitglied von Judas Priest, dann wurde er durch Scott Travis ersetzt. Zusammen mit Mel Galley und Geoff Downes reformierte er 1991 für kurze Zeit Trapeze. 2004 wurde Dave Holland des sexuellen Missbrauchs angeklagt, nachdem er einen Schüler bedrängt hatte, der bei ihm Schlagzeugunterricht genommen hatte. Während des Verfahrens bekannte er sich zu seiner Bisexualität. Er verbüßte eine achtjährige Haftstrafe und wurde laut Alan Atkins im Juni 2012 entlassen.

16. Januar 2018
Madalena Iglésias
portugiesische Sängerin
Madalena Lucília Iglésias do Vale (* 24. Oktober 1939 in Lissabon; † 16. Januar 2018 in Barcelona) war eine portugiesische Sängerin der 1960er-Jahre. Bei ihrem dritten Versuch beim Festival da Canção, im Jahre 1966, ging sie als Siegerin hervor und durfte daher beim Grand Prix Eurovision de la Chanson 1966 in Luxemburg für ihr Heimatland antreten. Mit dem Schlager Ele e Ela landete sie auf Platz 13. Insgesamt veröffentlichte sie eine Vielzahl von Singles und EPs in den 1960er Jahren, später gab es nur noch sporadische Auftritte.

18. Januar 2018
Michael Barakowski
deutscher Sänger
Michael Barakowski (* 23. Dezember 1954 in Ost-Berlin; † 18. Januar 2018 in Magdeburg) war ein deutscher Musiker, Komponist und Produzent von Nachwuchsbands. Barakowski wuchs in der DDR auf. Er absolvierte eine Lehre als Koch und lernte autodidaktisch Gitarre zu spielen. Während seiner Armeezeit komponiert er seine ersten Titel. Eine Bewerbung an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin wurde abgelehnt. Daraufhin arbeitete er als Kraftfahrer, Bote und Sekretär für die Mitglieder der Band Karat. Später ging er als Tontechniker zu Express. 1978 gelang ihm die Aufnahme an der Musikschule Friedrichshain im Fach Gitarre. 1981 stieß er zur 1979 gegründeten Amateurband Perl. Der Durchbruch dieser nur regional bekannten Band gelang 1984 nach einer kompletten Umbesetzung. Als einziger blieb Barakowski in der Band. Zu ihm stießen Sven „Svenni“ Hertrampf (Schlagzeug), René „Gniedel“ Niederwieser (Gesang, Gitarre) und Wieland Apelt (Gesang, Bass). Mit dem Titel Zeit die nie vergeht war 1985 der Höhepunkt der Band erreicht, er verkaufte sich etwa 700.000 Mal. Danach löste sich die Band vorerst auf, da Barakowski seine Laufbahn als Berufsmusiker begann. Die Gitarrenausbildung schloss er 1992 ab; nebenbei nahm er ab 1980 bei Heinz Werner Gesangsunterricht. Burkhard Lasch (stellvertretender Sektionsvorsitzender, Textautor, künstlerischer und organisatorischer Leiter der Gruppe Smokings) holte ihn Anfang 1986 als Frontmann zur neu gegründeten Band Smokings Rockshow, zusammen mit Marion Sprawe von Juckreiz. 1986 verließ Lasch die DDR, was das Ende der Band bedeutete.
Barakowski nannte seine Band fortan Barakowski und Freunde. Bandmitglieder waren Michael Otter (Gitarre), Uwe Karsten (Bass), Karsten Lipsius (Schlagzeug) und Alexander Kirfe (Keyboard, Saxophon). Henning Protzmann, ehemals Karat, war künstlerischer Leiter der Band. Es folgten Tourneen in die Sowjetunion, nach Polen, Ungarn und eine DDR-Tournee mit Ralf „Bummi“ Bursy.
1990 nahm Barakowski unter dem Namen Kennzeichen D als erster und einziger DDR-Bürger am gesamtdeutschen Vorentscheid des Grand Prix d’Eurovision de la Chanson teil. Er belegte mit dem Titel Wieder zusammen den achten Platz.[3] Im selben Jahr war er Sänger der Band Prinzip, welche sich jedoch kurz darauf auflöste. Nach 1990 war er Produzent einiger Nachwuchsbands, schrieb Titel für verschiedene Künstler und arbeitete eng mit der Klaus Lage Band zusammen. 2004 erfolgte die Wiedervereinigung von Perl als PERL feat. Michael Barakowski. Barakowski starb am 18. Januar 2018 an multiplem Organversagen.

19. Januar 2018
Fredo Santana
US-amerikanischer Rapper
Derrick D. Coleman (4. Juli 1990 – 19. Januar 2018, Tod bekannt gegeben am 20. Januar) war ein US-amerikanischer Rapper, bekannt unter seinem Künstlernamen Fredo Santana. Fredos erstes Mixtape ” It’s a Scary Site” wurde am 20. September 2012 veröffentlicht. Es beinhaltete die Produktion von TM88 , Young Chop , 12Hunna, Leek und Leek, J-Hill, C-Sick und Paris Bueller sowie Gastauftritte von Chief Keef, Lil Reese , König L , Gino Marley, Frenchie, Lil Herb, Lil Bibby und Lil Durk. Das zweite Mixtape von Santana, Fredo Kruger , wurde am 28. Februar 2013 veröffentlicht und wurde von 808 Mafia , Young Chop und Mike WiLL Made It produziert sowie Gastauftritte von Migos. Unter anderem Juelz Santana, Soulja Boy, Young Scooter, Fat Trel, Alley Boy, Lil Durk und Lil Reese. Das Album wurde später für den Handel über iTunes am 7. Mai 2013 veröffentlicht. Am 24. September 2013 machte Fredo Santana einen Cameo-Auftritt in Drakes Musikvideo zu “Hold On, we go Go Home”, in dem er einen Bösewicht porträtierte, der Drakes “Freundin” entführte. Sein Debütalbum Trappin Ain’t Dead wurde am 20. November 2013 veröffentlicht. Das Album enthielt Gastauftritte von Kendrick Lamar, Chief Keef, PeeWee Longway und anderen Mitgliedern von Glory Boyz Entertainment. Scary Site 2 wurde am 20. Dezember 2013 veröffentlicht. Am 27. Februar 2014 gab Santana bekannt, dass er und Keef ein Kollaborationsalbum Blood Thicker Than Water veröffentlichen würden. Am 9. Juli 2014 veröffentlichte er die Titelliste für sein bevorstehendes Album Walking Legend.

20. Januar 2018
Terry Evans
US-amerikanischer Blues-Sänger, Gitarrist und Songwriter
Terry Lee Evans (* 14. August 1937 in Vicksburg, Mississippi; † 20. Januar 2018) war ein US-amerikanischer Blues-Sänger, Gitarrist und Songwriter. Er spielt Gitarre und war Background-Sänger für Lowell Fulson, ZZ Hill und BB King. 2013 war er mit Hans Theessink für den Amadeus Austrian Music Award in der Kategorie Jazz/World/Blues nominiert.

21. Januar 2018
Daoud Shaw
US-amerikanischer Schlagzeuger
David „Daoud“ Shaw (* 1946 oder 1947; † 21. Januar 2018) war ein US-amerikanischer Jazz- und Rockmusiker (Schlagzeug), der sich auch als Tonmeister und Musikproduzent betätigte. Shaw arbeitete über 20 Jahre als Schlagzeuger für Van Morrison und war auch Co-Produzent dessen Albums Veedon Fleece, das 1974 erschien. Von 1975 bis 1977 gehörte er der Studioband der Comedy-Show Saturday Night Live an; außerdem spielte er 1980/81 in der Jerry Garcia Band und als Begleitmusiker von Etta James. Des Weiteren besaß Shaw im Basement seines Hauses ein eigenes Aufnahmestudio (Radio Active Productions), in dem er Aufnahmen u. a. von Tyrone Brown und Shawn Zevit produzierte. Als Produzent arbeitete er u. a. auch mit der Singer/Songwriterin Essra Mohawk und dem Folksänger Kenny Butterill. Im Bereich des Jazz war er als Musiker u. a. an Aufnahmen des Trompeters John Ellis (Esperanza, 2001), der Sängerin Venissa Santi (Bienvenida, 2008) und von Tyrone Brown (Moon of the Falling Leaves, 2008) beteiligt. Shaw starb 2018 im Alter von 71 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung.

23. Januar 2018
Lari White
US-amerikanische Country-Sängerin
Lari Michele White (* 13. Mai 1965 in Dunedin, Florida; † 23. Januar 2018 in Nashville, Tennessee) war eine US-amerikanische Country-Sängerin, -Songschreiberin und dreifache Grammy-Preisträgerin. Gelegentlich trat sie auch als Schauspielerin und Produzentin in Erscheinung. Lari sang bereits als Kind mit Eltern und Geschwistern in der Gospel-Gruppe White Family Singers. Außerdem spielte sie Gitarre und Piano. Auch durch den Verlust eines kleinen Fingers ließ sie sich nicht entmutigen. An der University of Miami studierte sie mit einem Stipendium Musiktechnik. Sie spielte in Bands, arbeitete als Backup-Sängerin und sang Werbe-Jingles. 1988 zog sie nach Nashville, nachdem sie beim lokalen Fernsehsenders TNN (The Nashville Network) den Talentwettbewerb You Can Be A Star gewonnen hatte. Beim Label Capitol wurde eine Single, Flying Above the Rain, produziert, die aber nicht allzu erfolgreich war. Anschließend erhielt sie bei einem Musik-Verlag eine Anstellung als Songwriterin. So nahm unter anderem Tammy Wynette 1990 das von White und Ron Moore geschriebene Lied Where’s The Fire für eines ihrer letzten Alben, Heart Over Mind, auf. Mit regelmäßigen Auftritten versuchte White darüber hinaus in der lokalen Musikszene Fuß zu fassen.
1991 wurde Rodney Crowell auf das Nachwuchstalent aufmerksam und bot ihr eine Stelle als Backup-Sängerin in seiner Band an. Ihre mehrjährige Durststrecke war damit beendet. Crowell vermittelte ihr auch einen Schallplattenvertrag mit RCA und produzierte 1993 ihr erstes Album Lead Me Not. Drei ausgekoppelte Singles schafften es allerdings nur bis in die hinteren Ränge der Top 100. Ihr nächstes Album Wishes war erfolgreicher. Drei daraus ausgekoppelte Singles erreichten die Top Ten der Country-Charts: That’s My Baby, Now I Know (1994) und That’s How You Know (When You’re in Love) (1995). Im Mai 1995 konnte sie für die CD Wishes ihre erste Gold-Auszeichnung in Empfang nehmen. Ihr drittes Album Don’t Fence With Me konnte den vorherigen Erfolg 1996 trotz eines Top-20-Hits mit Ready, Willing and Able nicht wiederholen. White erhielt zusätzlich negative Publicity nachdem das Video zur zweiten Single Wild At Heart kurze Zeit nach der Ausstrahlung von Country-Musiksendern wie CMT oder TNN aus dem Programm gestrichen wurde. Das Video präsentierte White in einer Zwangsjacke tanzend, eingeliefert in einer Nervenheilanstalt. Nach der Ausstrahlung hatten sich Menschen mit Nervenleiden und eine Organisation, die sich um deren Belange kümmert, über das Video beschwert.
White verlor in der Folge ihren Plattenvertrag. Zuvor entstand noch das Duett Helping Me Get Over You mit Travis Tritt, das die Top 20 der Country-Charts erreichte. Im selben Jahre spielte sie außerdem mit dem damals noch aktiven American-Football-Spieler Esera Tuaolo die Ballade Another Broken Heart für den Sampler NFL Country ein. RCA veröffentlichte darüber hinaus die Compilation The Best of Lari White, die eine Version von Amazing Grace enthält. 1997 unterzeichnete White als erste Künstlerin einen Vertrag beim neu gegründeten Disney-Label Lyric Street. Ein Jahr später hatte sie mit der aus dem gleichnamigen Album ausgekoppelten Single Stepping Stone einen Top-20-Hit. Aber der große Erfolg blieb ihr auch hier versagt. Ihr nächstes Album, Green Eyed Soul, wurde erst 2004 in Eigenregie in ihrem Heimstudio produziert und auf ihrem eigenen Plattenlabel „Skinny WhiteGirl Records“ veröffentlicht. Es enthielt im Gegensatz zu den Vorgängern vorrangig Musik aus den Bereichen Soul und Pop. 2007 folgte das Album My First Affair mit Broadway- und Musical-Songs.
White konnte für ihre Arbeit drei Grammy Awards in der Kategorie „Best Southern, Country or Bluegrass Gospel Album“ in Empfang nehmen. Sie gewann den Preis jeweils für ihre Mitwirkung an den Kompilationen Amazing Grace: A Country Salute to Gospel (1996), dem Nachfolger Amazing Grace 2 (1998) sowie 1999 für den Soundtrack zu Apostel!. White hat sich seit Ende der 1990er Jahre einen Namen als Produzentin gemacht. So verantwortete sie unter anderem die Alben Let Them Be Little (2005) von Billy Dean und White Trash With Money (2006) von Toby Keith. Zu Whites letzten Produktionsarbeiten gehört My Stupid Heart für Shawn Mullins, das 2015 veröffentlicht wurde.
Neben ihrer musikalischen Karriere betätigte sich White als Schauspielerin. So wirkte sie in dem 2000 entstandenen Kinofilm Cast Away – Verschollen neben Tom Hanks in einer kleinen Nebenrolle als Künstlerin Bettina Peterson mit. Eine weitere kleine Rolle folgte 2010 in Country Strong neben Gwyneth Paltrow und Tim McGraw. Im Februar 2017 erschien nach gut zehn Jahren CD-Pause die Doppel-EP Old Friends, New Loves, die durch eine Crowdfunding-Kampagne finanziert wurde. Das Werk enthält sowohl neue Songs als auch Neuaufnahmen einer Auswahl von Hits und Album-Tracks. Als Stargäste sind unter anderem Suzy Bogguss, Delbert McClinton und Lee Roy Parnell zu hören. Nur wenige Monate später, im September 2017, wurde bei White Bauchfellkrebs diagnostiziert. Knapp vier Monate später erlag sie der bereits fortgeschrittenen Erkrankung. Zuvor waren bei einer weiteren Crowdfunding-Aktion über 100.000 Dollar für die Krebsbehandlung gesammelt worden. White hinterlässt ihren Ehemann, den Songschreiber Chuck Cannon, und drei Kinder.

29. Januar 2018
Monique Aldebert
französische Jazzsängerin
Monique Aldebert (* 5. Mai 1931 in Monaco als Monique Dozo; † Januar 2018, Tod bekannt gegeben am 29. Januar) war eine französische, in den Vereinigten Staaten lebende Jazzsängerin und Songwriterin. Dozo studierte Musik in Monte Carlo und Paris. Ihr Debüt als Jazzsängerin hatte sie 1947 mit Bernard Peiffer. Danach sang sie viel in französischen Jazzclubs u. a. mit Don Byas, Django Reinhardt, Roger Guérin (mit dem sie zunächst verheiratet war) und Bobby Jaspar. Schließlich wurde sie 1959 Mitglied der Gesangsformation Les Double Six mit Mimi Perrin und Begleitmusikern wie u. a. Eddy Louiss, René Urtreger, Pierre Michelot, Kenny Clarke oder Daniel Humair. Mit den Double Six nahm sie 1959 und 1964 auf. In der Gruppe lernte sie auch ihren späteren Mann, den Pianisten und Sänger Louis Aldebert kennen. Die Double Six sangen Titel wie „Boplicity“, einen Titel, den Gil Evans mit Miles Davis unter dem Pseudonym Cleo Henry komponiert hat; das transkribierte Miles-Davis-Solo sang 1959 Monique Aldebert. Als die Double Six 1965 auseinandergingen, traten Monique und Louis als The Aldeberts auf. 1966 traten sie mit Bill Coleman auf. 1967 zogen die Aldeberts in die Vereinigten Staaten und traten u. a. in Shows in Las Vegas auf, 1969 ließen sie sich im Westen von Los Angeles nieder, wo Monique Aldebert anschließend lebte und französischen Gesang unterrichtete. Die Aldeberts arbeiteten auch als Komponisten, Arrangeure und Songwriter mit viel Studioarbeit im Raum Los Angeles. 1979 arbeiteten sie beide für Joe Samples Fusion-Formation The Crusaders bei dessen Album Street Life als Arrangeure und Hintergrundsänger. Sporadisch traten sie auch in Clubs auf. Mit ihrem Mann ging sie 1991 auf eine Japan-Tournee. Aldebert sang 1970 auf Lalo Schifrins Album Kelly’s Heros („Si tu me dis“)[6] und in der zugehörigen Filmmusik (deutscher Filmtitel Stoßtrupp Gold). Sie nahm bei Philips ein eigenes Album mit Arrangements von Michel Legrand auf und nahm an André Hodeirs erster Einspielung von Anna Livia Plurabelle (1966) teil. In der englischen Version des Films Die Regenschirme von Cherbourg sang sie mit. 2005 veröffentlichte sie ihre Autobiographie, De la musique avant toute chose, et d’autres choses.

29. Januar 2018
Eddie Shaw
US-amerikanischer Blues- und Jazzmusiker
Eddie Shaw (* 20. März 1937 in Stringtown, Bolivar County, Mississippi; † 29. Januar 2018) war ein amerikanischer Blues- und Jazz-Saxophonist.
Eddie Shaw wurde in Stringtown im amerikanischen Bundesstaat Mississippi geboren. Bereits als Teenager spielte er Tenorsaxophon mit verschiedenen Musikern, darunter Little Milton und Willie Love. Mit 14 Jahren spielte er bei einer Jamsession in Greenville mit der Band von Ike Turner. Bei einem Gig in Itta Bena, Mississippi, den er als 20-Jähriger spielte, wurde er von Muddy Waters eingeladen, in dessen Band in Chicago mitzuspielen. Shaw wurde neben A.C. Reed einer der bekanntesten und gefragtesten Tenorsaxophonisten der Szene. 1972 stieg er bei Howlin’ Wolf als Bandleader in dessen Band, The Wolf Gang, und schrieb etwa die Hälfte der Songs auf dem Album The Back Door Wolf von 1973. Nach dem Tod von Howlin’ Wolf 1976 übernahm Shaw die Band und ihren Auftrittsort im 1815 Club, der in Eddie’s Place umbenannt wurde. Er war Bandleader der Wolf Gang auf den Alben Living Chicago Blues Vol. 1 und Have Blues – Will Travel (1980) und nahm mit unterschiedlichen Musikern Alben für Isabel Records, Rooster Blues und Wolf Records auf.
In den späten 1970er Jahren startete Shaw seine Solo-Karriere, indem er 1978 in den Living Chicago Blues Anthologies (1978) der Alligator Records als Solist auftrat sowie seine eigenen Alben für Evidence und Rooster Blues sowie später CDs für Rooster Blues (In the Land of the Crossroads) und Wolf (Home Alone) aufnahm. Zudem wirkte er bei The London Howlin’ Wolf Sessions mit, bei denen er unter anderem Jams mit Eric Clapton, Bill Wyman und Ringo Starr spielte, ferner mit zahlreichen bekannten Bluesmusikern wie etwa Hound Dog Taylor, Freddie King, Otis Rush und Magic Sam (auf dessen Album Black Magic). 2013 wurde Eddie Shaw mit dem Blues Music Award in der Kategorie „Instrumentalist – Horn“ ausgezeichnet, im gleichen Jahr wurde er in die Blues Hall of Fame aufgenommen.

30. Januar 2018
Mark Salling
US-amerikanischer Schauspieler und Sänger
Mark Wayne Salling (* 17. August 1982 in Dallas, Texas; † 30. Januar 2018 in Los Angeles, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schauspieler und Sänger. Mark Salling wuchs in einem streng protestantischen Elternhaus auf und wurde zunächst zu Hause unterrichtet. Anschließend besuchte er die Providence Christian School und Our Redeemer Lutheran. 2001 schloss er die Lake Highlands High School ab. Während seiner Highschoolzeit war er Mitglied des Ringerteams und nahm als Schauspieler an Schultalentshows teil. Nach seinem Schulabschluss besuchte er das Music Academy College of Music in Pasadena und begann, sein Gitarrenspiel zu verbessern. Um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, gab er Gitarrenstunden. Nach kleineren Rollen in Kinder des Zorns IV – Mörderischer Kult und Walker, Texas Ranger spielte er ab 2009 die Rolle des Noah „Puck“ Puckerman in der US-amerikanischen Fernsehserie Glee. Salling sang und schrieb auch Songs.
Im Januar 2013 warf ihm seine ehemalige Freundin, Roxanne Gorzela, vor, dass er sie dazu gezwungen habe, mit ihm ungeschützten Geschlechtsverkehr zu haben, und verklagte ihn wegen sexueller Körperverletzung. Er stritt die Vorwürfe ab und reichte eine Gegenklage wegen Rufmord ein. Im März 2015 einigte sich Salling außergerichtlich mit Gorzela, nachdem Richter angeordnet hatten, dass er ihr 2,7 Millionen US-Dollar zahlen sollte. Ende Dezember 2015 wurde Salling in Los Angeles wegen des Besitzes kinderpornographischen Bildmaterials auf seinem Computer (rund 50.000 Bilder und Videos) verhaftet. Im Dezember 2017 bekannte er sich wegen des Besitzes von Kinderpornografie vor Gericht schuldig, woraufhin ihm vier bis sieben Jahre Haft drohten. Salling starb im Januar 2018 im Alter von 35 Jahren durch Suizid.

1. Februar 2018
Dennis Edwards
US-amerikanischer Soul- und Rhythm-and-Blues-Sänger
Dennis Edwards (* 3. Februar 1943 in Birmingham, Alabama; † 1. Februar 2018 in Chicago, Illinois) war ein amerikanischer Soul- und Rhythm-and-Blues-Sänger. Bekannt wurde er vor allem als Leadsänger der Gruppe The Temptations. Mit zwei Jahren begann Edwards in einem Kirchenchor zu singen. Als er sieben Jahre alt war, zogen seine Eltern mit ihm nach Detroit, Michigan. Am Detroit Conservatorium für Musik studierte er Klavier und Komposition. Dennis Edwards & The Firebirds war eine Soul-Jazz-Band, die er selbst gründete. Seine erste Single brachte er bei Internationale Soulville Records, einem unbekannten Detroiter Label, heraus. Die Single I Didn’t Have To (But I Did), Johnnie on the Spot wird unter Soulfans zwischen 3000 und 6000 US-Dollar gehandelt. Nach dem Rauswurf von David Ruffin bei den Temptations wegen unprofessionellen Verhaltens wurde Edwards neuer Leadsänger der Gruppe. Mit den Songwritern Norman Whitfield und Barrett Strong hatte er einen Streit wegen der ersten Strophe in dem Lied Papa Was a Rollin’ Stone, die Edwards Meinung nach eine Anspielung auf den Tod seines Vaters gewesen sei. 1977, kurz vor dem Bruch mit Motown, wurde Edwards von Otis Williams gefeuert.
Nach einer gescheiterten Solokarriere bei Atlantic Records ging er 1980 wieder zu Motown zurück. Auf der Reunion-Tour 1982 hatte er die Gelegenheit, wieder mit Ruffin und Eddie Kendricks aufzutreten. Motown war weiterhin an einer Solokarriere von Edwards interessiert und so wurde er 1984 durch Ali-Ollie Woodson bei den Temptations ersetzt, ohne dabei die Mitgliedschaft in der Band vollständig zu verlieren. Einen Hit hatte er im Duett mit Siedah Garrett 1984. Don’t Look Any Further konnte sich, ebenso wie das gleichnamige Album, in den englischen und amerikanischen Charts platzieren. Probleme verschiedener Art schien es zwischen Edwards, Woodson und Williams immer wieder zu geben, und so wurde Edwards 1989 endgültig bei den Temptations gefeuert. Edwards und die Ex-Mitglieder David Ruffin und Eddie Kendricks gingen Ende der 1980er Jahre mit Liedern der Temptations auf Tournee.
Nach dem Tod von Ruffin und Kendricks war er gezwungen, das Projekt allein weiterzuführen. Mitte der 1990er Jahre kam es wegen des Namens Dennis Edwards & The Temptations zwischen Edwards und Williams zu gerichtlichen Auseinandersetzungen. Edwards musste seine Gruppe in „The Temptations Review featuring Dennis Edwards“ umbenennen. Zu seiner letzten Besetzung gehörten Paul Williams Jr., David Sea, Mike Patillo und Chris Arnold. Dennis Edwards war ab 1977 kurzzeitig mit Ruth Pointer, die Mitglied der Band The Pointer Sisters ist, verheiratet. 1978 kam ihre gemeinsame Tochter Issa zur Welt, die wie ihre Mutter Mitglied der Pointer Sisters ist. Edwards starb am 1. Februar 2018, zwei Tage vor seinem 75. Geburtstag, an den Folgen einer Meningitis vom Mai 2017.

3. Februar 2018
Leon Ndugu Chancler
US-amerikanischer Jazzmusiker
Leon Ndugu Chancler (* 1. Juli 1952 in Shreveport, Louisiana; † 3. Februar 2018) war ein amerikanischer Jazzschlagzeuger und Musikproduzent. Chancler wuchs ab 1960 in Los Angeles auf und lernte ab dem zwölften Lebensjahr Schlagzeug. Bereits als Schüler spielte er bei Willie Bobo und bei Gerald Wilson; dann studierte er am „Californian State College“. 1970 arbeitete er mit Hugh Masekela und erstmals mit Herbie Hancock, in den nächsten Jahren trat er mit Thelonious Monk, Freddie Hubbard, Eddie Harris, Harold Land, Miles Davis und Joe Henderson auf, nahm aber auch mit Julian Priester, Hampton Hawes sowie mit der Santana Blues Band auf. Zwischen 1972 und 1980 spielte er außerdem regelmäßig bei George Duke. Seit 1972 war er auch als Produzent für Flora Purim, Bill Summers oder Kenny Rogers tätig, dann auch für Michael Jackson, auf dessen Album Thriller er zudem am Schlagzeug saß. Chancler leitete eigene Gruppen, bei denen er mit Alphonso Johnson und Ernie Watts zusammenarbeitete, arbeitete aber auch bei Weather Report und bei den Jazz Crusaders; außerdem ging er mit Carlos Santana und mit Wayne Shorter auf Tournee. Er war weiterhin für Stanley Clarke, Donna Summer, Hubert Laws, Frank Sinatra, Lionel Richie, Kenny Rogers, Tina Turner und John Lee Hooker tätig. Mit Patrice Rushen bildete er das Duo 1+ONE. Weiterhin trat er mit Rushen, Ernie Watts und Alphonso Johnson auf. Ndugu lehrte in Los Angeles an der University of Southern California. Er erlag 2018 einem Krebsleiden.

5. Februar 2018
Zeno Roth
deutscher Musiker
Jochen „Zeno“ Roth (* 30. Juni 1956 in Düsseldorf; † 5. Februar 2018) war ein deutscher Gitarrist und Songwriter. Er war der jüngere Bruder des Gitarristen Uli Jon Roth. In den 1970er Jahren gründeten Roth und Ule W. Ritgen in Hannover Black Angel und spielten einige Jahre lang zusammen an der Universität. Nachdem die Band, die von Eric Clapton und Jimi Hendrix beeinflusst war, sich 1977 trennte, spielte Ritgen Bass in der Band von Zenos Bruder Uli Jon Roth. Ab 1980 arbeiteten Zeno Roth und Ule Ritgen wieder zusammen. Sie wurden von Michael Flexig am Gesang begleitet, und die Band wurde Zeno genannt. Nach dem zeitweiligen Ausstieg Flexigs im Jahr 1987 übernahm Tommy Heart die Rolle des Sängers. Die Titel der beiden Zenology-Alben, so der Kommentar auf Zenology II, wurden bereits Ende der 1980er Jahre als Demoaufnahmen für diverse Plattenfirmen (u. a. Geffen Records) komponiert und eingespielt.
Neben der Musik betätigte sich Zeno Roth auch als Schriftsteller. Die Band hatte bis 2006 fünf Alben veröffentlicht, die sich in der Kategorie melodischer Hardrock ansiedeln lassen und in Japan fünfstellige Verkaufszahlen erzielten. Das letzte Album, Runway to the Gods, wurde mit dem Sänger Michael Bormann aufgenommen. Vieles in seiner Musik spiegelt die Leidenschaft Roths für fernöstliche und philosophisch-religiöse Themen wider. Zeno Roth verstand sich als „musikalischer Philosoph“, das heißt, er war an allen existenziellen Fragen interessiert und versuchte, in seiner Kunst Anregungen zur Beantwortung solcher Fragen zu geben. Nach einer jahrelangen Erkrankung starb er mit 61 Jahren im Schlaf.

7. Februar 2018
Mickey Jones
US-amerikanischer Musiker und Schauspieler
Mickey Jones (* 10. Juni 1941 in Houston, Texas; † 7. Februar 2018 ebenda) war ein US-amerikanischer Musiker und Schauspieler.
Mickey Jones begann seine Karriere als Musiker Ende der 1950er Jahre. Er spielte als Schlagzeuger mehrere Jahre zunächst in den Begleitbands zweier US-Stars der 1960er, Trini Lopez und Johnny Rivers, dann begleitete er auch Bob Dylan bei dessen Welt-Tournee 1966. Ab 1967 bis Mitte der 1970er war er Mitglied bei The First Edition, der Band des späteren Country-Stars Kenny Rogers. Ab Ende der 1960er verfolgte er auch eine Schauspielerkarriere. Zunächst trat er in kleinen Nebenrollen auf, dann ab den 1980ern auch in etwas größeren, sowohl in B-Actionstreifen und kleinen Independentfilmen als auch in manchen Blockbustern Hollywoods. Er wurde häufig als der harte Kerl aus den Südstaaten oder dem mittleren Westen besetzt. Außerdem hatte er Gastauftritte in verschiedenen Fernsehserien wie T.J. Hooker, V – Die außerirdischen Besucher kommen, Das A-Team, Alf, Baywatch – Die Rettungsschwimmer von Malibu, Ausgerechnet Alaska, Hör mal, wer da hämmert und Justified. Als Pete Bilker, einer der drei lustigen Bauarbeiter der fiktiven Firma K&B Constructions, die immer wieder als Gäste bei Tim und Al in Tool Time eingeladen wurden, trat er zwischen 1991 und 1999 in 13 Folgen der Serie auf. Jones starb im Februar 2018 im Alter von 76 Jahren in Houston nach längerer Krankheit.[1] Er hinterließ seine Frau und zwei gemeinsame Kinder.

7. Februar 2018
Pat Torpey
US-amerikanischer Musiker
Pat Torpey (* 13. Dezember 1953 in Cleveland; † 7. Februar 2018) war ein US-amerikanischer Musiker. Er war ein Gründungsmitglied und Schlagzeuger der Rockband Mr. Big. Torpey begann als Siebenjähriger, Schlagzeug zu spielen. 1983 zog er nach Los Angeles, zwei Jahre später wurde er Schlagzeuger in der Band um John Parr, der zu der Zeit als Support von Tina Turner auf deren Private Dancer-Tournee spielte. Anschließend gehörte er zur Band von Belinda Carlisle während ihrer ersten Tournee, die sie im Vorprogramm von Robert Palmer bestritt. 1987 wurde er Mitglied der Band The Knack. Dort wurde er von Billy Sheehan und Paul Gilbert abgeworben, um mit ihnen Mr. Big zu gründen. Der Gruppe gelang es, einen Plattenvertrag bei Atlantic Records zu bekommen, doch bevor die Band mit den Aufnahmen zu ihrem Debütalbum beginnen konnte, begleitete Torpey Robert Plant auf dessen Tournee zu seinem Album Now and Zen. Mr. Big entwickelte sich zu einem erfolgreichen Unternehmen, bevor sich die Gruppe 2002 zunächst auflöste.
2009 fand die Gruppe in Originalbesetzung wieder zusammen und veröffentlichte 2011 ein erfolgreiches Comeback-Album. Bereits zu dieser Zeit waren Torpey erste Symptome der Parkinson-Krankheit aufgefallen, die er jedoch zunächst verschwieg, die ihm aber die Arbeit erschwerten. Dennoch absolvierte er nach der Tournee zum 2011 veröffentlichten Album What If… auch die 2013 begonnenen Aufnahmen zum Nachfolgealbum … The Stories We Could Tell und gab seine Erkrankung im Juli 2014 öffentlich bekannt. Während der Tournee zu diesem Album spielte Torpey bei ausgewählten Stücken sowie dem Akustikteil jeder Show selbst. Torpey verstarb am 7. Februar 2018 im Alter von 64 Jahren aufgrund von „Komplikationen, die durch seine Parkinson-Erkrankung bedingt waren.“

8. Februar 2018
Lovebug Starski
US-amerikanischer Hip-Hop-DJ
Lovebug Starski (* 16. Mai 1960 in der Bronx, New York City; † 8. Februar 2018 in Las Vegas, Nevada; bürgerlich Kevin Smith, auch bekannt als Little Starsky), war ein US-amerikanischer Hip-Hop-DJ und einer der Pioniere des Genres. Auf ihn oder auf seinen ehemaligen Partner DJ Hollywood geht der Ursprung des Begriffs Hip Hop zurück. Er begann mit seiner Karriere als DJ in den späten 1970er Jahren und wurde 1978 DJ am damals berühmten Club Disco Fever in New York City und im Harlem World, einem Club, der damals als Heimat vieler Battle Rapper bekannt war. Seine erste Single Positive Life erschien in den 1980er Jahren, seine erste LP House Rock danach. Durch eine Gefängnisstrafe wurde seine Karriere zwischenzeitlich unterbrochen, er setzte sie aber noch in den 1980er Jahren fort. Lovebug Starski war hauptverantwortlich für den Soundtrack zum Film Rappin’ und versuchte vor einigen Jahren ein Comeback zusammen mit DJ Hollywood als The Veteranz. Er starb 57-jährig an einem Herzinfarkt.

9. Februar 2018
Alain Rellay
französischer Jazzmusiker
Alain Rellay (* 1936 oder 1937; † 9. Februar 2018 in Buffières, Département Saône-et-Loire) war ein französischer Jazzmusiker (Tenor- und Sopransaxophon). Das von ihm entwickelte Kompositions-Wissen wird in vielen Lyoner Gruppen der „imaginären Folklore“ verwendet. Rellay der nach dem Studium in Paris hauptberuflich in der Textilindustrie tätig war, spielte zwischen 1965 und 1969 in Lille mit Didier Levallet und Michel Graillier. Vom Bebop fand er zu einem zeitgenössischeren Jazz und war 1976 in Lyon einer der Gründer der Association à la Recherche d’un Folklore Imaginaire (ARFI). Über 30 Jahre war er Mitglied der Großformation Marmite Infernale, mit der er fünf Alben einspielte und 1984 auf dem Moers Festival auftrat. In den 1980er Jahren bildete er auch ein Duo mit Patrick Vollat (Reminiscences 1983), aus dem mit Christian Rollet die Gruppe Vollat Trois entstand, die auf vielen europäischen Festivals auftrat. Zeitweilig gehörte er zum Quintett von Louis Sclavis, an dessen Album Ad Augusta Per Angustia (1981) er auch beteiligt war. Nach Tom Lord hat er bis zum Jahr 2000 an 15 Aufnahmen im Bereich des Jazz teilgenommen. Mit dem Posaunisten Jacques Veillé bildete er die Formation L’Improvisateur et son Double; bereits 1978 entstand La Bête à Bon Dos; er spielte aber auch in anderen Lyoner Gruppen wie Toi Tarzan…Nous aussi und Tragédie au Cirque. Seit 1995 trat er mit Lucia Recio im Duo Torero Loco auf.

11. Februar 2018
Tom Rapp
US-amerikanischer Sänger und Songwriter
Thomas Dale „Tom“ Rapp (* 8. März 1947 in Bottineau, North Dakota; † 11. Februar 2018 in Melbourne, Florida) war ein US-amerikanischer Sänger und Songwriter. Bekannt wurde er als Frontman der Folk-Rock-Band Pearls Before Swine. Mit sechs Jahren schrieb Rapp seinen ersten Song. Er trat bei Talentwettbewerben auf; bei einem schlug er den jungen Bob Dylan. Anfang der 1960er zog Rapps Familie nach Melbourne in Florida. Hier gründete er 1965 die Band Pearls Before Swine. Nach den ersten Alben hatten die ursprünglichen Bandmitglieder – außer Rapp – die Gruppe verlassen, und Rapp spielte die weiteren Alben mit Studiomusikern ein. Ab 1972 veröffentlichte er unter eigenem Namen. Für Auftritte stellte er eine neue Version von Pearls Before Swine zusammen. Mitte der 1970er zog sich Rapp aus dem Musikgeschäft zurück. Er schloss sein Studium ab und arbeitete als Rechtsanwalt. 1998 tauchte er unerwartet wieder auf der Bühne auf: beim Terrastock-Festival in Providence, Rhode Island, begleitete er die Band Shy Camp seines Sohnes Dave. Auch auf späteren Ausgaben dieses Festivals trat er wieder auf. 1999 erschien wieder ein Album von Tom Rapp.

11. Februar 2018
Vic Damone
US-amerikanischer Sänger und Schauspieler
Vic Damone (* 12. Juni 1928 in Brooklyn, New York; † 11. Februar 2018 in Miami Beach, Florida; eigentlich Vito Rocco Farinola) war ein US-amerikanischer Sänger und Schauspieler; er war zwischen 1947 und Anfang der 1960er Jahre einer der erfolgreichsten Crooner in den Vereinigten Staaten. Unter seinen 40 Charterfolgen waren zwei Nummer-eins-Hits: You’re Breaking My Heart (#1 in den USA, 1949) und On the Street Where You Live (#1 in Großbritannien, 1958). Sein Interesse an der Musik schaute sich Vito Farinola von seinen Eltern ab: Sein Vater, von Beruf Elektriker, sang und spielte Gitarre; seine Mutter war Klavierlehrerin. Schon in jungen Jahren begann Vito, seinen Lieblingssänger Frank Sinatra zu imitieren. Bald nahm er auch Gesangsunterricht. Nachdem sein Vater einen Arbeitsunfall gehabt hatte, musste Vito selbst Geld verdienen und arbeitete als Platzanweiser und Liftboy im Paramount-Theater in Manhattan. Eines Tages trat Perry Como im Paramount auf, und Vito nutzte die Gelegenheit, ihm vorzusingen. Der Star nahm ihn unter seine Fittiche und vermittelte ihn als Sänger an eine Big Band in New York City. Zu dieser Zeit änderte Vito seinen Namen in Vic Damone (Damone war der Geburtsname seiner Mutter). Im April 1947 nahm er am Talentwettbewerb in Arthur Godfreys Show Talent Scouts teil, den er auch gewann. Wie viele der Gewinner des Wettbewerbs sang er regelmäßig in Godfreys Show. Kurz darauf verhalf ihm Milton Berle zu Auftritten im angesagten Nachtklub La Martinique, und innerhalb weniger Monate war er wieder im Paramount – diesmal allerdings als Sänger mit Stan Kenton und seiner Band. Mitte 1947 unterzeichnete Damone einen Plattenvertrag bei Mercury Records.
Vic Damones erste Schallplatte, I Have but One Heart (O Marinariello), sang er teilweise auf Englisch und teilweise auf Italienisch. Sie wurde im August 1947 veröffentlicht und wurde auch gleich ein Top-Ten-Charterfolg. Auch die Nachfolgesingle, You Do erreichte Platz sieben in der Hitparade. Weitere erfolgreiche Platten folgten. Schon 1948 erhielt Damone eine eigene Hörfunkshow, Saturday Night Serenade. 1949 konnte er für seinen Nummer-sechs-Hit Again seine erste Goldene Schallplatte entgegennehmen, noch im selben Jahr wurde ihm diese Auszeichnung auch für die Nummer eins You’re Breaking My Heart zuteil. 1951 war er zum ersten Mal auf der Leinwand zu sehen; er spielte in den Filmen Tödliches Pflaster Sunset Strip und Hübsch, jung und verliebt. Von 1951 bis 1953 leistete er seinen Wehrdienst in der United States Army ab, doch zuvor hatte er einige Lieder aufgenommen, die während dieser Zeit veröffentlicht wurden, so dass seine Karriere weiterging. Nach der Zeit in der Armee heiratete er 1954 die Schauspielerin Pier Angeli. Im selben Jahr drehte er zwei weitere Filme, Tief in meinem Herzen und Athena. Außerdem trat er mehrmals als Gast in Milton Berles Fernsehshow auf. 1955 sah es aus, als sollte Damones Stern sinken; lediglich einer seiner Songs kam in die Charts (Por favor), und der auch nur auf Platz 73; daneben hatte er eine Rolle in dem Musikfilm Kismet.
1956 wechselte er zu Columbia Records und einige seiner Platten stiegen wieder in die Top Twenty, unter anderem An Affair to Remember, Titellied des Films Die große Liebe meines Lebens, und seine Interpretation des Lieds On the Street Where You Live („In der Straße, mein Schatz, wo du lebst“). Der Song stammt aus dem Loewe/Lerner-Musical My Fair Lady, das in New York uraufgeführt wurde. Damones Version wurde von Mitch Miller produziert und erhielt ebenfalls eine Goldene Schallplatte. Die Verantwortlichen der Broadway-Show sorgten dafür, dass die Musik des Musicals nicht außerhalb der Vereinigten Staaten gelangte, damit in anderen Ländern das Publikum die Produktionen von My Fair Lady ebenfalls als „Uraufführungen“ genießen konnten. So kam es, dass Damones Lied erst nach der ersten Londoner Aufführung 1958 auch in Großbritannien ein Hit wurde; dort erklomm es am 27. Juni die Spitzenposition der Charts. Eine britische Coverversion von David Whitfield erreichte nur Platz 16. In der Zwischenzeit hatte Damone bereits eine Version des Titelsongs des nächsten Broadway-Musicals von Lerner/Loewe, Gigi, aufgenommen.
1960 spielte er eine Hauptrolle in seinem letzten Kinofilm Stoßtrupp Saipan. Während der 1960er Jahre hatte er aber noch verschiedene eigene Fernsehshows und trat als Gast in diversen anderen Shows und Serien auf. 1961 wechselte er von Columbia zu Capitol Records, bei denen er die Lücke füllen sollte, die durch Frank Sinatras Wechsel zum von ihm mitgegründeten Reprise-Label entstand. Damone blieb bis 1965 bei Capitol und nahm einige hochgelobte Alben auf, derer zwei auch in die unteren Regionen der Billboard-Charts kamen, Linger Awhile with Vic Damone (1962) und das von Billy May arrangierte The Lively Ones. Nach einem weiteren Wechsel der Plattenfirma hatte er 1965 noch einen US-Charthit auf Warner Brothers Records, You Were Only Fooling (While I Was Falling in Love).
Ab 1971 verlegte sich Damone auf Auftritte in den Casinos von Las Vegas. Mit seinen Honoraren aus diesen Shows konnte er die Folgen eines Bankrotts (wegen Steuernachzahlungen) in Grenzen halten. Nach einem kurzen Zwischenspiel als Grundstücksmakler ging er wieder auf Tourneen in den Vereinigten Staaten und vor allem in Großbritannien, wo er Anfang der 1980er Jahre ein beachtliches Comeback erlebte (BBC-DJ David Jacobs spielte zu der Zeit mit Vorliebe Songs von Damone) und sogar zwei Alben in die Charts brachte. 1997 wurde er in die Songwriters Hall of Fame aufgenommen. Ihm ist auch ein Stern auf dem Hollywood Walk of Fame gewidmet. 1998 heiratete Vic Damone seine jetzige Ehefrau, die Modeschöpferin und Unternehmerin (Jones New York) Rena Rowan. Im Jahr 2000 erlitt er einen Schlaganfall. Im Februar 2001 gab er sein letztes Konzert vor Familie, Freunden und Fans in West Palm Beach, Florida. Sein allerletzter Song auf der Bühne war sein großer Hit An Affair to Remember. Er zog sich aus dem Showbusiness zurück und kümmerte sich um seine Familie, Kinder und Enkel. Außerdem unterstützte er seine Frau bei ihrer Arbeit für diverse Wohltätigkeitsunternehmen.
Damone war fünfmal verheiratet. Aus der ersten Ehe mit der italienischen Schauspielerin Pier Angeli (1954 bis 1958) hatte er einen Sohn, Perry. Drei Töchter (Victoria, Andrea und Daniella) stammten aus der zweiten Ehe mit Judith Rawlins (1963 bis 1971). Kinderlos blieben die dritte Ehe mit Becky Ann Jones (1974 bis 1982), die vierte mit der in Europa vor allem durch ihre Rolle im Denver-Clan bekannte Schauspielerin und Sängerin Diahann Carroll (1987 bis 1996) sowie die fünfte mit der Kleiderdesignerin Rena Rowan (1998 bis zu ihrem Tod 2016). Damone war ein enger Freund von US-Präsident Donald Trump. Seine Cousine Doretta Morrow war eine bekannte Broadway-Schauspielerin. In den späten 1950er Jahren wurde Damone durch einen Schlagzeuger seiner Band in die Bahai-Religion eingeführt. Seiner Interpretation von On the Street Where You Live zufolge soll es eine tragende Vitalität für Abdu’l Baha, dem Schriftgelehrten der Bahai-Religion, ausdrücken. In den frühen 1960er Jahren trat er offiziell der Religion bei.

12. Februar 2018
Daryle Singletary
US-amerikanischer Country-Sänger
Daryle Bruce Singletary (10. März 1971 – 12. Februar 2018) war ein US-amerikanischer Country- Sänger. Zwischen 1995 und 1998 nahm er für Giant Records auf , für die er drei Studioalben veröffentlichte: Daryle Singletary 1995 und Ain’t It the Truth 1998. Im selben Zeitraum stieg Singletary in die Top 40 ein der Hot Country Songs- Charts fünfmal, erreichte Platz zwei mit ” I Let Her Lie ” und ” Amen Kind of Love ” und Platz vier mit ” Too Much Fun “. Im Jahr 2000 wechselte Singletary zu Audium Entertainment (einer Abteilung von Koch Entertainment), wo er die Alben Now and Again (2000) und That’s Why I Sing This Way (2002) veröffentlichte, die beide größtenteils aus Coversongs bestanden. Ein drittes Coveralbum, 2007’s Straight from the Heart, wurde vom unabhängigen Label Shanachie Records herausgegeben. 2010 kehrte er zu E1 Music zurück, um Rockin ‘In The Country zu veröffentlichen. Singletary starb am Morgen des 12. Februar 2018 in seiner Wohnung im Libanon, Tennessee. Eine Todesursache steht noch aus.

13. Februar 2018
Adelbert von Deyen
deutscher Musiker und Maler
Adelbert von Deyen (* 25. Oktober 1953 in Süderbrarup, Schleswig-Holstein; † 13. Februar 2018 in Steinbergkirche) war ein deutscher Musiker, Komponist, Maler und Grafiker. Adelbert von Deyen zeichnete, malte (mit Ölfarben) und musizierte (Violine, Trompete, Gitarre) schon als Kind. Der vielseitige Künstler erlernte in Flensburg den Beruf des Positiv-Retuscheurs und absolvierte später Umschulungen zum Farblithografen und DTP-Grafiker. Erste Experimente und Erfahrungen mit der elektronischen Musik machte von Deyen in den 1970er-Jahren bei Sessions mit Dieter Schütz in dessen Heimstudio, bevor er 1978 seine erste Solo-LP Sternzeit produzierte. War der Einfluss der Berliner Schule anfangs noch deutlich hörbar, änderte sich von Deyens Musik im Laufe der Zeit über Klänge und Songs, die stilistisch an Pink Floyd erinnern (Eclipse), bis hin zum elektronisch erzeugten, lyrischen Poprock (Impressions). Hier brachte er denn auch seine selbst gesungenen Texte mit ein. Von 1978 bis 1983 gab von Deyen rund 50 Konzerte, ausschließlich in Deutschland und überwiegend in der Club-Szene. Bis zu zwölf Synthesizer und Keyboards sowie eine Stromkapazität von 10.000 Watt waren erforderlich, um die elektronischen Klanggemälde akustisch und visuell mit Licht, Dias, Filmen (unter anderem von der ersten bemannten Mondlandung) und Trockeneis-Nebel auf die Bühne zu bringen.
In dieser Zeit arbeitete er als Solist der elektronischen Musik bei Schallplatten-Produktionen gelegentlich mit anderen Musikern zusammen. Zabba Lindner aus Hamburg spielte Schlagzeug, Robbi Hohensee (Kiel) und Uwe Johannsen (Flensburg) gaben ihre Gitarren-Soli dazu und Dieter Schütz aus Sörup spielte auf verschiedenen Instrumenten mit. Dieter Schütz und Adelbert von Deyen verband eine über 20 Jahre lange, tiefe Freundschaft. Gemeinsam waren sie 1985 zu Gast in der Kult-Radiosendung Schwingungen bei Winfrid Trenkler im Westdeutschen Rundfunk Köln. Im Jahre 1991 gründeten die beiden zusammen mit der Sängerin Ulla Witt das Poprock-Trio Deja Vue. Es entstanden einige, zum Teil melancholische Songs. Der plötzliche Tod von Dieter Schütz im September 1991 war für von Deyen Anlass, seine musikalische Laufbahn zu beenden und sich ganz der Malerei zu widmen. Erst im Jahre 2004 konnten sich Ulla Witt und Adelbert von Deyen dazu durchringen, die Tonkonserven von Deja Vue unter dem Titel Nightflight als CD zu veröffentlichen.
Seit 2006 musizierte von Deyen wieder, wenn auch nur nebenher und sporadisch, und gab im Juni des Jahres mit Painted Black nach fast 20 Jahren ein neues Solo-Album mit elektronischer Musik heraus. Es ist ein sehr persönliches Album, auf dem er einen erneuten Schicksalsschlag mental verarbeitet hat. Die Musik ist manchmal lebensfroh und heiter (an Monkey Island erinnernd), aber wiederum auch schwermütig und melancholisch. Im Mai 2007 veröffentlichte von Deyen unter Mitwirkung von Henrik Petersen (E-Gitarre) und Stefanie Kahl (Gesang) die CD Rosegarden – rhythmusbetonter, sphärischer und zugleich kraftvoller Elektronik-Rock mit psychedelischem Einfluss. Unter dem Titel Old Fashioned erschien im September 2009 das aktuelle Album mit fünf neuen Instrumentalstücken von Adelbert von Deyen und fünf bislang unveröffentlichten Tracks von Dieter Schütz anlässlich dessen achtzehnten Todestages als limitierte Erstauflage von 100 CDs in 24 Karat Gold. Sämtliche LPs und CDs bis einschließlich 1992 sind auf dem deutschen Sky-Label im Musikverlag German News in Hamburg erschienen. Bei den anschließenden Veröffentlichungen handelt es sich um Eigenproduktionen im Selbstverlag.

13. Februar 2018
Uwe Werner
deutscher Jazzmusiker
Uwe Werner (* 28. Dezember 1955 in Schwäbisch Gmünd; † 13. Februar 2018) war ein deutscher Jazzmusiker (Tenor- und Sopransaxophon, Flöte). Werner studierte Saxophon an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Graz[1] und spielte ab den 1980er-Jahren in Graz im Erich Zann Septett sowie in der von ihm geleiteten Band East West Connection (Album Live in KKF (1985), mit David George, Mick Baumeister, František Uhlír, Josef Vejvoda). Seit 1982 war er als Lehrer für Saxophon an der Städtischen Musikschule Schwäbisch Gmünd tätig. Werner gehörte seit 1989 dem vom Land Baden-Württemberg geförderten Jazzprojekt Südpool an, dem zudem Musiker wie Herbert Joos, Bernd Konrad und (zeitweilig) Günter „Baby“ Sommer verpflichtet waren. Im Duo mit dem Pianisten Mick Baumeister nahm er das Album Oh Brother auf. Lange Jahre war er in der Musikszene von Schwäbisch Gmünd aktiv. Im Bereich des Jazz war er Tom Lord zufolge zwischen 1985 und 1994 an sieben Aufnahmesessions beteiligt; zuletzt an dem 2012 bei der Feier des Geburtstags von Ewald Oberleitner eingespielten Album Das Fest für Ewald Oberleitner: Real Time Music.

15. Februar 2018
DJ Smoove
deutscher Hip-Hop-DJ und Musikproduzent
DJ Smoove, mit bürgerlichem Namen André Schmidt, (* 10. Dezember 1980; † 15. Februar 2018) war ein Hip-Hop-DJ und Musikproduzent aus Bamberg. Er produzierte unter anderem für Automatikk, Architekt, Kool Savas, Xavier Naidoo, Xavas, Laas Unltd. und Fard. Zuletzt stand DJ Smoove beim Verlag Edition Optik / Sony/ATV Music Publishing unter Vertrag. Für das Album Aura von Kool Savas, das in den Media-Control-Charts auf dem ersten Platz einstieg, erhielt DJ Smoove ebenso eine Goldene Schallplatte wie für dessen Nummer-1-Kollabo-Album Gespaltene Persönlichkeit mit Xavier Naidoo. Für das Projekt von Xavas wurde ihm darüber hinaus im Dezember 2012 eine Platin-Schallplatte überreicht.

16. Februar 2018
Little Sammy Davis
US-amerikanischer Bluesmusiker
Little Sammy Davis (28. November 1928 – 16. Februar 2018) war ein US-amerikanischer Bluesmusiker im New Yorker Hudson Valley. Seine Musikkarriere begann in den 1940er Jahren, aber er wurde erst Mitte der 1990er Jahre bekannt, als er im Radio arbeitete, sang, auf Tournee spielte und Studioalben aufnahm. Davis wurde in Winona, Mississippi, geboren und wuchs in einer Einraumhütte auf. Mit acht Jahren lernte er die Mundharmonika.

18. Februar 2018
Didier Lockwood
französischer Jazzmusiker
Didier Lockwood (* 11. Februar 1956 in Calais; † 18. Februar 2018 in Paris) war ein französischer Jazzgeiger und Komponist. Stéphane Grappelli und Jean-Luc Ponty würdigten sein Können bereits 1979 symbolisch, als sie ihm die Geige überreichten, die Michel Warlop an Grappelli und dieser wiederum an Jean-Luc Ponty weitergegeben hatte – eine Art Iffland-Ring der Jazzgeiger. Lockwood stammte aus einer musikalischen Familie; sein Bruder Francis ist Pianist. Sein Vater, Geigenprofessor am Konservatorium von Calais, vermittelte ihm schon früh seine Passion für die Violine. Nach einer zunächst klassischen Geigenausbildung auf dem Konservatorium in Calais, dann ab dem sechzehnten Lebensjahr an der École Normale de Musique de Paris entdeckte er die freie Improvisation für sich und trat mit 17 Jahren der Rockgruppe Magma bei, der er bis 1978 angehörte. Dann spielte er mit Christian Vander, Benoît Widemann und Jannick Top in der Band Fusion.
Im Alter von 21 Jahren wurde er von Stéphane Grappelli entdeckt und orientierte sich zunehmend zum Jazz. Durch Konzerte beim Jazz Festival Montreux (1975 und 1978), in Castellet (1976), in Antibes und bei den Donaueschinger Musiktagen (1978), Auftritte mit der eigenen Rock-Gruppe Surya und mit Jazzmusikern wie Grappelli einem breiteren Publikum bekannt geworden, gelang ihm Ende der 1970er Jahre der internationale Durchbruch. Für die Rhythmusgruppe seines Debütalbums 1979 konnte er ein Staraufgebot verpflichten. Im gleichen Jahr gab er mit Wolfgang Dauner ein Gedenkkonzert für Zbigniew Seifert, dessen Spiel ihn stark beeinflusste. In den 1980er Jahren gastierte er weltweit auf wichtigen Festivals, darunter 1980 Jazz Yatra Bombay oder das Newport Jazz Festival. Mit Philip Catherine und Christian Escoudé spielte er 1983 ein Trio-Album ein, mit Martial Solal 1993 ein Duo-Album. Bereits 1985 ging er für einige Jahre nach New York City, ein zweites Mal 1994. Auch trat er mit der kanadischen Band Uzeb auf. Später nahm er mit Dave Holland, Peter Erskine, Dave Liebman, David Kikoski, Joey DeFrancesco und Steve Gadd auf.
Lockwood spielte auch gemeinsam mit bekannten Jazzmusikern wie Dave Brubeck, Billy Cobham, Stéphane Grappelli, Miles Davis, Michel Petrucciani, Herbie Hancock, Mike Stern und anderen. 2003 veröffentlichte er das Doppelalbum Globe-Trotter, auf dem er seine stilistische Vielseitigkeit zeigte. Danach wandte sich Lockwood, der mit der lyrischen Sopranistin Caroline Casadesus und seit 2015 mit der Koloratursängerin Patricia Petibon verheiratet war, zudem der klassischen Musik zu. Lockwood hat 35 Alben veröffentlicht und fast 4500 Konzerte gegeben. In den letzten Jahren war er verstärkt als Komponist tätig: Ein Violinkonzert Les Mouettes, eine Jazz-Oper Journal d’un Usager de l’Espace II, ein Klavierkonzert, ein weiteres Violinkonzert für Maxim Wengerow und die Oper Libertad entstanden. Er starb an einem Herzinfarkt.

18. Februar 2018
Heiner Stadler
deutsch-US-amerikanischer Jazzmusiker, Komponist und Produzent
Heiner Stadler (* 9. April 1942 in Danzig-Westpreußen; † 18. Februar 2018 in Silver Spring, Maryland) war ein deutsch-amerikanischer Komponist und Musikproduzent, der auch als Jazzpianist hervorgetreten ist. Stadler wuchs in Hamburg auf und zog 1965 nach New York City. Dort war er als Musikproduzent tätig; zunächst nahm er für Wergo Alben von John Cage und Meredith Monk auf. Auch organisierte er Konzerte von Albert King, John Lee Hooker, Lightnin’ Hopkins, Pete Seeger, Arlo Guthrie und dem Harlem Spiritual Ensemble. Weiterhin ist er beispielsweise für die Wieder- und Erstveröffentlichung von Einspielungen der Pianistin Grete Sultan, des Bluesharp-Spielers Peg Leg Sam und die Gesamtaufnahme des Bachschen Klavierwerks durch Joâo Carlos Martin auf dem von ihm gegründeten, genreübergreifenden Label Labor Records verantwortlich. Zudem hat er komplexe Jazz-Kompositionen geschrieben und außergewöhnliche Arrangements klassischer Jazzstücke von Charlie Parker und Thelonious Monk vorgelegt, die von der Kritik stark beachtet wurden.

23. Februar 2018
Eddy Amoo
britischer Sänger

Nekrolog März 2018
Nekrolog April 2018
Nekrolog Mai 2018
Nekrolog Juni 2018
Nekrolog Juli 2018
Nekrolog August 2018
Nekrolog September 2018

Nekrolog 2018
https://de.wikipedia.org/wiki/Nekrolog_2018

Link nach Monat: https://de.wikipedia.org/wiki/Nekrolog_2018#Vergangene_Monate

Musikjahr 2018
https://de.wikipedia.org/wiki/Musikjahr_2018

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