Napoleon House: Das Napoleon House, auch bekannt als Nicholas Girod House und Mayor Girod House, ist ein historisch bedeutsames Gebäude im French Quarter in New Orleans, Louisiana

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Napoleon House: Das Napoleon House, auch bekannt als Nicholas Girod House und Mayor Girod House, ist ein historisch bedeutsames Gebäude im French Quarter in New Orleans, Louisiana.

Der damalige Bürgermeister von New Orleans, Nicholas Girod, erbaute im Jahr 1814 das dreistöckige Napoleon House, nachdem er das Grundstück von seinem Bruder François Claude Girod im April des gleichen Jahres geerbt hatte. Der Bau schloss an ein zweistöckiges Haus an, das der verstorbene Bruder 1794 errichtet hatte.

Die Benennung Napoleon House geht auf eine lokale Überlieferung zurück, laut der Girod ab 1814 führender Kopf in einer Verschwörung zur Befreiung Napoleon Bonapartes gewesen war. Plan sei es gewesen, Bonaparte nach New Orleans zu bringen, wobei das Napoleon House als seine Residenz dienen sollte.

Drei Tage, bevor die Verschwörung in die Tat umgesetzt werden sollte, erreichte die Nachricht von Napoleons Tod auf St. Helena New Orleans. Im Jahr 1920 erwarb Joseph Impastato das Haus, in dem er seit 1914 ein Lebensmittelgeschäft betrieb, und richtete in einem Nebenraum eine Kneipe ein, die bis heute existiert.

Cecil Scott Forester griff in seinem 1957 erschienenen Roman Hornblower in the West Indies die Verschwörung, welche dem Napoleon House seinen Namen gab, auf.

Am 15. Oktober 1966 wurde das Haus als Contributing Property des Vieux Carré Historic District in das National Register of Historic Places (NRHP) aufgenommen. Seit dem 15. April 1970 hat das Napoleon House den Status einer National Historic Landmark und wird in der Liste als Mayor Girod House geführt. In der Datenbank des NRHP, in die es am gleichen Tag aufgenommen wurde, trägt es die Bezeichnung Nicholas Girod House.

  Napoleon Haus, 2011

Baubeschreibung

Die Mauern des dreistöckigen Gebäudes sind mit Stuck verputzt. Das Walmdach hat fünf Dachgauben mit halbkreisförmigen Giebel, von denen vier in die Chartres Street blicken und eines in die St. Louis Street. Auf dem Dach thront eine oktagonale Kuppel. Die von Zierelementen wie Wandpfeilern und Säulen befreite klassizistische Bauform erinnert an den Stil des Louis-seize.

Die Etagen wie auch die Fenster des ersten und zweiten Stockwerks sowie das Gesims werden durch flache, geradlinige Reliefbänder akzentuiert, die sie umlaufen. Ein Band verläuft senkrecht entlang der etwas abgerundeten Hausecke. Die erste Etage hat nach vorne hin zwei Balkone mit niedrigem, schmiedeeisernen Geländer.

Vom Hof aus, der rückwärtig vom zweistöckigen Gebäudekern aus dem Jahr 1794 begrenzt wird, führt die originale Wendeltreppe durch alle drei Etagen.

Im Verlaufe seiner Geschichte hat das Napoleon House nur wenige bauliche Änderungen erfahren und ist ein ausgezeichnetes Beispiel für ein Stadthaus im französischen Kolonialstil.

Literatur

Mikko Macchione & Kerri McCaffety: Napoleon House. Pelican Publishing, Gretna 2011, ISBN 978-1455-61544-5.

Buchcover: Napoleon Bonaparte
von Susanne Rebscher (Autor) &‎ Anne Bernhardi (Illustrator)
Gebundene Ausgabe: 32 Seiten
Loewe Verlag
ISBN-13: 978-3785568514
Gebundene Ausgabe EUR 9,99

Bildquelle 2011: Wikimedia Commons, Bildautor Elisa Rolle

Webseite: Napoleon House Restaurant (englisch)
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