Mutterland von Paul Theroux. Bösartig und trotzdem herrlich spannend

Mutterland von Paul Theroux. Bösartig und trotzdem – herrlich – spannend

 

Zitat: Alle in Cape Cod halten Mutter für eine wunderbare Frau: fleißig, fromm, genügsam.

Alle außer ihrem Ehemann und ihre sieben Kinder. Für sie ist sie eine engstirnige und selbstsüchtige Tyrannin.

Der Erzähler Jay, Reiseschriftsteller mittleren Alters, ist eines der sieben Kinder.

Zusammen mit den Geschwistern findet er sich bei der Mutter ein, als der Vater stirbt

– die erstickende Enge dort, im wortwörtlichen Mutterland, evoziert eine Bandbreite an Gefühlen, die dem Leser auf unheimliche Weise genau das präsentieren, was sonst immer nur der Horror der anderen ist:

 

Mutterland
von Paul Theroux
Übersetzung: Theda Krohm-Linke
Gebundene Ausgabe: 656 Seiten
Hoffmann und Campe Verlag
(14. März 2018)
ISBN-13: 978-3455002904
Gebundene Ausgabe EUR 28,00

 

Verlagsinfo zum Buch
Mutterland von Paul Theroux

 

Mutterland von Paul Theroux
bewerte ich wie folgt: sehr zufrieden = 9 Punkte:
Thema: 9 Punkte
Schreibstil: 9 Punkte
Spannungsaufbau: 9 Punkte

 

Paul Theroux, geboren 1941 in Medford, Massachusetts/USA, ist mit mehr als dreißig veröffentlichten Büchern einer der weltweit populärsten Gegenwartsautoren. Weltruhm erlangte er vor allem als Reiseschriftsteller. Daneben verfasste er autobiographisch beeinflusste Romane. Theroux ist seit 2013 Mitglied der American Academy of Science and Arts. Er lebt mit seiner Familie auf Hawaii und auf Cape Cod.

Paul Therouxs Söhne sind der Fernsehmoderator Louis Theroux und der Schriftsteller und Dokumentarfilmer Marcel Theroux. Sein Neffe ist der Schauspieler und Drehbuchautor Justin Theroux.

 

«Mutterland zu lesen ist, als sähe man einem Autounfall in Zeitlupe zu. Es ist eine bösartige Abrechnung. Und es macht Spaß.» Stephen King

 

Pressestimmen

»Theroux’ Familiensaga ist ein böser, kluger Lesespass.«
style, 01.05.2018

»Abgründiges Familienporträt des berühmten US- Autors.«
Hörzu, 11.04.2018

»feinporig präsentiert, atemberaubend eindringlich und nachvollziehbar erzählt«
Martin Oehlen, Kölner Stadt-Anzeiger

»Menschliche Abgründe tun sich auf, man verfällt dem Buch beim Lesen unweigerlich«
Gala, 28.03.2018

»schön böse«
Teresa Schaur-Wünsch, Die Presse, 08.04.2018

»blendend, wie Theroux die psychologischen Defekte und Überlebensstrategien nach und nach entlarvt«
Ulrich Rüdenauer, Süddeutsche Zeitung, 22.03.2018

»peinvoll ergreifend, irrwitzig komisch, spannend und herrlich unterhaltend«
Frankfurter Rundschau, 06.04.2018

»unvergleichliche Wucht und ein befreiender Humor«
Nils Minkmar, Der Spiegel, 01.04.2018

 

Weitere Bücher & E-Books von Paul Theroux

 

2018: Mutterland
2017: Ein letztes Mal in Afrika
2016: Der alte Patagonien-Express
2016: Hotel Honolulu
2015: Tief im Süden
2015: Das Tao des Reisens
2015: Der Fremde im Palazzo d’Oro

 

Werke von Paul Therox (Auswahl)

 

Jungle Lovers. 1971 (Dschungelliebe), ein Afrika-Roman.
The Great Railway Bazaar. 1975 (Abenteuer Eisenbahn – auf Schienen um die halbe Welt), über eine Reise von London über den Balkan, Vorder-, Zentral-, Süd- und Südostasien bis nach Japan und zurück durch die Sowjetunion.
Saint Jack. 1977 (Saint Jack), Roman über einen heiligen Zuhälter.
The Old Patagonian Express. 1979 (Der alte Patagonien-Express), über eine Reise von den USA nach Argentinien.
Picture Palast. 1980 (Orlando oder Die Liebe zur Fotografie), Roman.
The Mosquito Coast. 1981 (Moskito-Küste), Roman.
The Kingdom by the Sea. 1983, über eine Reise entlang der Küsten Großbritanniens.
Doctor Slaughter. 1984 (Dr. Slaughter), Novelle.
O-Zone. 1986 (O-Zone), ein Zukunftsroman.
Riding the Iron Rooster. 1988 (Das chinesische Abenteuer), über eine Reise mit der Bahn durch China.
Chicago Loop. 1990 (Chicago Loop), Roman.
The Happy Isles of Oceania. 1992 (Die glücklichen Inseln Ozeaniens), über eine Reise im Paddelboot durch die Südsee – die für Theroux das genaue Gegenteil „glücklicher Inseln“ ist.
The Pillars of Hercules. 1995 (An den Gestaden des Mittelmeeres), über eine Reise durch fast alle Mittelmeeranrainerstaaten, beginnend und endend an der von den „Säulen des Herakles“ begrenzten Straße von Gibraltar.
My Other Life. 1996 (Mein anderes Leben), Roman.
Kowloon Tong. 1997, Roman.
Sir Vidia’s Shadow. 1998, ein Bericht über Theroux’ langjährige Freundschaft und sein Zerwürfnis mit V. S. Naipaul.
Hotel Honolulu. 2001, Roman.
Dark Star Safari. 2002, über eine Reise von Kairo nach Kapstadt.
Mr Bones: 20 Stories. Hamish Hamilton, 2014.
Der Fremde im Palazzo d’Oro. Übersetzt von Gregor Hens. Hoffmann und Campe, Hamburg 2015, ISBN 978-3-455-40523-1
Deep South:Four Seasons on Back Roads. Hamish Hamilton, 2015.
Tief im Süden. Reise durch ein anderes Amerika. Übersetzt von Reiner Pfleiderer, Franka Reinhart und Birgit Schmid. Hoffmann und Campe, Hamburg 2015, ISBN 978-3-455-50376-0.
The Tao of Travel. Hamish Hamilton.
Das Tao des Reisens. Übersetzt von Heike Schlatterer. Atlantik Verlag, Hamburg 2015, ISBN 978-3-455-70014-5.
The Last Train to Zona Verde.
Ein letztes Mal in Afrika. Übersetzt von Sigrid Schmid und Reiner Pfleiderer. Hoffmann und Campe, Hamburg 2017, ISBN 978-3-455-40526-2.
Mother Land. Hamish Hamilton. 2017.
Mutterland. Übersetzt von Theda Krohm-Linke. Hoffmann und Campe, Hamburg 2018, ISBN 978-3-455-00290-4.

Verfilmungen

1979: Saint Jack – Regie: Peter Bogdanovich
1986: Half Moon Street – nach der Novelle Doctor Slaughter
1986: Mosquito Coast

 

Mutterland von Paul Theroux