26. Oktober 2021

Menschen und andere Tiere. Plädoyer für eine leidenschaftliche Ethik. Tierwohl und Tierliebe, Nutztierhaltung und Tierversuche: die Rolle von Emotionen im ethischen Diskurs von Mara-Daria Cojocaru

Dieses Buch ist ein genuin pragmatischer Versuch, ausgehend von dem, was Menschen in Mitteleuropa zu Beginn des 21. Jahrhunderts in Bezug auf andere Tiere schon denken und fühlen, neue, realistische Perspektiven zu eröffnen und zu einem gemeinsamen Weiterdenken und -fühlen zu inspirieren. Mara-Daria Cojocaru

Menschen und andere Tiere. Plädoyer für eine leidenschaftliche Ethik. Tierwohl und Tierliebe, Nutztierhaltung und Tierversuche: die Rolle von Emotionen im ethischen Diskurs
von Mara-Daria Cojocaru

wbg Theiss
in Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG)
(28. Mai 2021)
Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
ISBN-13: 978-3806243055
Gebundenes Buch 28,00 €
E-Book 18,39 € €

zur Verlagsinfo
Menschen und andere Tiere
von Mara-Daria Cojocaru

Gefühle und Ethik im Kampf für Tierrechte: Ein leidenschaftliches Buch, das nachdenklich macht und Emotionen mit philosophischem Diskurs verbindet!

Buchzitat: Tierversuche und Massentierhaltung sind nur zwei der moralisch katastrophalen Praktiken in der Behandlung von Tieren, die regelmäßig zu hoch emotionalisierten Debatten führen.

Welche sind die tief wurzelnden Probleme, denen wir kollektiv begegnen müssen, um einen nachhaltigen Wandel im Bereich der Tierethik zu erwirken?

In Menschen und andere Tiere. Plädoyer für eine leidenschaftliche Ethik zeigt die Philosophin und Lyrikerin Mara-Daria Cojocaru auf, wie man dem Widerspruch begegnen kann, dass weitgehend Konsens über die Notwendigkeit besteht, die Mensch-Tier-Beziehungen zumindest in den Bereichen Nutztierhaltung und Tierversuche zu verbessern, während diese Praktiken zugleich weiter fortbestehen.

Heute kommen allerdings noch zwei Dinge hinzu, die Forschung im Sinne echten bio-medizinischen Fortschritts ohne die Risiken und ohne das Tierleid nicht nur verlangsamen, sondern regelrecht behindern.

Das sind der mangelnde Respekt für zentrale intellektuelle Tugenden wie eine echte Aufgeschlossenheit für tier-freie Alternativen und wie Selbstlosigkeit sowie das immer wieder beharrliche Ignorieren begründeter moralischer und intellektueller Zweifel.

Allein der Appell an Einzelne, zu tugendhaften Konsumbürger*innen zu werden, wird die Mensch-Tier-Beziehung in absehbarer Zukunft nicht ändern, so Mara-Daria Cojocaru.

Hierzu ist ein Spurwechsel in tierethischen Entscheidungen auf politisch-kollektiver Ebene notwendig.

Um einen solchen Wandel zu vollziehen, ist es der Autorin nach hilfreich zu verstehen, wie aus der Perspektive des philosophischen Pragmatismus´ ethische Erkenntnisse erfolgreich in die Praxis umgesetzt werden können.

Einen besonderen Schwerpunkt legt Mara-Daria Cojocaru hierbei auf die Rolle der Emotionen, um davon ausgehend darzulegen, wie durch einen Wandel in Wissenschaft und Politik echter Fortschritt in der Mensch-Tier-Beziehung unterstützt werden kann.

Dr. Mara-Daria Cojocaru betrachtet dieses komplexe Thema aus Sicht der pragmatischen Philosophie und analysiert die Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit kenntnisreich:

  • Leidenschaftliches Denken: Die zentrale Bedeutung von Empfindungen für ein gemeinsames Werteverständnis
  • Welche Rolle spielen Tierliebe und Emotionen in der Mensch-Tier-Beziehung?
  • Überlegungen zur politischen Wende in der Tierethik: Mehrebenen-Tierpolitik als Lösung?
  • Zweifel am System: Erfahrungen aus der Tierversuchskommission
  • Warum Einzelentscheidungen tugendhafter Konsumbürger:innen nicht ausreichen

Dr. Mara-Daria Cojocaru ist Dozentin für Praktische Philosophie an der Hochschule für Philosophie in München und leitet dort das von der Rottendorf-Stiftung finanzierte Projekt »Globale Solidarität – Schritte zu einer neuen Weltkultur«. Ihr Schwerpunkt in Forschung und Lehre sind eine Reihe unterschiedlicher Probleme in der praktischen Philosophie, wie etwa Begründungsprobleme der Menschenrechte oder Entwicklungslinien in der Tierethik.

2008 erschien ihr erster Lyrikband »Näherungsweise« (Lyrikedition 2000), und 2016 der zweite: »Anstelle einer Unterwerfung« (Schöffling & Co). 2017 wurde sie mit dem Kunstförderpreis (Literatur) des Freistaats Bayern ausgezeichnet, und 2020 ist ihr dritter Lyrikband »Alle Register (hochroth Heidelberg) erschienen.
Webseite: https://maradariacojocaru.weebly.com/