Kulturpalast: Sex, Drugs und Charleston – Zurück in die 1920er. Babylon Berlin. Jeanne Mammen. Das Schlangenei. Max Raabe

Abbildung: Die goldenen 20er Jahre: Kultur und Gesellschaft in der Weimarer Republik von Jürgen Kost und Christian Zuck, Wochenschau Verlag

“Kulturpalast” am 14. Oktober 2017, 19.30 Uhr
Sex, Drugs und Charleston – Zurück in die 1920er?
(Rückblick) Sehr informativ und trotzdem absolut unterhaltsam …

Zitat: Die wilden Jahre der Weimarer Republik, die Roaring Twenties, sind derzeit Thema von TV-Serien, Ausstellungen, Theaterstücken. Was fasziniert Künstler genau an dieser turbulenten und radikalen Zeit des Umbruchs?

“Die Parallelität zu heute hat uns erschreckt”, sagen die Regisseure Tom Tykwer, Achim von Borries und Henk Handoegten, zu Gast im 3sat Kulturpalast.

Ihre 16-teilige Krimiserie “Babylon Berlin“, die im Oktober startet, ist ein facettenreiches Sittengemälde der Zwanziger Jahre. “Babylon Berlin” ist die bisher teuerste deutsche Fernsehserie, die je produziert wurde.

Die Geschichten um Kommissar Gereon Rath zeigen das Berlin der 1920er Jahre als einen Schmelztiegel der Kulturen: voll von Dekadenz und Exzessen, aber auch geprägt von Extremismus, Verbrechen und Korruption. Noch ahnt niemand, auf welch historische Katastrophe das Land zusteuert.

Ein Tanz auf dem Vulkan: die Weimarer Republik als Hexenkessel.

Babylon Berlin auf VinTagebuch: Goldene Zwanziger Jahre. Babylon Berlin nach den Krimis von Volker Kutscher

 

Frivoles von Jeanne Mammen

 

Auch die Berlinische Galerie taucht in diese Zeit ein: mit einer großen Ausstellung zu Jeanne Mammen. Die Malerin hat schicke Mode und frivoles Nachtleben gemalt, aber auch die krassen Klassenunterschiede der Weimarer Republik festgehalten.

Lange vergessen ist Mammen mittlerweile in den Olymp der großen Künstler der 1920er Jahre aufgenommen. Werke von ihr werden auch in der der Ausstellung “Glanz und Elend” in der Frankfurt Schirn gezeigt, neben Gemälden von George Grosz, Otto Dix, oder Max Beckmann.

 

Die Zukunft als Schlangenei

 

Den Glanz als auch das bittere Elend der Zwischenkriegsjahre zeigte auch Ingmar Bergmanns Film “Das Schlangenei” aus dem Jahr 1977. Darin ließ er David Carradine als arbeitslosen Zirkusartisten durch das Berlin der Hyperinflation irren.

Jetzt kommt “Das Schlangenei” als Theaterstück auf die Bühne des Münchner Residenztheaters. In der Geschichte kommt auch ein Mörderarzt vor, der an Josef Mengele erinnert.

Seine düstere Prophezeiung: “Jeder kann sehen, was die Zukunft bringt. Es ist wie ein Schlangenei. Durch die dünnen Häute kann man das fast völlig entwickelte Reptil deutlich erkennen.”

3sat Mediathek
Die Bilder von Jeanne Mammen in Berlin
Max Raabe verquickt die 1920er mit Pop
Das Schlangenei” auf der Bühne in München
Die TV-KrimiserieBabylon Berlin

Literaturauswahl Weimarer Republik

   

 Literaturauswahl Roaring Twenties

Literaturauswahl Babylon Berlin (Volker Kutscher)

Literaturauswahl Jeanne Mammen

  

Literaturauswahl Das Schlangenei (Ingmar Bergmann)

   

Literaturauswahl Goldene Zwanziger

Kostüme & Accessoires Goldene Zwanziger

Max Raabe verquickt die 1920er mit Pop (Musik-Download, Beispiele)