Kulissen des Kultkinos: Auf den Spuren von Harry Potter. Eine Reise durch ein sagenhaftes Schottland. Die Geschichte von Harry Potter beginnt in Edinburgh

Kulissen des Kultkinos: Auf den Spuren von Harry Potter. Eine Reise durch ein sagenhaftes Schottland. Die Geschichte von Harry Potter beginnt in Edinburgh.

Die Dokureihe macht sich auf zu spektakulären Drehorten legendärer Filme, deren Kulissen teils erhalten geblieben sind.

In dieser Folge: Anfang 1994 besucht die damals noch unbekannte J. K. Rowling regelmäßig einen Teesalon in der Altstadt Edinburghs. Hier schreibt sie den ersten Band der Harry Potter-Saga. Die Folge begibt sich auf eine Reise durch ein sagenhaftes Schottland …

Die Geschichte von Harry Potter beginnt in Edinburgh. Anfang 1994 besucht die damals noch unbekannte J. K. Rowling regelmäßig einen Teesalon in der Altstadt. Hier schreibt sie den ersten Band einer Fantasy-Saga, die zu einem Bestseller wird. Sie bringt viele Stunden damit zu, Charaktere zu entwerfen, Zauberer, Landschaften und fantastische Kreaturen zu beschreiben, die die Welt von Harry Potter bevölkern.

Für die Fans, die von überall her kommen, ist dieses Café der Ausgangspunkt einer Harry-Potter-Pilgerreise. Die Autorin von „Harry Potter“ schlenderte gerne über den Greyfriars Kirkyard, den berühmtesten Friedhof Schottlands. Auf diesem Friedhof soll J. K. Rowling den Namen gefunden haben, dessen Anagramm „Lord Voldemort“ ergibt.

London und Wales haben zwar in vielen Szenen der Harry-Potter-Filme als Kulisse gedient, doch die Schlüsselmomente der Geschichte spielen sich im nebligen und feuchten Norden Großbritanniens ab.

Das dramatische Licht, das schroffe Gebirge, die engen Täler und nebelumhüllten Bergkämme hatte J. K. Rowling im Kopf, als sie das tödliche Duell zwischen dem Zauberlehrling Harry Potter und dem mächtgen schwarzen Magier Lord Voldemort hier ansiedelte.

Im Westen Schottlands lieferte die Region Glenfinnan zahlreiche Kulissen für die Harry-Potter-Filme. Hier fährt der berühmte Hogwarts Express – in Wahrheit der Jacobite Steam Train – vorbei, der Dampfzug, der Harry zu seiner Zauberschule bringt.

Nach einem Abstecher an den Süßwassersee Loch Shiel geht es zurück nach Edinburgh ins renommierte Fettes College. J. K. Rowling ließ sich für die Beschreibung der Zauberschule von dieser berühmten Einrichtung und ihrem Pensionat inspirieren.

Dann lädt der mystische Zauberwald Faskally Forest mit seinen Lichtinstallationen zu einem einmaligen nächtlichen Spaziergang ein. Loch Eilt mitsamt der kleinen bewaldeten Insel an seiner Spitze ist ein weiterer charakteristischer Schauplatz der Harry-Potter-Filme.

Und nicht zuletzt auch die unbewohnte kleine Insel Bass Rock, die wie das Zauberergefängnis Askaban ein berüchtigtes Gefängnis war. Edinburgh und Schottland stecken voller Legenden und Mythen. Kein Wunder, dass diese geheimnisvollen Orte die Autorin der berühmten Harry-Potter-Romane inspiriert haben.

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Kulissen des Kultkinos
Auf den Spuren von Harry Potter
Ausstrahlung: Dienstag, 19. Dezember um 18:35 Uhr

 

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Greyfriars Kirkyard

Greyfriars Kirkyard ist der Kirchhof rund um Greyfriars Kirk in Edinburgh. Er liegt am südlichen Ende des historischen Stadtkerns. Begräbnisse finden hier seit dem späten 16. Jahrhundert statt. Eine Reihe prominenter Edinburgher ist hier begraben. Der Friedhof wird gemeinsam von der Stadtverwaltung und einer gemeinnützigen Vereinigung betrieben. Diese ist der Kirche verbunden, aber formell von ihr unabhängig. Der Friedhof mit seinen Monumenten ist in den schottischen Denkmallisten in der höchsten Kategorie A gelistet.

Der Name Greyfriars geht auf das Franziskanerkloster zurück, das sich hier befand und 1559 aufgelöst wurde. Der Kirchhof wurde 1561–1562 eingerichtet, um den vollen Friedhof von St Giles’ Cathedral zu entlasten. Ein Dokument des Stadtrats vom 23. April 1561 hält dazu fest:

„Because it is thoct gude that thair be na buriall within the Kirk, and that the kirk-zaird is nocht of sufficient rowme for bureing of the deid, and for esdrewing of the savour and inconvenientis that may follow thairupon in the heit of somer, it would be providit that ane buriall place be maid farrer from the myddis of the town, sic as in the Greyfreir zaird and the somyn biggit and maid close.“

„Weil es für richtig gehalten wird, dass keine Bestattungen in der Kirche[2] mehr stattfinden sollen, und weil der Kirchhof dort nicht genug Platz zu bieten scheint, um die Toten zu bestatten, mit Rücksicht auf den Geruch und die Unbill in der Sommerhitze, sei eine Bestattungsstätte weiter weg von der Stadtmitte vorgesehen, so wie in Greyfriars yard, und dieser sollte errichtet und sicher gemacht werden.“
– Edinburgh Town Council

Der Kirchhof spielte eine Rolle in der Geschichte der Covenanters. Deren Bewegung begann mit der Unterzeichnung des National Covenant (Abkommens) in der Greyfriars Kirk am 28. Februar 1638. 1679 verloren die militanten Covenanters die Schlacht bei der Brücke von Bothwell. Nach dieser Niederlage wurden rund 1.200 von ihnen auf einem Feld südlich des Kirchhofs gefangen gehalten. Im 18. Jahrhundert wurden Teile dieses Feldes in den Kirchhof einbezogen. Grabgewölbe dort werden Covenanters’ prison genannt.

In der Pioniertagen der Fotografie in den 1840er Jahren nutzten Fotografen wie David Octavius Hill und Robert Adamson den Friedhof als szenische Kulisse für Porträts und Tableaux vivants.

Grabmäler

Geschlossene Grabgewölbe finden sich hauptsächlich am Südende des Kirchhofs und im Covenanters’ prison. Sie haben entweder solide Mauern oder Eisengitter, um Leichenräuber abzuschrecken. Im frühen 18. Jahrhundert war der Raub von Leichen, um sie für anatomische oder medizinische Zwecke zu verkaufen, ein einträgliches Geschäft. Erst der Anatomy Act von 1832, der die legale Nutzung von Leichen unter bestimmten Voraussetzungen erlaubte, setzte dem ein Ende.

Zu den bemerkenswerten Grabmälern gehört das Martyr’s Monument, das Covenanters gewidmet ist, die in der Killing Time 1661–1688 hingerichtet wurden. Das Grabmal des Anwalts George Mackenzie im italienischen Stil wurde vom Architekten James Smith entworfen. Es ist Donato Bramantes Tempietto di San Pietro nachempfunden. Duncan Ban MacIntyres Grabmal wurde 2005 renoviert. Das Grabmal von John Byres of Coates von 1629 ist eine der letzten Arbeiten des königlichen Steinbildhauers William Wallace.

Spukgeschichten

1999 brach ein Obdachloser Henry Mackenzies Steinsarkophag auf, um ihn als Nachtquartier zu nutzen. Seitdem ranken sich Spukgeschichten um den Geist des Verstorbenen, den sogenannten Mackenzie-Poltergeist. Nächtliche Besucher berichten von Schürfwunden und Blutergüssen, die sie nach dem Friedhofsbesuch an sich entdeckten. Von gebrochenen Fingern und Zusammenbrüchen wurde berichtet; auch für einzelne Todesfälle auf dem Friedhof wird der Poltergeist verantwortlich gemacht.

2000 behauptete ein sogenannter Exorzist, böse Mächte auf dem Friedhof festgestellt zu haben, die ihm nach dem Leben trachteten. Einige Wochen später starb er an einem Herzinfarkt. Die Stadtverwaltung schloss daraufhin diesen Teil des Friedhofs. Der Historiker Jan Andrew Henderson konnte sie schließlich überzeugen, dort kontrollierte Besuche zuzulassen. Er entwickelte eine nächtliche geführte Tour, die zur Touristenattraktion wurde.

Hogwarts-Express

Der Hogwarts-Express ist ein Zug, der dem Schülerverkehr zwischen London und der Zauberschule Hogwarts dient. Von einer scharlachroten Lokomotive gezogen, verkehrt er zwischen dem vor der Welt der Muggel versteckten Bahnsteig 9¾ des (real existierenden) Londoner Bahnhofes King’s Cross und Hogsmeade. Gelegentlich benutzen auch neue Lehrer den Hogwarts-Express. Während der Fahrt können sich die Passagiere an einem mobilen Imbisswagen verpflegen, der unter anderem verschiedene magische Süßigkeiten verkauft.

Jacobite Steam Train

Der The Jacobite (auch als Jacobite Steam Train bezeichnet) ist ein dampfbetriebener Museumszug in Schottland, der von Fort William nach Mallaig auf einem Teilabschnitt der West Highland Line verkehrt. Benannt ist der Zug nach den Jakobiten, deren letzter Aufstand gegen die britische Krone in Glenfinnan, einem Ort an der vom Zug befahrenen Strecke, begann. Betreiber des Zuges ist die Gesellschaft West Coast Railway Company, die in Großbritannien auf verschiedenen Strecken dampfgeführte Charterzüge betreibt.

Nach dem regulären Ende des Dampfbetriebs auf der West Highland Line Anfang der 1960er Jahre bot British Rail erstmals wieder im Sommer 1984 einen dampfbespannten Zug auf der Strecke von Fort William nach Mallaig an. Der Zug erhielt den Namen „The West Highlander“ und wurde von den Fahrgästen sehr gut angenommen. Einige Jahre später erhielt der Zug den Namen „The Lochaber“, nach der Region Lochaber rund um Fort William.

Mit der Privatisierung von British Rail infolge des Railways Act 1993 wurde auch der Dampfbetrieb auf der West Highland Line privatisiert. West Coast übernahm den Zug 1995 und gab ihm den heutigen Namen. Seit 2011 wird zusätzlich an Werktagen ein zweites Zugpaar angeboten, das am Nachmittag in Fort William beginnt und am Abend von Mallaig zurück fährt.

Zuglauf

Der Zug startet in Fort William nahe dem Ben Nevis, Großbritanniens höchstem Berg, passiert den westlichsten Bahnhof Großbritanniens (Arisaig), führt am tiefsten Süßwassersee (Loch Morar) und am kürzesten Fluss (Morar) Großbritanniens vorbei nach Mallaig. Die Streckenlänge für Hin- und Rückfahrt beträgt 135 Kilometer. Die Reise dauert rund zwei Stunden für die einfache Strecke.

Unterwegs hält der Zug in Glenfinnan, wo Bonnie Prince Charlie während des letzten Jakobiten-Aufstandes 1745 seine Standarte aufstellte. Kurz vor dem Bahnhof führt die Strecke über den vor allem aus den Harry-Potter-Filmen bekannten Glenfinnan Viaduct. Der Viadukt hat 21 Bögen, von denen man einen guten Ausblick über Loch Shiel hat. Im Bahnhof Glenfinnan hält der Zug etwa 20 Minuten, so dass man das im Bahnhof beheimatete Museum besichtigen kann. Es zeigt Exponate und Bilder vom Bau der Strecke.

Danach hält der Zug in Arisaig und dem Endbahnhof Mallaig. An Tagen mit guter Aussicht kann man die Kleinen Inseln Rum, Eigg, Muck und Canna sowie den südlichen Teil der Insel Skye sehen.

Fahrzeuge

Der Zug wird von verschiedenen Dampflokomotiven gezogen, unter anderem von der LNER-Klasse B1 Nr. 61264, der LNER-Klasse K1 Nr. 62005 oder der LMS-Klasse 5 Nr. 45231. Die Zuggarnitur besteht aus Wagen des Typs Mark 1, dem von British Rail in den 1950er Jahren beschafften Standardtyp.
Webseite: The Jacobite
Webseite: Eisenbahnmuseum im Bahnhof Glenfinnan (englisch)

Loch Shiel

Der See war Schauplatz zweier historischer Ereignisse. Am südwestlichen Ende des Sees bei Acharacle schlugen keltische Stämme unter ihrem Anführer Somerled im Jahr 1140 ein von Torquil angeführtes normannisches Heer. Torquil wurde in der Schlacht getötet und die Normannen für längere Zeit aus dem Gebiet vertrieben.

Am nordöstlichen Ende von Loch Shiel befindet sich das Glenfinnan Monument, das die Stelle markiert, an der sich die Hochlandclans am 19. August 1745 trafen, um angeführt von Bonnie Prince Charlie zum – letztlich erfolglosen – Aufstand gegen die englische Vorherrschaft anzutreten. Loch Shiel ist daher für schottische Patrioten von besonderer Bedeutung. Einmal im Jahr wird an der historischen Stätte der Ereignisse von 1745 gedacht.

Film

Glenfinnan am Loch Shiel ist der fiktionale Geburtsort von Connor MacLeod (gespielt von Christopher Lambert) im Film Highlander (USA/GB,1986). Die Aufnahmen vom fiktionalen Stammsitz MacLeods stammen allerdings nicht vom Loch Shiel, sondern wurden am Eilean Donan Castle am Loch Duich gedreht. Darüber hinaus war der Loch Shiel Drehort für alle Szenen aus den Harry Potter-Verfilmungen, die am fiktionalen Hogwarts See spielen.
Webseite: Touristische Informationen zum Loch Shiel (englisch)

Loch Eilt

Loch Eilt ist ein Süßwassersee in Schottland und liegt etwa 30 km westlich von Fort William in einer sehr spärlich besiedelten Gegend. Am nördlichen Ufer verläuft die Panoramastraße Road to the Isles, am südlichen Ufer die West-Highland-Eisenbahnstrecke auf der auch der dampfbetriebene Museumszug The Jacobite verkehrt. Auf dem See liegen mehrere kleine Inseln. Der See war Schauplatz in mehreren Filmen, darunter Local Hero (1980), und mehrere Harry Potter Filme.

Loch Duich

Loch Duich (schottisch-gälisch Loch Dubhthaich) ist eine Meeresbucht an der Westküste Schottlands in den Northwest Highlands. In Schottland werden diese Meeresbuchten sea lochs genannt. Der Loch Duich wird durch die Meeresarme Loch Alsh und Loch Long gespeist. Die Bucht ist ungefähr 8,5 Kilometer lang und im Durchschnitt 1,5 Kilometer breit.

Auf einer kleinen Insel im Loch Duich in der Nähe der Ortschaft Dornie befindet sich das bekannte Eilean Donan Castle, das mit einer steinernen Fußgängerbrücke mit dem Festland verbunden ist. Die Hauptstraße A87 führt über mehrere Kilometer am nordöstlichen Ufer entlang.

Diarmaid’s Grave ist eine Steinsetzung auf einer Landzunge. Das Souterrain von Allt an Inbhir liegt an der Südseite bei Letterfearn. Im Jahr 1719 wurden viele Gehöfte entlang der Bucht durch britische Streitkräfte niedergebrannt, kurz bevor die Schlacht von Glen Shiel zwischen britischen Regierungstruppen und einer Allianz von Jakobiten und Spaniern begann.