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Lust am Krimi. Krimi- oder Thriller, TV-Krimi, TV-Serien, Krimis im Kino. Was fasziniert am Krimi und wieviel Realität steckt in der Fiktion

02/03/2018

Lust am Krimi. Krimi- oder Thriller, TV-Krimi, TV-Serien, Krimis im Kino. Was fasziniert am Krimi und wieviel Realität steckt in der Fiktion

Deutschland im Krimifieber. Jedes vierte verkaufte Buch ist ein Krimi. Keine Stadt ohne fiktiven TV-Kommissar, keine Region ohne Mord mit regionalem Charme im Vorabendprogramm.

 

Was fasziniert so am Krimi?

 

Was fasziniert so am Krimi? Gert Scobel ermittelt zusammen mit seinen Gästen Andreas Baranowski, Psychologe, Justus-Liebig-Universität Gießen, Dorothee Kimmich, Literaturwissenschaftlerin, Universität Tübingen und Andreas Pflüger, Krimiautor.

Die Lust am Mord ist ungebrochen, bringt Auflage und Quote. Vor allem Frauen lesen und schauen Krimis. Die neue Lust an der Angst? Oder ist einfach der Charme des Genres unschlagbar? Gibt es nichts Besseres als Krimis, oder sind wir Menschen tatsächlich so blutdurstig und mordlüstern, wie Fernsehprogramm und Bestsellerlisten uns glauben machen?

 

Das Vorhandensein von Krimis in Literatur, Film und Fernsehen steht in keinem Verhältnis zum tatsächlichen Vorkommen von Mord in der Kriminalstatistik.

Dennoch ist der Erfolg von “Tatort”, “SoKo” und Co. ungebrochen.
Was macht die Faszination des Krimis aus?
Ist es das gute Gefühl, dass sich das Verbrechen zwischen Buchdeckeln oder auf dem Fernsehschirm sicher und ungefährlich für das eigene Leib und Wohl verwahren lässt?
Hat das Festhalten an dunklen Skandinavien-Thrillern oder landenglisch-hellen Wohlfühl-Kommissaren etwas damit zu tun, dass es der Überflussgesellschaft an nichts fehlt?

Blut fließt, Körperteile finden sich verteilt im Wald, Leichen werden weit vor 22 Uhr seziert – drastische Szenen sind ständig und überall verfügbar. Eine krasse Entwicklung hat in den letzten Jahrzehnten stattgefunden, deren Gründe noch zu finden sind.

Auch die Krimis und ihr Auftrag haben sich verändert. Nimmt man allein die Ermittler-Figuren, kann man an ihnen fast die Bedürfnisse der Bundesrepublik im Lauf der Jahrzehnte ablesen – Vertrauen in die Polizei in der Nachkriegszeit wiederzugewinnen.

Später ermittelten sich onkelhafte Kommissare durch wilde Zeiten und vermittelten Sicherheit. Heute ist zwischen Gut und Böse kaum mehr zu unterscheiden: Ermittler sind auch Täter – und Opfer sind nicht mehr über jeden Zweifel erhaben.

Der “CSI-Effekt” wird wissenschaftlich erforscht: Wie wirken die akribischen Abbildungen vor allem amerikanischer Krimi-Serien um forensische Experten auf ihre Zuschauer?

 

Wie viel Realität steckt also in der Fiktion, gibt es womöglich einen Wettbewerb zwischen Ermittlungsmethoden und dem Streben nach dem perfekten Mord?

 

Eine Erkenntnis ist sicher: Mord bringt Auflage und Quote. Vor allem Frauen lesen und schauen Krimis.

 

Die neue Lust an der Angst?
Oder ist einfach der Charme des Genres unschlagbar?
Gibt es nichts Besseres oder sind wir Menschen so blutdurstig und mordlüstern, wie Fernsehprogramm und Bestsellerlisten uns glauben machen?

Gert Scobel diskutiert darüber mit seinen Studiogästen.

Gert Scobel erörtert mit dem “Tatort”-Drehbuchautor und Schriftsteller Andreas Pflüger und weiteren Gästen die Frage, warum sich die Nation die Kugel gibt:

Dorothee Kimmich, Literaturwissenschaftlerin

Dorothee Kimmich ist Professorin für Literaturwissenschaftliche Kulturwissenschaft und Kulturtheorie an der Universität Tübingen. Seit 2004 leitet sie die Poetikdozentur, 2017 mit namhaften Krimi-Autoren unter dem Titel “poetics and crime”. Seit 2016 ist sie Mitglied und stellvertretende Sprecherin des DFG-Fachkollegiums Literaturwissenschaft.

Andreas Branowski, Psychologe

Andreas Baranowski ist Psychologe und forscht an der Professur für Psychotherapie und Systemneurowissenschaften, Fachbereich Psychologie und Sportwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Als Medienwirkungsforscher führte er an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz eine Studie zu den Auswirkungen des Konsums von Krimiserien durch: “Der CSI-Effekt: Wie Kriminalserien unser Verhalten beeinflussen.”

Andreas Pflüger, Schriftsteller und Drehbuchautor

Andreas Pflüger ist Schriftsteller und Drehbuchautor (Amazon-Medienkatalog Tatort), (Amazon-Medienkatalog Weimar) . “Niemals”, sein zweiter Thriller um die blinde Ermittlerin Jenny Aaron, erhält 2018 den Deutschen Krimipreis.

   

Andreas Pflüger schrieb das Drehbuch zum preisgekrönten TV-Zweiteiler “Operation Rubikon“. 2016 wurde der Roman bei suhrkamp neu aufgelegt. Der Autor hat ursprünglich Theologie und Philosophie studiert und lebt heute in Berlin:

    

Das Vorhandensein von Krimis in Literatur, Film und Fernsehen steht in keinem Verhältnis zum tatsächlichen Vorkommen von Mord in der Kriminalstatistik.

Dennoch ist der Erfolg von “Tatort”, “SoKo” und Co. ungebrochen. Was macht die Faszination des Krimis aus? Ist es das gute Gefühl, dass sich das Verbrechen zwischen Buchdeckeln oder auf dem Fernsehschirm sicher und ungefährlich für das eigene Leib und Wohl verwahren lässt?

Hat das Festhalten an dunklen Skandinavien-Thrillern oder landenglisch-hellen Wohlfühl-Kommissaren etwas damit zu tun, dass es der Überflussgesellschaft an nichts fehlt?

Der “CSI-Effekt” wird wissenschaftlich erforscht

Wie wirken die akribischen Abbildungen vor allem amerikanischer Krimi-Serien um forensische Experten auf ihre Zuschauer? Wieviel Realität steckt also in der Fiktion, gibt es womöglich einen Wettbewerb zwischen Ermittlungsmethoden und dem Streben nach dem perfekten Mord?

Quelle: 3sat
scobel – Lust am Krimi
Erstausstrahlung am 1. März 2018, 21:00 Uhr

 

Das Wort Krimi ist umgangssprachlich und steht abkürzend für „Kriminalfilm, Kriminalroman“, also ein Genre, das vor allem in den populären Medien bzw. in der Unterhaltungsindustrie verbreitet ist und einen aufklärerischen Spannungsbogen hat.

 

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Krimis werden häufig als Serien dargeboten und können u. a. in Detektiv-, Gangster-, Polizei- und Spionagegeschichten unterteilt werden. Dabei sind die Grenzen zu anderen Genres oft fließend, z. B. zum Drama oder Thriller.

Merkmale eines Krimis

Bei einem Krimi geht es in der Regel um die Verübung und Aufklärung einer oder mehrerer schwerer Straftaten, d. h. Verbrechen wie Raub, Erpressung, Entführung oder Mord, die den Leser, Hörer oder Zuschauer in Spannung versetzen sollen. Mehrheitlich spielt ein Kommissar, ein Detektiv oder eine andere Hauptperson die Rolle des Ermittlers.

In dieser Rolle findet er den eigentlichen Grund des Geschehens – häufig mit Zwischenfällen – heraus und entdeckt den Täter. Realistische Handlungsorte und gesellschaftliche Situationen, das heißt, die Anpassung an die jeweiligen „historisch-gesellschaftlichen Bedingungen seiner Entstehungszeit“, sind weitere Punkte, die Krimis gemeinsam haben.

Auch die Verwendung von Waffen unterschiedlichsten Typs ist häufig integraler Bestandteil der Handlung.