Kaiserin Elisabeth ganz privat: Briefe an ihre intimste Vertraute Ida Ferency von Beatrix Meyer. Ida Ferenczy war für Sisi mehr als nur eine Vorleserin, sie war ihr eine sehr gute Freundin und ihre engste Vertraute

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Von einer ganz anderen, nämlich einer sehr privaten, geradezu intimen Seite lernen Sie die Kaiserin von Österreich darin kennen. Denn Autorin Beatrix Meyer veröffentlicht in ihrem Band »Kaiserin Elisabeth ganz privat« die Briefkorrespondenz der Kaiserin an ihre ungarische Vorleserin Ida Ferenczy.

Kaiserin Elisabeth ganz privat:
Briefe an ihre intimste Vertraute Ida Ferency
von Beatrix Meyer
ISBN-13 : 978-3962332174
Broschiert: 160 Seiten
Allitera Verlag
(28. September 2020)
Broschiert 19,90 €

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Kaiserin Elisabeth ganz privat

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Kaiserin Elisabeth ganz privat

Kaiserin Elisabeth

Buchzitat: Ida Ferenczy war für Sisi mehr als nur eine Vorleserin, sie war ihr eine sehr gute Freundin und ihre engste Vertraute.

So sind auch die Briefe von einer erstaunlichen Herzlichkeit und Offenheit geprägt. Als Leser hat man zuweilen das Gefühl, einen seltenen Blick durchs Schlüsselloch zu erhaschen.

Kaiserin Elisabeth pflegte eine enge und vertrauensvolle Freundschaft mit ihrer Vorleserin Ida Ferenczy de Vecseszék. Wenn sie getrennt waren, hielten die beiden per Briefkorrespondenz Kontakt.

In diesen Briefen spricht die Kaiserin offen und unbeschwert und berichtet im amüsanten Plauderton von ihren Unternehmungen und Ausflügen, von Bekannten und Familienmitgliedern, aber auch von ihren Sorgen, Langeweile und Uneinigkeiten oder gesundheitlichen Problemen wie auch ihrer Schwangerschaft mit Marie Valérie.

Durch diese schriftlichen Dokumente gewinnt der Leser einen ganz privaten Einblick in den Alltag der österreichischen Kaiserin.

Waldhalle, 17. Juli 1865

Meine süße Ida!
Ich schreibe Dir wieder und zwar aus der Mitte eines Waldes, wohin ich mich vor der entsetzlichen Hitze flüchtete. (…) Hier ist ein großer dichter Wald und ich fahre täglich nach dem Frisieren aus, und ich steige aus, wo der Wald beginnt, gehe zu Fuß zu einem hübschen Platz, wo unter einem Holzdach Tisch und Bänke stehen. Dort verbleibe ich lesend und schreibend bis Mittag oder mit der Dame [Hofdame Helene Thurn und Taxis, Anm.] plaudernd. Oft lese ich wegen der Aussprache auch laut. Dass sie kein Wort versteht, stört mich nicht. Auf dieselbe Art verbringe ich auch den Nachmittag, nur gehe ich mehr spazieren, da es kühler wird.
Am 18. Heute früh bekam ich Deinen Brief; ich bin sehr, sehr glücklich, dass Du in Ordnung bist. Ich ängstige mich auch nicht mehr und schaue ruhig der Zukunft entgegen. Ich freue mich schon sehr auf die Minute, wenn ich Dich wieder sehen werde und Du mir Wort für Wort alles erzählen wirst, was Du mit Deinem Kálmán gesprochen hast; doch leider ist diese Zeit noch sehr weit. (…)
Gott mit Dir, liebe Ida, Horseguarde lässt Dich immer wieder küssen und ich verbleibe Deine aufrichtige Freundin,
Elisabeth.

Kissingen, 10. August 1865

Meine liebe Ida!
Gerade erhielt ich Deinen letzten Brief und es tut mir sehr leid, dass Du krank warst. Wenn nur die Reise keine schlechten Auswirkungen auf Dich haben würde! Dennoch bin ich egoistisch genug, um mich zu freuen, dass Du am 8. in Pest warst. (…)
Morgen Abend reise ich hier ab. Ich kann nicht behaupten, dass ich es gern tue, ich schrecke mich vor den vielen Unannehmlichkeiten zurück, welche mich immer in meiner Familie erwarten. Die einzige glückliche Minute bedeutest Du und danach sehne ich mich unbeschreiblich.
Da ich jetzt nicht viel Zeit habe, schließe ich nun meinen Brief, Gott gebe ein glückliches Wiedersehen.
Deine treue Freundin
Elisabeth.

Elisabeths Ungarnliebe ist legendär und von vielen Mythen umrankt. Die ungarische Öffentlichkeit pflegt gerne das Bild der ritterlichen Nation, die die unglückliche Sisi auf Anhieb liebevoll in ihrer Mitte aufgenommen hat. Tatsache ist aber, dass die Ungarn bei Kaiser Franz Josephs Verlobung seiner Braut im günstigsten Fall neutral gesinnt waren.

Die Historikerin und gebürtige Ungarin Beatrix Meyer hat zahlreiche Quellen und Dokumente aus den ungarischen Archiven aufgearbeitet und zeigt Kaiserin Elisabeths intensive Beziehung zum ungarischen Volk in den dramatischen Zeitläufen des K. u. k.-Habsburger-Reichs.

Beatrix Meyer studierte Germanistik und Geschichte in Pécs (Ungarn) und Erlangen. Die gebürtige Ungarin arbeitete jahrelang als Fremdsprachenlehrerin für Deutsch. Seit ihrem Umzug nach Deutschland vertiefte sie sich in die Familiengeschichte der Hofdame Gräfin Festetics und ist Mitherausgeberin einer Auswahl deren Tagebücher. Im Zuge ihrer Forschungsarbeit setzte sie sich eingehend mit dem Schicksal der legendären Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn auseinander und entdeckte dabei zahlreiche bisher unbeachtet gebliebene Quellen.

Im Allitera Verlag erschien 2019 von ihr »Kaiserin Elisabeth und ihr Ungarn«.

Beatrix Meyer
Kaiserin Elisabeth und ihr Ungarn
264 Seiten, Paperback, 22,90 €
ISBN 978-3-96233-130-6
Erfahren Sie hier mehr zu Kaiserin Elisabeth und Ungarn

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Die Sternenkaiserin
Sabine Elisabeth Rossegger verkörpert seit 2016 als Sisi die Sternenkaiserin. In dieser Aufgabe repräsentiert sie in verschiedenen historischen Räumlichkeiten Kaiserin Elisabeth und versucht ihren Weg nachzugehen.
Als Sternenkaiserin besuchte sie schon Schlösser, die immer noch im Privatbesitz der Familie Habsburg-Lothringen stehen, aber auch Orte, die Kaiserin Elisabeth schon sah. Ohne Kitsch und Verherrlichung taucht die Sternenkaiserin in ihren selbst geschneiderten Kleidern sowie selbst geflochtenen Frisuren in den Sisi-Mythos ein, der zweifellos bis heute besteht.
Erfahren Sie hier mehr zur Die Sternenkaiserin

Vielen Dank für diese tolle Empfehlung!Wir freuen uns sehr über dieses Buch – das erste aus unserem diesjährigen Herbstprogramm📚😊🎉#Buchneuerscheinung #Sisi #KaiserinElisabeth #Allitera

Gepostet von Allitera Verlag am Dienstag, 6. Oktober 2020

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© Die Fotos aus dem Buch stammen alle aus dem Privatarchiv von Beatrix Meyer.