Jagd auf El Chapo von Cole, Douglas Merrell, Century & Andrew Hogan. Guzmán gehörte zu den meistgesuchten Drogenbossen in Mexiko und in den Vereinigten Staaten

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Jagd auf El Chapo von Cole, Douglas Merrell, Century & Andrew Hogan. Guzmán gehörte zu den meistgesuchten Drogenbossen in Mexiko und in den Vereinigten Staaten.

Zitat: Andrew Hogan ist der Special Agent der amerikanischen Drogenvollzugsbehörde DEA, der die Ermittlungen gegen El Chapo Guzmán geleitet und ihn verhaftet hat. Hogan arbeitet jetzt in der Privatwirtschaft und lebt an einem geheimen Ort.

Douglas Century ist Autor und Co-Autor von verschiedenen Bestsellern, er war 2003 Finalist für den Edgar Eward in der Kategorie Bestes Sachbuch Kriminalität.

Jagd auf El Chapo Kindle Edition
von Cole/Douglas Merrell/Century & Andrew Hogan
Format: Kindle Edition
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 304 Seiten
Verlag: HarperCollins; Auflage: 1 (3. April 2018)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B0744BGMX9
Kindle Edition EUR 12,99
Broschüre EUR 14,99

 

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Joaquín Guzmán Loera (auch El Chapo; * 25. Dezember 1954 oder 4. April 1957 in La Tuna, Municipio Badiraguato, Sinaloa) war der oberste Chef des Sinaloa-Kartells, eines mexikanischen Drogenkartells.

Er gehörte zu den meistgesuchten Drogenbossen in Mexiko und in den Vereinigten Staaten. El Chapo Guzmán gelang Guzmán 2001 und 2015, aus mexikanischen Gefängnissen zu entkommen.

Am 8. Januar 2016 wurde er ein halbes Jahr nach seiner zweiten Flucht erneut von mexikanischen Fahndern festgenommen. Die US-Bundesstaaten Kalifornien und Texas stellten Auslieferungsansuchen, jeweils für Anklagen wegen Drogenhandel und Mord.

Am 19. Januar 2017, dem letzten Amtstag von US-Präsident Barack Obama, wurde Guzmán per Flug nach Long Island in New York an die USA ausgeliefert.

Jugend und Aufstieg

El Chapo Guzmán wurde auf einer Farm geboren und hat sechs Geschwister. Sein Vater war Viehzüchter. Guzmán verließ die Schule nach der dritten Klasse und wurde in den 1970er Jahren Gefolgsmann von Amado Carrillo Fuentes und Miguel Ángel Félix Gallardo. Seine Aufgabe war es, Kokainflüge aus Kolumbien zu koordinieren.

Anfang der 1980er Jahre etablierte El Chapo Guzmán sich als Logistikchef im Sinaloa-Kartell. Seit spätestens Ende der 1990er Jahre führt er das Kartell gemeinsam mit Ismael Zambada García.

Am 24. Mai 1993 verübten Auftragsmörder eines gegnerischen Kartells einen Anschlag auf Guzmán, dem sieben Menschen, darunter Erzbischof Juan Jesús Kardinal Posadas Ocampo, zum Opfer fielen.

Erste Verhaftung und Flucht

El Chapo Guzmán wurde am 9. Juni 1993 in Guatemala verhaftet, an Mexiko ausgeliefert und zu 20 Jahren und neun Monaten Gefängnis verurteilt.

Am 19. Januar 2001 gelang ihm eine Flucht aus dem Hochsicherheitsgefängnis Puente Grande im Bundesstaat Jalisco. Ein Wärter öffnete seine Zellentür und Guzmán verließ das Gelände in einem Wäschetransporter.

Andere Quellen behaupten hingegen, El Chapo Guzmán habe einen Deal mit dem damaligen mexikanischen Präsidenten Vicente Fox geschlossen. Vicente Fox, der sich zum damaligen Zeitpunkt in einem finanziellen Engpass befunden habe, soll 20 Mio. US-$ von Guzmán für dessen Freiheit erhalten haben.

Gemäß Don Winslow, der Guzmán 2015 als Boss in seinem Roman Das Kartell porträtierte, gebe es Zeugen, laut welchen er einfach aus dem Gefängnis spaziert sei.

Vermögen

Guzmán, der den Spitznamen „El Chapo“ (mexikanischer Ausdruck für „der Kleine“, wegen seiner Körpergröße von – je nach Quelle – 1,68 oder 1,72 Metern) trägt, wurde 2009 von der Zeitschrift Forbes auf Platz 41 der Liste der mächtigsten Menschen der Welt geführt, im Jahr 2012 war er auf dem 63. Platz.

Guzmán verfügte 2012 über ein Vermögen von etwa einer Milliarde Dollar. Auf Informationen, die zu seiner Verhaftung führen, war eine Belohnung von sieben Millionen US-Dollar ausgesetzt (Stand: 2011).

Zweite Verhaftung und Flucht

Am 22. Februar 2014 wurde Guzmán in der mexikanischen Küstenstadt Mazatlán in einer gemeinsamen Operation von mexikanischen Marineinfanteristen und der US-amerikanischen Antidrogenbehörde DEA festgenommen. Wenige Tage danach demonstrierten mehrere Tausend Menschen in Sinaloa für seine Freilassung.

Am Abend des 11. Juli 2015 entkam El Chapo Guzmán erneut aus dem mexikanischen Hochsicherheitsgefängnis Altiplano durch einen 1,5 Kilometer langen, 1,7 Meter hohen und 80 Zentimeter breiten Tunnel, der seinen Anfang im Duschbereich von Guzmáns Zelle nahm.

Dieser Teil der Zelle war nur unzureichend von Überwachungskameras erfasst, so dass Guzmán die Möglichkeit hatte, ungesehen in einem 50×50 Zentimeter großen Loch am Boden zu verschwinden. Bis 2016 war er flüchtig und wurde nach dem Ausbruch in den USA erneut zum Staatsfeind Nummer 1 erklärt.

Beim Versuch der Festnahme im Oktober 2015 nahe Cosalá wurde El Chapo Guzmán offenbar im Gesicht und am Bein verletzt. Er konnte den Sicherheitskräften jedoch gemeinsam mit seinen Leibwächtern entkommen.

Dritte Verhaftung

Nach fast einem halben Jahr auf der Flucht wurde El Chapo Guzmán am 8. Januar 2016 in Los Mochis von Marineinfanteristen erneut gefasst. Dabei wurden fünf Personen getötet und ein Soldat verletzt.

Nach der Verhaftung wurde in der Presse darüber spekuliert, ob ein Interview, das der Drogenbaron dem Schauspieler Sean Penn im Oktober 2015 gab, durch die bei dieser Gelegenheit abgefangenen SMS-Kurznachrichten der Auslöser für die Verhaftung war.

Beteiligt war auch der mexikanische Telenovela-Star Kate del Castillo, die bei der Vermittlung eine Rolle spielte, da Guzmán ein Anhänger der Schauspielerin ist und sie unbedingt treffen wollte.

In der Nacht vom 15. auf den 16. August 2016 verschleppten mehrere Bewaffnete den Sohn von Guzmán, Jesús Alfredo Guzmán, zusammen mit fünf anderen Personen aus einem Restaurant in Puerto Vallarta. Laut dem Generalstaatsanwalt des Bundesstaates Jalisco, Eduardo Almaguer, gehörten die Entführer zu dem Kartell Jalisco Nueva Generación.

El Chapo Guzmán wurde am 19. Januar 2017 an die Vereinigten Staaten offiziell ausgeliefert.

Guzmán ist mit seiner dritten Ehefrau Emma Coronel Aispuro verheiratet, mit der er Zwillinge hat.

 

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Literatur

Sandro Benini: Drogen, Krieg, Mexiko. Der gefährlichste Ort der Welt. Echtzeit, Basel 2013, ISBN 978-3-905800-68-5.
Malcolm Beith: El Chapo: Die Jagd auf Mexikos mächtigsten Drogenbaron. (Originaltitel: The Last Narco übersetzt von Simone Salitter und Gunter Blank), Heyne, München 2011, ISBN 978-3-453-26731-2.

 

 

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