Interview mit Lungen-Facharzt Michael Barczok, den Spaziergangs-Forscher Bertram Weisshaar. Buchtipp: Happy Eating von Anastasia Zampounidis

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Haben Sie genug von abflachenden Kurven, gestiegenen Zahlen und Statistiken?

Der Verlag Bastei Lübbe bietet Ihnen schöneren Lesestoff an: Vorschauen, Interviews, Küsten-Krimis, einen Roadtrip-Roman und gesunde Rezepte, mit denen man sich wohlfühlt.

Und zu guter Letzt: Das beste Krimi-Debüt aus 2019, das gerade mit dem GLAUSER 2020 prämiert wurde.

Der Bastei Lübbe Verlag hat sich Gedanken gemacht, wie er uns trotz dieser ungewöhnlichen Zeiten weiter mit spannenden Geschichten versorgen kann.

Seit sechs Wochen bieten die Redaktionen verschiedene Inhalte an. Zum Beispiel Interviews mit Autor*innen, Fragebogen »In Zeiten von Corona« und auch den »Kopf der Woche«.

Dazu zählten schon der Lungenfacharzt Michael Barczok, der Spaziergangsforscher Bertram Weisshaar oder die Bestsellerautorin Rebecca Gablé, die uns sagt, was wir uns in diesen Zeiten von Eleonore von Aquitanien abschauen können.

Außerdem hat der Verlag ein Radiointerview von Vreni Frost, eine 3 Minuten-Lesung von Eva Almstädt und Videos von Natascha Battus, worin sie unter anderem über Akzeptanz und Dankbarkeit, tröstende Hände und “Klopfen” spricht, im Angebot.

Neues gibt es auch aus der Feder von Anastasia Zampounidis, der Pionierin der zuckerfreien Ernährung, oder der vielfach gefragten Kriminalpsychologin Lydia Benecke. Und nun der Reihe nach. Beginnen wir mit einem Interview mit Dr. Michael Barczok:

Dr. Michael Barczok ist Facharzt für Lungenkrankheiten. Wir haben nachgefragt, wie er die aktuelle Situation bewertet, worauf wir uns noch einstellen müssen und was beim Basteln von Mundschützen wichtig ist:

1. Wie bewerten Sie als Pneumologe die aktuelle Situation? Besteht aus Ihrer Sicht Hoffnung, dass die Lage sich bald bessert?

Wenn man unkontrolliert zu schnell aufmacht, droht eine schwierige Rebound-Welle. Man wird sehen müssen, wie die Öffnungsmaßnahmen in China oder nun auch in Österreich letztendlich funktionieren.

Sicher ist aus meiner Sicht, dass vor einer Massenimpfung, die wohl frühestens Mitte nächsten Jahres erfolgen wird, kein vollständiger Schutz möglich sein wird und Einschränkungen für die Bevölkerung weiterbestehen werden.

Spannend finde ich, dass in Österreich als erstes kleine Geschäfte, wohl auch Büchereien etc. öffnen dürfen, während Kinder und Schüler noch unter Hausarrest stehen.

2. Wie hat sich Ihr eigenes Leben verändert durch den Virus und die Schutzmaßnahmen?
Wie sieht Ihr Alltag derzeit aus?
Obwohl ich Risiko-Person bin (66 Jahre, diverse chronische Erkrankungen) mache ich weiterhin Dienst in unserer Praxis allerdings mit FF P3 Maske.

Ich kümmere mich in erster Linie um unsere Patienten mit schweren Atemwegserkrankungen und biete eine Onlinesprechstunde an, während die jüngeren Kollegen sich verstärkt um Corona-Verdachtsfälle oder Corona-Patienten kümmern, die wir dann auch in häuslichem Arrest per Onlinesprechstunde täglich visitieren.

Maßnahmen, die noch vor wenigen Wochen völlig undenkbar waren! Das bedeutet einen irren Schub für innovative Entwicklungen in der Medizin.

3. Wie bewerten Sie die Schutzmaßnahmen und das Krisenmanagement in Deutschland?

Nachdem alle völlig unvorbereitet waren, ist die Lage anhaltend schwierig, das kann man aber eigentlich niemandem vorwerfen.

Wenn überhaupt, hätte der Staat zentral eine Bevorratung für Millionen Menschen und Monate hinweg machen können und müssen.

Wir werden für die Zukunft daraus lernen, da bin ich mir sicher. Ich finde, dass wir alles in allem sowohl in der ambulanten Medizin, in der stationären Medizin als auch im staatlichen Krisenmanagement ganz überwiegend einen guten Job machen.

Was jetzt bald kommen muss, ist allerdings der wirklich zuverlässige und problemlose Schutz aller Beschäftigten im Medizin- und Pflegebereich und die Ausstattung der übrigen Bevölkerung mit einfachen Masken, die dann nicht vor Ansteckung schützen müssen, sondern verhindern sollen, dass unerkannte Virus-Träger erneute Hotspots aufbauen können.

4. Was können Sie uns auf den Weg geben, was sind wirklich nützliche Tricks, über das Händewaschen und Niesen in die Armbeuge hinaus?

Gehen Sie Joggen, Radfahren oder Spazieren.

Nutzen Sie das schöne Wetter, bewegen Sie sich an der frischen Luft – solange Sie allein sind, ist das ja in allen Bundesländern noch erlaubt. Essen Sie gesund – Vitamine sind gut für das Immunsystem. Hören Sie auf zu rauchen!

Und lassen Sie sich gegen Grippe und Pneumokokken impfen, wenn es noch möglich ist, insbesondere, falls Sie Teil einer Risikogruppe sind.

5. Mancherorts herrscht mittlerweile eine Mundschutzpflicht und viele Menschen fangen jetzt an zu basteln – schließlich sind Schutzmasken rar. Was sollten wir beachten, wenn wir uns selbst einen Mundschutz nähen?

Nicht viel, der Schutz ist ohnehin seuchenhygienisch unwirksam, wenn es darum geht, sich vor Viren zu schützen.

Es geht eigentlich nur darum, dass man bei Husten oder Niesen nicht einfach wild in den Raum hinein sprüht, sondern die Sprühtröpfchen von irgendetwas zurückgehalten werden, sei es eine einfache chirurgische Maske oder auch ein nettes Tuch.

Der oberste Gesundheitsarzt des amerikanischen Zivilschutzes hat im Fernsehen gezeigt, wie man sich selbst aus einem Stück Stoff eine Maske mit einem Hefter und 2 Gummis basteln kann.

6. Was vermuten Sie: Werden Schutzmasken auch nach Corona im Straßenbild erhalten bleiben? Wäre das sinnvoll?

Nun, in Amerika oder Asien war das ja schon immer weit verbreitet, dort allerdings sinnlos, da es gegen Luftverschmutzung nicht hilft.

Schon immer sinnvoll gewesen wäre es für die Millionen von Pollenallergikern in Deutschland, da auch einfache Mundschutze super gegen Pollen helfen.

Wenn es gelingt, Masken modisch schön aufzubereiten, wird man sich daran im Straßenbild gewöhnen dürfen.

7. Wie verläuft Covid-19 eigentlich? Warum merken Viele so lange oder gar nicht, dass sie infiziert sind?

Mein Buch „Luft nach oben“ erscheint dieser Tage als eBook mit einem ganzen Extra-Kapitel nur zu Corona: Darin ist ausführlich erklärt, dass Corona-Infektionen in mehreren Stufen auftreten können.

Bei 80 % kommt es nur zu einem eher geringfügigen, manchmal nicht bemerkten Infekt der oberen Atemwege. Bei einem Teil kommt es aus Gründen, die wir letztendlich noch nicht vollständig verstehen, dazu, dass die Viren den Weg in die Tiefe finden.

Eine Rolle scheint dabei zu spielen, wenn die Entsorgungsfunktion der Bronchien nicht richtig funktioniert (chronische Atemwegserkrankungen, insbesondere COPD, vor allem wenn man weiter raucht).

Nur bei einem relativ kleinen Teil kommt es dann wirklich zu den gefürchteten Pneumonien, die auch tödlich enden können.

Auch das verstehen wir noch nicht so ganz, insgesamt ist die Zahl der Todesfälle bezogen auf die Zahl der Infizierten (die aber schwer festzustellen ist, vermutlich 5-10 mal höher liegt als die aktuell mitgeteilten Zahlen) gar nicht so dramatisch und auch bei Grippeinfektionen möglich, wobei zu beachten ist, dass hier gegen ja geimpft werden kann und deshalb der Virus bei weitem nicht so viel Opfer findet wie jetzt der Corona-Virus.

8. Welche Lehren sollten wir im Sinne unserer Gesundheit aus der aktuellen Zeit ziehen?

Zunächst einmal etwas mehr Demut, ähnliche Pandemien hat es schon immer gegeben und wird es auch weiterhin geben. An der spanischen Grippe sind vor etwa 100 Jahren Millionen von Menschen gestorben.

Auch Bakterien könnten ähnliche Probleme aufwerfen, wenn wir es nicht schaffen, das Problem der Resistenzen in den Griff zu kriegen.

Und schließlich mehren sich völlig zu Recht die Stimmen, die sagen, dass weitere Entgleisungen des Weltklimas vergleichbare Versorgungskrisen hervorrufen könnten.

Auch im medizinischen Bereich droht das, da immer mehr Erreger, die bisher nur in tropischen Ländern eine Rolle gespielt haben und gegen die unsere Bevölkerung keine Abwehrstoffe besitzt, plötzlich auch in unseren Breiten auftauchen (zum Beispiel das Nil-Fieber).

Wir sollten also alle Steuergrößen im Auge behalten und uns im Übrigen für großflächige Katastrophen in Zukunft besser rüsten.

Auf der anderen Seite ist es unglaublich, wie schnell und elastisch unser System plötzlich reagieren konnte, die Bürokratie, sei es im Finanzbereich, sei es aber auch im medizinischen Bereich, wurde plötzlich komplett überrannt, Dinge, die nie möglich waren, sind plötzlich möglich. Auch daraus werden wir sicher für die Zukunft lernen können und zwar positiv.

„Luft nach oben“ von Dr. Michael Barczok

Wussten Sie, dass wir regelmäßig einen Heißluftballon voller Luft ein- und ausatmen?

Ob wir Marathon laufen oder schlafen, unsere Lunge versorgt uns permanent mit der optimalen Menge an Sauerstoff. Wir spüren unser Atemorgan bloß, wenn etwas nicht stimmt.

Was passiert, wenn wir husten, kurzatmig sind oder schnarchen?
Was steckt hinter Allergie, Asthma und COPD?
Was können wir gegen all die Atembeschwerden tun?
Wie fit ist eigentlich die eigene Lunge?

Darüber hinaus stellt sich Barczok den Fragen der aktuellen Debatte:

Wie sinnvoll sind Grenzwerte für Dieselabgase und Fahrverbote?
Wie gefährlich ist die Feinstaubbelastung in unserer Atemluft?

Alle Antworten und die besten Tipps für eine lebenslang gesunde Lunge finden sich im Buch „Luft nach oben“ von Dr. Michael Barczok

Luft nach oben:
Wie richtiges Atmen uns stärker macht 
von Dr. Michael Barczok

Broschiert: 288 Seiten
Verlag: Lübbe
Auflage: 1.
(28. September 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3785726310
Werbung: bei Amazon.de informieren
oder gebraucht kaufen

Buchzitat: Wussten Sie, dass wir regelmäßig einen Heißluftballon voller Luft ein- und ausatmen? Ob wir Marathon laufen oder schlafen, unsere Lunge versorgt uns permanent mit der optimalen Menge an Sauerstoff.

Wir spüren unser Atemorgan bloß, wenn etwas nicht stimmt. Was passiert, wenn wir husten, kurzatmig sind oder schnarchen? Was steckt hinter Allergie, Asthma und COPD?

Was können wir gegen all die Atembeschwerden tun? Wie fit ist eigentlich die eigene Lunge? Darüber hinaus stellt sich Barczok den Fragen der aktuellen Debatte:

Wie sinnvoll sind Grenzwerte für Dieselabgase und Fahrverbote? Wie gefährlich ist die Feinstaubbelastung in unsere Atemluft? Alle Antworten und die besten Tipps für eine lebenslang gesunde Lunge finden sich in diesem Buch.
Buchzitat Ende

Dr. Michael Barczok ist Internist und Arzt für Lungen- und Bronchialheilkunde, Allergologie sowie Sozial-, Schlaf- und Umweltmedizin. Er praktiziert und lehrt am Lungenzentrum Ulm.

Als gern gesehener Experte hält er Vorträge und gibt Interviews in überregionalen Zeitungen wie Die Welt und Der Tagesspiegel. Barczok ist Vater von fünf Söhnen und verheiratet mit der Atemtherapeutin Susanne MenradBarczok.

Mehr über Dr. Barczok und Aktuelles zum Thema Lunge findet sich auf seinem Blog:
www.lungenexperte.info

Weiter geht es mit Bertram Weisshaar

Einfach losgehen:
Vom Spazieren, Streunen, Wandern und vom Denkengehen
von Bertram Weisshaar
Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
Verlag: Eichborn
(31. August 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3847906483
Werbung: Bei Amazon informieren
oder gebraucht kaufen

Buchzitat: Bertram Weisshaar verführt uns mit seinem Buch zum Wandern. Eine Wanderung an der eigenen Haustüre zu beginnen, scheint mir sehr naheliegend, wortwörtlich das Nächstliegende.

Das Überraschende dabei ist: Schon nach wenigen Minuten verändert sich etwas. Jeder Schritt hier, alles ist mir doch so vertraut, unmittelbares Wohnumfeld, und doch ist es ein bisschen so, als wäre es mir nun ein wenig fremd, als wäre ich schon nicht mehr von hier.”

Der Promenadologe Weisshaar beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit dem Gehen. Er spürt nach, wie sich unsere Wahrnehmung verändert, wie wir den Raum sozusagen begreifen können und warum Spaziergänge so wichtig für uns sind.
Buchzitat Ende

Interview mit Spaziergangsforscher Bertram Weisshaar

Millionen Menschen sitzen gerade zu Hause und ihnen fällt die Decke auf den Kopf.

Spaziergangsforscher Bertram Weisshaar hat schon lange vor Corona geraten: „Einfach losgehen“! Wir haben ihn gefragt, warum uns Schlendern und Wandern so guttut, wie man es am besten anstellt, wieder mehr zu Fuß zu gehen, und wie er als Wissenschaftler gerade seine Nachbarn sieht.

1. „Einfach losgehen“ heißt nicht nur Ihr Buch, sondern das ist auch Ihre Devise bei Ihrer täglichen Arbeit. Was machen Sie genau?

Bei meiner Arbeit spielt das Gehen stets eine zentrale Rolle. Zum einen trifft dies zu auf meine Geschichten und Texte. Zum anderen gestalte ich aber auch zahlreiche Audio-Walks und geführte Spaziergänge und Wanderungen, sei es durch Städte oder Landschaften.

Dabei geht es im Prinzip immer um die Wahrnehmung der Welt aus der Perspektive der Gehenden. Das Gehen ist einer der unmittelbarsten Zugänge zu Welterfahrung.

2. Warum ist Spazieren und Schlendern etwas, das uns gut durch die aktuelle Zeit der Schutzmaßnahmen retten könnte?

Tägliches Gehen fördert unsere Gesundheit. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt, täglich 8.000 bis 10.000 Schritte zu absolvieren.

Nur schon damit kann man vielen sogenannten Zivilisationskrankheiten ganz einfach davonlaufen. Gerade in der jetzigen Zeit ist das tägliche Spazieren auch für unsere Psyche sehr zuträglich.

Das zu Fuß unterwegs sein bringt auf andere Gedanken, beschert jetzt im Frühjahr auch wertvolle sinnliche Erlebnisse – eine notwendige Abwechslung zum verordneten Stubenhocken.

3. Viele von uns sind es gar nicht mehr gewohnt, im Alltag zu Fuß zu gehen. Wie geht das, einfach loszugehen?
Gibt es die optimale Einsteigerstrecke?
Oder sollten wir zumindest einen groben Plan machen, bevor wir loslaufen?

Das ist ja gerade das Schöne am Gehen: Es ist denkbar einfach. Man steht auf, macht den ersten Schritt – und siehe da, schon geht man. Es braucht dazu im Prinzip keinerlei Zeug.

Na gut, wir sind es gewohnt mit Schuhen und bekleidet vor die Tür zu gehen. Aber für Menschen mit durchschnittlicher Gesundheit ist das auch schon alles. Das Gehen ist in diesem Sinne urdemokratisch, es ist jedem Menschen gleichermaßen angeboren.

Eine Einschränkung kann hingegen die im Alltag persönlich verfügbare Zeit bedeuten. Oft höre ich die Antwort: „Ich hab gar nicht die Zeit, meine Wege zu Fuß zurückzulegen.“ Nicht fahren zu müssen, sondern gehen zu können, ist heute ein Ausdruck von Reichtum – Zeitreichtum.

Viele Mitmenschen sind durch die Corona-Pandemie nun vorübergehend zeitreicher geworden. Glücklich schätzen kann sich dabei, wer gesund geblieben und in keine wirtschaftliche Not geraten ist – und keine Ausgangssperre das Spazieren verbietet, wie etwa in Frankreich.

Da möchte ich jeden Mitmenschen ermutigen: Nutzt das! Geht, geht, geht.

4. Wie nehmen Sie als Spaziergangsforscher die aktuelle Zeit wahr? Beobachten Sie, dass Ihre Nachbarn mehr zu Fuß gehen?
Was glauben Sie, wird Corona nachhaltig verändern, wie wir uns fortbewegen?

Ich habe sehr stark den Eindruck, dass gegenwärtig, da quasi „nichts mehr geht“, das Gehen und Spazieren wieder neu entdeckt wird. Plötzlich ist es allen wieder wertvoll.

Das ist sehr schön und diese neue Bedeutung wird auch nicht so schnell aus dem allgemeinen Bewusstsein verschwinden. Plötzlich sind auch die vielerorts viel zu schmalen oder kaputten Gehwege ein allgemeines Thema. Viele verstehen jetzt, nicht nur die Autos, sondern auch die Fußgänger brauchen Platz in den Straßen.

Die Stadtparks werden erlebt als zu klein. Die Stadtverwaltungen registrieren, wie rasch die Stadtparks viel zu voll werden an einem Sonntag mit schönem Wetter.

Das heißt: Die Mitbürger, die Menschen in den Stadtverwaltungen und den Stadträten erleben, beobachten und begreifen gegenwärtig, dass es in den Städten mehr Parks und eine bessere Infrastruktur für die zu Fuß Gehenden braucht. Ich erwarte davon einen deutlichen Impuls in Hinblick auf die Stadtgestaltung.

5. Wie hat sich Ihr eigenes Leben verändert, seit die Schutzmaßnahmen gelten?
Was vermissen Sie am meisten?
Und was haben Sie womöglich neu für sich entdeckt?

Mein Kalender für dieses Jahr war bereits voll mit vielen Terminen für Veranstaltungen, öffentliche Spaziergänge und geführte Wanderungen und Landpartien. Vieles davon schwebt nun im Ungewissen.

Mit anderen Menschen zusammen unterwegs zu sein – das vermisse ich bereits. Andererseits lehrt einem diese Zeit, bei seinen Planungen das Unwägbare wieder mit einzuplanen. Und man hinterfragt:

Was ist denn wirklich wichtig und von Relevanz über den Tag hinaus?

„Einfach Losgehen“ von Bertram Weisshaar

Bertram Weisshaar verführt uns mit seinem Buch zum Wandern. “Eine Wanderung an der eigenen Haustüre zu beginnen, scheint mir sehr naheliegend, wortwörtlich das Nächstliegende.

Das Überraschende dabei ist: Schon nach wenigen Minuten verändert sich etwas. Jeder Schritt hier, alles ist mir doch so vertraut, unmittelbares Wohnumfeld, und doch ist es ein bisschen so, als wäre es mir nun ein wenig fremd, als wäre ich schon nicht mehr von hier.”

Der Promenadologe Weisshaar beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit dem Gehen. Er spürt nach, wie sich unsere Wahrnehmung verändert, wie wir den Raum sozusagen begreifen können und warum Spaziergänge so wichtig für uns sind.

Bertram Weisshaar arbeitet seit den Neunzigerjahren freiberuflich als Spaziergangsforscher. Ausgebildet als Fotograf und Landschaftsplaner nahm er schon viele Menschen mit auf von ihm hierzu gestaltete Spaziergänge oder auch mehrtägige Wanderungen. Stets suchen dabei seine “Gedankengänge” den ungewöhnlichen Blick und überraschende Perspektiven.

Neues gibt es auch aus der Feder von Anastasia Zampounidis, der Pionierin der zuckerfreien Ernährung zu berichten:

Anastasia Zampounidis
Happy Eating:
Emotionales Essen überwinden und wirklich satt und zufrieden werden
Bastei Lübbe
Lebenshilfe
Paperback
Ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-431-07012-5
Ersterscheinung: 28.08.2020
Anastasia Zampounidis
Broschiert: 256 Seiten
Verlag: Lübbe Life
(28. August 2020)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3431070125
Werbung: Bei Amazon informieren

Buchzitat: Happy Eating

Warum bleibt es nie bei der Handvoll Chips,
dem einen Riegel Schokolade,
warum essen wir auch ohne Hunger?

Als Anastasia Zampounidis dem Zucker abschwor, begab sie sich auf eine Odyssee von Ärzten über Motivationsgurus bis zur Kräuterhexe, um die Verbindung zwischen Ernährung und Seele zu verstehen – denn bleibt die hungrig, wird der Körper niemals satt.

So kochte sie für ihr inneres Kind,
meditierte mit scharfen Messern und
plauderte mit Bäumen,
um schließlich nicht nur ihren Körper,
sondern auch ihre Emotionen zufriedenzustellen.

Anastasia Zampounidis, 1968 geboren, begann ihre TV-Karriere beim Musiksender MTV. Es folgten Moderationen für Wetten, dass…?, Sixx TV und ZDFneo. Zuletzt deckte sie im Namen des ZDF als WISO-Konsumagentin regelmäßig Verbraucherfallen auf, unter anderem in der Dokumentation Die Zuckerfalle. Seit elf Jahren verzichtet sie auf Zucker und hat dafür ein Vielfaches an Energie und …

Und noch ein Vintagebuch Tipp:

Angstfrei!:
5 Minuten gegen innere Unruhe, Angst und Panik
(Guter Rat im kleinen Format, Band 8)
von Natascha Battus
Taschenbuch: 96 Seiten
Verlag: Lübbe
(31. Januar 2020)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3404616930
Werbung: Bei Amazon informieren
oder gebraucht kaufen

Angstfrei!

Sie sitzt uns im Nacken oder als Kloß im Hals: unsere Angst. Wenn wir versuchen, vor ihr wegzurennen, holt sie uns immer wieder ein. Herzrasen, Schweißausbrüche, BlockadenAngst drückt sich über unseren Körper aus und kann deshalb am besten über ihn geheilt werden.

Natascha Battus zeigt, wie Sie auf überraschend einfache Weise Ihre Angstblockaden lösen können.

Indem Sie die Balance zwischen Ihrem Kopf und Körper wiederherstellen, gelingt es Ihnen, das Leben zu leben, das Sie sich wünschen.
Webseite: www.battus.de

Buchcover, Klappentexte und Interviews
© Bastei Lübbe Verlag
Vintagebuch Symbolfoto: pixabay.com

Vintagebuch Thema Zucker

Vintagebuch  Thema Spazierengehen

Spaziergang bzw. Wandern

Vintagebuch Thema Immunsystem


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