Im Wahn des Auserwähltseins: Die Rassereligion des Lanz von Liebenfels, der Neutemplerorden und das Erzpriorat Staufen in Dietfurt von Walther Paape

Im Wahn des Auserwähltseins: Die Rassereligion des Lanz von Liebenfels, der Neutemplerorden und das Erzpriorat Staufen in Dietfurt von Walther Paape

Mit einem Vorwort von Historiker Prof. Dr. Paul Münch

Männerbund als Wegbereiter der Nazi-Ideologie

Beiträge zu Personal, Entwicklung und Zeitschrift “Ostara” des Neutemplerorden

 

Zitat: Der Neutemplerorden wurde im Wien des Jahres 1900 von dem früheren Zisterziensermönch Josef Adolf Lanz gegründet, der sich Dr. Jörg Lanz von Liebenfels nannte.

Über sein Ordensorgan »Ostara« verbreitete Lanz seine religiösen, okkulten, rassistischen, frauenfeindlichen und sozialen Phantasien.

Diese beeinflussten völkische Kreise Österreichs und Deutschlands erheblich.
Die meisten der 300 bis 400 Freizeitmönche seines Ordens kamen aus den »besten Kreisen« dieser Länder.

Die »Ostara« wurde auch vom jungen Adolf Hitler gelesen, von entsprechenden Einflüssen ist auszugehen.

Die dritte, erweiterte Auflage wertet neue Informationen wie die Beziehungen des Ordens zum Nationalsozialismus aus und bietet einen systematischen Überblick über handelnde Personen, Aufbau, Ideologie, Interna und Geschichte einer Organisation, die Rassenideologie und Religion zu einer unseligen Mischung verquickte:

Im Wahn des Auserwähltseins
Die Rassereligion des Lanz von Liebenfels, der Neutemplerorden und das Erzpriorat Staufen in Dietfurt
– Eine österreichisch-deutsche Geschichte
von Walther Paape
(Regionalgeschichte im GMEINER-Verlag)
14. April 2015
Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Gmeiner-Verlag
März 2018
ISBN-13: 978-3839217207
Gebundene Ausgabe EUR 22,00

 

Verlagsinfo zum Werk
Im Wahn des Auserwähltseins von Walther Paape

 

Im Wahn des Auserwähltseins von Walther Paape
bewerte ich wie folgt: sehr zufrieden = 9 Punkte:
Handlung, Thema: 8 Punkte
Spannung: 7 Punkte
Schreibstil: 8 Punkte
weiterführende Fotografien: 8 Punkte

 

Aus dem Inhalt

Die Prägung der handelnden Personen
Josef Adolf Lanz (Leben im Überblick)
Einflüsse auf Lanz
Lanzens Theozoologie
Die “Ostara” – Portrait der Zeitschrift
Der Neutemplerorden, Ordo Novi Templi (ONT)
Die Mitglieder des Neutemplerordens
Die Niederlassungen des Neutemplerordens
Neutemplerorden und Nationalsozialismus
Fraujas letztes Aufgebot: Der Orden nach dem Zweiten Weltkrieg
Anhänge

 

Walther Paape, 1945 in Beuron/Donau geboren, ehemaliger Schulleiter und Schulaufsichtsbeamter, ist langjähriges Mitglied der DRK-Bergwachtbereitschaft Sigmaringen, deren Rettungsstützpunkt Ende der 1920er-Jahre in Dietfurt als deutscher Hauptsitz des Neutemplerordens erbaut worden war.

Seit den 1980er-Jahren befasst sich der Autor mit der Ideologie und Geschichte des Neutemplerordens. In Vorträgen und Führungen auf der Burgruine Dietfurt informiert Walther Paape über die menschenverachtende Ideologie des Ordens, die auch Hitler beeinflusste. Den historischen Bestand des »Neutemplererzpriorats Staufen« zu erhalten, ist dem Autor ein Anliegen.

 

VinTageBuch Vorab-Info

Der Neutempler-Orden oder Ordo Novi Templi (ONT) war eine völkisch-religiöse Organisation. Er wurde 1900 von Jörg Lanz von Liebenfels in Wien gegründet. Lanz nutzte diesen Orden, um seine Ideen, die er zunächst als „Theozoologie“ oder „Ario-Christentum“ und ab 1915 als „Ariosophie“ bezeichnete, zu verbreiten. Der Orden verband christliche Frömmigkeit mit damals modernen Begriffen der Rassenkunde und der Eugenik.

Die Ostara war eine von 1905 bis 1917 von dem österreichischen Ariosophen Jörg Lanz von Liebenfelspublizierte und zum größten Teil selbst verfasste Schriftenreihe, die von einem hochgradigen Rassismus geprägt war und zumindest in Wien eine gewisse Verbreitung fand.

Den Schriften wurde aufgrund der 1958 von Wilfried Daim aufgestellten These, dass Adolf Hitler sie gelesen habe und daher von ihren Inhalten nachhaltig beeinflusst gewesen sei, zeitweilig eine große historische Relevanz zugesprochen. Ein bedeutender Einfluss auf Hitler wird in neuerer Zeit jedoch relativiert.